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Bundesamt für Landwirtschaft

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Bundesamt für Landwirtschaft (BLW)
«Corporate Design Bund» – Logo der Bundesbehörden der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Französische Bezeichnung {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Italienische Bezeichnung {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Rätoromanische Bezeichnung {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Hauptsitz Liebefeld
Direktor Christian Hofer<ref>Geschäftsleitung. In: admin.ch. Bundesamt für Landwirtschaft, abgerufen am 2. Februar 2026.</ref><ref>Christian Hofer wird neuer BLW-Direktor. Bundesamt für Landwirtschaft, 14. August 2019, abgerufen am 4. November 2020.</ref>
Mitarbeiterzahl ca. 300
Aufsicht Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung
Webpräsenz www.blw.admin.ch

Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) ist eine Bundesbehörde der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Es ist ein Fachamt des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) der Schweizer Bundesregierung (Bundesrat). Das Amt versteht sich als Fachstelle für den Agrarsektor und ist in sechs Direktionsbereiche aufgeteilt (Direktion, Märkte und Internationales, Direktzahlungen und Ländliche Entwicklung, Digitalisierung und Datenmanagement, Produktionsgrundlagen, natürliche Ressourcen und Forschung und der letzte Bereich ist Recht, Ressourcen und Integrale Sicherheit). Ausserdem unterstehen dem BLW die drei eidgenössischen landwirtschaftlichen Forschungsanstalten (Agroscope) und das Nationalgestüt in Avenches. Das BLW überwacht zum Beispiel den Kohlenstoffgehalt der Böden in der Schweiz und eruiert ihr Potential für Speicherpotential für Kohlenstoff.

Geschichte

1878 wurde das Eisenbahn- und Handelsdepartement als Handels- und Landwirtschaftsdepartement neu strukturiert, dem 1881 eine «Abteilung Landwirtschaft» angegliedert wurde. Daraus wiederum ging 1979 das Bundesamt für Landwirtschaft hervor.<ref>Werner Baumann, Peter Moser: Agrarpolitik. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 16. August 2012, abgerufen am 2. Mai 2024.</ref>

Kritik

Für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln war lange Zeit das Bundesamt für Landwirtschaft zuständig.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bewilligungsverfahren (PSM) (Memento vom 3. August 2020 im Internet Archive) Bundesamt für Landwirtschaft, abgerufen am 12. November 2017.</ref> Eine Allianz von 13 verschiedenen Organisationen forderte 2017 in einem offenen Brief Bundesrat Johann Schneider-Ammann auf, das Zulassungsverfahren einer unabhängigen Stelle zu übertragen. Vertreter des BLW hätten in den letzten Monaten mehrfach Aussagen zu Pestiziden gemacht, die eine Befangenheit des Amtes befürchten lasse, heisst es im Schreiben. Zu den 13 Organisationen, die den Brief mitverfasst haben, gehören unter anderem: Bio Suisse, Vision Landwirtschaft, Pro Natura, Greenpeace und WWF.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Unabhängige Zulassungsstelle für Pestizide gefordert (Memento vom 7. November 2017 im Internet Archive) In: www.bauernzeitung.ch vom 31. Oktober 2017, abgerufen am 31. Oktober 2017.</ref> Auch Kantonschemiker werfen dem Bundesamt seit Jahren Intransparenz und Abhängigkeit vor. Im Juni 2019 wurde bekannt, dass der Bund das Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel von der externen KPMG überprüfen lässt.<ref>Remi Bütler und Stephan Weber: Harsche Kritik - Bund lässt Zulassungsbehörde für Pestizide durchleuchten. In: srf.ch. 21. Juni 2019, abgerufen am 22. Juni 2019.</ref> Der Bericht der KPMG wurde im November 2019 veröffentlicht.<ref>BLW: Bericht zur Evaluation der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln abgeschlossen. 21. November 2019, abgerufen am 14. Dezember 2019.</ref><ref>Prüfer üben scharfe Kritik an Pestizid-Zulassung. In: Blick.ch. 22. November 2019, abgerufen am 14. Dezember 2019.</ref>

Im November 2019 hat sich auch die Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein (AWBR), ein Zusammenschluss von über 60 Wasserversorgungsunternehmen im Einzugsgebiet der Aare, des Rheins, der Alpenseen und des Bodensees, in einem offenen Brief an das Bundesamt für Landwirtschaft und das zuständige Departement gewandt.<ref>Pflanzenschutzmittel: Wasserversorger fordern Klarheit. In: bauernzeitung.ch. 6. November 2019, abgerufen am 6. November 2019.</ref> Unter anderem wurde ein sofortiges Verkaufs- und Anwendungsverbot für Chlorthalonil gefordert, da Rückstände dieses Pestizids immer mal wieder im Grund- und Trinkwasser nachgewiesen werden konnten. Des Weiteren soll das Grundwasser-Monitoring auf Pestizide und Pestizidabbauprodukte über Gebühren auf Pestizidverkäufe finanziert werden (→ Verursacherprinzip).<ref>Antrag auf Publikation einer Pflanzenschutzmittel-Stoffliste zur Optimierung der Grund- und Trinkwasserüberwachung in der Schweiz. (PDF; 152 kB) In: bauernzeitung.ch. 6. November 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. November 2019; abgerufen am 6. November 2019.</ref>

Per 1. Januar 2022 wurde die Zulassungsstelle für Pflanzenschutzmittel dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen zugeordnet. Das Bundesamt für Umwelt wird die Hauptverantwortung bei der Beurteilung der Risiken von Pflanzenschutzmitteln für die Umwelt übernehmen.<ref>Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel wird verbessert. Der Bundesrat, Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung, 17. Februar 2021, abgerufen am 17. Februar 2021.</ref> Das Bundesamt für Umwelt ist jedoch dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) von Bundesrat Albert Rösti (SVP) unterstellt, wodurch es bei der Festlegung von Grenzwerten im Gewässerschutz landwirtschaftspolitische Argumente höher gewichtet als wissenschaftliche.<ref>Livia Middendorp, Matieu Klee: Gewässerschutz: Bundesrat knickt vor Landwirtschaftsexperten ein. In: srf.ch. 18. Februar 2026, abgerufen am 19. Februar 2026.</ref>

Direktoren

Quelle: Archiv für Agrargeschichte<ref>Bundesamt für Landwirtschaft. In: Archiv für Agrargeschichte. Abgerufen am 2. Mai 2024.</ref>

Personalbestand ab 2001

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Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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Koordinaten: 46° 55′ 45,7″ N, 7° 25′ 22″ O; CH1903: 598793 / 197585

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