Borax
| Borax | |
|---|---|
| Allgemeines und Klassifikation | |
| IMA-Symbol |
Brx<ref name="Warr" /> |
| Andere Namen |
Tinkal<ref name="Lüschen" /> |
| Chemische Formel |
|
| Mineralklasse (und ggf. Abteilung) |
Borate (ehemals Carbonate, Nitrate und Borate) |
| System-Nummer nach Strunz (8. Aufl.) Lapis-Systematik (nach Strunz und Weiß) Strunz (9. Aufl.) Dana |
Vc/B.05 V/H.10-030<ref name="Lapis" /> 6.DA.10 26.04.01.01 |
| Ähnliche Minerale | Kernit, Colemanit, Sassolin, Soda, Trona |
| Kristallographische Daten | |
| Kristallsystem | monoklin |
| Kristallklasse; Symbol | monoklin-prismatisch; 2/m<ref name="Webmineral" /> |
| Raumgruppe | C2/c (Nr. 15)<ref name="StrunzNickel" /> |
| Gitterparameter | a = 11,89 Å; b = 10,65 Å; c = 12,21 Å β = 106,6°<ref name="StrunzNickel" /> |
| Formeleinheiten | Z = 4<ref name="StrunzNickel" /> |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mohshärte | 2 bis 2,5<ref name="Handbookofmineralogy" /> |
| Dichte (g/cm3) | gemessen: 1,715(5); berechnet: 1,70<ref name="Handbookofmineralogy" /> |
| Spaltbarkeit | vollkommen nach {100}, unvollkommen nach {110}<ref name="Handbookofmineralogy" /> |
| Bruch; Tenazität | muschelig; spröde |
| Farbe | farblos, weiß, grau, hellblau bis hellgrün, gelblich bis bräunlich |
| Strichfarbe | weiß<ref name="Handbookofmineralogy" /> |
| Transparenz | durchsichtig bis undurchsichtig |
| Glanz | Glasglanz, Harzglanz, erdig matt |
| Kristalloptik | |
| Brechungsindizes | nα 1,447<ref name="Mindat" /> nβ 1,469<ref name="Mindat" /> nγ 1,472<ref name="Mindat" /> |
| Doppelbrechung | δ 0,025<ref name="Mindat" /> |
| Optischer Charakter | zweiachsig negativ |
| Achsenwinkel | 2V = 39 bis 40° (gemessen); 32 bis 40° (berechnet)<ref name="Mindat" /> |
| Pleochroismus | farblos<ref name="Webmineral" /> |
| Weitere Eigenschaften | |
| Chemisches Verhalten | in Wasser und Glycerin löslich |
Der oder das<ref name="Duden-Borax" /> Borax, Borsaures Natron oder veraltet und allgemein ungebräuchlich auch Tinkal,<ref name="Lüschen" /> ist ein selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Borate mit der chemischen Zusammensetzung Na2[B4O5(OH)4]·8H2O<ref name="StrunzNickel" />. Alternativ kann die chemische Zusammensetzung auch mit der Formel Na2B4O7·10H2O<ref name="Rösler" /><ref name="pubchem" /> ausgedrückt werden. Borax ist damit chemisch gesehen ein Dinatriumtetraborat-Decahydrat,<ref name="GESTIS" /> kurz Natriumtetraborat oder Natriumborat, lateinisch (bereits im 16. Jahrhundert) auch Natrium boracicum.
Borax kristallisiert im monoklinen Kristallsystem und entwickelt meist kurze, prismatische oder tafelige Kristalle mit harz- bis glasähnlichem Glanz auf den Oberflächen. Er kommt aber auch in Form erdiger, körniger oder massiger Mineral-Aggregate vor. In reiner Form ist Borax farblos und durchsichtig. Durch vielfache Lichtbrechung aufgrund von Gitterbaufehlern oder polykristalliner Ausbildung kann er aber auch durchscheinend weiß sein und durch Fremdbeimengungen eine hellgraue, hellblaue oder hellgrüne Farbe annehmen. Mit einer Mohshärte von 2 bis 2,5 gehört Borax zu den weichen Mineralen, die sich ähnlich wie das Referenzmineral Gips (Härte 2) mit dem Fingernagel ritzen lassen.
Borax ist ein wichtiger Rohstoff zur Herstellung verschiedener Borverbindungen, die unter anderem in der Glas- und Keramikindustrie (Glasuren, Email) sowie als Flussmittel beim Löten verwendet werden.
Etymologie und Geschichte
Borax, früher auch Baurach genannt, bezeichnete im Mittelalter unterschiedliche Nitrate (Salpeter) sowie das Metalllötmittel chrysocolla (Malachit oder basisches Kupferkarbonat; vergleiche auch Chrysokoll) und wohl erst im 17. Jahrhundert den heutigen Borax (Natriumsalz der Borsäure). Borax wurde zuerst 1748 durch den schwedischen Mineralogen Johan Gottschalk Wallerius wissenschaftlich beschrieben.
Der Name leitet sich über mittellateinisch borax (mittelhochdeutsch bzw. althochdeutsch buras<ref name="Nowottnick-Arabisch" /> bzw. boras<ref name="DeutschesWörterbuch" />) von dem persisch-arabischen Wort بورق (bauraq oder būrak; persisch būrāh oder būraq), das verschiedene Bedeutungen hatte, so unter anderem Pottasche, Salpeter und andere Nitrate sowie Borax und eventuell auch borsaures Natron.<ref name="Goltz" /> Die Bezeichnung bezieht sich möglicherweise auf die arabische Bedeutung „weiß“.<ref name="Webmineral" /> Borax, dessen Herkunft unklar war, wurde im Mittelalter wohl auch als Name für das Harz eines Baumes („eyn gummi eynes boumes“, zu lateinisch Est autem gummi cuiusdam arboris nascentis in transmarinis partibus) angesehen.<ref name="Bessler-164" /><ref name="Keil" />
Borax wurde schon in der Antike in China für Glasuren und in Ägypten zum Einbalsamieren benutzt.
In den Vereinigten Staaten entdeckte der Mineraloge John Allen Veatch das erste Vorkommen von Borax am 8. Januar 1856. Im September desselben Jahres gelangte er zum kalifornischen Borax Lake.<ref name="Spears" />
Da der Borax bereits lange vor der Gründung der International Mineralogical Association (IMA) bekannt und als eigenständige Mineralart anerkannt war, wurde dies von ihrer Commission on New Minerals, Nomenclature and Classification (CNMNC) übernommen und bezeichnet den Borax als sogenanntes „grandfathered“ (G) Mineral.<ref name="IMA-Liste" /> Die ebenfalls von der IMA/CNMNC anerkannte Kurzbezeichnung (auch Mineral-Symbol) von Borax lautet „Brx“.<ref name="Warr" />
Klassifikation
In der veralteten 8. Auflage der Mineralsystematik nach Strunz gehörte der Borax zur gemeinsamen Mineralklasse der „Nitrate, Carbonate und Borate“ und dort zur Abteilung „Gruppenborate (Soroborate)“, wo er gemeinsam mit Tincalconit sowie im Anhang mit Halurgit und Hungchaoit in der „Tincalconit-Borax-Gruppe“ mit der Systemnummer Vc/B.05 steht.
In der zuletzt 2018 überarbeiteten Lapis-Systematik nach Stefan Weiß, die formal auf der alten Systematik von Karl Hugo Strunz in der 8. Auflage basiert, erhielt das Mineral die System- und Mineralnummer V/H.10-030. Dies entspricht ebenfalls der Abteilung „Gruppenborate“, wo Borax zusammen mit Diomignit (diskreditiert) und Tincalconit eine unbenannte Gruppe mit der Systemnummer V/H.10 bildet.<ref name="Lapis" />
Die von der International Mineralogical Association (IMA) zuletzt 2009 aktualisierte 9. Auflage der Strunz’schen Mineralsystematik ordnet den Borax in die neu definierte Klasse der „Borate“ und dort in die Abteilung „Tetraborate“ ein. Diese ist weiter unterteilt nach der Art der Struktur der Boratkomplexe. Das Mineral ist hier entsprechend seinem Aufbau in der Unterabteilung „Insel-Tetraborate (Neso-Tetraborate)“ zu finden, wo es als einziges Mitglied eine unbenannte Gruppe mit der Systemnummer 6.DA.10 bildet.<ref name=IMA-Liste-2009 />
In der vorwiegend im englischen Sprachraum gebräuchlichen Systematik der Minerale nach Dana hat Borax die System- und Mineralnummer 26.04.01.01. Das entspricht wie in der veralteten Strunz-Systematik der gemeinsamen Klasse der „Carbonate, Nitrate und Borate“ und dort der Abteilung „Wasserhaltige Borate mit Hydroxyl oder Halogen“. Hier findet er sich innerhalb der Unterabteilung „Wasserhaltige Borate mit Hydroxyl oder Halogen“ als einziges Mitglied in einer unbenannten Gruppe mit der Systemnummer 26.04.01.
Kristallstruktur
Borax kristallisiert monoklin in der Raumgruppe C2/c (Raumgruppen-Nr. 15) mit den Gitterparametern a = 11,89 Å; b = 10,65 Å; c = 12,21 Å und β = 106,6° sowie 4 Formeleinheiten pro Elementarzelle.<ref name="StrunzNickel" />
In den Anionen des Borax liegen Tetraborat-Ionen vor, bei denen jedes Boratom mit zwei oder drei (bei zwei Atomen) weiteren Boratomen über eine Sauerstoffbrücke miteinander verbunden ist. Zusätzlich ist jedes Boratom durch eine Hydroxygruppe nach außen abgesättigt, so dass sich eine Formel von [B4O5(OH)4]2− für das Anion ergibt.<ref name="HollemanWiberg" />
Eigenschaften
Beim Erhitzen verliert es bei etwa 100 °C einen Teil seines Kristallwassers und bildet ein Pentahydrat. Oberhalb von 400 °C erhält man wasserfreies Natriumtetraborat.<ref name="GESTIS" />
Bildung und Fundorte
Borax kommt in der Natur in kristalliner oder massiver Form ähnlich wie Anhydrit oder Gips als Evaporit vor, entsteht also bei der Austrocknung von Salzseen, die dann auch als Boraxseen bezeichnet werden. Daneben findet sich das Mineral auch als Bodenausblühung in ariden Gebieten oder als Sinterabsatz an Thermalquellen. Als Begleitminerale treten unter anderem Calcit, Gips, Halit, Soda und weitere Borate, Carbonate und Sulfate auf.<ref name="Rösler" /><ref name="SchröckeWeiner" />
Als seltene Mineralbildung konnte Borax nur an wenigen Orten weltweit nachgewiesen werden, wobei bisher rund 80 Fundorte dokumentiert sind (Stand: 2021).<ref name="MindatAnzahl" />
Früher wurde Borax von den Venetianern aus Ostindien (als Tinkal) importiert und (zu Borax veneta) raffiniert.<ref name="Zekert" /><ref name="Bessler-164" /> Bekannte Fundorte sind heute unter anderem die „Loma Blanca Borat-Lagerstätte“ (Coranzuli, Jujuy) und die „Tincalayu Mine“ (Salta) in Argentinien, der Salar de Surire in Chile, der Salar de Chalviri in der bolivianischen Provinz Sur Lípez, der Chabyêr Caka Salzsee (Tibet) in China, die indische Region Ladakh, Larderello in der italienischen Provinz Pisa, Pachuca de Soto in Mexiko, die Sankaya Borat-Lagerstätte bei Kırka in der Türkei, die Halbinsel Kertsch in der Ukraine sowie Boron, der Borax Lake, der Searles Lake, das Death Valley und Calico in Kalifornien (USA).<ref name="Fundorte" />
Verwendung
Als Rohstoff
Borax wird jährlich weltweit im Megatonnenbereich produziert und ist ein wichtiger Rohstoff zur Herstellung von Borsäure, zur Gewinnung von Boraten und Perboraten sowie weiterer Bor-Verbindungen.<ref name="BMG" /> Gewonnen wird Borax heute nahezu ausschließlich aus dem kristallwasserärmeren Boraxmineral Kernit.
In der Industrie und im Baubereich
Wasserfreier Borax wird als Zusatz für leichtschmelzende Glasuren (zumeist in Fritten) auf niedrig gebrannter Keramik (z. B. Raku, Steingut und andere Irdenwaren), zur Herstellung von Borosilikatglas und bei der Emailproduktion verwendet.
Seine Verwendung als Flussmittel beim Hartlöten von Metallen sowie beim Feuerschweißen beruht auf seiner oxidlösenden Wirkung.<ref name="Kremer" />
Borax ist gelegentlich Bestandteil von Düngemitteln und wird als Zuschlagstoff von Zement und Isolierstoffen eingesetzt.<ref name="BMG" />
Des Weiteren wirkt Borax als vorbeugendes Holzschutzmittel gegen Schimmel und Insekten<ref name="Kremer" /> und wird zu etwa 5 bis 20 Gewichtsprozent der Gesamtmenge als Flammschutzmittel, hier vorwiegend für Dämmstoffe auf Zellulosebasis, eingesetzt.<ref name="waermedaemmstoffe" /><ref name="schadstoffberatung" /> In letztgenannter Anwendung werden seine Eigenschaften als teilweise problematisch angesehen und eine Minderung als sinnvoll erachtet.<ref name="Leisewitz" /> Eine im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellte Studie bemerkt hierzu: „Zusammenfassend wird festgestellt, dass die Anwendung von Borax als Flammschutzmittel akzeptabel ist. Da jedoch die Hintergrundbelastung über die Nahrung bereits so hoch ist, dass die täglich duldbare Aufnahmemenge ausgeschöpft ist, muss gewährleistet sein, dass es durch die Anwendung des Borats als Flammschutzmittel nicht zu einer nennenswerten Zusatzbelastung des Menschen kommt.“<ref name="Leisewitz-2000" /> Bis zu einer Menge von 8,5 Masse-% Borax-Äquivalent bzw. 5,5 Masse-% Borsäure-Äquivalent ist der Zusatz nicht deklarationspflichtig.<ref name="ATP-of-council-directive" />
In der Chemie
In der Schmelze von Borax lösen sich zahlreiche Metalloxide unter Bildung charakteristischer Färbungen und bilden nach dem Abkühlen eine glasartige Perle, die Boraxperle. Diese Färbungen werden als Nachweis für Kationen beim Kationentrennungsgang eingesetzt und stehen im Rang einer Vorprobe.
Die bei der Verbrennung von Methanol mit Borax auftretende grüne Flammenfärbung, die durch Borsäuretrimethylester hervorgerufen wird, ist ein einfacher Nachweis für Methanol.
Daneben wird Borax für Pufferlösungen (Borat- sowie Borat-Phosphat-Puffer) und in der Borax-Karmin-Lösung (Grenachers-Lösung) als Farbstoff in der Mikroskopie verwendet.
Auch in der Goldgewinnung kann Borax erfolgreich eingesetzt werden.
In Haushalt und Gewerbe
Im Haushalt und Wäschereien findet Borax Anwendung in Seife, in Wasserenthärtern und als Ausgangsmaterial zur Gewinnung von Perboraten in Waschmitteln.<ref name="HPD" /> Borax wird in Desinfektions-, Putz- und Bleichmitteln, Kosmetikprodukten sowie als Biozidprodukt (bei Ameisenfallen) eingesetzt. Die Abgabe von Borax an private Endverbraucher ist allerdings in Deutschland seit dem 1. Juni 2009 durch die Chemikalien-Verbotsverordnung untersagt.<ref name="pta-aktuell" /> Produkte, die „Borax“ im Markennamen tragen, werden daher seither ohne Borax zubereitet.<ref name="helpv2.orf.at" />
Als Lebensmittelzusatzstoff hat es die Bezeichnung E 285, ist aber in der EU ausschließlich für echten Kaviar zugelassen und in den USA ganz verboten.<ref name="zusatzstoffe" />
Borax ist neben Polyvinylalkohol, destilliertem Wasser und Lebensmittelfarbe eine Grundsubstanz, die zur Herstellung des populären Spielzeugs Slime (Schleim) verwendet wurde.<ref name="uni-bayreuth" />
Im 17. Jahrhundert wurde Borax als Bestandteil selbst hergestellter Imprägniermittel für Musikinstrumente genutzt. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten nachweisen, dass der italienische Geigenbauer Guarneri del Gesù unter anderem Borax als Holzschutzmittel für seine Instrumente verwendet hat. Der Zugang zu einer Vergleichsprobe einer von Antonio Stradivari gebauten Geige gestaltete sich als schwierig. Erst im Rahmen von Reparaturarbeiten konnte eine kleine Holzprobe eines Originalinstruments untersucht werden. Die Analyse zeigte, dass auch Stradivari eine spezielle Mischung als Bearbeitungs- und Imprägniermittel verwendete. Diese enthielt neben Borax auch Fluoride, Chrom und Eisensalze, die in unbehandelten Hölzern nicht auftreten.<ref name="wissenschaft.de" />
Heilkunde
Medizinisch wurde Borax als Grundlage für die Arzneimittelbestandteile Borsäure, Borsalbe und Borwasser gebraucht.<ref name="Nowottnick-Borax" /> Trotz fehlender wissenschaftlicher Belege wird Borax in der Alternativmedizin auch heute noch als angebliches Heilmittel gegen eine Vielzahl von Erkrankungen wie Arthritis, Osteoporose, Alzheimer-Demenz, Wechseljahresbeschwerden sowie zur Krebsprävention und zur Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit beworben. Die behaupteten Wirkungen konnten durch empirische Untersuchungen nicht belegt werden.<ref name="med-trans"/><ref name="daz"/>
Von den Befürwortern wird behauptet, Bor sei ein Spurenelement, dessen Mangel zu obigen Beschwerden führen oder diese verschlimmern kann.<ref name="revita" />
Die folgenden Verbindungen sind in Europa nicht zugelassen und dürfen in Lebensmitteln nicht verwendet werden: Calcium-Fructo-Borat, Borcitrat, Bor-Aspartat, elementares Bor, Boron (als Boron Citrat, Boron Aspartat und Boron Glycinat Komplex) und Borsäure.<ref name="echa.europa.eu" /> Es ist unklar, inwieweit die Studienergebnisse auf hier zugelassene Borverbindungen übertragbar sind. Aus dem Ausland importierte Nahrungsergänzungsmittel mit diesen Inhaltsstoffen können vom Zoll zurückgehalten werden.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, pro Tag nicht mehr als 0,5 Milligramm Bor über Nahrungsergänzungsmittel aufzunehmen. Bei einigen marktüblichen Produkten liegt die vom Hersteller empfohlene tägliche Verzehrmenge bereits bei durchschnittlich 3 Milligramm.<ref name="verbraucherzentrale.de" />
Sicherheitshinweise
Borax (Natriumtetraborat-Decahydrat) hat die CAS-Nummer Vorlage:CASRN.<ref name="ChemCAS" /> Es ist als Gefahrstoff eingestuft, der die Fruchtbarkeit beeinträchtigt und als fruchtschädigend gilt. Weitere Sicherheitshinweise und Gefahrstoffkennzeichnung siehe Natriumtetraborat und Borate.
Die mittlere letale Dosis (LD50-Wert) wird für Borax mit 2 bis über 6 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht angegeben.<ref name="BMG" />
Siehe auch
Literatur
- Johan Gottschalk Wallerius, Johann Daniel Denso: Mineralogie oder Mineralreich. Borax. Berlegts Christoph Gottlieb Nicolai, Berlin 1750, S. 246–250 (rruff.info [PDF; 1,8 MB; abgerufen am 21. Oktober 2019]).
- Petr Korbel, Milan Novák: Mineralien-Enzyklopädie (= Dörfler Natur). Edition Dörfler im Nebel-Verlag, Eggolsheim 2002, ISBN 978-3-89555-076-8, S. 133.
Weblinks
- Borax. In: Mineralienatlas Lexikon. Geolitho Stiftung
- IMA Database of Mineral Properties – Borax. In: rruff.info. RRUFF Project (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
- Borax search results. In: rruff.info. Database of Raman spectroscopy, X-ray diffraction and chemistry of minerals (RRUFF)
- American-Mineralogist-Crystal-Structure-Database – Borax. In: rruff.geo.arizona.edu.
- Informationen zu Lebensmittelzusatzstoffen – E285 Borax. In: zusatzstoffe-online.de. Verbraucher Initiative e. V..
- Borax. (PDF 137 kB) In: bfr.bund.de. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 18. Januar 2019.
- Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei MerckVorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise
<references> <ref name="ATP-of-council-directive"> Produktgruppeninformation Zellulose-Dämmstoffe. In: wecobis.de. WECOBIS, abgerufen am 15. Januar 2025 (30th ATP of Council Directive 67/548/EEC on the classification, labelling of dangerous substances, Kapitel 2.3.2.4). </ref> <ref name="Bessler-164"> </ref> <ref name="BMG"> Studie zum Umgang mit Bor bei der Altlastenbeurteilung im Auftrag des Kantons Aargau, Schweiz. (PDF; 444 kB) In: kipdf.com. BMG Engineering AG, 22. Januar 2013, abgerufen am 15. Januar 2025. </ref> <ref name="ChemCAS"> Sodium borate, decahydrate. In: chemcas.com. ChemCAS, abgerufen am 15. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="daz"> Wunderwaffe Bor? Deutsche Apothekerzeitung, 15. Dezember 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 2020; abgerufen am 29. 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Januar 2025. </ref> <ref name="GESTIS"> Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich) </ref> <ref name="Goltz"> </ref> <ref name="HollemanWiberg"> A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1108. </ref> <ref name="HPD"> Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Consumer Product Information DatabaseVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="IMA-Liste"> Malcolm Back, Cristian Biagioni, William D. Birch, Michel Blondieau, Hans-Peter Boja und andere: The New IMA List of Minerals – A Work in Progress – Updated: January 2025. (PDF; 3,8 MB) In: cnmnc.units.it. IMA/CNMNC, Marco Pasero, Januar 2025, abgerufen am 15. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="IMA-Liste-2009"> Ernest H. Nickel, Monte C. Nichols: IMA/CNMNC List of Minerals 2009. (PDF; 1,9 MB) In: cnmnc.units.it. IMA/CNMNC, Januar 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. Juli 2024; abgerufen am 30. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Keil"> </ref> <ref name="Kremer"> 64000 Borax, Tinkal. (PDF; 34 kB) In: naturfarben-leipzig.de. Kremer-Pigmente, abgerufen am 16. Januar 2024. </ref> <ref name="Lapis"> </ref> <ref name="Leisewitz"> André Leisewitz, Hermann Kruse, Engelbert Schramm: Ergebnisse und zusammenfassende Übersicht zur Substitution umweltrelevanter Flammschutzmittel. In: Erarbeitung von Bewertungsgrundlagen zur Substitution umweltrelevanter Flammschutzmittel. Band 1, Dezember 2000, S. 121 ff. (umweltbundesamt.de [PDF; 1,4 MB; abgerufen am 16. Januar 2024]). </ref> <ref name="Leisewitz-2000"> André Leisewitz, Hermann Kruse, Engelbert Schramm: Ergebnisse und zusammenfassende Übersicht. In: Erarbeitung von Bewertungsgrundlagen zur Substitution umweltrelevanter Flammschutzmittel. Band 1, Dezember 2000, S. 1–2 (umweltbundesamt.de [PDF; 13 kB; abgerufen am 16. Januar 2024] Forschungsbericht 20408542 (alt) 29744542 (neu), Umweltforschungsplan des Bundesministers für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, im Auftrag des Umweltbundesamtes). </ref> <ref name="Lüschen"> </ref> <ref name="med-trans"> Borax: das gesundheitsschädliche Heilmittel. medizin-transparent.at, 12. August 2016, abgerufen am 16. Januar 2024. </ref> <ref name="Mindat"> Borax. In: mindat.org. Hudson Institute of Mineralogy, abgerufen am 18. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="MindatAnzahl"> Anzahl der Fundorte für Borax. In: mindat.org. Hudson Institute of Mineralogy, abgerufen am 18. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Nowottnick-Arabisch"> </ref> <ref name="Nowottnick-Borax"> </ref> <ref name="pta-aktuell"> Keine Abgabe von Borax in Apotheken. PTA – Aktuelle Meldungen, 17. November 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. April 2015; abgerufen am 2. April 2018. </ref> <ref name="pubchem"> Borax. In: pubchem.ncbi.nlm.nih.gov. National Library of Medicine, abgerufen am 16. Januar 2025. </ref> <ref name="revita"> Mangel an Bor. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. Februar 2023; abgerufen am 29. Juni 2021. </ref> <ref name="Rösler"> </ref> <ref name="schadstoffberatung"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schadstoffberatung Tübingen: Welche Vor- und Nachteile haben verschiedene Dämmmaterialien? ( vom 4. März 2010 im Internet Archive) </ref> <ref name="SchröckeWeiner"> </ref> <ref name="Spears"> John Randolph Spears: Illustrated Sketches of Death Valley and Other Borax Deserts of the Pacific Coast. BiblioBazaar, 2008, ISBN 978-0-554-70751-8, S. 172. </ref> <ref name="StrunzNickel"> </ref> <ref name="uni-bayreuth"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Uni Bayreuth – Effektexperimente: Slime ( vom 27. September 2007 im Internet Archive) </ref> <ref name="verbraucherzentrale.de"> Bor in Nahrungsergänzungsmitteln: Ein Gesundheitsrisiko? 29. März 2024, abgerufen am 16. Januar 2025. </ref> <ref name="waermedaemmstoffe"> Lars Nierobis: Vergleich der wichtigsten Dämmstoffe. In: waermedaemmstoffe.com. 17. August 2007, abgerufen am 16. Januar 2025. </ref> <ref name="Warr"> </ref> <ref name="Webmineral"> David Barthelmy: Borax Mineral Data. In: webmineral.com. Abgerufen am 16. 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