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Chitignano

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Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien

Chitignano ist eine Gemeinde mit Vorlage:EWZ Einwohnern (Stand Vorlage:EWD) in der Provinz Arezzo in der Region Toskana in Italien.

Geografie

Datei:Map - IT - Arezzo - Chitignano.svg
Lage von Chitignano in der Provinz Arezzo

Die Gemeinde erstreckt sich über rund 15 km². Sie liegt etwa 25 km nördlich der Provinzhauptstadt Arezzo und ca. 55 km östlich der Regionalhauptstadt Florenz im Gebirgstal des Casentino und in den Alpe di Catenaia<ref name="TouringClubItaliano">Touring Club Italiano: Toscana.</ref>. Wichtigster Fluss im Gemeindegebiet ist der unterhalb des Ortes fließende Rassina, der hier 6 seiner insgesamt 15 km verbringt.<ref>Offizielle Website des Sistema Informativo Ambientale della Regione Toscana (SIRA) zu den Flüssen in Chitignano, abgerufen am 30. April 2014 (ital.)</ref> Der Ort liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone E, 2531 GR/G<ref>Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 30. April 2014 (ital.) (PDF; 330 kB)</ref> und ist Teil der Unione dei Comuni Montani del Casentino<ref>Offizielle Website der Regione Toscana zur Unione dei Comuni Montani del Casentino, abgerufen am 30. April 2014 (italienisch)</ref>.

Zu den Ortsteilen zählen Rosina (483 m, ca. 60 Einwohner) und Taena (511 m, ca. 13 Einwohner). Die Ortsteile Croce di Sarna und La Casa überschneiden sich mit dem Gemeindegebiet von Chiusi della Verna.<ref>Vorlage:Webarchiv (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Ortsteilen und Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Arezzo, abgerufen am 30. April 2014 (ital.)</ref>

Die Nachbargemeinden sind Caprese Michelangelo, Chiusi della Verna und Subbiano.

Geschichte

Erstmals dokumentiert wird der Ort am 7. Dezember 967 als Clotiniano<ref name="Caselli">Giovanni Caselli: Casentino.</ref> in einem Diplom von Otto I., der Große.<ref name="Repetti">Emanuele Repetti: Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana. (1833–1846)</ref> Danach war der Ort lange Zeit im Besitz der Grafen von Chiusi (della Verna) und der Ubertini, bis er 1325 unter die Herrschaft von Guido Tarlati, Erzbischof von Arezzo, kam.<ref name="Repetti" /> Mit der Einnahme des Großraumes durch die Republik Florenz 1385 fiel der Ort an die unter florentinischer Kontrolle stehenden Ubertini zurück<ref name="PianoStr">Comune di Chitignano – Piano Strutturale - Relazione illustrativa</ref> und wurde später im Herzogtum Toskana eingegliedert, blieb aber unabhängige Grafschaft bis 1779, als Leopold II. den Feudalismus in der Toskana abschaffte.<ref name="Caselli" /> Die Gemeinde wurde 1780 gegründet, als sich Taena und Rosina als Ortsteile an Chitignano anschlossen<ref>Offizielle Website der Gemeinde Chitignano zum Territorium und Geschichte des Ortes, abgerufen am 1. Mai 2014 (italienisch)</ref> Wichtige Wirtschaftszweige des Ortes waren die Schießpulverherstellung, der Tabakanbau und der Tabakhandel, bis er 1830 verboten wurde, sowie der jeweilige Schmuggel der Güter. Die meisten Schießpulverfabriken wurden um 1944 von deutschen Truppen zerstört, die letzte schloss 1966.<ref name="PianoStr" /> Bekannt ist der Ort auch heute noch für seine mineralhaltigen Flüsse Rassina und Il Rio.<ref name="Caselli" />

Sehenswürdigkeiten

Datei:ChitignanoPieveVincenzoPietro1.JPG
Pieve dei Santi Vincenzo e Pietro
  • Pieve dei Santi Vincenzo e Pietro, 1614 eingeweihte Pieve im Bistum Arezzo-Cortona-Sansepolcro.
  • Chiesa di San Vincenzo, bereits 1200 existierende Kirche, die 1948 ausgebaut wurde.<ref name="PianoStr" />
  • Chiesa di Santa Margherita im Ortsteil Rosina. Mittelalterliche Kirche, gehörte früher zur Pieve a Socana in Castel Focognano.<ref name="PianoStr" />
  • Chiesa dei Santi Jacopo e Cristoforo im Ortsteil Taena. Mittelalterliche Kirche, gehörte früher zur Pieve a Socana in Castel Focognano.<ref name="PianoStr" />
  • Chiesa di San Lorenzo, auch Cappella degli Ubertini genannt, befindet sich im Castello Ubertini.<ref name="PianoStr" />
  • Castello Ubertini, Burg der Herrscherfamilie Ubertini, die im 16. Jahrhundert durch diese erweitert wurde und bis 1830 zu den Ubertini gehörte. Gehörte im 14. Jahrhundert kurzzeitig zu den Tarlati.<ref>Il bel Casentino zum Castello Ubertini, abgerufen am 30. April 2014 (italienisch)</ref>
  • Vecchia Podesteria, auch Villa Cironi<ref name="PianoStr" /> genannt, Gebäude aus dem 15. Jahrhundert.<ref name="TouringClubItaliano" />
  • Schießpulver- und Schmuggelmuseum (Museo della Polvere da sparo e del Contrabbando).<ref>Offizielle Website der Gemeinde Chitignano zum Museo della Polvere da sparo e del Contrabbando, abgerufen am 1. Mai 2014 (italienisch)</ref>
  • Buca del tesoro, Wasserpark am Fluss Rassina zwischen Chitignano und Rosina.

Gemeindepartnerschaften

Chitignano pflegt folgende Gemeindepartnerschaften:

Literatur

  • Giovanni Caselli: Casentino – Guida Storico Ambientale. Editrice Le Balze, Montepulciano 2003, ISBN 88-87187-81-9
  • Emanuele Repetti: CHITIGNANO (Chitinianum già Clotinianum) nella Valle dell’Arno Casentinese. In Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846), Onlineausgabe der Universität Siena (pdf, ital.)
  • Touring Club Italiano: Toscana. Mailand 2003, ISBN 978-88-365-2767-0, S. 788 f.

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeinden Provinz Arezzo

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