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Bösenneunzen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Bösenneunzen (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Bösenneunzehn
Verwaltungssprengel
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Zwettl (ZT), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Zwettl
Pol. Gemeinde Zwettl-Niederösterreich
Koordinaten 48° 41′ 16″ N, 15° 8′ 36″ OKoordinaten: 48° 41′ 16″ N, 15° 8′ 36″ O
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Höhe 590 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 07.028 (2001)
Gebäudestand 17 (2001)
Fläche d. KG Vorlage:FLNdep1 (Vorlage:Metadaten Fläche AT KG)
Postleitzahl 3910 Zwettl
Vorwahl +43/02823 (Großglobnitz)
Ortsvorsteher Manfred Schuh<ref>Ortsvorsteher – Alle. In: zwettl.gv.at. Abgerufen am 15. September 2019.</ref>
(Stand: 15. Sept. 2019)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 07028
Katastralgemeindenummer 24304
Zählsprengel/ -bezirk Großglobnitz (32530 110)
Lage von Bösenneunzen in Zwettl
Lage von Bösenneunzen in Zwettl
Bevölkerungsdichte: 14,78/km²
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS

f0Vorlage:Check Geschlecht gegen WikidataBW

Bösenneunzen ist ein Dorf im Waldviertel in Niederösterreich, eine Ortschaft und als Bösenneunzehn eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Zwettl-Niederösterreich im Bezirk Zwettl.

Geografie

Bösenneunzen liegt etwa 11 km nördlich des Stadtzentrums von Zwettl und ist durch den Postbus im Ortsgebiet mit dem österreichischen Überlandbusnetz verbunden.

Nach der Zählung von hatte der Ort Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft Einwohner auf einer Fläche von 14,78 km².<ref>Volkszählung vom 15. Mai 2001: Einwohner nach Ortschaften. (PDF; 16 kB) In: Statistik Austria. Bundesanstalt Statistik Österreich, S. 1, abgerufen am 5. August 2009.</ref><ref>Österreichische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Die Städte Niederösterreichs. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 1982, ISBN 978-3-7001-0463-6, S. 388.</ref>

Nachbarorte, -ortschaften und -katastralgemeinden
Limbach (Gem. Schweiggers) Süßenbach (Gem. Kirchberg a.W.) Ottenschlag
Sallingstadt (Gem. Schweiggers) Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Kleinotten
Walterschlag (Gem. Schweiggers) Ritzmannshof<templatestyles src="FN/styles.css" /> (1) Großglobnitz
<templatestyles src="FN/styles.css" />
(1) 
KG Ritzmannshof grenzt nicht an, da die KG Walterschlag im Ritzmannshofer Wald dazwischen liegt.

Geschichte

Bösenneunzen wurde 1233 als Neitzen zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts ist die Namensform Posen Nitzen überliefert, was so viel bedeutet wie: „kleine (unbedeutende) Siedlung eines Mannes mit dem Namen Nizo“.<ref>Katastralgemeinden, Erstnennung und Namensdeutung. Stadtgemeinde Zwettl-NÖ, abgerufen am 15. Juli 2009. Vgl. Elisabeth Schuster: Die Etymologie der niederösterreichischen Ortsnamen. Hrsg.: Verein für Landeskunde von Niederösterreich. Wien (1989, 1990, 1994).</ref>

Laut Darstellung des Erzherzogtums Oesterreich unter der Ens war Bösenneunzehn um 1830/1840 ein Dorf mit 15 Häusern. Die nächstgelegene Poststation befand sich in Zwettl. Kirchlich und schulisch war der Ort an Großglobnitz gebunden. Die Zuständigkeiten für Landgericht, Grundherrschaft und Konskription lagen beim Stift Zwettl. Militärisch gehörte der Ort zum Werbbezirk des Linieninfanterieregiments Nr. 14.<ref name="Schweickhardt">Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogtums Oesterreich unter der Ens. 5. Band: Viertel Ober-Manhardsberg. Wien 1840, S. 276 f. (Volltext).</ref>

In 20 Familien lebten 33 Männer, 36 Frauen und 11 Schulkinder. Die wirtschaftlich vergleichsweise gut gestellten Einwohner verfügten über einen Schneider im Ort und betrieben überwiegend Ackerbau, der vor allem Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Kartoffeln, Mohn und Klee lieferte. Die Viehhaltung wird als ordentlich beschrieben, allerdings ohne Stallfütterung; gehalten wurde überwiegend Vieh des „kleinen Waldschlags“, also keine besonders leistungsstarken oder edlen Zuchttiere, sondern das typische Waldviertler Bauernvieh, das zur Selbstversorgung und für einfache Feldarbeit geeignet war. Der Viehbestand umfasste 40 Ochsen, 62 Schafe, 2 Ziegen und 18 Schweine. Eine untergeordnete Rolle spielte der Obstbau. Die Umgebung wird als wenig reizvoll charakterisiert, während Klima und Wasser als gut galten. Die Jagd brachte vor allem gewöhnliches Wild hervor. Die im Ort befindliche Betkapelle wird als unscheinbar beschrieben.<ref name="Schweickhardt" />

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Bösenneunzen eine Marktfahrerin und mehrere Landwirte mit Ab-Hof-Verkauf ansässig.<ref>Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 215</ref>

Datei:Ortskapelle Bösenneunzen.jpg
Ortskapelle Bösenneunzen, Denkmalschutz
Bevölkerungs-
entwicklung<ref>Historisches Ortslexikon Niederösterreich, 4. Teil. (PDF; 811 kB) Österreichische Akademie der Wissenschaften, S. 96, abgerufen am 19. Februar 2019.</ref>
Datum Einwohner
1869 83
1951 60
1961 61
1971 62
1981 53
1991 51
2001 47

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Verwaltungssprengel/Katastralgemeinden/Ortschaften:
Annatsberg | Bernhards | Böhmhöf | Bösenneunzen | Edelhof | Eschabruck | Flachau (verf.) | Friedersbach | Gerlas | Germanns | Gerotten | Gradnitz | Großglobnitz | Großhaslau | Gschwendt | Guttenbrunn | Hörmanns | Hörweix | Jagenbach | Jahrings | Kleehof | Kleinmarbach (keine KG/Ortsch.) | Kleinmeinharts | Kleinotten | Kleinschönau | Koblhof | Koppenzeil (kein Verw.Sp./Ortsch.) | Kühbach (verf.) | Marbach am Walde | Mayerhöfen | Merzenstein | Mitterreith | Moidrams | Negers | Neusiedl | Niederglobnitz | Niederneustift | Niederstrahlbach | Oberhof (keine Ortsch.) | Oberndorf (verf.) | Oberplöttbach (verf.) | Oberwaltenreith (keine KG) | Oberstrahlbach | Ottenschlag | Pötzles (verf.) | Purken | Ratschenhof | Rieggers | Ritzmannshof | Rosenau Dorf | Rosenau Schloß | Rottenbach | Rudmanns | Schickenhof | Syrafeld | Unterrabenthan | Unterrosenauerwaldhäuser | Uttissenbach | Waldhams | Wildings (verf.) | Wolfsberg | Zwettl Stadt | Zwettl Stift
Verfallene Orte sind Katastralgemeinden, aber keine Verwaltungssprengel oder Ortschaften, sie liegen auf dem Gebiet des Truppenübungsplatzes

Stadt: Zwettl Stadt | Stadtteile: Oberhof • Propstei • Syrnau
Dörfer: Annatsberg • Bösenneunzen • Friedersbach • Germanns • Gerotten • Gradnitz • Großglobnitz • Großhaslau • Gschwendt • Guttenbrunn • Hörmanns • Jagenbach • Jahrings • Kleinmeinharts • Kleinotten • Kleinschönau • Koblhof • Marbach am Walde • Mayerhöfen • Merzenstein • Mitterreith • Moidrams • Negers • Neusiedl • Niederglobnitz • Niederstrahlbach • Oberstrahlbach • Oberwaltenreith • Ottenschlag • Ratschenhof • Rieggers • Rosenau Dorf • Rosenau Schloss • Rudmanns • Zwettl Stift • Syrafeld • Unterrabenthan • Wolfsberg | Weiler: Bernhards • Edelhof • Gerlas • Hörweix • Kleehof • Kranhäuser • Purken • Ritzmannshof • Siebenwirth | Rotten: Böhmhöf • Eschabruck • Kleinmarbach • Rottenbach • Schickenhof • Uttissenbach • Waldhams | Siedlungen: Bozener Siedlung • Kampsiedlung • Waldrand-Siedlung | Zerstreute Häuser: Holzhackerhäusln • Niederneustift • Unterrosenauerwaldhäuser | Sonstige Ortslagen: Bismarckturm • Kühbach (verf.) • Landwirtschaftliche Fachschule • Lichtenfels • Meierhof • Oberndorf (verf.) • Oberplöttbach (verf.) • Pötzles • Schloss Rosenau • Steinberg (verf.) • Thomaskircherl (verf.) • Zisterzienserstift Zwettl

Zählsprengel: Zwettl-Altstadt | Zwettl-Nord | Zwettl-Südost | Gschwendt | Zwettl-Südwest | Marbach am Walde | Jahrings | Rosenau Schloß | Rosenau Dorf | Jagenbach | Rieggers | Oberstrahlbach | Gradnitz | Unterrabenthan | Zwettl Stift | Gerotten | Rudmanns | Großhaslau | Großglobnitz | Friedersbach | Eschabruck | Kleinschönau | Ottenschlag

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