Der letzte Zug von Gun Hill
| Produktionsland | USA |
|---|---|
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1959 |
| Länge | 94 Minuten |
| Altersfreigabe |
|
| Produktionsunternehmen | Paramount Pictures |
| Stab | |
| Regie | John Sturges |
| Drehbuch | James Poe |
| Produktion | Hal B. Wallis |
| Musik | Dimitri Tiomkin |
| Kamera | Charles Lang |
| Schnitt | Warren Low |
| Besetzung | |
| |
| → Synchronisation | |
Der letzte Zug von Gun Hill ist ein US-amerikanischer Western von John Sturges aus dem Jahr 1959 mit Kirk Douglas und Anthony Quinn in den Hauptrollen. Er basiert auf der Erzählung Showdown von Les Crutchfield.
Handlung
Matt Morgan ist US-Marshal in einer friedlichen Kleinstadt und mit einer Indianerin verheiratet, mit der er einen Sohn hat, den neunjährigen Petey. Mutter und Sohn werden eines Tages von zwei Cowboys überfallen, die Mrs. Morgan vergewaltigen wollen. Petey kann mit einem Pferd der Männer zu seinem Vater fliehen. Als der am Tatort eintrifft, ist seine Frau bereits tot. Es gibt zwei Hinweise: Petey hat beobachtet, dass einer der Täter von der Mutter mit der Peitsche im Gesicht schwer verletzt wurde, und das von Petey genommene Pferd trägt einen seltenen, kostbaren Sattel mit den Initialen CB. Morgan weiß, wem der Sattel gehört: seinem alten Freund Craig Belden, mit dem er einst zusammengearbeitet hat.
Matt macht sich mit dem Zug auf den Weg nach Gun Hill, wo Belden zu einem reichen und mächtigen Rancher geworden ist. Er bringt Belden den Sattel zurück und konfrontiert ihn mit dem Geschehenen. Der entsetzte Belden muss erkennen, dass sein Sohn Rick beteiligt war, denn er trägt eine tiefe Narbe im Gesicht. Der andere Verdächtige ist demnach dessen Freund Lee Smithers.
Für Belden ist die Freundschaft zu Matt Morgan beendet; denn obwohl er die Tat verabscheut und Morgans Handeln nachvollzieht, will er nicht zulassen, dass der Marshal seinen einzigen Sohn und Alleinerben mitnehmen und vor Gericht stellen will. Morgan indes ist entschlossen, mit dem letzten Zug und mit Rick Gun Hill zu verlassen. Er kehrt in die Stadt zurück, kann Rick dort durch einen Glücksfall festnehmen und verschanzt sich mit ihm in einem Hotelzimmer. Belden ist mit seinen Männern Morgan hinterhergeritten, um Rick zu befreien. Es kommt zu Schusswechseln, bei denen Morgan einige Männer von Belden tötet.
Auf Unterstützung kann Morgan in Gun Hill nicht zählen, da alle, den Sheriff eingeschlossen, unter Beldens Macht stehen. Nur dessen frühere Geliebte Linda, die mit Morgan zusammen mit dem Zug in Gun Hill eingetroffen ist und ihn insgeheim bewundert, ist von Ricks Tat so angewidert, dass sie Morgan hilft, indem sie ein Gewehr in sein Hotelzimmer schmuggelt.
Kurz vor dem Abfahrtstermin des Zuges setzt der betrunkene Lee das Hotel in Brand, um Morgan herauszuzwingen, doch dieser kann das Gebäude unbeschadet mit seinem Gefangenen verlassen. Morgan sichert sich seinen Weg zum Bahnhof, indem er Rick als Geisel benutzt. Belden muss seine Männer daher zurückhalten. Als der Zug einfährt, versucht Lee, seinen Freund Rick zu befreien. Es kommt zu einem Schusswechsel, bei dem Lee versehentlich Rick erschießt und dann von Morgan getötet wird. Belden fordert Morgan daraufhin zum Duell und wird auch tödlich getroffen. Mit seinen letzten Worten fordert er Morgan auf, aus dessen Sohn Petey einen richtigen Mann zu machen. Morgan verlässt die Stadt allein.
Synchronisation
Die deutsche Fassung<ref>Der letzte Zug von Gun Hill. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 28. November 2021.</ref> entstand in den Studios der Berliner Synchron GmbH. Das Dialogbuch schrieb Fritz A. Koeniger. Die Dialogregie übernahm Volker Becker. Einige Szenen wurden später neu- bzw. nachsynchronisiert. Dafür erhielten Earl Holliman und Anthony Quinn neue Sprecher. Letzterer wird deshalb von gleich drei unterschiedlichen Sprechern synchronisiert.
| Darsteller | Rolle | Synchronsprecher |
|---|---|---|
| Kirk Douglas | Marshal Matt Morgan | Arnold Marquis |
| Anthony Quinn | Craig Belden | Gerhard Geisler |
| Anthony Quinn | Craig Belden | Lutz Riedel (Nachsynchro) |
| Anthony Quinn | Craig Belden | Erich Räuker (Neue Szenen) |
| Carolyn Jones | Linda | Agi Prandhoff |
| Earl Holliman | Rick Belden | Wolfgang Gruner |
| Earl Holliman | Rick Belden | Gerrit Hamann (Nachsynchro) |
| Brian G. Hutton | Lee Smithers | n.n. |
| Brad Dexter | Beero, Handlanger | Hans Wiegner |
| Bing Russell | Skag, Handlanger | Peter Schiff |
| Ziva Rodann | Catherine Morgan | n.n. |
| Val Avery | Steve, Barkeeper | Werner Lieven |
| Walter Sande | Sheriff Bartlett | Kurt Waitzmann |
| John Anderson | Geschäftsmann | Dietrich Frauboes |
| Robin Warga | Junge | Helo Gutschwager |
Hintergrund
Nach Berichten der Variety im März 1954 erwarb der Produzent Hal B. Wallis die Filmrechte von Les Crutchfields Werk Showdown, der Produzent plante mit Burt Lancaster oder Charlton Heston den Film zu realisieren. Doch angesichts des Erfolgs von Zwei rechnen ab (1957) tat sich Produzent Wallis erneut mit dem Star dieses Films, Kirk Douglas, für einen weiteren Western zusammen. Douglas bekam eine Gage in Höhe 325.000 US-Dollar sowie 10 Prozent der Bruttoeinnahmen.<ref name="afi">Last Train from Gun Hill (1959). In: afi.com. American Film Institute, abgerufen am 7. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Gedreht wurde der Film in Vistavision und Technicolor und nahezu dem gleichen technischen Stab, mit dem Wallis und Sturges ein Jahr zuvor den erfolgreichen Western Zwei rechnen ab hergestellt hatten. Der Film wurde im Frühjahr 1958 in Arizona und Kalifornien gedreht. In Arizona in und um die Old Tucson Studios in der Sonora-Wüste – rund 20 Kilometer westlich von Tucson – sowie im Cienega Valley bei Sonoita. In Kalifornien in den Paramount Studios und deren Freigelände in Los Angeles, weitere Außenaufnahmen fanden im Placerita Canyon in Santa Clarita statt. Die Dreharbeiten bei Tucson dauerte etwa eine Woche. Die Arbeitstitel des Films lauteten „Last Train from Harper’s Junction“, „Last Train from Laredo“, „One Angry Day“ und „Showdown at Gun Hill“ sowie „Showdown“.<ref name="afi" />
In Matt Morgans Büro hängt an der Wand ein Porträt von US-Präsident William McKinley und US-Vizepräsident Theodore Roosevelt. Dies lässt darauf schließen, dass der Film zwischen 1897 und 1901 spielt, was zwar historisch korrekt ist, für einen Western jedoch relativ spät ist.
Der letzte Zug von Gun Hill feierte am 9. Juli 1959 in Minneapolis seine Weltpremiere und kam am 19. Februar 1960 in die bundesdeutschen Kinos. Im Januar 2005 wurde der Film mit deutscher Tonspur auf DVD sowie am 18. November 2021 auf Blu-ray veröffentlicht. Die deutschsprachige TV-Premiere erfolgte am 10. Mai 1967 beim ZDF sowie am 21. September 1974 in der DDR beim DFF 1.<ref name="filmdienst">Der letzte Zug von Gun Hill. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.</ref>
Rezeption
Kritik
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="rotten tomatoes">Der letzte Zug von Gun Hill. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref> |
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| Cinema | SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol<ref name="cinema">Der letzte Zug von Gun Hill. In: cinema. Abgerufen am 7. April 2026.</ref> |
| Prisma | SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol<ref>Der letzte Zug von Gun Hill. In: prisma. Abgerufen am 7. April 2026.</ref> |
Der Film wurde von den Kritikern nahezu positiv aufgenommen. Das Filmkritik-Portal Rotten Tomatoes gibt für den Film 91 % positive Rezensionen an, basierend auf 11 Kritiken.<ref name="rotten tomatoes" /> Nach Ansicht der Cinema-Redaktion gebe John Sturges „den Westernfans die Action, die sie erwarten, liefert dazu aber auch ein für die Zeit hohes Maß an Psychologie und Reflexionen über Themen wie Loyalität und Rassismus.“<ref name="cinema" /> Auch die Variety kommt zu einem ähnlichen Urteil. Sie loben das Drehbuch von James Poe. Sie heben die Arbeit des Kameramanns Charles Lang hervor, der in seinen „sonnenverwöhnten Außenaufnahmen zudem ungewöhnlich viele Totalaufnahmen“ einsetzt, wodurch die „menschlichen Figuren als kaum erkennbare schwarze Miniaturen vor der kargen, gelben Landschaft erscheinen“. Kirk Douglas, Anthony Quinn, Carolyn Jones und Earl Holliman werden für ihre Darstellungen gelobt.<ref>Last Train from Gun Hill (1959). In: Variety. 1958, abgerufen am 7. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
„Hervorragend gespielter und inszenierter Star-Western mit beachtlicher Spannung, dessen wirkungsvolle Inszenierung besticht.“
„Spannender Edelwestern, für Erwachsene sehenswert.“
Auszeichnungen
Anthony Quinn war 1960 als Top Action Performer für den Golden Laurel nominiert. Er belegte den vierten Platz.
Weblinks
- Vorlage:IMDb/1
- Review des ClassicFilmGuide (englisch)
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang The Man Who Dared | Treibsand | Der einsame Champion | Die Tote in den Dünen | Kind Lady | The Magnificent Yankee | Der Mordprozeß O’Hara | Frau in Weiß | Sekunden der Angst | Die goldene Galeere | Verrat im Fort Bravo | Der scharlachrote Rock | Stadt in Angst | Das Geheimnis der fünf Gräber | Zwei rechnen ab | Der Schatz des Gehenkten | Der alte Mann und das Meer | Der letzte Zug von Gun Hill | Wenn das Blut kocht | Die glorreichen Sieben | Und die Nacht wird schweigen | Die siegreichen Drei | Das Mädchen Tamiko | Gesprengte Ketten | Geheimagent Barrett greift ein | Vierzig Wagen westwärts | Die fünf Geächteten | Eisstation Zebra | Verschollen im Weltraum | Sinola | Wilde Pferde | McQ schlägt zu | Der Adler ist gelandet Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein