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Škoda Regiopanter

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(Weitergeleitet von CD-Baureihe 440/442/441)
Škoda RegioPanter
440/441 001 der ČD auf dem Versuchsring Velim (2009)
440/441 001 der ČD auf dem Versuchsring Velim (2009)
440/441 001 der ČD auf dem Versuchsring Velim (2009)
Hersteller: Škoda Vagonka, Ostrava
Baujahr(e): seit 2011
Achsfolge: Bo’2’+2’Bo’ (zweiteilig)
Bo’2’+Bo’2’+2’Bo’ (dreiteilig)
Bo’2’+Bo’2’+2’Bo’+2’Bo’ (vierteilig)<ref name="Skoda-Datenblatt" />
Spurweite: 1435 / 1520 mm
Länge: Endwagen: 26 450 mm
Länge über Kupplung: 52 900 mm (zweiteilig)<ref name="Skoda-Datenblatt" /><ref name="RailwayPublish" />
79 400 mm (dreiteilig)<ref name="Skoda-Datenblatt" /><ref name="RailwayPublish" />
105 900 mm (vierteilig)<ref name="Skoda-Datenblatt" />
132 400 mm (fünfteilig)
158 900 mm (sechsteilig)
Breite: 2820 mm / 3430 mm
Höhe: 4260 mm<ref name="Skoda-Datenblatt" /><ref name="RailwayPublish" />
Drehzapfenabstand: 19 000 mm<ref name="RailwayPublish" />
Drehgestellachsstand: 2400 mm<ref name="RailwayPublish" />
Raddurchmesser: 850/770 mm<ref name="RailwayPublish" />
Leermasse: 102,8 t (zweiteilig, Zweisystem)<ref name="RailwayPublish" />
152,5 t (dreiteilig, Zweisystem)<ref name="RailwayPublish" />
144 t (dreiteilig, Gleichstrom)<ref name="RailwayPublish" />
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h<ref name="Skoda-Datenblatt" /><ref name="RailwayPublish" />
Dauerleistung: 1360 kW (zweiteilig)
2040 kW (dreiteilig)
2720 kW (vierteilig)
3400 kW (fünfteilig)<ref name="Skoda-Datenblatt" />
Stundenzugkraft: 131 kN (zweiteilig)<ref name="RailwayPublish" />
196,5 kN (dreiteilig)<ref name="RailwayPublish" />
262,0 kN (vierteilig)
327,5 kN (fünfteilig)
Beschleunigung: 1,1 m/s²<ref name="Skoda-Datenblatt" />
Stromsystem: 3 kV=,<ref name="Skoda-Datenblatt" />
25 kV, 50 Hz~<ref name="Skoda-Datenblatt" />
15 kV, 16,7 Hz~
Stromübertragung: Oberleitung
Fahrmotoren: 4 (zweiteilig)
6 (dreiteilig)
8 (vierteilig)<ref name="Skoda-Datenblatt" />
Zugbremse: (Rückspeisung/Widerstände)
2205 kW/1695 kW(dreiteilig)<ref name="RailwayPublish" />
1470 kW/1130 kW(dreiteilig)<ref name="RailwayPublish" />
Kleinster Halbmesser: 90 m<ref name="RailwayPublish" />
Kupplungstyp: Scharfenbergkupplung
Fußbodenhöhe: 580 / 800 mm
(nach Kundenwunsch)<ref name="RailwayPublish" />
Niederfluranteil: 65 %

Škoda RegioPanter bezeichnet eine Plattform niederfluriger elektrischer Triebzüge des tschechischen Herstellers Škoda Vagonka.<ref>Einstöckige elektrische Triebzüge. ŠKODA TRANSPORTATION a.s.; CR-301 00 Pilsen, 2017, abgerufen am 19. September 2017.</ref><ref>ŠKODA - ELEKTRISCHE TRIEBWAGEN UND PUSH-PULL-GARNITUREN. (PDF; 4 MB) ŠKODA TRANSPORTATION a.s.; CR-301 00 Pilsen, abgerufen am 18. September 2017.</ref><ref name="rginter">Railway Gazette, 26. Juni 2015: ČD and Škoda unveil InterPanter EMU</ref><ref name="skodainter">Škoda Pressemitteilung, 25. Juni 2015: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />NOVÁ ŠELMA ŽELEZNIC – DÁLKOVÝ VLAK INTERPANTER (Memento vom 26. Juni 2015 im Internet Archive)</ref>

Erstkunde für diese Fahrzeuge war das staatliche tschechische Eisenbahnverkehrsunternehmen České dráhy (ČD), das im Jahr 2011 insgesamt 19 Triebzüge verschiedener Konfiguration orderte. Die ersten beiden Prototypen wurden am 3. November 2011 am Stammsitz von Škoda in Plzeň der Öffentlichkeit präsentiert.<ref>Škoda präsentiert den elektrischen Triebzug 7Ev Regiopanter</ref>

Technische Merkmale

Datei:ČD Class 440, Hradec Kralové hlavní nadraží.webm
Ausfahrt des 440 009 in Hradec Králové hlavní nádraží (2013)
Datei:Czech Raildays 2013, ČD RegioPanter, 650.003 (18).jpg
Innenraum eines RegioPanters der ČD-Baureihe 650.0

Die kleinste betriebliche Einheit besteht aus zwei kurzgekuppelten Triebwagen, die jeweils nur an einem Ende einen Führerstand besitzen. Möglich sind Konfigurationen als zwei-, drei- und vierteilige Einheit. In einem Werbeprospekt werden außerdem fünf- und sechsteilige Konfigurationen genannt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivlink (Memento vom 4. November 2013 im Internet Archive)</ref> 65 Prozent des Fahrgastraumes sind niederflurig ausgeführt. Die Einstiegshöhe der Niederflureinstiege ist auf 550 mm über Schienenoberkante bemessen. Für den Einsatz auf russischer Breitspur werden Versionen mit breiterem Wagenkasten angeboten, die das dortige Lichtraumprofil ausnutzen.

Der Wagenkasten besteht bis auf die Führerstände aus großflächig gezogenen Aluminiumprofilen. Jeder Triebwagen besitzt ein Trieb- und ein Laufdrehgestell.

Elektrischer Teil

Die Fahrzeuge für den Betrieb mit 25 kV verfügen über einen Siemenstransformator Typ EFAT6145(7EV), der eine Leistung von 2 × 640 kVA aufweist. Die Ausgangsspannung beträgt 1878 V, die Ausgangsstromstärke 341 A. Zusammen mit der Kühlflüssigkeit wiegt der Transformator 2,8 t. Die Drehstrom-Fahrmotoren vom Typ Škoda ML 3942 K/4 erreichen eine Leistung von je 340 kW. Die Rückspeisung von Bremsenergie in die Fahrleitung ist vorgesehen. Die elektrische und pneumatische Ausrüstung wurde auf dem Dach angeordnet.

Akkumulatortriebwagen

Datei:ČD 690248-9, Sp3360 (ODIS S8), Ženklava.jpg
Baureihe 690.2 im Batteriebetrieb

Für den Betrieb auf Strecken ohne elektrische Fahrleitung werden die Fahrzeuge auch mit zusätzlicher Traktionsbatterie angeboten. Dafür sind zur üblichen elektrischen Ausrüstung drei LTO-Akkumulatoren auf dem Dach eingebaut. Die Reichweite im Akkumulatorbetrieb soll mindestens 80 Kilometer betragen. Im Mai 2024 wurden Probefahrten mit dem Triebzug 690 247 durchgeführt.<ref>Bateriové vlaky jako budoucnost udržitelné dopravy. In: Skoda Transportation. 27. März 2023, abgerufen am 4. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Czech railways and Skoda complete first RegioPanter BEMU. In: Railcolornews. 2. Mai 2024, abgerufen am 4. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Seit dem Dezember 2024 sind vier Züge des Typs Škoda 15Ev3 auf der S6 Ostrava–Veřovice im Einsatz. Die Akkumulatorfahrzeuge sind rund 1,4 Millionen Euro teurer als die reinen Oberleitungsfahrzeuge.

Der Moravskoslezský kraj als ÖPNV-Aufgabenträger bestellte im Jahr 2024 15 Fahrzeuge des modifizierten Typs Škoda 15Ev5. Die zweiteiligen Züge mit einer Dauerleistung von 1360 kW erhalten 150 Sitzplätze, davon acht in der 1. Klasse. Im Unterschied zu den 15Ev3 haben die 15Ev5 Akkumulatoren von ABB statt Toshiba. Sie haben eine höhere Kapazität. Zudem wurde die Sitzplatzzahl erhöht, indem einer der vier Eingangsbereiche entfiel.<ref>Matej Plesko: Škoda and ČD present the first BEMU Panter + new delivery contract. In: Railcolornews. 12. Juni 2024, abgerufen am 14. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>A new RegioPanter BEMU on test at VUZ Velim. In: Railvolution. Abgerufen am 9. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Milan Šrámek: Der tschechische Markt für Akkuzüge entwickelt sich weiter. In: Stadtverkehr 12/2025. EK-Verlag.</ref>

Weitere 16 zweiteilige Akkumulatortriebzüge werden von der slowakischen ZSSK beschafft. Zudem werden neun Zweiwagenzüge nach Lettland geliefert.

Versionen

Tschechien

Regionalverkehr

Die ersten Fahrzeuge erhielt die ČD. Am 14. Januar 2011 orderten die ČD insgesamt 15 dreiteilige und 4 zweiteilige Züge des Typs 7Ev für 2,511 Milliarden . 40 Prozent der Kaufsumme wurden über ein regionales Förderprogramm der Europäischen Union finanziert.<ref>Škoda Pressemitteilung, 8. März 2011: New Low-Floor EMUs BY Škoda Vagonka Will Head For Regions</ref><ref>Railway Gazette, 9. März 2011: CD orders Skoda regional EMUs</ref> Das erste Fahrzeug wurde im November 2011 vorgestellt.<ref>Railway Gazette, 24. November 2011: First RegioPanter multiple-unit rolled out</ref> Die Fahrzeuge wurden im Zeitraum ab dem zweiten Halbjahr 2012 bis Ende 2014 an die ČD ausgeliefert. Im September 2012 wurde der Prototyp 440 001 auf der InnoTrans in Berlin ausgestellt. Seit dem Herbst 2012 kommen die neuen Fahrzeuge auf der Linie U1 (Děčín hl. n.–Most) planmäßig zum Einsatz und ersetzten dort die bislang verkehrenden lokomotivbespannten Garnituren.

Im September 2017 orderten die ČD weitere neun Einheiten der zweiteiligen Baureihe 650, die ab Ende 2018 auf der Strecke Plzeň–Horažďovice zum Einsatz kommen sollen.<ref>České dráhy uzavřely obří obchod. Od Škody nakoupí ‚Pantery‘ za miliardu</ref><ref>Všechny vlaky mezi Plzní a Horažďovicemi budou za rok bezbariérové</ref> Die Triebzüge der Baureihe 440, die im Ústecký kraj eingesetzt werden, wurden zu Zweisystemeinheiten der Baureihe 640 umgebaut. Begründet ist das vor allem mit der Elektrifizierung der Strecke Kadaň-Prunéřov–Kadaň mit Wechselspannung 25 kV und 50 Hz und dem schon länger geplanten Durchlauf der Züge von Děčín.<ref>„České dráhy upraví kvůli přepínání na střídavý proud 12 regiopanterů za čtvrt miliardy“ auf zdopravy.cz</ref>

Im Dezember 2019 unterzeichnete der Jihomoravský kraj einen Vertrag zur Lieferung von 31 vierteiligen (18Ev) und 6 zweiteiligen (19Ev) Triebzügen für den Einsatz im Ballungsraumverkehr um Brünn, die dort die überalterten Züge der Reihe 560 ersetzen sollen. Die Vereinbarung hat ein finanzielles Volumen von 6,5 Milliarden Kronen.<ref>„Jihomoravský kraj a Škoda podepsaly smlouvu na vlaky za 6,5 miliardy“ auf zdopravy.cz</ref><ref name="UTM Tschechien,Lettland"></ref>

Im gleichen Jahr unterzeichneten die ČD einen Auftrag über bis zu 50 Zweiwagenzüge, die schließlich als Baureihe 650.2 bestellt und ab 2020 ausgeliefert wurden. 2023 beschlossen die ČD und Škoda, die vier letzten Züge der Serie zusätzlich zur regulären Zweisystemausrüstung mit Traktionsbatterien auszurüsten. Sie erhielten die Baureihenbezeichnung 690.2 und sind seit Dezember 2024 auch auf nicht elektrifizierten Strecken im Osten Tschechiens im Einsatz.<ref>Matej Plesko: ČD second generation Panters: the overview. In: Railcolornews. 14. Februar 2025, abgerufen am 14. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im November 2020 schloss die ČD einen Rahmenvertrag im Wert von umgerechnet etwa 360 Millionen Euro über maximal 60 Dreiwagenzüge der Baureihe 640.2 ab. In einem ersten Abruf wurden 29 Züge bestellt. Sie werden seit 2023 ausgeliefert. Die Züge besitzen rund 240 Sitzplätze und erhalten das europäische Zugsicherungssystem ETCS.<ref>More RegioPanters For ČD. In: Railvolution. Abgerufen am 17. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Dezember 2021 riefen die ČD weitere 31 dreiteilige Einheiten aus dem Rahmenvertrag mit Škoda Transportation ab, welche für die Regionen Mittelböhmen, Ústí nad Labem und Hradec Králové vorgesehen sind. Damit sind die beiden insgesamt 110 Einheiten umfassenden Rahmenverträge vollständig ausgeschöpft.<ref>Eurailpress, 7. Januar 2022: Tschechien: ČD ordert weitere RegioPanter – Rahmenvertrag ausgeschöpft</ref>

22 Züge der Baureihe 640.2 (640 234–255) sind für das PID-Netz um Prag vorgesehen und erhielten die grau-rote PID-Farbgebung. Sie besitzen 16 Sitzplätze in der 1. Klasse und damit doppelt so viele wie die RegioPanter der anderen Regionen. Insgesamt sind 225 Sitze eingebaut.<ref>The first PID RegioPanter started test passenger service. In: Railvolution. 13. Mai 2024, abgerufen am 17. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Baureihe Nummern Bild Stückzahl Baujahre Konfiguration Stromsystem Anmerkungen
440.0 - Datei:Regiopanter Prototyp 2012 Decin.jpg 12 (inzwischen zur Baureihe 640.1 umgebaut) 2012–2014 dreiteilig 3 kV= Wurden 2021/2022 mehrsystemfähig (3 kV= und 25 kV, 50 Hz~) und damit zur Baureihe 640.1 umgebaut
530 Datei:EMU class 530 "Moravia" in Brno.jpg 31 2022 vierteilig 25 kV, 50 Hz~
550 Datei:551 006-0 Brno, dolní nádraží.jpg 6 zweiteilig 25 kV, 50 Hz~
640.0 Datei:Regio Panter.jpg 8 2012–2014 dreiteilig 3 kV=
25 kV, 50 Hz~
640.1 101–112 Datei:CD 641 101 Decin Hauptbahnhof.jpg 12 Umbau 2021/2022 dreiteilig 3 kV=
25 kV, 50 Hz~
Umbau der 12 Triebwagen der Baureihe 440.0
640.2 201–260 Datei:RegioPanter.jpg fullhd.jpg 60 2022–2024 dreiteilig 3 kV=
25 kV, 50 Hz~
650.0 Datei:EMU 650001cerhenice2012.jpg 17 2012–2018 zweiteilig 3 kV=
25 kV, 50 Hz~
650.2 201–246 Datei:RegioPanter 650 204-1.jpg 46 2021–2024 zweiteilig 3 kV=
25 kV, 50 Hz~
690.0 001–015 15 2025– zweiteilig 3 kV=
25 kV, 50 Hz~
mit zusätzlichem LTO-Akkumulator
690.2 247–250 Datei:691 249 CZ-CD Zenklava.jpg 4 2024

Fernverkehr

Im August 2014 bestellte die ČD zudem 14 Einheiten für den innerstaatlichen Fernverkehr. Der Auftrag umfasst zehn fünfteilige und vier dreiteilige Triebzüge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h, die unter beiden in Tschechien vorhandenen Stromsystemen einsetzbar sein werden.<ref>Škoda Pressemitteilung, 6. August 2014: Škoda Vagonka liefert vierzehn neue Züge</ref><ref>Railway Gazette, 7. August 2014: ČD orders long-distance EMUs ahead of market opening</ref> Die erste Einheit wurde am 25. Juni 2015 in Velim vorgestellt. Im Gegensatz zu den Regionalbaureihen werden die Züge von ČD und Škoda als „InterPanter“ beworben.<ref name="rginter" /><ref name="skodainter" /> Am 4. November 2015 nahmen die ersten Triebzüge den planmäßigen Betrieb auf der Strecke Olomouc – Přerov – Břeclav – Brno auf.<ref name="660inbetrieb">Railway Gazette, 9. November 2015: InterPanter EMUs enter service</ref>

ČD-Baureihe Bild Stückzahl Konfiguration Stromsystem
660.0 Datei:InterPanter 660 002-7 Brno.jpg 4 dreiteilig 3 kV=
25 kV, 50 Hz~
660.1 Datei:Jednotka 660 101-7 v Kutné Hoře během zkušební jízdy.jpg 10 fünfteilig 3 kV=
25 kV, 50 Hz~

RegioJet

Im Mai 2024 bestellte RegioJet 23 RegioPanter, die ab 2026 im Regionalverkehr um Ústí nad Labem eingesetzt werden sollen. Die 15 Zweiwagen- und 8 Dreiwagenzüge können 160 km/h erreichen und werden mit ETCS ausgestattet. Sie sind 53 beziehungsweise 80 Meter lang und bieten 142 oder 228 Sitzplätze. Für die Fahrgäste sind WLAN, Steckdosen und USB-Ladebuchsen verfügbar.<ref>RegioPanter EMUs for RegioJet. In: Railvolution. 15. Mai 2024, abgerufen am 16. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>RegioJet buys Skoda EMUs for the Ústí nad Labem region. In: Railcolornews. 16. Mai 2024, abgerufen am 16. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im September 2025 stellte Škoda das Konzept eines um einen Dieselmotor ergänzten batterieelektrischen RegioPanter vor. Zusätzlich zur Zweisystemausrüstung (3 kV und 25 kV) werden Traktionsbatterien und ein Diesel-Powerpack mit Generator eingebaut. Der Dieselmotor erhöht die Reichweite und soll mit HVO-Kraftstoff betrieben werden. Ist kein Bedarf für die hohe Reichweite vorhanden, können die Dieselmotoren ausgebaut werden. Bis Dezember 2029 soll RegioJet 18 zweiteilige und 16 dreiteilige Triebzüge erhalten und wird sie anschließend im Nordosten Böhmens einsetzen.<ref>New hybrid trains to serve Northeast Bohemia. RegioJet to receive them from Škoda Group. In: Škoda Group. 6. September 2025, abgerufen am 6. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Deutschland

Das Eisenbahnverkehrsunternehmen National Express hatte sich an der Ausschreibung für den Betrieb der S-Bahn Nürnberg ab 2018 beteiligt und dafür 38 fünfteilige Züge mit 425 Sitzplätzen bei Škoda geordert.<ref>Mittelbayerische Zeitung: „Wir arbeiten wie ein Familienbetrieb“</ref> Der Auftrag hatte einen Umfang von rund 360 Mio. €.<ref>International Railway Journal: DB loses Nuremberg S-Bahn to National Express. Tuesday, February 03, 2015, abgerufen am 3. Februar 2015</ref><ref>Škoda Pressemitteilung, 3. Februar 2015: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Škoda Transportation plant S-Bahn-Züge für Nürnberg (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive)</ref> Anfang Februar 2015 gab die Bayerische Eisenbahngesellschaft den Gewinn für beide Lose bekannt. Es wurde jedoch Einspruch seitens des Mitbewerbers eingelegt. In dessen Folge gab National Express im Oktober 2016 bekannt, dass aufgrund der Verzögerungen beim Vergabeverfahren eine fristgerechte Aufnahme des Betriebes nicht möglich sei und man sich deshalb als Betreiber der Nürnberger S-Bahn zurückziehe.<ref>S-Bahn Nürnberg: NX steigt überraschend aus. In: www.nordbayern.de. 25. Oktober 2016, abgerufen am 9. November 2016.</ref> Der Auftrag für Škoda wurde storniert.

Slowakei

Datei:Panters ZSSK in Žilina.jpg
Einheiten der Reihen 660 und 661 in Žilina

Das staatliche slowakische Eisenbahnverkehrsunternehmen Železničná spoločnosť Slovensko (ZSSK) bestellte im März 2018 insgesamt 25 Triebzüge für den Regionalverkehr, die in Zusammenarbeit mit dem slowakischen Eisenbahnausbesserungswerk ŽOS Trnava gebaut werden sollten. Geordert wurden 13 dreiteilige Züge mit 247 Sitzplätzen und 12 vierteilige Züge mit 343 Sitzplätzen in Zweisystemausführung (3 kV Gleichspannung / 25 kV, 50 Hz Wechselspannung) und mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Der Vertrag hat ein Volumen von insgesamt 160 Millionen Euro.<ref>Pressemitteilung von Škoda vom 6. März 2018</ref><ref>„Potvrzeno: Škoda dodá poprvé RegioPantery do zahraničí. Na Slovensku porazila Stadler“ auf zdopravy.cz</ref> Die ersten beiden fertiggestellten Triebzüge wurden im Juli 2019 zum Versuchsring Velim überführt.<ref>„Obrazem: První regiopantery pro Slovensko jsou hotové, testují je ve Velimi“ auf zdopravy.cz</ref>

Seit Dezember 2020 werden die Züge von Žilina aus planmäßig im Regionalverkehr eingesetzt. Zunächst verkehren sie auf den Linien Žilina–Trenčín, Žilina–Čadca–Zwardoń und Žilina–Liptovský Mikuláš.<ref>„Na Slovensku začaly jezdit nové Pantery, poprvé se vydaly do Polska“ auf zdopravy.cz</ref>

Im September 2021 bestellte die ZSSK neun Vierwagenzüge mit einer Option auf elf weitere Züge. Fünf Fahrzeuge dieser Option wurden ein Jahr später bestellt, diese Serie ist für die Ostslowakei vorgesehen und soll ab 2025 geliefert werden.<ref>More Panters For ZSSK. In: Railvolution. 4. Januar 2023, abgerufen am 17. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die letzten sechs Panter aus der Option wurden im November 2024 geordert, im Mai 2026 soll das letzte Fahrzeug übergeben werden.<ref>Matej Plesko: ZSSK orders extra Panter regional trains despite 15% price increase. In: Railcolornews. Abgerufen am 28. November 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Dezember 2025 schloss die ZSSK einen Rahmenvertrag über 36 zweiteilige Akkumulatortriebzüge ab. 16 Fahrzeuge wurden dabei fix bestellt. Die Akkumulatortriebzüge sind für 80 Kilometer Reichweite ausgelegt.<ref>Joey Stoate: Slovakia: Škoda to Supply Up to 36 BEMUs to ZSSK. In: Railway News. 3. Dezember 2025, abgerufen am 6. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

ZSSK-Baureihe Bild Stückzahl Konfiguration Stromsystem
660 Datei:Two Panters ZSSK in Žilina.jpg 32 vierteilig 3 kV=
25 kV, 50 Hz~
661 Datei:661.011 ZSSK, Trenčín.jpg 13 dreiteilig 3 kV=
25 kV, 50 Hz~
16 zweiteilig elektrisch, Batterie

Lettland

Datei:16EV-0018 salons.jpg
Innenraum eines lettischen RegioPanters

Am 30. Juli 2019 bestellte das staatliche lettische Eisenbahnverkehrsunternehmen Pasažieru Vilciens insgesamt 32 vierteilige Triebzüge des Typs 16Ev, die im Nahverkehr von Riga nach Aizkraukle, Tukums, Skulte und Jelgava eingesetzt werden sollen. Der Vertrag hat ein Volumen von über sechs Milliarden Kronen. Die Lieferung der Züge war in den Jahren 2020 bis 2023 vorgesehen.<ref>„Obří zakázka potvrzena: Škoda dodá do Lotyšska elektrické jednotky za šest miliard“ auf zdopravy.cz</ref><ref name="UTM Tschechien,Lettland"></ref>

Die Vierwagenzüge sind breitspurig, fast 110 Meter lang und 3,43 Meter breit. Das breite Profil erlaubt eine Sitzanordnung von 3+2, sodass 436 Sitzplätze vorhanden sind. Die Züge besitzen zwei Türen pro Wagen und Seite; die Einstiegshöhe der Züge liegt bei 600 Millimetern über der Schienenoberkante.

Der erste Triebzug wurde am 23. Februar 2022 im Werk in Ostrava vorgestellt. In Folge des Kriegs in der Ukraine findet der Transport nicht wie geplant mit der Schiene durch die Ukraine und Belarus, sondern auf der Straße statt.<ref>Michael Kujawa: Erster neuer Elektro-Triebzug für Lettland ausgeliefert. Hrsg.: stadtverkehr. EK-Verlag.</ref> Am 15. Dezember 2023 nahmen die ersten Züge den Fahrplanbetrieb auf.<ref>Latvian RegioPanters entered passenger service. In: Railvolution. Abgerufen am 27. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Einen weiteren Auftrag erhielt Škoda im Dezember 2025. Das Unternehmen wird ab 2029 neun zweiteilige Akkumulatortriebzüge liefern. Es besteht eine Option über sieben weitere Züge. Sie erhalten 188 Sitze, davon 24 in der ersten Klasse. In der zweiten Klasse wird es eine 3+2-Bestuhlung geben, wobei mit 3,43 Meter breiten Wagenkästen das große Lichtraumprofil ausgenutzt wird. Vor dem Einsatzbeginn sollen sieben Ladestationen mit 25 kV Wechselspannung gebaut werden. Maximal sollen 80 Kilometer lange oberleitungslose Abschnitte befahren werden.<ref>RegioPanter BEMUs to Latvia. In: Railvolution. 12. Dezember 2025, abgerufen am 14. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Typ Bild Stückzahl Konfiguration Länge Breite Höhe Sitzplätze Leistung Höchstgeschwindigkeit Stromsystem
16Ev Datei:09.03.24 Rīga Pasažieru 16EV-0004 (53583633513).jpg 32 vierteilig 109 820 mm 3430 mm 4575 mm 436 6 × 550 kW 160 km/h 3 kV =
25 kV, 50 Hz ~ nach Umstellung
9 zweiteilig 56 540 mm 3430 mm 4560 mm 188 160 km/h,

120 km/h (Akkumulatorbetrieb)

3 kV =
25 kV, 50 Hz ~ nach Umstellung
Akkumulator

Estland

Die estnische Eisenbahngesellschaft Elron bestellte 2021 sechs breitspurige Dreiwagenzüge. Im Januar 2023 wurde die Option über den Kauf von zehn weiteren Zügen eingelöst. Die RegioPanter des Typs 21Ev werden in zwei Varianten geliefert: Elf Züge sind für längere Strecken vorgesehen und erhalten 236 Sitze, davon 32 in der ersten Klasse, die übrigen fünf haben 263 Sitze, aber keine erste Klasse. Das große Lichtraumprofil Estlands erlaubt einen Sitzteiler von 2+3. Im Fahrgastraum sind Klimaanlage, WLAN und Steckdosen vorhanden. Die Zweisystemzüge können unter 3 kV Gleichspannung und 25 kV/50 Hz Wechselspannung verkehren und erreichen maximal 160 km/h.<ref>Estland: Škoda Transportation liefert RegioPanter für Elron. In: LOK Report. Abgerufen am 12. September 2022.</ref><ref>Keri Allan: Estonia: Elron Orders 10 Additional EMUs from Škoda Group. In: Railway News. 24. Januar 2023, abgerufen am 24. Januar 2023.</ref> Die Züge sollen von 2024 bis 2027 ausgeliefert werden.<ref>Railway Gazette International (Hrsg.): Elron EMUs in production. 1. Dezember 2023, S. 14.</ref> Wie bereits bei den Zügen für Lettland findet der Transport von Tschechien bis Lettland auf der Straße statt.<ref>First Estonian RegioPanter in Latvia. In: railvolution. Abgerufen am 23. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Züge verkehren seit November 2025 auf der Linie Tallinn–Klooga und ab Januar 2026 auf der Linie Tallinn-Tapa.<ref>uus Škoda rong tegi esimese liinisõidu. Abgerufen am 30. November 2025.</ref>

Typ Bild Stückzahl Konfiguration Stromsystem
21Ev Datei:Elektrirong Škoda EMU Ev21 Pääskülas.jpg 16 dreiteilig 3 kV =
25 kV, 50 Hz ~

Usbekistan

Die Oʻzbekiston Temir Yoʻllari bestellten im Oktober 2023 insgesamt 30 vierteilige Triebzüge mit einem Auftragswert von 320 Mio. €. Der Bau der Triebzüge, die weitestgehend identisch zu den nach Lettland und Estland gelieferten Zügen sein sollen, soll ab 2024 durchgeführt werden, wobei die Produktion hauptsächlich in Ostrava und die Montage in Usbekistan durchgeführt werden sollen.<ref>LOK Report - Usbekistan: Škoda liefert 30 elektrische Triebzüge. Abgerufen am 23. November 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Bulgarien

Im September 2024 bestellten die Bălgarski Dăržavni Železnici (BDŽ) 20 vierteilige Triebzüge mit einem Auftragswert von 500 Mio. €. Die dabei vereinbarte Option für fünf weitere Triebzüge wurde im Dezember desselben Jahres eingelöst. Die Fahrzeuge sind für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h ausgelegt und erhalten das europäische Zugbeeinflussungssystem ETCS Level 2. Die Triebzüge verfügen über eine Kapazität von 300 Sitzplätzen und im Fahrgastraum über eine Klimaanlage und WLAN. Außerdem beinhaltet der Auftrag die Instandhaltung der Triebfahrzeuge über einen Zeitraum von fünfzehn Jahren.<ref>Tiana May: Škoda Group to Supply Electric Trains to Bulgaria. 4. September 2024, abgerufen am 4. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>pamela: RegioPanter EMUs to be delivered to Bulgaria. In: Railway PRO. 4. September 2024, abgerufen am 4. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im November 2025 wurde der erste Zug der von Škoda als 18Ev2 bezeichneten Serie in Pilsen vorgestellt. Die Züge sollen im bulgarischen Fernverkehr eingesetzt werden.<ref>First RegioPanter for Bulgaria complete. In: Railvolution. 25. November 2025, abgerufen am 25. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Siehe auch

Literatur

  • Železniční magazín (ŽM) 9/2010

Weblinks

Commons: Škoda RegioPanter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Skoda-Datenblatt"> Einstöckige elektrische Triebzüge. (PDF; 1,98 MB) Technische Eckdaten. Škoda Transportation, 12. September 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. Februar 2015; abgerufen am 21. Februar 2015. </ref> <ref name="RailwayPublish"> Tomáš Kuchta, Jaromír Pernička: RegioPanter EMUs. (PDF; 3,91 MB) railway-publish.com, 1. März 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Januar 2018; abgerufen am 21. Februar 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="UTM Tschechien,Lettland">Großes Rollout für Škoda RegioPanter in Tschechien und Lettland. In: Urban Transport Magazine. Abgerufen am 12. September 2022.</ref> </references>