Burg Hoheneck (Ipsheim)
Hoheneck Markt Ipsheim
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2)&title=Hoheneck%C2%A0%28Markt+Ipsheim%29 49° 31′ N, 10° 30′ O
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| Höhe: | 416 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 2 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987" /> | |||||
| Postleitzahl: | 91472 | |||||
| Vorwahl: | 09846 | |||||
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| Burg Hoheneck | ||||||
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Luftbild der Burganlage | ||||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Ort | Ipsheim-Hoheneck | |||||
| Entstehungszeit | 1132 erstmals erwähnt | |||||
| Burgentyp | Höhenburg, Spornlage | |||||
| Erhaltungszustand | Erhalten | |||||
| Geographische Lage | 49° 31′ N, 10° 30′ O
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| Höhenlage | 416 m ü. NHN | |||||
Burg Hoheneck (fränkisch: Di Honäck)<ref>E. Fuchshuber: Uffenheim. S. 94. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „di hǫnękʰ“.</ref> ist eine mittelalterliche Burg oberhalb von Ipsheim und zugleich ein Gemeindeteil des Marktes im mittelfränkischen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Hoheneck liegt in der Gemarkung Eichelberg.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 8. Oktober 2024.</ref> Seit 1984 dient die Jugendburg als Bildungsstätte des Kreisjugendrings Nürnberg-Stadt.
Geografische Lage
Die Höhenburg liegt auf 410 m ü. NHN am Anstieg der Frankenhöhe, eines kleinräumigen, bewaldeten Höhengebietes (Naturpark Frankenhöhe), hoch über dem Aischtal. Östlich der Burg liegen die ausgedehnten Frankenhöhe-Wälder des Hohenecker Forstes, an ihrem Fuß eines der wenigen Weinbaugebiete Mittelfrankens (Mittelfränkische Bocksbeutelstraße).
Geschichte
Im Jahre 1132 wurde ein „Dietmar de Hohenekke“ in der Gründungsurkunde des Klosters Heilsbronn erwähnt. Dies war zugleich die erste urkundliche Erwähnung des Ortes. Die Bedeutung des Ortsnamens entsprach schon damals der heutigen.<ref>E. Fuchshuber: Uffenheim. S. 95 f.</ref>
Im Jahre 1381 verkaufte Arnold von Seckendorff Hoheneck mit Grundbesitz und Wald an den Nürnberger Burggrafen Friedrich V.<ref name="B731">J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Bd. 2, Sp. 731.</ref> Dieser rief einige Jahre später das Oberamt Hoheneck ins Leben.<ref name="B27">J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Bd. 3, Sp. 27.</ref> Im Jahre 1462 wurde die Burg im Krieg zwischen Markgraf Albrecht zu Brandenburg und dem Hochstift Würzburg abgebrannt.<ref name="B731" />
Das Oberamt Hoheneck umfasste das Vogtamt Lenkersheim, das Kastenamt Ipsheim, das Schultheißenamt Markt Bergel und das Schultheißenamt Burgbernheim.<ref>H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim. S. 61 f.</ref> Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Hoheneck ein Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Vogtamt Lenkersheim aus. Das Schloss hatte das Kastenamt Ipsheim als Grundherrn.<ref name="H102">H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim. S. 102.</ref> Das Oberamt Hoheneck ging in der Zeit der preußischen Verwaltung im Kammeramt Ipsheim auf.<ref name="B27" />
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hoheneck dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Ipsheim und der 1817 gebildeten Ruralgemeinde Ipsheim zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es nach Eichelberg umgemeindet.<ref>H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim. S. 212.</ref>
Anfang der 1920er Jahre kaufte der Münchner Verlagsbuchhändler Julius Friedrich Lehmann die Burg. Die Burg diente dem Wehrverband Bund Oberland als Veranstaltungsort, etwa für die 1924 und 1927 durchgeführten Führertagungen. An der Führertagung im April 1924 nahmen unter anderem der Bundesführer Friedrich Weber, Gustav Sondermann, Josef Römer und August Winnig teil. Vom 4. bis 6. Juni 1927 fand dort die von Willy Liebel, dem späteren Stadtrat und Oberbürgermeister Nürnbergs, geleitete Bundestagung der Altreichsflagge statt, wobei auch General Erich Ludendorff und seine Gattin Mathilde Ludendorff Reden völkischer Thematik hielten, am 18. November die Beisetzung des Münchner Polizeipräsidenten Ernst Pöhner im „Heldenhain“, an der unter anderem Adolf Hitler und Joseph Goebbels teilnahmen.<ref>Wolfgang Mück: NS-Hochburg in Mittelfranken: Das völkische Erwachen in Neustadt an der Aisch 1922–1933. Verlag Philipp Schmidt, Neustadt a. d. Aisch 2016 (= Streiflichter aus der Heimatgeschichte. Sonderband 4); ISBN 978-3-87707-990-4, S. 56 f., 63 und 71.</ref> Ab 1928 war die Burg Schulungsstätte der Sturmabteilung (SA) für Süddeutschland und mehrfach der Ort von NSDAP-Großveranstaltungen wie dem im Juni 1930 durchgeführten Pfingst-Gautreffen (unter Teilnahme von Streicher, Hitler und General von Epp) oder der ersten mittelfränkischen SA-Führervorschule am 18. Januar 1932 mit Beteiligung unter anderem von Julius Streicher, Wilhelm Stegmann und Willy Liebel.<ref>Wolfgang Mück (2016), S. 94 und 113 f.</ref> Der Historiker Manfred Kittel sieht in der von der Burg ausgehenden „völkischen Ausstrahlung“ einen der Gründe für die Entwicklung Westmittelfrankens zur nationalsozialistischen Hochburg.<ref>Manfred Kittel: Provinz zwischen Reich und Republik. Politische Mentalitäten in Deutschland und Frankreich 1918–1933/36. (= Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte, Band 47) Oldenbourg, München 2000, ISBN 3-486-56501-X, S. 244, 478.</ref> 1936 erwarb die Reichstierärztekammer die Burg Hoheneck und machte sie zu einer Reichstierärzte Schulungsburg.
Die Burg gehört seit 1953 der Stadt Nürnberg und ist somit die einzige Burg im Eigentum der Stadt, da die Nürnberger Burg Eigentum der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung ist.
Am 1. Juli 1972 wurde Hoheneck im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Ipsheim eingegliedert.<ref>Ipsheim > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 26. Mai 2025.</ref>
Seit April 1984 wird Burg Hoheneck als Jugendbildungsstätte des Kreisjugendrings Nürnberg-Stadt genutzt, der auch ihr Träger ist.
Einwohnerentwicklung
Religion
Hoheneck ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannes der Täufer (Ipsheim) gepfarrt.<ref name="H102"/> Die Katholiken sind nach St. Bonifaz (Bad Windsheim) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Karte unseres Seelsorgebereichs. In: ssb-westmittelfranken.kirche-bamberg.de. Abgerufen am 22. März 2023.</ref>
Wanderwege
Direkt an der Burg führen die Fernwanderwege Bocksbeutelweg und Burggrafenweg vorbei. Etwas 200 m östlich am Wanderparkplatz der Aurach-Weg, Rangau-Randweg und Roter Flieger.
Literatur
- Ruth Bach-Damaskinos, Jürgen Schnabel, Sabine Kothes: Schlösser und Burgen in Mittelfranken – Eine vollständige Darstellung aller Schlösser, Herrensitze, Burgen und Ruinen in den mittelfränkischen kreisfreien Städten und Landkreisen. Hofmann Verlag, Nürnberg 1993, ISBN 3-87191-186-0, S. 84–85.
- Johann Kaspar Bundschuh: Hoheneck. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 731 (Digitalisat).
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3769699270 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 102 (Digitalisat). Ebd. S. 212 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Uffenheim (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 22). Deutscher Kunstverlag, München 1966, DNB 457879262, S. 111–112.
- Siegfried Kett: Ein Fall verquerer Erinnerungskultur – Arnold von Hoheneck und die größten Tage in der Geschichte Ipsheims. In: Hermann Glaser und Johann Schrenk (Hrsg.): Das braune Franken. Schrenk-Verlag, Röttenbach 2017, ISBN 978-3-924270-88-9, S. 87–121.
Weblinks
- Jugendbildungsstätte Burg Hoheneck
- Burg Hoheneck. In: ipsheim.de. Abgerufen am 24. Juli 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Hoheneck in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Hoheneck im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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