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Burg Fürstenstein (Zwingenberg)

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Burg Fürstenstein
Datei:Burg Fuerstenstein Zwingenberg Neckar 004.jpg
Haus- oder Turmrest der nahezu abgegangenen Burgruine Fürstenstein

Haus- oder Turmrest der nahezu abgegangenen Burgruine Fürstenstein

Staat Deutschland
Ort Zwingenberg
Entstehungszeit um 1340
Burgentyp Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand Burgstall
Ständische Stellung Klerikale, Grafen
Bauweise Bruchstein
Geographische Lage 49° 25′ N, 9° 2′ OKoordinaten: 49° 25′ 20,6″ N, 9° 2′ 12,2″ O
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Höhenlage 265 m ü. NN
Burg Fürstenstein (Baden-Württemberg)
Burg Fürstenstein (Baden-Württemberg)

Die Burg Fürstenstein ist eine abgegangene Spornburg auf einem Bergsporn in 265 m Meereshöhe oberhalb der Burg Zwingenberg bei der Gemeinde Zwingenberg im Neckar-Odenwald-Kreis in Baden-Württemberg.

Geschichte

Die Burg wurde zwischen August 1338 und November 1339<ref>Stefan Grathoff: Mainzer Erzbischofsburgen: Erwerb und Funktion von Burgherrschaft am Beispiel der Mainzer Erzbischöfe im Hoch- und Spätmittelalter. Steiner 2005, ISBN 978-351-508-240-2, S. 71 ff.</ref> vom Mainzer Erzbischof vermutlich als Gegenburg provokativ nur wenige Dutzend Meter oberhalb und nahe der unteren Burg Zwingenberg erbaut. Der Grund dafür war das 1338 vom Grafen von Württemberg, von Pfalzgraf Ruprecht I. und dem Erzbischof von Mainz, Heinrich von Virneburg, erzwungene Öffnungsrecht der Burg Zwingenberg. Die Burg Fürstenstein musste aber bereits im Dezember 1343 auf königlichen Erlass hin geschleift werden.

Beschreibung

Die sich auf mehreren schmalen Plateaus über 100 Meter erstreckende ehemalige Burganlage zeigt nur geringe Mauerreste aus kleinen und mittleren Bruchsteinen.

Die Burg bestand nur aus einem rund 12 mal 9 Meter großen Gebäude, möglicherweise ein Wohnturm, dem talseitig eine kleine, ummauerte Vorburg vorgesetzt wurde. Zum weiter ansteigenden Berghang im Osten wurde ein Halsgraben angelegt, in dem sich ein kleiner viereckiger Gebäuderest unklarer Funktion befindet.

Auf dem durch einen halbrunden Graben gesicherten Bereich östlich des Halsgrabens und etwas oberhalb der Burganlage gelegen, befinden sich mehrere Plateaus, die durch Futtermauern gestützt werden. Diese werden als Blidenstellungen gedeutet.<ref>Quelle Beschreibung: Thomas Steinmetz: Burgen im Odenwald. S. 96 f.</ref>

Literatur

  • Peter W. Sattler, Marion Sattler: Burgen und Schlösser im Odenwald – Ein Führer zu historischen Sehenswürdigkeiten. Druckhaus Diesbach, Weinheim 2004, ISBN 3-936468-24-9, S. 157.
  • Rüdiger Lenz: Belagerung von Burgen – Adelige Verhaltensnormen, Formen und Abläufe von Fehden. In: Der Odenwald 50, 2003, S. 83–94, hier S. 84f.
  • Thomas Steinmetz: Burgen im Odenwald. Verlag Ellen Schmid, Brensbach 1998, ISBN 3-931529-02-9, S. 95–97.
  • Bernd Philipp Schröder: „Daz man daz Hus Furstenstein ab tu!“ – Zur Geschichte der Burg Fürstenstein über Zwingenberg am Neckar. In: Der Odenwald 34, 1987, S. 22–30.

Weblinks

Commons: Burg Fürstenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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