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Eisdorf (Bad Grund)

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Eisdorf
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1220)&title=Eisdorf 51° 46′ N, 10° 11′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1220) 51° 45′ 38″ N, 10° 10′ 35″ O
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Höhe: 184 m ü. NHN
Fläche: 10,56 km²<ref name="destatis2012" />
Einwohner: 1220 (31. Dez. 2024)<ref name="Ewz2021">Statistisches Berichtsheft des Landkreises Göttingen – Ausgabe 2025. (PDF; 229 kB) Landkreis Göttingen, abgerufen im September 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 116 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 2013
Postleitzahl: 37539
Vorwahl: 05522
Lage von Eisdorf in Niedersachsen
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Datei:Steinweg 3-5 (Eisdorf) Kirchhof.jpg
St.-Georg-Kirche mit Pfarrhaus und Kirchplatz

Eisdorf am Harz ist ein Ortsteil der Gemeinde Bad Grund (Harz) im Landkreis Göttingen in Niedersachsen.

Geografie

Datei:Sösewehr in Eisdorf.jpg
Sösewehr in Eisdorf

Eisdorf liegt jeweils etwas westlich des Oberharzes und Naturparks Harz. Es befindet sich am Rhume-Zufluss Söse, in die nordnordöstlich des Dorfes die Markau mündet. Die nächstgelegene größere Stadt ist die ehemalige Kreisstadt Osterode am Harz, deren Kernstadt etwa 5,5 km südöstlich liegt.

Geschichte

Name

Alte Bezeichnungen des Ortes sind 953 Agesthorp, 1244 Eysdorp, 1253 Eystorpe, 1255 Eistorp und 1284 Eistorp. Das Grundwort des Ortsnamens beruht auf dem niederdeutschen „-thorp, dorp“ für „Dorf, Siedlung“. Das Bestimmungswort, das sich von Ages- zu Eis- entwickelt hat, könnte auf den Personennamen „Agi“ zurückgehen. Dieser beruht auf dem germanischen „agis“ für „Schrecken“.<ref name="ONB" /> Jedoch wird auch vermutet, dass ein früher Eichenbewuchs in Wäldern um das Dorf ihm diesen Namen gegeben hat. Für diese These spricht auch, dass das Ortswappen eine Eiche zeigt.

Mittelalter

953 wurde der Ort erstmals von König Otto I. urkundlich erwähnt. In Eisdorf verfügte Kurmainz über Lehensrechte. Zugehörige Zehntrechte besaßen die Grafen von Dassel, worauf sie im Jahr 1244 verzichteten. Da auch Herzog Otto I. keinen Anspruch darauf erhob, gelangten die Rechte an das Jacobikloster Osterode.<ref name="Osterode" /> Nach dem Dreißigjährigen Krieg trieb der Räuber Hans Warnecke aus Eisdorf sein Unwesen im Harzvorland. Als Soldaten seine Familie nach der Schlacht bei Lutter töteten, griff er jeden Uniformierten an. Sein Unterschlupf war die Burgruine Lichtenstein. Der Sage nach wurde er in Osterode gefangen und zum Tode durch Vierteilung verurteilt.

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1972 wurde Willensen nach Eisdorf eingemeindet.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" /> Am 1. März 2013 schlossen sich die Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Bad Grund (Harz) zur neuen Einheitsgemeinde Bad Grund (Harz) zusammen,<ref name="Neubildung" /> innerhalb derer Eisdorf und Willensen wieder separate Ortschaften bilden.<ref name="Hauptsatzung">Hauptsatzung. (PDF) Gemeinde Bad Grund, 7. November 2016, abgerufen am 2. März 2023.</ref>

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1885 0784 <ref name="Rademacher" />
1910 0850 <ref name="Gemeindeverzeichnis" />
1925 0913 <ref name="Rademacher" />
1933 1020 <ref name="Rademacher" />
1939 1011 <ref name="Rademacher" />
1950 1659 <ref name="Gemeindeverzeichnis1956" />
1956 1448 <ref name="Gemeindeverzeichnis1956" />
1973 1740 <templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 <ref name="destatis1973" />
1975 01738 <templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 <templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 <ref name="destatis" />
Jahr Einwohner Quelle
1980 1735 <templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 <templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 <ref name="destatis" />
1985 1682 <templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 <templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 <ref name="destatis" />
1990 1736 <templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 <templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 <ref name="destatis" />
1995 1748 <templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 <templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 <ref name="destatis" />
2000 1818 <templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 <templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 <ref name="destatis" />
2005 1824 <templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 <templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 <ref name="destatis" />
2010 1718 <templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 <templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 <ref name="destatis" />
2012 1689 <templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 <templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 <ref name="destatis2012" />
2013 1345 <ref name="Einw." />
Jahr Einwohner Quelle
2021 1243 <templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 <ref name="Ewz2021" />

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1 
jeweils zum 31. Dezember

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2 
mit Ortsteil Willensen (1972–2012)
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Politik

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Ortsratswahl 2021<ref name="Wahl">Ortsratswahl 12.09.2021 - Gemeinde Bad Grund (Harz) - Eisdorf. In: kdo.de. 13. September 2021, abgerufen am 27. September 2021.</ref>
Wbt.: 56,23 % (+0,35 %p)
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(−12,38 %p)
13,39 %
(n. k. %p)
20162021
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c PRO Eisdorf

Ortsrat

Der Ortsrat setzt sich aus sieben Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

  • SPD: 4 Sitze (+1)
  • CDU: 2 Sitze (−1)
  • PRO Eisdorf: 1 Sitz (+1)

(Stand: Kommunalwahl am 12. September 2021, Veränderungen zu 2016)<ref name="Wahl" />

Ortsbürgermeister

Die Ortsbürgermeisterin ist Petra Pinnecke (SPD). Ihr Stellvertreter ist Frank Brakebusch (CDU).<ref name="Rat" />

Wappen

Der Entwurf des Kommunalwappens von Eisdorf stammt von Hans-G. Orlovius.<ref name="Orlovius" /> Das Wappen wurde am 3. November 1951 vom Niedersächsischen Minister des Innern genehmigt.<ref name="Wappen" />

[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Eisdorf]] Blasonierung: „In Silber eine bewurzelte grüne Eiche.“<ref name="Wappen">Geschichtliches zur Gemeinde Eisdorf – Wappen. In: Webseite Gemeinde Bad Grund (Harz). Abgerufen am 6. Februar 2020.</ref>
Wappenbegründung: Der vordere Teil des Ortsnamens „Eis“ soll von „Eiche“ abgeleitet sein. Die grüne Eiche auf silbernem Schilde deutet darauf hin, dass noch Mitte des 19. Jahrhunderts große Eichenwälder bis an den Dorfrand reichten und wohl auch dem Dorf den Namen gegeben hätten. Es handelt sich somit um ein redendes Wappen.
  • Laut anderen Quellen gilt sie als Rebe und wird zurückgeführt auf die aus Röblingen am See stammenden Herren von Rebeningen, die in der frühen Neuzeit in Eisdorf begütert waren.<ref name="Harz-Verein" /> Dagegen spricht jedoch, dass dieses Adelsgeschlecht ebenso wie der Ort Röblinen im eigenen Wappen keine Rebe, sondern einen Raben führt.

Datei:Banner Eisdorf (Harz).svg 00Banner: „Das Banner ist grün-weiß längsgestreift mit dem aufgelegten Wappen oberhalb der Mitte.“
Datei:Flagge Eisdorf (Harz).svg 00Hissflagge: „Die Flagge ist grün-weiß quergestreift mit dem Wappen in der Mitte.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Mitteldorf 20 (Eisdorf) 03.jpg
Heimatstube im Mitteldorf

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Kirche

Die Georgskirche, deren Gemeinde dem Kirchenkreis Harzer Land angehört, wurde 1777 auf der Basis eines um 1590 errichteten Vorgängerbaus aus Naturstein fertiggestellt.<ref name="Kunstdenkmale" /> 1906 installierte Furtwängler & Hammer die Orgel. 1996 wurde der Innenraum renoviert. Das Dach ist als Tonnengewölbe aus Holz konstruiert. 2015/16 wurde es mit Krempziegeln neu gedeckt. Die Glocken sind in einem Dachreiter untergebracht.

Vereine

Der TSC Eisdorf wurde 1901 gegründet. Zudem gibt es die örtliche Freiwillige Feuerwehr, in die 2016 die Freiwillige Feuerwehr Willensen integriert wurde. Außerdem existiert eine Heimatstube.

Datei:Eisdorf Naturdenkmal ND OHA00087 Traubeneichen 02.jpg
Naturdenkmal Traubeneichen

Naturdenkmäler

Im Westen des Dorfes befinden sich zwei Traubeneichen, die als Naturdenkmal ND OHA 00087 geschützt sind.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Eisdorf ist über die Kreisstraße 31 mit der Bundesstraße 241, Osterode am Harz nach Northeim und mit der Bundesstraße 243, die von Osterode am Harz nach Bad Gandersheim führt verbunden. Von 1898 bis 1967 hielten hier die Züge der schmalspurigen Bahnstrecke Osterode–Kreiensen.

Bildung

Es gibt einen Kindergarten und eine Grundschule.

Söhne und Töchter des Ortsteils

Literatur

  • Michael Gajewski: Chronik Eisdorf, Willensen: 1932–2000. VPR Ries Verlag, Eisdorf 2001, DNB 1000630625.

Weblinks

Commons: Eisdorf – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references> <ref name="destatis">

Gemeindeverzeichnis – Archiv – Regionale Gliederung – Jahresausgaben – Niedersachsen. (Alle politisch selbständigen Gemeinden im EXCEL-Format). In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, abgerufen am 6. Februar 2020.

</ref> <ref name="destatis1973">

Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 33, Landkreis Osterode am Harz (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 6. Februar 2020]).

</ref> <ref name="destatis2012">

Gemeinden in Deutschland nach Fläche, Bevölkerung und Postleitzahl. (XLS; 4,5 MB) Siehe unter: Niedersachsen, Nr. 1532. In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, 31. Dezember 2012, abgerufen am 6. Februar 2020.

</ref> <ref name="Einw."> Bevölkerungszahlen per 30. Juni 2013 der Gemeinde Bad Grund (Harz). In: gemeinde-bad-grund.de. 30. Juni 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. September 2020; abgerufen am 6. Februar 2020. </ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis"> Der Landkreis Osterode am Harz im Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. September 2022; abgerufen am 8. November 2025. </ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1956">

Vorlage:Gemeindeverzeichnis Deutschland 1956

</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"> </ref> <ref name="Harz-Verein">

Anmerkungen zum Wappen von Eisdorf. In: Zeitschrift des Harz-Vereins für Geschichte und Altertumskunde. Band 13, 1881, S. 276–277.

</ref> <ref name="Kunstdenkmale">

Hector Wilhelm Heinrich Mithoff: Kunstdenkmale und Alterthümer im Hannoverschen. Fürstenthümer Göttingen und Grubenhagen nebst dem hannoverschen Theile des Harzes und der Grafschaft Hohnstein. Band 2. Helwing’sche Hofbuchhandlung, Hannover 1873, S. 53 (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 6. Februar 2020]).

</ref> <ref name="Neubildung">

Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Bad Grund (Harz), Landkreis Osterode am Harz. Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 16/2012. Hannover 18. Juli 2012, S. 267, S. 17 (Digitalisat [PDF; 290 kB; abgerufen am 6. Februar 2020]).

</ref> <ref name="ONB">

Uwe Ohainski, Jürgen Udolph: Orts- und Wüstungsnamen. Die Ortsnamen des Landkreises Osterode. Teichhütte (Gem. Gittelde). In: Niedersächsisches Ortsnamenbuch. Band 40, Teil II. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2000, ISBN 3-89534-370-6, S. 44–46, S. 62–64 (Digitalisat [PDF; 2,5 MB; abgerufen am 6. Februar 2020]).

</ref> <ref name="Orlovius">

Wappenentwürfe von Hans-G. Orlovius. In: Wikimedia Commons. Abgerufen am 14. Februar 2020.

</ref> <ref name="Osterode">

Jörg Leuschner: Osterode – Welfensitz und Bürgerstadt im Wandel der Jahrhunderte. 1993, S. 110.

</ref> <ref name="Rademacher">

Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de

</ref> <ref name="Rat">Ortsrat Eisdorf. In: Webseite Gemeinde Bad Grund (Harz). Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. September 2022; abgerufen am 6. Februar 2020.</ref> </references>

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