Oberndorf (Ipsheim)
Oberndorf Markt Ipsheim
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(272)&title=Oberndorf 49° 31′ N, 10° 28′ O
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| Höhe: | 302 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 4,95 km²<ref name="Gemarkung"/> | |||||
| Einwohner: | 272 (31. Dez. 2014)<ref name="EWZ2014">Endbericht Fortschreibung lokaler Nahverkehrsplan – Endbericht Nahverkehrsplan - Tabellen. (PDF; 3.9 MB) Landratsamt Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim, S. 16, abgerufen am 15. August 2024.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 55 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 91472 | |||||
| Vorwahl: | 09846 | |||||
Oberndorf (<templatestyles src="IPA/styles.css" />, fränkisch: Obeandoaf<ref>E. Fuchshuber: Uffenheim. S. 154. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „obęɘndoʳf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Ipsheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Zum Gemeindeteil zählt die Oberndorfer Mühle. Die Gemarkung Oberndorf hat eine Fläche von 4,947 km². Sie ist in 900 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5496,15 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Oberndorf (093008). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 8. Oktober 2024.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 8. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Das Kirchdorf liegt an der Aisch und am Grundgraben, der dort als rechter Zufluss in die Aisch mündet. Der Ort ist ringsum von Feldern umgeben. Im Süden liegt das Bodenfeld, im Norden der Wennerboden und im Nordosten die Alte Point. Einen Kilometer westlich erhebt sich der Riedbuck (326 m ü. NHN).
Die Bundesstraße 470 führt nach Lenkersheim (2 km südwestlich) bzw. nach Ipsheim (1,2 km nordöstlich). Die Kreisstraße NEA 17 verläuft nach Mailheim zur Staatsstraße 2252 (1,8 km südöstlich).<ref>Topographische Karte 1:25.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 24. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde als „Oberndorf“ in der Päpstlichen Bulle des Innozenz IV. von 1249 erstmals urkundlich erwähnt. Oberndorf gehörte zu den Orten, in der das Kloster Heilsbronn Grundbesitz hatte. Sie wurden kraft der Bulle unter päpstlichen Schutz gestellt. 1259 wurde „Oberndorff“ in einer Urkunde erwähnt, laut der Burchardus de Rutmarsperg dem Deutschen Orden zu Nürnberg unter anderem einen Hof in Oberndorf und das Lehen des Rapoto in Metelendorff als freies Eigen übergab.<ref>E. Fuchshuber: Uffenheim. S. 154.</ref><ref>Oberndorf. In: ipsheim.de. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 24. Juli 2023. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive ) Hiernach Ersterwähnung 1259.</ref> Das Kloster Heilsbronn erwarb dort 1371 vier Tagewerk Wiesen und acht Morgen Äcker. 1435 wurden vier Tagewerk Wiesen dazu gekauft.<ref>G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Bd. 2, S. 384.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Oberndorf 31 Anwesen und eine Filialkirche. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Vogtamt Altheim aus. Es hatte ggf. an das Vogtamt Lenkersheim auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Ipsheim. Grundherren waren das Fürstentum Bayreuth (25 Anwesen; Kastenamt Ipsheim: 1 Mühle, 1 Hof, 11 Güter, 3 Gütlein, 3 Häuser; Klosteramt Birkenfeld: 1 Gülthof; Kastenamt Windsheim: 1 Halbhof, 2 Viertelhöfe, 2 Güter), das brandenburg-ansbachische Vogtamt Jochsberg-Flachslanden (1 Häckersgütlein, 1 Haus) und die Reichsstadt Windsheim (2 Güter, 2 Häckersgüter).<ref name="H118">H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim. S. 118.</ref>
Im Jahre 1810 kam Oberndorf an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde es dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Ipsheim und der 1817 gebildeten Ruralgemeinde Ipsheim zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Oberndorf.<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 73 (Digitalisat).</ref><ref>H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim. S. 226.</ref> Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Windsheim zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ipsheim.<ref>H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim. S. 215.</ref> Ab 1862 gehörte Oberndorf zum Bezirksamt Uffenheim (1939 in Landkreis Uffenheim umbenannt) und ab 1856 zum Rentamt Windsheim (1919 in Finanzamt Windsheim umbenannt, seit 1972 Finanzamt Uffenheim). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Windsheim (1879 in Amtsgericht Windsheim umbenannt), seit 1973 ist das Amtsgericht Neustadt an der Aisch zuständig. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 4,943 km².<ref name="OV 1961"/>
Am 1. Juli 1972 wurde Oberndorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Ipsheim eingegliedert.<ref></ref><ref>Ipsheim > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 26. Mai 2025.</ref>
Baudenkmäler
In Oberndorf gibt es drei Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Ipsheim (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Haus Nr. 46: evang.-luth. Kirche St. Kilian
- Haus Nr. 48: ehemaliges Wohnstallhaus
- Haus Nr. 69: Gasthaus
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannes der Täufer (Ipsheim) gepfarrt.<ref name="H118"/> Die Katholiken sind nach St. Bonifaz (Bad Windsheim) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Karte unseres Seelsorgebereichs. In: ssb-westmittelfranken.kirche-bamberg.de. Abgerufen am 22. März 2023.</ref>
Literatur
- Reinhold Hoeppner (Hrsg.): Landkreis Uffenheim. Verl. f. Behörden u. Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1972, DNB 730115267, S. 84–85.
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3769699270 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 118 (Digitalisat). Ebd. S. 215 (Digitalisat).
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 384 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Uffenheim (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 22). Deutscher Kunstverlag, München 1966, DNB 457879262, S. 152–154.
Weblinks
- Oberndorf. In: ipsheim.de. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 24. Juli 2023. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Oberndorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Oberndorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Bühlberg | Eichelberg | Hoheneck | Holzhausen | Ipsheim | Kaubenheim | Mailheim | Mäusberg | Nundorfermühle | Oberndorf | Weimersheim
Sonstige Wohnplätze: Eichmühle | Oberndorfer Mühle
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Weblink offline
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:BibISBN
- Geographie (Ipsheim)
- Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim)
- Ersterwähnung 1249
- Gemeindegründung 1818
- Gemeindeauflösung 1972
- Ort an der Aisch
- Kirchdorf (Siedlungstyp)
- Gemarkung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim