Burgstall Mörlenbach
| Burg Mörlenbach | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
Stadtmauerrest mit Schießscharte | ||||||
| Alternativname(n) | Schloss Mörlenbach | |||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Ort | Mörlenbach | |||||
| Entstehungszeit | vor 1400 | |||||
| Burgentyp | Niederungsburg | |||||
| Erhaltungszustand | Burgstall | |||||
| Geographische Lage | 49° 36′ N, 8° 44′ O
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| Höhenlage | 170 m ü. NHN | |||||
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Der Burgstall Mörlenbach ist eine abgegangene Wasserburg am Rande des Ortskerns der Gemeinde Mörlenbach im hessischen Landkreis Bergstraße.
Geografische Lage
Die ehemalige Wasserburg nördlich von der Weschnitz gespeist, lag westlich des alten Ortskerns von Mörlenbach, das im Mittelalter mit einer Stadtmauer umgeben war. Diese schloss die Wasserburg zur Hälfte mit ein. Der sogenannte Schlosshof in einem Bogen der Weschnitz zeigt heute keine Reste mehr, auf dem Gelände befindet sich die „Schlosshofschule“ Mörlenbach.
Geschichte
Die Burg Mörlenbach wurde vor 1400 durch das Erzstift Mainz erbaut. 1426 wurde die Burg zum ersten Mal mit der Einsetzung des Amtmannes Hartmann Ulner von Dieburg erwähnt. Die Burg war kurmainzische Grenz- und Landesburg und im 15. Jahrhundert meist mit Amtmännern besetzt. Mitte des 15. Jahrhunderts befestigte Erzbischof Dietrich Mörlenbach. Nachdem 1461 Mörlenbach in Zusammenhang mit der Mainzer Stiftsfehde durch die Verpfändung des Oberamts Starkenburg an die Kurpfalz seine strategische Bedeutung verloren hatte, wurde die Burg in den folgenden Jahrhunderten abgebrochen, eingeebnet und später modern überbaut.
Beschreibung
Die Burgbeschreibung ist nur aus der Überlieferung und nach dem Lageplan J. Seifriedts von 1789 bekannt: Die Burg wurde zu dieser Zeit nur noch als Landgut genutzt und hatte ihren wehrhaften Charakter schon fast verloren. Die von Wassergräben und davor umlaufendem Erdwall umgebene Wasserburg hatte einen polygonalen Grundriss eingefasst von einer Ringmauer mit einem Tor und einem schmalen Zwinger mit einem halbrunden und einem viereckigen Turm (Bergfried oder Wohnturm) an der Ostseite sowie zwei Gebäuden im Inneren. Es wird angenommen, dass das damals stehende Gutshaus auf den Grundmauern des alten Palas hinter der Zwingerseite errichtet wurde. Reste der unregelmäßigen Mauer (mit Schießscharte) finden sich noch hinter der heutigen Schlosshofschule Richtung Wessnitz.
Unter kurpfälzischer Pfandschaft verlor die Burg Mörlenbach ihre strategische Bedeutung und die Burganlage verfiel. Das Schlosshofgut wurde jedoch erst im 19. Jahrhundert abgebrochen und die Wassergräben dabei eingeebnet.
Reste der Stadtmauer, die die Burg hälftig umschloss, mit einer kleinen Bastion und Schlüsselscharten finden sich heute noch in der Ortsbefestigung.
- Mörlenbach 2014
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Stadtmauer mit vermauerter Pforte
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Die Schlosshofschule, Standort der alten Burg
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Sandstein- pforte
Literatur
- Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen. 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. 2. Auflage. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 1995, ISBN 3-86134-228-6, S. 566 f.
- Otto Wagner (Bearb.): Heimatbuch Mörlenbach. Mörlenbach 1983.
- Wolfgang Einsingbach: Die Kunstdenkmäler des Landes Hessen. Kreis Bergstraße, 2 Bände, 1969, S. 386.
- Festschrift mit Chronik zur 1100 Jahrfeier vom 29. – 31. Juli 1977. Ober-Liebersbach, Gemeinde Mörlenbach 877–1977. 1977, S. 67–77.
Weblinks
- Burg Mörlenbach, Landkreis Bergstraße. Historisches Ortslexikon für Hessen (Stand: 21. Mai 2010). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Institut für Landesgeschichte
- Burgstall Mörlenbach in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des Europäischen BurgeninstitutsVorlage:Abrufdatum
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