Darmparasitose
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Als Darmparasitose bezeichnet man den Befall des Darmtrakts durch Parasiten wie Würmer (s. Wurmerkrankung) oder Protozoen (bestimmte Flagellaten und Amöben). Diese Parasiten gelangen typischerweise durch Schmierinfektion (als Darmparasiten) in den Darmtrakt, in dem sie dann in manchen Fällen lange Zeit überleben können. Dabei treten oft unspezifische Beschwerden bis hin zu schweren Durchfallerkrankungen (etwa bei Entamoeba histolytica) auf.
Ursache
Ursächlich beim Menschen sind (humanpathogene) Protozoen des Darms<ref>Fritz. H. Kayser: Medizinische Mikrobiologie, Thieme, Stuttgart 2001, S. 526</ref> wie Giardia intestinalis, Dientamoeba fragilis, Entamoeba histolytica, Entamoeba coli, Endolimax nana, Blastocystis hominis, Cryptosporidium, Cyclospora, Sarcocystis und Isospora belli, oder Würmer<ref>Fritz. H. Kayser: Medizinische Mikrobiologie Thieme Stuttgart 2001, S. 568</ref> (genannt Eingeweidewürmer oder Enthelminten; meist Plattwürmer oder Schlauchwürmer<ref>Hans Adolf Kühn: Darmparasiten. In: Ludwig Heilmeyer (Hrsg.): Lehrbuch der Inneren Medizin. Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 834–841, hier: S. 834–840 (Plathelminthen und Rundwürmer).</ref>), die den Darm befallen, z. B. Schistosoma mansoni, S. haematobium, Fasciola hepatica, Fasciolopsis buski, Dicrocoelium dendriticum, Clonorchis, Dipyllobothrium latum, Taenia, Spul- und Peitschenwurm.
Entstehung
In erster Linie erfolgt die Infektion über den Mund durch mangelhafte Hygiene. Ungewaschenes Obst oder ungekochte Speisen gehören dazu. Das Waschen der Hände mit Seife vor jeder Nahrungsaufnahme sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Aber einige der oben genannten Krankheitserreger können auch über die Haut beim Baden in verseuchtem Wasser oder beim Barfußlaufen über den Boden in den Körper gelangen.
Klinische Erscheinungen
Die klinische Erscheinung ist oft unspezifisch, häufige Symptome sind Bauchschmerz, Brennen beim Wasser lassen, chronische Müdigkeit, Durchfall, Übelkeit, Nachtschweiß, Muskelkrämpfe, Juckreiz (insbesondere auch in Anal- und Schambereich), Schwäche, Muskel- und Gelenkschmerz.
Behandlung
Vor jeder Behandlung ist es notwendig, den Erreger zu eruieren. Die Therapie richtet sich spezifisch nach dem Erreger.
Quellen
<references />