Buchhof (Abensberg)
Buchhof ist ein Gemeindeteil der Stadt Abensberg im niederbayerischen Landkreis Kelheim.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Sie liegt in der Gemarkung Holzharlanden.
Lage
Die Einöde liegt an der nördlichen, in das Donautal hinab führenden Flanke eines lang gezogenen Hanges, welcher zu den letzten Ausläufern der hier endenden Hügellandschaft des Jura gehört. Der Donaudurchbruch bei Weltenburg befindet sich 2 km nördlich. Regensburg ist in nordöstlicher Richtung etwa 35 km, Ingolstadt in westlicher 40 km entfernt. München liegt ungefähr 95 km südlich des Ortes.
Geschichte
In der Nähe der Einöde, welche zur Gemeindeflur von Holzharlanden gehörte, wurden etwa 100 gut erhaltene Grabhügel aus der mittleren Bronzezeit und der Hallstattzeit gefunden.<ref name="Rieger"> Georg Rieger, Kelheimer Heimatbuch für die Stadt und den Landkreis Kelheim, Seiten 56, 57, 342, 345, Hrsg. 1953</ref> Mit Hilfe der Luftbildarchäologie konnten ebenfalls bei Buchhof die Grundrisse eines römischen Gutshofes festgestellt werden.<ref> Rainer Christlein - Otto Braasch, Das unterirdische Bayern, Konrad Theiss Verlag Stuttgart, Seite 194, Hrsg. 1982</ref>
Urkundlich tritt die Einöde erstmals um 731 in Erscheinung.<ref name="Rieger"/> Gegen Ende des 9. Jahrhunderts war als Besitzer ein Edelmann names Winicho bekannt, welcher das Gut an Bischof Ambricho von Regensburg (864–891) verkaufte, wodurch es über 3 Jahrhunderte im Besitz des Hochstiftes Regensburg verblieb.<ref name="Festschrift"> Benediktinerabtei Weltenburg, Festschrift zur 150-Jahrfeier anlässlich der Wiedererrichtung des Klosters, Seiten 95 ff., Hrsg. 1992</ref>
Im Verlaufe der Jahrhunderte befand sich das Gut Buchhof immer wieder im Besitz des Klosters Weltenburg. Abt Herwig (1294–1323) erwarb das Gut erstmals für das Kloster. Im Jahre 1587 wurde es wieder veräußert.<ref name="Klostergeschichte"> Kloster Weltenburg, Auszug aus der Klostergeschichte, Seite 30, Verlag Friedrich Pustet Regensburg</ref> Nachdem es im Dreißigjährigen Krieg weitgehend zerstört war, konnte es vom Kloster für 50 Gulden zurückerworben und von Abt Mathias Abelin (1626–1659) wieder hergestellt werden.<ref name="Festschrift"/><ref name="Klostergeschichte"/> Im Zuge der Säkularisation wurde das Gut am 28. Mai 1804 versteigert und von einer Familie Plank erworben<ref name="Festschrift"/>. Im Jahre 1914 gelangte das ehemalige Klostergut zum Verkauf. Die Gelegenheit nutzend, erwarb Abt Maurus Weingart (1913–1923) diesen alten Besitz der Weltenburger Mönche für das Kloster abermals zurück.<ref name="Festschrift"/>
Wirtschaft und Infrastruktur
Derzeit wird auf dem Gutshof der Gastronomiebetrieb „Weltenburger Vinothek“ betrieben. Der umfangreiche Grundbesitz mit einer Fläche von ca. 200 ha, wird vom Kloster Weltenburg nicht mehr eigenbewirtschaftet, sondern verpachtet.<ref name="Festschrift"/>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
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Vorlage:Klappleiste/Ende Koordinaten: 48° 53′ N, 11° 50′ O
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