Dietrich (Berchtesgaden)
Dietrich († 14. Februar 1178)<ref name="TW">Theodor Wiedemann (1823–1901): Die Nekrologien des Domstiftes Salzburg : nach Handschriften der k. k. Hofbibliothek in Wien, Gerold in Komm. [Verlag], Wien 1861, S. 192 (online durch Münchener Digitalisierungszentrum unter digitale-sammlungen.de).</ref> war Augustiner-Chorherr und von 1174 bis 1178 Propst des Klosterstifts Berchtesgaden.
Laut Joseph Ernst von Koch-Sternfeld soll Dietrich aus den Reihen der Berchtesgadener Kanoniker zum Stiftspropst gewählt worden sein.<ref name="Sternfeld77">Joseph Ernst von Koch-Sternfeld: Geschichte des Fürstenthums Berchtesgaden und seiner Salzwerke, Band 1. Salzburg 1815, S. 77 f.</ref>
Er übernahm dank seines direkten Vorgängers Heinrich I. eine mit Privilegien ausgestattete Propstei, der Kaiser Friedrich Barbarossa 1156 einen „Freiheitsbrief“ ausgestellt hatte. In dieser „Goldenen Bulle“ garantierte der Kaiser dem Berchtesgadener Klosterstift seinen Schutz, anerkannte dessen gegenwärtigen und zukünftigen Besitzstand und gewährte ihm zudem die Forsthoheit.<ref name="Weinfurter253">Stefan Weinfurter: Die Gründung des Augustiner-Chorherrenstiftes – Reformidee und Anfänge der Regularkanoniker in Berchtesgaden, S. 253.</ref>
Propst Dietrich hat als erster begonnen, mit dem in Berchtesgaden abgebauten Salz einen Handel zu eröffnen.<ref>Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie für die gebildeten Stände, Band 3. Brockhaus, Leipzig 1864, S. 65.</ref> Ferner hat er mit dem Kloster Reichersberg die zwei Hofmarken in Roßbach und Osterndorf gegen sechs kleinere zu Eining (Unen) und Rottal getauscht.<ref name="Sternfeld77" />
Literatur
- A. Helm, Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Reprint von 1929. Verein für Heimatkunde des Berchtesgadener Landes. Verlag Berchtesgadener Anzeiger sowie Karl M. Lipp Verlag, München 1973, S. 100, 261–262.
- Stefan Weinfurter: Die Gründung des Augustiner-Chorherrenstiftes – Reformidee und Anfänge der Regularkanoniker in Berchtesgaden, in: Walter Brugger, Heinz Dopsch, Peter Franz Kramml: Geschichte von Berchtesgaden: Zwischen Salzburg und Bayern (bis 1594), Bd. 1, Plenk Verlag, Berchtesgaden 1991, ISBN 3-922590-63-2, S. 229–264, hier: S. 253.
Einzelnachweise
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| Niedere Gerichtsbarkeit (1101–1194) |
Eberwin • Hugo I. • Heinrich I. • Dietrich • Friedrich I. • Wernher I. |
| Hohe Gerichtsbarkeit (1194–1294) |
Wernher I. • Gerhard • Hugo II. • Konrad I. Garrar • Friedrich II. Ellinger • Heinrich II. • Friedrich III. von Ortenburg • Wernher II. • Konrad II. • Heinrich III. • Konrad III. von Mödling • Johann Sax von Saxenau |
| Blutgerichtsbarkeit (1294–1380) |
Johann Sax von Saxenau • Hartung von Lampoting • Eberhard Sachs • Konrad IV. Tanner • Heinrich IV. • Reinhold Zeller • Otto Tanner • Peter I. Pfäffinger • Jakob I. von Vansdorf • Greimold Wulp • Ulrich I. Wulp danach: Ulrich I. Wulp, Pröpste der Reichsprälatur Berchtesgaden (1380–1559) →
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| Personendaten | |
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| NAME | Dietrich |
| KURZBESCHREIBUNG | Stiftspropst von Berchtesgaden |
| GEBURTSDATUM | 11. Jahrhundert oder 12. Jahrhundert |
| STERBEDATUM | 14. Februar 1178 |