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EVN Wärme

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
EVN Wärme GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 2008-02-28
Sitz Maria Enzersdorf, Österreich
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Leitung Geschäftsführer<ref name="firmenabc.at"> Firma EVN Wärme GmbH in Maria Enzersdorf. Firmenbuchdaten Creditreform/firmenabc.at</ref>
  • Gerhard Sacher
  • Alfred Freunschlag
Mitarbeiterzahl 149 (2024)<ref name=":0"/>
Umsatz 273 Mio. €<ref name=":0"/>
Branche Wärmeversorgung
Website auf evn.at
Stand: 2023

Die EVN Wärme GmbH ist ein österreichisches Unternehmen der Wärmeerzeugung und -verteilung. Als 100%iges Tochterunternehmen der EVN AG wurden diese Tätigkeitsfelder eingebracht.

Geschichte

Das Unternehmen EVN Wärme wurde durch rückwirkende Ausgliederung per 1. Oktober 2007 aus der EVN AG im Jahre 2008 geschaffen. Somit waren mit Beginn des Unternehmens bereits rund 50 Fernwärmenetze und die Biomasseheizkraftwerke Mödling und Baden in Betrieb.<ref>Die Zukunft der Biomasse als Wärmequelle für Nah- und Fernwärme: G. Sacher, abgerufen am 1. Juni 2021</ref> Die Fernwärmenetze Korneuburg, Maria Gugging und die 31 km lange Fernwärmetransportleitung Dürnrohr-St. Pölten Leitung befanden sich in Fertigstellung.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Fernwärme-Transportleitung von Dürnrohr nach St. Pölten (Memento vom 13. Juni 2021 im Internet Archive), abgerufen am 1. Juli 2021.</ref><ref>Spatenstich für längste Fernwärmeleitung Österreichs, abgerufen am 1. Juli 2021.</ref> Seit dem Jahr 2009 hat die Gesellschaft das Tochterunternehmen Biowärme Amstetten-West GmbH (BAW) zum Aufbau einer Wärmeversorgung mit Biowärme im Bereich Amstetten übernommen und hält diese Beteiligung gemeinsam mit der Stadtgemeinde Amstetten.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.evn.atPressemeldung EVN AG (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im November 2024. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot vom 16. Juli 2008. Stand: 22. Februar 2009.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />BWB Bundeswettbewerbsbehörde Zusammenschlüsse 2008 (Memento vom 20. November 2010 im Internet Archive)</ref> Im gleichen Jahr wurde die Fernwärme Mariazellerland GmbH gemeinsam mit den Stadtbetrieben Mariazell gegründet.<ref>http://www.firmenabc.at/fernwaerme-mariazellerland-gmbh_FFXb Firmen ABC Stand: 26. März 2010</ref> Im Jahre 2011 wurde die Bioenergie Steyr GmbH und die Fernwärme Steyr GmbH gegründet, die gemeinsam die Wärmeversorgung von Ramingdorf und Steyr bewerkstelligen.<ref>Biomasse-Fernwärme für Steyr. Gemeinschaftsprojekt von Energie AG und EVN, abgerufen am 1. Juni am 2021.</ref><ref>Erste Terrawattstunde umweltfreundlicher Energie in Steyr hergestellt, abgerufen am 1. Juni 2021</ref>

Der jährliche Absatz betrug 2,096 TWh im Geschäftsjahr 2022/2023<ref>Ganzheitsbericht Seite 186; abgerufen am 24. Juli 2024 </ref>, bei einer Länge des Fernwärmeleitungsnetzes 700 km und einem Umsatz im Geschäftsjahr 2022/23 von 273 Mio. Euro Umsatz.<ref name=":0" /> Im Oktober 2020 wurde in Klosterneuburg ein neues Biomasseheizkraftwerk in Betrieb genommen, welches bis zu 14.000 Haushalte mit „grüner Wärme“ aus regionalen Rohstoffen versorgt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ganzheitsbericht 2019/20, Seite 103 (Memento vom 13. Juni 2021 im Internet Archive), abgerufen am 1. Juni 2021</ref>

Im Jahre 2024 betreibt die Gesellschaft rund 80 Biomassefernwärmeanlagen<ref name=":0">EVN Wärme | Wärmeversorger Niederösterreich | EVN. Abgerufen am 25. November 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> in Niederösterreich. Im Zuge des Nachhaltigkeitsprogramms wurden zur Erreichung der unternehmensweiten Ziele innovative Projekte entwickelt: Zur Senkung der Emissionen in den Wärmeheizwerken wird der Einbau einer Primärrezirkulation an den Standorten Hagenbrunn, Leopoldsdorf und Korneuburg geplant. Die Einsparung von Pumpstrom, die CO2-freie Deckung des Eigenstrombedarfs durch den Bau einer Photovoltaikanlage im FHW Tulln, die Netzoptimierung in den Fernheizwerken Mödling und Baden, die Senkung der Rücklauftemperatur, die Einregulierung der Umformerstationen und Differenzdruckmessungen mit Netzoptimierung Mödling und Baden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ganzheitsbericht 2019/20, Seite 109 und 110 (Memento vom 13. Juni 2021 im Internet Archive), abgerufen am 1. Juni 2021</ref>

Unternehmungen

Erzeugungsanlagen

Die EVN Wärme GmbH hatte im Jahre 2024 insgesamt rund 1.200 Nahwärmeanlagen für die Objektwärmeerzeugung und rund 65 Fernheiznetze<ref name=":0" />, die großteils aus Biomasseheizwerken ihre Wärme erhalten.

In nachfolgender Tabelle ist ein Auszug der Fernwärmenetze aufgeführt.

Fernwärmenetz Versorgungsgebiet Primärenergieträger Sonstige Hinweise
Thermenregion Mödling, Vösendorf, Perchtoldsdorf, Brunn am Gebirge, Maria Enzersdorf, Wr. Neudorf, Biedermannsdorf, Guntramsdorf, Gumpoldskirchen, Pfaffstätten, Traiskirchen, Baden Biomasse Größtes überregionales Naturwärmenetz Österreichs mit 150 km Trassenlänge.<ref>Naturwärmenetz: Versorgung von 13 Gemeinden mit umweltfreundlicher Wärme. 26. Mai 2024, abgerufen am 24. Juli 2024.</ref>

<ref name="University of Rochester" /> Biomassekesselwärmeleistung 26,5 MW, Dampfturbine 5 MWel<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.evn.atPressemeldung EVN AG vom 12. Oktober 2006 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Oktober 2022. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot; abgerufen am 22. Februar 2009</ref>. Zusätzliche Informationen auf der Seite: Biomasseheizkraftwerk Baden

Biomassekesselwärmeleistung 26,5 MW, Dampfturbine 5 MWel<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.evn.atPressemeldung EVN AG vom 18. April 2008 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Oktober 2022. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot; abgerufen am 22. Februar 2009.</ref>. Zusätzliche Informationen auf der Seite: Biomasseheizkraftwerk Mödling

Krems Krems an der Donau, Gedersdorf Fernwärmespeicher und KWK-Wärme aus Kraftwerk Theiß und der Biomasse-Cogeneration-Anlage<ref>EVN Ganzheitsbericht 21/22 Seite 13; abgerufen am 5. Februar 2023 </ref> <ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.evn.atPressemeldung EVN AG vom 11. Januar 2008 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im November 2024. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot; Stand 22. Februar 2009</ref> Anschlussleistung im Endausbau: 55 MW<ref name="University of Rochester"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Morris A. Pierce, district energy historian and energy manager, University of Rochester (Memento vom 26. Februar 2011 im Internet Archive); Stand: 10. Juni 2010</ref><ref>NÖ Energiebericht 2007 (PDF-Datei; 4,55 MB); Seite 8; abgerufen am 1. November 2010</ref>
St. Pölten St. Pölten Abfall- und Biomasse-KWK-Nutzwärme Wärmelieferung an die Fernwärme St. Pölten über eine 31 Trassen-km lange Transportleitung aus der thermischen Abfallverwertungsanlage in Dürnrohr<ref name="Eröffnung Fernwärmetransportleitung">@1@2Vorlage:Toter Link/www.evn.atPressemeldung der EVN AG vom 1. Oktober 2009 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im November 2024. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot; abgerufen am 6. Dezember 2009</ref><ref name="Wärmetransportleitung"/>
Wiener Neustadt Wiener Neustadt Biomasse <ref name="University of Rochester"/> Biomassekesselwärmeleistung 5 MW, Wärme vom Biomasseheizkraftwerk FunderMax in Neudörfl über eine 4 km lange Transportleitung.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Klimabündnis Wiener Neustadt vom Oktober 2007 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 30. April 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.klimabuendnis.at; abgerufen am 10. Juni 2010</ref>

Primärenergieträger

Datei:Bio KWK Baden Aussenansicht von NordOsten.jpg
Außenansicht des Biomasseheizkraftwerkes Baden

Als Primärenergieträger werden für die Wärmeerzeugung und -lieferungen nachfolgende Brennstoffe eingesetzt:

Besonderheiten

Datei:Theiß - Fernwärmespeicher.JPG
Außenansicht des Fernwärmespeichers mit 50.000 m³ Wasserinhalt und 2 GWh Speichervermögen zur Versorgung der Stadt Krems an der Donau

Galerie

Weblinks

Einzelnachweise

<references />