Dihydrojasmon
Dihydrojasmon ist eine von Jasmon abgeleitete chemische Verbindung. Es ist eine farblose Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch, die in Parfüms als blumiger und fruchtiger Geruchsstoff (jasminartig) eingesetzt wird.<ref name="Ullmann" />
Darstellung
Die Synthese von Dihydrojasmon wurde erstmals 1942 von Heinz Hunsdiecker beschrieben. Bei der Hunsdiecker-Kondensation wird 2,5-Undecandion in siedendem Ethanol mit 2-prozentiger wässriger Natronlauge als Katalysator cyclisiert.<ref name="Hu">Vorlage:Literatur</ref><ref>Vorlage:Patent</ref>
- Cyclisierung von 2,5-Undecandion zu Dihydrojasmon.
Cyclisierung von 2,5-Undecandion zu Dihydrojasmon
2,5-Undecandion ist durch Spaltung von 2-Hexyl-5-methylfuran zugänglich, das über eine mehrstufige Reaktionssequenz mit schlechter Ausbeute aus 5-Methylfurfural gewonnen werden kann.<ref name="Hu"/> Ein Alternativverfahren für die Herstellung von 2,5-Undecandion geht von n-Heptanal aus, wobei die Carbonylgruppe mit 1,3-Propandithiol als Dithian geschützt wird. Nach Alkylierung und Abspaltung der Schutzgruppe erhält man die Ausgangsverbindung für die Dihydrojasmon-Synthese.<ref>Vorlage:CanJChem</ref>
Eine technisch einfache Synthese von Dihydrojasmon geht von n-Heptylamin aus, welches mit Ozon bei −78 °C zum 1-Nitroheptan oxidiert wird. Dieses wird in Chloroform gelöst und mit katalytischen Mengen Diisopropylamin bei 40 °C mit Methylvinylketon umgesetzt und anschließend mit basischem Silicagel zur Trockene eingedampft und 48 Stunden bei 80 °C zum Endprodukt umgesetzt.<ref>Vorlage:Literatur</ref>
- Cyclisierung von Undecan-2,5-dion zu Dihydrojasmon.
Synthese von Dihydrojasmon aus n-Heylamin und Methylvinylketon
Alternative Syntheserouten verwenden als Ausgangskomponente 2-Methylfuran<ref>Janusz Nowicki: Review: Synthesis of Jasmonoides from Furan Derivatives, in: Molecules, 2000, 5, S. 1201–1209.</ref> oder Acrylsäuremethylester.<ref>G. W. Parshall, W. A. Nugent, D. M.-T. Chan, W. Tam: A new role for organometallic reactions in organic synthesis in industry (PDF; 220 kB), in: Pure Appl. Chem., 1985, 57 (12), S. 1809–1818.</ref>
Einzelnachweise
<references> <ref name="Ullmann">Vorlage:Literatur</ref> </references>