Zum Inhalt springen

Edmund Zoz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Edmund zoz.jpg
Edmund Zoz, Ölgemälde um 1700

Edmund Zoz (* 1653 in Schwaz; † 17. März 1706 in Untermais bei Meran) war Theologe, 29. Abt des Zisterzienserklosters Stift Stams in Tirol und ein bedeutender Förderer der Kunst.

Leben

Zoz wurde im Jahr 1653 geboren und auf den Namen Christoph getauft. Christoph Zoz, der aus einer traditionellen auch Zotz geschriebenen Tiroler Familie stammt, legte mit 16 Jahren am 15. Juni 1666 seine Profess ab und trat als Mönch dem Orden der Zisterzienser bei, wobei er den Ordensnamen Edmund annahm.<ref> Pirmin August Lindner: Monasticon metropolis Salzburgensis antiquae: Verzeichnisse aller Aebte und Pröpste der Klöster der alten Kirchenprovinz Salzburg. Pustet Verlag 1908, S. 602.</ref> Er ging 1668 zum Studium der Theologie an die Universität Ingolstadt.<ref>Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte 1982, S. 377.</ref>

Zoz wirkte zunächst als Prior des Stiftes Stams. Als solcher war er in einen langen Streit mit dem Bistum Brixen verwickelt, bei dem es um seelsorgerische und wirtschaftliche Fragen der Oberhoheit in der Region ging. Zoz schloss am 10. Dezember 1689 einen Vergleich mit dem Bistum. Als der Abt Georg Nußbaumer daraufhin im März 1690 zurücktrat, wurde Edmund Zoz am 7. August 1690 zum Prälaten gewählt und stand dem Kloster als Abt vor. Er trat am 25. Juli 1699 wahrscheinlich aufgrund der Schulden des Klosters zurück.<ref>Franz Ant. Sinnacher: Beyträge zur Geschichte der bischöflichen Kirche Säben und Brixen in Tyrol. 4. Band, Brixen 1824, S. 527–528.</ref><ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Edmund Zoz kam nach seiner Resignation als Abt zunächst ins Kloster Raitenhaslach. Weil der kurfürstliche geistliche Rat in München ihn dort nicht duldete, musste er 1701 nach Stams zurückkehren.<ref>Edgar Krausen: Die Zisterzienserabtei Raitenhaslach. Verlag Walter de Gruyter, Berlin 1977, S. 463.</ref>

Er übersiedelte schließlich nach Mais (Untermais) und wohnte – als Angehöriger des Klosters Stams – dort im Haus ("zu Mays im sog. Thiergarten"), wo er am 17. März 1706 starb; dort wurde er auch bestattet ("B. V. Ecclesia Mariae").

Kunstförderung

Datei:Stift Stams, Tirol, Österreich.jpg
Stift Stams in der wesentlich unter Edmund Zoz geschaffenen Gestalt

Edmund Zoz betrieb als Abt eine rege Bautätigkeit. So wurden von ihm die beiden markanten Zwiebeltürme geschaffen, die der Klosterkirche von Stams ihr charakteristisches Aussehen geben. Hierzu schuf in seinem Auftrag 1692 Johann Martin Gumpp der Ältere (1643–1729) die Pläne, bei denen es auch um die Umgestaltung des Westtraktes des Klosters ging. Dieser Neubau verschlang erhebliche Mittel, was zu Abstrichen bei der Ausführung und wahrscheinlich zum Rücktritt des Abtes führte.<ref> Gerald Hofer: Die Turmbauten der österreichischen Zisterzienserklöster. Diplomarbeit Universität. Wien 2008, S. 61 (online).</ref>

Zoz war der Entdecker und ein Förderer des bedeutenden Barockbildhauers Matthias Bernhard Braun (1684–1738).<ref> Anneliese Schallmeiner: Matthias Bernhard Braun auf seinem Weg nach Böhmen. Diplomarbeit. Universität Wien 2008. S. 18 (online)</ref> Er beschäftigte und förderte gleichfalls den Barockmaler Bonaventura Schor.<ref>Heinrich Hammer: Die Entwicklung der barocken Deckenmalerei in Tirol. Strassburg 1912 (= Studienhefte zur deutschen Kunstgeschichte Band 159), S. 131–138.</ref>

Literatur

|1=Hamm 1975. 2., unveränderte Auflage. Hamm 1990, ISBN 3-88309-013-1 |2=Hamm 1990, ISBN 3-88309-032-8 |3=Herzberg 1992, ISBN 3-88309-035-2 |4=Herzberg 1992, ISBN 3-88309-038-7 |5=Herzberg 1993, ISBN 3-88309-043-3 |6=Herzberg 1993, ISBN 3-88309-044-1 |7=Herzberg 1994, ISBN 3-88309-048-4 |8=Herzberg 1994, ISBN 3-88309-053-0 |9=Herzberg 1995, ISBN 3-88309-058-1 |10=Herzberg 1995, ISBN 3-88309-062-X |11=Herzberg 1996, ISBN 3-88309-064-6 |12=Herzberg 1997, ISBN 3-88309-068-9 |13=Herzberg 1998, ISBN 3-88309-072-7 |14=Herzberg 1998, ISBN 3-88309-073-5 |15=Herzberg 1999, ISBN 3-88309-077-8 |16=Herzberg 1999, ISBN 3-88309-079-4 |17=Herzberg 2000, ISBN 3-88309-080-8 |18=Herzberg 2001, ISBN 3-88309-086-7 |19=Nordhausen 2001, ISBN 3-88309-089-1 |20=Nordhausen 2002, ISBN 3-88309-091-3 |21=Nordhausen 2003, ISBN 3-88309-110-3 |22=Nordhausen 2003, ISBN 3-88309-133-2 |23=Nordhausen 2004, ISBN 3-88309-155-3 |24=Nordhausen 2005, ISBN 3-88309-247-9 |25=Nordhausen 2005, ISBN 3-88309-332-7 |26=Nordhausen 2006, ISBN 3-88309-354-8 |27=Nordhausen 2007, ISBN 978-3-88309-393-2 |28=Nordhausen 2007, ISBN 978-3-88309-413-7 |29=Nordhausen 2008, ISBN 978-3-88309-452-6 |30=Nordhausen 2009, ISBN 978-3-88309-478-6 |31=Nordhausen 2010, ISBN 978-3-88309-544-8 |32=Nordhausen 2011, ISBN 978-3-88309-615-5 |33=Nordhausen 2012, ISBN 978-3-88309-690-2 |34=Nordhausen 2013, ISBN 978-3-88309-766-4 |35=Nordhausen 2014, ISBN 978-3-88309-882-1 |36=Nordhausen 2015, ISBN 978-3-88309-920-0 |37=Nordhausen 2016, ISBN 978-3-95948-142-7 |38=Nordhausen 2017, ISBN 978-3-95948-259-2 |39=Nordhausen 2018, ISBN 978-3-95948-350-6 |40=Nordhausen 2019, ISBN 978-3-95948-426-8 |41=Nordhausen 2020, ISBN 978-3-95948-474-9 |42=Nordhausen 2021, ISBN 978-3-95948-505-0 |43=Nordhausen 2021, ISBN 978-3-95948-536-4 |44=Nordhausen 2022, ISBN 978-3-95948-556-2 |45=Nordhausen 2023, ISBN 978-3-95948-584-5 |46=Nordhausen 2023, ISBN 978-3-95948-590-6 |47=Nordhausen 2024, ISBN 978-3-689-11006-2 |48=Nordhausen 2025, ISBN 978-3-689-11017-8 }}{{#if:|, Sp. }}{{#if:1597-1600|, Sp. {{#iferror:{{#expr:1597-1600}}|1597-1600|{{#expr:1*1597-1600*0}}–{{#expr:-(0*1597-1600*1)}}}}}}}}{{#if:|}}{{#if:|}}.{{#if: 39 | |{{#ifeq:||}}}}

Anmerkungen

<references />

{{#if: Zoz, Edmund | {{#if: | {{#if: Zisterzienser Abt | {{#if: 1653 | {{#if: Schwaz | {{#if: 17. März 1706 | {{#if: Untermais |

Vorlage:Wikidata-Registrierung