Dolasetron
Dolasetron ist ein 5-HT3-Antagonist zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen in der Chemotherapie und bei PONV.<ref>Josef Donnerer: Antiemetic Therapy. ISBN 3-8055-7547-5.</ref> Dolasetron wird in einer Dosierung von 50 bis 200 Milligramm verabreicht.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Die Halbwertszeit beträgt 7 bis 9 Stunden.<ref>Harald Schmidt: Pharmakologie und Toxikologie. ISBN 3-7945-2295-8.</ref> Der Abbau erfolgt über das Enzym Cytochrom P450 2D6.<ref>Keith A. Candiotti et al.: The Impact of Pharmacogenomics on Postoperative Nausea and Vomiting: Do CYP2D6 Allele Copy Number and Polymorphisms Affect the Success or Failure of Ondansetron Prophylaxis? In: Anaesthesiology 102, 3 (März 2005), S. 543–549. [1]. Abgerufen am 13. November 2020</ref>
Auch in der Tiermedizin wird es gegen Erbrechen angewendet.<ref>Vorlage:Literatur</ref>
Nebenwirkungen
Seine häufigsten Nebenwirkungen sind: schwere allergische Reaktionen, schnelle oder pochende Herzschläge, Ohnmachtsgefühl bzw. Ohnmacht, langsame Herzschläge, schwacher Puls, langsame Atmung, Schmerzen in der Brust, Verlängerung des QT/QTc-Intervalls, Schmerzen im Arm oder Bein, Übelkeit, Schwitzen, allgemeine Verstimmung, Kopfschmerzen, Müdigkeit.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Zudem kann es zum Anstieg der Leberenzyme kommen.
Handelsnamen
Dolasetron kam 1997 unter dem Handelsnamen Anemet auf den deutschen Markt. Die Zulassungen wurden 2011 vom Hersteller für alle Darreichungsformen aufgegeben, nachdem bei der intravenösen Anwendung Herzrhythmusstörungen als Nebenwirkung aufgetreten waren.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Literatur
- Peter Kranke, L. H. J. Eberhart, A. M. Morin, Norbert Roewer: Dolasetron zur Prophylaxe von Übelkeit und Erbrechen nach Narkosen – Eine Metaanalyse kontrollierter randomisierter Studien. In: Anästh Intensivmed. Band 43, 2002, S. 413–427.
Einzelnachweise
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