Zum Inhalt springen

Eisenbahnbrücke Eglisau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Eisenbahnbrücke Eglisau
Eisenbahnbrücke Eglisau
Eisenbahnbrücke Eglisau
Nutzung Eisenbahnbrücke
Querung von Rhein
Ort Eglisau
Konstruktion Fachwerkbrücke
Gesamtlänge 457 Meter
Längste Stützweite 90 Meter
Höhe 50 Meter
Baukosten 980'000 Franken
Baubeginn 1895
Fertigstellung 1897
Lage
Koordinaten 680634 / 270207Koordinaten: 47° 34′ 39″ N, 8° 30′ 37″ O; CH1903: 680634 / 270207
 {{#coordinates:47,577613888889|8,5103777777778|primary
dim=1000 globe= name=Eisenbahnbrücke Eglisau region=CH-ZH type=building
  }}

Die Eisenbahnbrücke Eglisau (auch Rheinbrücke Eglisau<ref>Schweizer Bahnbrücken Hrsg.: SBB Fachstelle für Denkmalpflege + GSK Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Scheidegger & Spiess 2013, ISBN 978-3-85881-393-0, S. 118.</ref>) ist eine eingleisige Eisenbahnbrücke über den Rhein in der Schweizer Stadt Eglisau. Sie überführt die Bahnstrecke von Bülach nach Schaffhausen und wurde in den Jahren 1895 bis 1897 durch die damalige Schweizerische Nordostbahn für 980'000 Schweizer Franken erbaut. Die Brücke hat eine Gesamtlänge von 457 Metern und über dem Fluss eine Höhe von 50 Metern.<ref>Rheinbrücke Eglisau. In: Brueckenweb.</ref> Sie wurde als Kulturgut von regionaler Bedeutung eingestuft und steht unter Denkmalschutz.<ref>Vorlage:Kulturgüter Schweiz Weblink.</ref>

Datei:SNCF Dampflok CH Steam 241A65 241P17.ogv
Zwei Dampfloks auf der Rheinbrücke
Datei:Bewachung Bahnviadukts Zürich - Schaffhausen - CH-BAR - 3241684.tif
Bewachung der Brücke während des Ersten Weltkriegs

Das Bauwerk besteht über dem Rhein aus einer eisernen Fachwerkbrücke, einer 90 Meter langen und 9 Meter hohen genieteten, doppelten Ständerfachwerkkonstruktion, die zum Preis von 280'000 Franken<ref name="SIA">Stadelmann: Historische eiserne Brücken.</ref> von der Gutehoffnungshütte geliefert wurde. Die Fachwerkbrücke war nach Fertigstellung mit einem Schottertrog ausgestattet. Die Montage dauerte fünf Monate und machte rund ein Drittel der Gesamtkosten von 980'000 Franken<ref name="SIA" /> aus. Neben dem Mittelteil stehen auf der rechten Rheinseite zwölf mit Lägernkalksteinen gemauerte Steinbögen, deren Gewölbe jeweils eine lichte Weite von 15 Metern aufweisen. Auf der linken Rheinseite, wo das Viadukt im Grundriss gekrümmt ist, sind neun Steinbögen, ebenfalls mit 15 Meter Öffnungsbreite, vorhanden.<ref>Eisenbahnbrücken in der Schweiz. Karl Gotsch.</ref>

Nach der Inbetriebnahme der Brücke wurden an den beiden Gewölben neben der Hauptöffnung Senkungen der Scheitel und Risse festgestellt sowie Bewegungen der Uferpfeiler in Richtung der Fachwerkbrücke gemessen. Ursache war der von den Gewölben hervorgerufene horizontal wirkende Schub auf die 60 Meter hohen Uferpfeiler. Um eine ausreichende Standsicherheit zu gewährleisten, wurde daher 1921 eine Hebelvorrichtung am verschiebbaren Lager der Fachwerkbrücke eingebaut, die eine Aufnahme und Weiterleitung des Gewölbeschubes ermöglicht.<ref>E. Münster: Die Pfeilerbewegungen der Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Eglisau und die Massnahmen zur Sicherung des Bauwerkes. In: Schweizerische Bauzeitung. Band 79, Nr. 11, 1922 (e-periodica.ch [PDF; 4,0 MB]).</ref> 1982 wurde die Brücke grundlegend saniert.<ref>Werner Stadelmann: Rheinbrücken des 19. Jahrhunderts aus Eisen. In: Schweizer Ingenieur und Architekt. 1989, ISSN 0251-0960 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />baufachinformation.de [Memento vom 13. März 2007 im Internet Archive]).</ref>

Datei:Ansicht, Grundriss und Schnitte des Rheinübergangs der SBB bei Eglisau, erbaut in den Jahren 1895 bis 1897.png
Ansicht, Grundriss und Schnitte der Eisenbahnbrücke Eglisau

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />