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Drahtseilbahn Erdmannsdorf–Augustusburg

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Erdmannsdorf Talstation–Augustusburg Bergstation
Datei:Augustusburg Cable Railway.jpg
Wagen in der Ausweichstelle (2011)
Wagen in der Ausweichstelle (2011)
Streckenlänge:1,24 km
Spurweite:1000 mm (Meterspur)
Stromsystem:250 V =
Maximale Neigung: 201 
Streckengeschwindigkeit:10,8 km/h
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1,24 Augustusburg Bergstation
größte Steigung
Alaunbachbrücke
0,62 Abtsche Weiche
Stützmauer an ehem. Alaunbergwerk
Einschnitt an ehem. Fußgängerbrücke
0,00 Erdmannsdorf Talstation
Erdmannsdorf-Augustusburg
Anschluss an Zschopautalbahn
Datei:14387-Augustusburg-1912-Kirche und neue Drahtseilbahn in Betrieb-Brück & Sohn Kunstverlag.jpg
Augustusburg – Kirche und neue Drahtseilbahn in Betrieb, 1912

Die Drahtseilbahn Erdmannsdorf–Augustusburg ist eine Standseilbahn, die die Orte Erdmannsdorf im Zschopautal und Augustusburg etwa 15 km südöstlich von Chemnitz im Landkreis Mittelsachsen verbindet. Unweit der Bergstation befindet sich das Jagdschloss Augustusburg des Kurfürsten August von Sachsen. Wie bei Standseilbahnen üblich, fahren gleichzeitig zwei Wagen, die sich an einer Ausweichstelle (Abtsche Weiche) in der Mitte der Strecke begegnen.

Technische Daten

Datei:Drahtseilbahn Augustusburg.JPG
Blick von der Bergstation

Die Standseilbahn hat eine Länge von 1239,8 Metern und muss auf dieser Strecke einen Höhenunterschied von 168 Metern überwinden. Die Steigung beträgt durchschnittlich 13,5 Prozent; die maximale Steigung 20,14 Prozent.<ref name=heute>Die Drahtseilbahn Augustusburg heute. In: dsb.vms.de. Abgerufen am 2. Februar 2016.</ref> Dabei fährt sie konstant 3 m/s (ca. 11 km/h) auf einer Spurweite von 1000 mm. Die Fahrt dauert 8 Minuten. Die beiden Fahrzeuge wurden 1996 gebaut und verfügen bei einer Eigenmasse von 9 Tonnen über 36 Sitzplätze und 39 Stehplätze.

Geschichte

Im Jahre 1897 wurde beschlossen, die beiden Orte mittels einer Standseilbahn zu verbinden. Schwierigkeiten in Planung, Finanzen und Ausführung verzögerten die Fertigstellung der Bahn bis 1911. Die Eröffnungsfeier fand am 24. Juni im Beisein des Chemnitzer Kreishauptmanns Max Lossow statt. Durch Fehlplanungen mussten schon in den ersten Jahren Umbauten am Bahnkörper vorgenommen werden. Durch den wirtschaftlichen Niedergang nach dem Ersten Weltkrieg musste die Bahn 1923 drei Monate stillgelegt werden. Ende der 1920er Jahre wurden Wagen und Fördermaschine ausgewechselt.

Sie überstand den Zweiten Weltkrieg und wurde 1952 in der DDR zum Volkseigenen Betrieb umgewandelt. Von 1971 bis 1973 wurde die Standseilbahn grundlegend rekonstruiert. Nach der Wende ging sie an die kreiseigenen Verkehrsbetriebe. Kleinere Umbaumaßnahmen wurden Anfang der 1990er Jahre durchgeführt.

Da der Betrieb für den Landkreis Freiberg defizitär war, wurde die DB RegioNetz Erzgebirgsbahn 2005 im Auftrag des Zweckverbandes Verkehrsverbund Mittelsachsen Betreiber der Drahtseilbahn Augustusburg.<ref>Die Drahtseilbahn Augustusburg gestern. In: dsb.vms.de. Abgerufen am 2. Februar 2016.</ref> 2006 wurde eine Rekonstruktion durchgeführt.<ref name=heute />

Am 24. Juni 2006 wurde die Drahtseilbahn mit dem unter dem Motto „Mensch gegen Maschine“ stattfindenden Drahtseilbahnlauf wiedereröffnet. Dabei traten die Läufer auf einer 1,5 km langen Strecke bergauf parallel zur Drahtseilbahn gegen sie an. Die Läufe finden seitdem jährlich im Juni statt.<ref>Drahtseilbahnlauf. In: Freizeit › Von A bis Z. Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS), archiviert vom Vorlage:IconExternal am 9. Dezember 2021; abgerufen am 10. September 2025.</ref>

Seit 1. Januar 2016 ist der Betreiber der Drahtseilbahn Augustusburg die Verkehrsverbund Mittelsachsen GmbH.<ref>Drahtseilbahn. dsb.vms.de, abgerufen am 2. Februar 2016.</ref> Die beiden Stationen bekamen während ihrer Zugehörigkeit zur Erzgebirgsbahn die Betriebsstellenkürzel DEA T und DAUG.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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Koordinaten: 50° 49′ 8,4″ N, 13° 5′ 29″ O

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