Zum Inhalt springen

Burgstall Radeck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Burgstall Radeck
Datei:Rodeck 2015 xy1.JPG
Burgstall und angrenzendes Wohnhaus

Burgstall und angrenzendes Wohnhaus

Alternativname(n) Burgstall „Am Schlossberg“
Staat Deutschland
Ort Schwarzenbach am Wald-Rodeck-„Schlossberg“
Entstehungszeit vermutlich 12. Jahrhundert
Burgentyp Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand Burgstall
Geographische Lage 50° 16′ N, 11° 38′ OKoordinaten: 50° 15′ 41″ N, 11° 37′ 50,6″ O
 {{#coordinates:50,261392|11,630716|primary
dim=200 globe= name=Burgstall Radeck region=DE-BY type=building
  }}
Höhenlage 590 m ü. NN

Der Burgstall Radeck, auch Burgstall am Schlossberg bezeichnet,<ref>Klaus Schwarz: Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler Oberfrankens, S. 130</ref> ist der Rest der abgegangenen hochmittelalterlichen Höhenburg Radeck. Sie lag unmittelbar über dem Tal der Wilden Rodach, südwestlich des Gemeindeteiles Rodeck von Schwarzenbach am Wald im oberfränkischen Landkreis Hof in Bayern, Deutschland. Erhalten hat sich von der Anlage auf einem Felssporn nur ein Graben und ein Randwall. Die Burgstelle ist als Bodendenkmal Nummer D-4-5735-0003: „Spätmittelalterlicher Burgstall“<ref>Denkmalliste für Schwarzenbach am Wald (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (PDF; 131 kB)</ref> geschützt.

Geografische Lage

Die frühere Spornburg lag etwa 600 Meter südwestlich der Ortsmitte von Rodeck und 250 Meter nördlich der Bischofsmühle auf einem rund 590 m ü. NN hohen Bergsporn, dem Schlossberg, im östlichen Teil des Frankenwalds. Nach Westen wird er vom Tal der Wilden Rodach begrenzt, nach Süden von einem Nebental. Nach Osten schließt sich eine kleine Hochfläche mit der Ortschaft Rodeck an.<ref>Lage des Burgstalles im Bayerischen Denkmal-Atlas</ref>

Geschichte

Die Herren von Radeck wurden bereits im 12. Jahrhundert genannt, sie gelten als stammesverwandt mit den von der Grün und weiteren benachbarten Geschlechtern. Das wahrscheinlich freie Eigen war im 14. Jahrhundert Bamberger Lehen derer von Waldenfels. Die Burg wurde in der Fehde der Waldenfelser mit den Landgrafen von Thüringen und den Markgrafen von Meißen zerstört und 1378 zurückgegeben. Das bischöfliche Amt wechselte etwa ab dem Jahr 1500 nach Enchenreuth. Nachdem die Burg als Amtssitz aufgegeben worden war, verfiel sie im 16. Jahrhundert. Auch im Bauernkrieg wurde die funktionslos gewordene Burg 1525 weiter beschädigt. Die Bevölkerung trug Steine ab, um sie für andere Bauten zu verwenden.

Beschreibung

Die bewaldete und mit einem Haus bebaute Burgstelle befindet sich auf einem nach Südwesten gerichteten Bergsporn über dem tief und steil eingeschnittenen Tal der Wilden Rodach. Das Areal der früheren Burg fällt nach Süden und Westen steil ab und war so von Natur aus sehr gut geschützt. Nach Norden sowie nach Osten, wo das Vorgelände leicht zu einer sich anschließenden Frankenwaldhochfläche ansteigt, wurde zum Schutz ein Graben angelegt. Dieser steil geböschte, halbrunde Graben ist noch bis zu zehn Meter breit und nach außen fünf Meter, nach innen acht Meter tief. Außen ist ihm ein verflachter Wall mit nur noch 0,5 Meter Höhe vorgelegt. Es sind keine Mauerreste oder sonstige Bebauungsspuren erhalten.<ref>Quelle Beschreibung: Klaus Schwarz: Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler Oberfrankens, S. 130</ref>

Literatur

  • Vorlage:Lippert Landkreis Stadtsteinach
  • Klaus Schwarz: Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler Oberfrankens. (Materialhefte zur bayerischen Vorgeschichte, Reihe B, Band 5). Verlag Michael Lassleben, Kallmünz 1955, S. 130.
  • Hans Seiffert: Burgen und Schlösser im Frankenwald. Herausgegeben von Frankenwaldverein. Verlag Wilhelm Saalfrank, Helmbrechts 1937, S. 115–118.

Weblinks

Commons: Burgstall Radeck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Schlösser: Schloss Brandstein | Schloss Bug | Schloss Döhlau | Schloss Feilitzsch | Freilitzsch’sches Schloss | Schloss Gattendorf | Schloss Gottsmannsgrün | Schloss Gumpertsreuth | Schloss Hallerstein (Ruine) | Schloss Hohenberg | Schloss Issigau | Schloss Köditz | Schloss Konradsreuth | Schloss Lippertsgrün | Schloss Neuhaus | Schloss Niedernberg | Schloss Oberkotzau | Schloss Oberschwarzenstein | Schloss Regnitzlosau | Schloss Reitzenstein | Schloss Rudolphstein | Schloss Schauenstein | Schloss Schnarchenreuth | Schloss Schottenhammer | Schloss Schwarzenbach | Altes Schloss (Selbitz) | Neues Schloss (Selbitz) | Parkschlößchen Bad Steben | Schloss Stockenroth (abgegangen) | Schloss Thierbach (Ruine) | Schloss Unterschwarzenstein | Wasserschloss Weißdorf | Schloss Zedtwitz

Burgen und Ruinen: Burg Bernstein (abgegangen) | Burgruine Braunstein | Burg Bug (abgegangen) | Burg Feilitzsch (abgegangen) | Burg Förbau (abgegangen) | Burgruine Gattendorf | Burg Haideck (abgegangen) | Burgruine Hirschstein | Burg Hohenrod (abgegangen) | Burgruine Lichtenberg | Burgruine Ostburg | Burg Radeck (abgegangen) | Burg Rehau (abgegangen) | Burg Reitzenstein (abgegangen) | Burg Rodesgrün (abgegangen) | Burg Saalenstein (abgegangen) | Burggut Schlegel | Burg Sparneck (abgegangen) | Burg Thierbach (abgegangen) | Burg Trogen (abgegangen) | Burgruine Uprode | Burgruine Waldsteinburg | Burg Wallenrode (abgegangen) | Burg Weidenstein (abgegangen) | Burg Zedtwitz (abgegangen)

Turmhügelburgen (alle abgegangen): Turmhügel Adlanz | Turmhügel Altes Schloss (Stobersreuth) | Turmhügel Autengrün | Burg Dobeneck | Burg Hartungs | Turmhügel Hinterer Buberg | Turmhügel Hofstatt | Turmhügel Köditz | Turmhügel Marlesreuth | Turmhügel Mechlenreuth | Turmhügel Münchberg | Turmhügel Münchenreuth | Turmhügel Mussen | Turmhügel Naila | Turmhügel Nentschau | Turmhügel Regnitzlosau | Turmhügel Regnitzlosau II | Turmhügel Reuthlas | Turmhügel Rodesgrün | Turmhügel Schweinsbach | Turmhügelburg Seuckenreuth | Turmhügelburg Tauperlitz | Burg Töpen | Turmhügel Wahlhöhe | Turmhügel Waldschlösschen | Turmhügelburg Woja

Herrensitze: Rittergut Bug | Schloss Dorschenhammer | Rittersitz Feilitzsch (Schlössle) | Herrensitz Froschgrün | Rittersitz Isaar | Rittergut Joditz | Löwelsches Gut | Herrensitz Moos | Rittergut Nestelreuth | Oberes Gut (Schwarzenbach am Wald) | Unteres Gut (Schwarzenbach am Wald) | Herrensitz Trogen | Herrensitz Trogen II | Herrenhaus Unterklingensporn

Burgställe (abgegangene, unbekannte Burgen): Burgstall Altes Schloss (Brunnenthal) | Burgstall Am Rothen Berg | Burgstall Am Weidenstein | Burgstall Blankeneck | Burgstall Brunnenthal | Ringwallanlage Förbau | Burgstall Osseck | Burgstall Raitschin | Burgstall Schartenmauer

Wehrkirchen: Wehrkirche Bad Steben (St. Walburga) | Wehrkirche Berg (St. Jakobus) | Wehrkirche Geroldsgrün (St. Jakobus) | Wehrkirche Köditz (St. Leonhard)

Warttürme: Wartturm Weißenstein

Vorlage:Klappleiste/Ende