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Dyrrhachion (byzantinisches Thema)

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Datei:Map Dyrrhachion.svg
Die byzantinischen Themen auf dem Balkan im Jahr 1045

Das Thema von Dyrrhachion ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) war ein byzantinisches Thema im heutigen Albanien, das sich entlang der Adriaküste erstreckte. Es wurde im frühen 9. Jahrhundert eingerichtet und nach seiner Hauptstadt Durrës (mittelgriechisch Dyrrhachion) benannt.

Geschichte

Das exakte Jahr der Einrichtung des Themas ist nicht bekannt; ein Strategos von Dyrrhachion ist im Taktikon Uspensky von 842 vermerkt, es haben sich aber mehrere Siegel von Strategoi aus früheren Zeiten erhalten. Es ist möglich, dass es gleichzeitig mit dem Thema von Peloponnes und dem Thema von Kephallenia entstanden ist.<ref name="DOAKS40">John W. Nesbitt, Nicolas Oikonomides: Catalogue of Byzantine Seals at Dumbarton Oaks and in the Fogg Museum of Art. 1991, S. 40.</ref><ref name="ODB">Alexander Kazhdan et al.: The Oxford Dictionary of Byzantium. 1991, S. 668.</ref><ref>A. Pertusi: Constantino Porfirogenito: De Thematibus. 1952, S. 177.</ref> Während der byzantinisch-bulgarischen Kriege im 10. und 11. Jahrhundert scheint die Stadt zeitweise unabhängig oder unter bulgarischer Herrschaft gewesen zu sein. Ab der Mitte des 11. Jahrhunderts trug ihr Statthalter den Titel Doux oder Katepano.<ref name="DOAKS40" /> Im Jahr 1040/1041 rebellierten die Truppen des Themas unter ihrem Anführer Tihomir und schlossen sich Peter Deljan an.<ref>Paul Stephenson: Byzantium’s Balkan Frontier: A Political Study of the Northern Balkans, 900–1204. 2000, S. 130.</ref>

Im späten 11. und 12. Jahrhundert war Dyrrhachion von großer Wichtigkeit für das Byzantinische Reich. Die Stadt war der „Schlüssel zu Albanien“ und das Einfallstor für Invasionen aus Italien. Der Doux von Dyrrhachion wurde zum wichtigsten Rang aller Balkanprovinzen des Reiches erhoben. Zwei Statthalter von Dyrrachion (Nikephoros Bryennios der Ältere und Nikephoros Basilakes) versuchten von hier aus die Macht an sich zu reißen. Die Region spielte auch eine wichtige Rolle in den byzantinisch-normannischen Kriegen: Sie wurde von den Normannen zwischen 1081 und 1084 besetzt. Nach der Rückeroberung der Region vertraute Alexios I. Komnenos das Thema einem seiner nächsten Verwandten an.<ref name="ODB" /><ref>Michael Angold: The Byzantine Empire, 1025–1204: A Political History. 1997, S. 129 ff., 152; Stephenson: Byzantium’s Balkan Frontier: A Political Study of the Northern Balkans, 900–1204. 2000, S. 151–152, 159–160.</ref> Trotzdem behielten die lokalen Stadtoberhäupter (Archontes) eine relative Unabhängigkeit, sie waren es, die die Stadt 1205 nach der Plünderung von Konstantinopel an die Venezianer übergaben.<ref>Paul Stephenson: Byzantium’s Balkan Frontier: A Political Study of the Northern Balkans, 900–1204. 2000, S. 184.</ref>

Liste der bekannten Strategen

Literatur

Einzelnachweise

<references />

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nach De Thematibus von Konstantin VII. (um 950)
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