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Brauerei G.A. Bruch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Brauerei Bruch GmbH

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Bruch Bierbrauer.gif
Rechtsform GmbH i.G.
Gründung 1702
Sitz Neunkirchen (Saar), Deutschland
Leitung Jonas Kirch (Geschäftsführer)
Mitarbeiterzahl 4 (2024)
Branche Herstellung von Bier
Website www.bruch-bier.de/
Stand: 2. August 2024
Datei:Brauerei Bruch St. Johann Saarbrücken.jpg
Ehemaliger Standort der Brauerei Bruch in der Scheidter Straße in Saarbrücken

Die Brauerei Bruch GmbH (ehemals Brauerei G. A. Bruch) ist eine Brauerei in Neunkirchen (Saar). Die Brauerei wurde im Jahr 1702 von Johann Daniel Bruch in Saarbrücken gegründet und befand sich bis in neunter Generation im alleinigen Besitz der Familie Bruch.<ref>Bruch Brauerei insolvent. Abgerufen am 27. Dezember 2022.</ref> Nach Neufirmierung als Privatbrauerei Saar GmbH ist das Stammhaus der Brauerei zum 1. August 2024 von Saarbrücken nach Neunkirchen umgezogen.<ref name="Homepage Bruch Brauerei">Homepage der Brauerei/Geschichte. In: Privatbrauerei Saar GmbH. Abgerufen am 2. August 2024.</ref> Die Brauerei war bis zu ihrem Umzug das älteste Unternehmen in der Landeshauptstadt Saarbrücken<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Brauerei G.A. Bruch – Berichterstattung Saarspektakel (Memento vom 16. Mai 2017 im Internet Archive). Website der Brauerei G.A. Bruch. Abgerufen am 29. Mai 2012.</ref> und ist – nach der Dillinger Hütte – das zweitälteste Unternehmen des Saarlandes.<ref>Bruch-Brauerei: Große Tradition, hohe Qualität. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 11. August 2020.@1@2Vorlage:Toter Link/vcontent.sol.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Geschichte

Die Brauerei wurde im Jahre 1702 von Johannes Daniel Bruch als Gasthausbrauerei gegründet und ist damit die älteste Brauerei des Saarlandes und der Region. Der ursprüngliche Firmensitz befand sich bis 1850 in der Gaststätte „Zum Stiefel“ am St. Johanner Markt in der Altstadt von Saarbrücken. Bis 2021 wurde diese als Braugasthof von der Brauerei bewirtschaftet. 1899 errichtete der Urgroßvater des heutigen Besitzers Thomas Bruch die neue Bruch Brauerei in der Scheidter Straße 24–42 in Saarbrücken. Am 18. April 1900 wurde das Unternehmen in das Handelsregister beim Amtsgericht Saarbrücken eingetragen.<ref>Amtsgericht Saarbrücken, HRA 6171. Abgerufen am 15. März 2020.</ref> Durch die damals neueste Technik konnte man nun eine höhere Qualität des Bieres und einen immer vorhandenen Bierbestand garantieren. Heute hat die Brauerei mit ihren rund 20 Mitarbeitern einen Jahresausstoß von etwa 30.000 Hektolitern.

Am 27. Juni 2018 wurde bekannt, dass die Brauerei aufgrund einer fällig gewordenen Steuernachzahlung im sechsstelligen Bereich Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet hat.<ref>Insolvenzgericht Saarbrücken, Az. 62 IN 25/18. Abgerufen am 15. März 2020.</ref> Der Geschäftsführer Thomas Bruch war zuversichtlich, das Verfahren bis Ende des Jahres abzuschließen. Es wurden weder Jobs gestrichen noch Löhne gekürzt.<ref>Saarländischer Rundfunk: Bruch Brauerei meldet Insolvenz an. In: SR.de. 27. Juni 2018 (sr.de [abgerufen am 27. Juni 2018]).</ref> 2018 sank der Jahresausstoß auf 20.000 Hektoliter, die Brauerei beschäftigte noch 18 Mitarbeiter.<ref>Ab 2019 soll er es bei der Brauerei Bruch richten. Abgerufen am 31. Juli 2024.</ref> Infolge der COVID-19-Pandemie und der damit verbundenen Umsatzrückgänge wurde die vorgesehene Planinsolvenz aufgegeben und das Unternehmen in das reguläre Insolvenzverfahren überführt.<ref>Saarländischer Rundfunk: Bruch-Insolvenz nicht mehr in Eigenverwaltung. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 19. April 2020; abgerufen am 17. April 2020.</ref> Im Rahmen der Insolvenz wurden 2021 die Immobilien von Thomas Bruch am St. Johanner Markt in Saarbrücken und das Firmengelände der Brauerei in der Scheidter Straße verkauft.<ref>Zwei Bruch-Immobilien wechseln den Besitzer. Abgerufen am 27. Dezember 2022.</ref> Gleichzeitig übernahm Lukas Bruch in 9. Generation die Brauerei von seinem Vater Thomas Bruch.<ref name="Homepage Bruch Brauerei">Homepage der Brauerei/Geschichte. In: Privatbrauerei Saar GmbH. Abgerufen am 2. August 2024.</ref>

Am 27. Dezember 2022 teilt die Brauerei Bruch GmbH mit, dass in Saarbrücken eine neue Produktionsstätte gesucht wird. Dies mache die vorübergehende Verlagerung der Produktion nach Kirn erforderlich. Das Bruch-Bier wird zukünftig bei der Kirner Privatbrauerei gebraut.<ref>Bruch braut Bier vorerst nicht mehr in Saarbrücken. Abgerufen am 27. Dezember 2022.</ref> Der Hofverkauf für Privatkunden wurde Anfang Juli 2024 eingestellt, Ende Juli 2024 musste das Stammhaus in der Scheidter Straße verlassen werden.<ref>Bruch muss Stammhaus in Saarbrücken verlassen. Abgerufen am 31. Juli 2024.</ref>

Im Juli 2024 wurde zudem bekannt, dass am 15. Juli 2024 ein neues Insolvenzverfahren beantragt wurde.<ref>Schon wieder pleite – neue Insolvenz bei Bruch-Brauerei aus Saarbrücken. Abgerufen am 31. Juli 2024.</ref> Nach Neufirmierung als Privatbrauerei Saar GmbH ist das Stammhaus der Brauerei zum 1. August 2024 von Saarbrücken nach Neunkirchen umgezogen.<ref name="Homepage Bruch Brauerei">Homepage der Brauerei/Geschichte. In: Privatbrauerei Saar GmbH. Abgerufen am 2. August 2024.</ref> Neuer geschäftsführender Gesellschafter wurde Jonas Kirch.<ref>Neustart der Bruch-Brauerei – was der neue Chef in Neunkirchen plant. Saarbrücker Zeitung. Abgerufen am 2. August 2024.</ref>

Datei:Bruch (Brauerei) Haupttor.jpg
Haupteingang am ehemaligen Standort der Brauerei Bruch in Saarbrücken

Biersorten

Neben dem Bruch No.1, einem klassischen Pils, produziert die Brauerei diverse Biersorten, wie Bruch Zwickel (naturtrübes Kellerbier), Bruch Weizen (naturtrübes Weißbier), SaarGold (ein Helles) und Landbier 1702 (ein dunkles Vollbier/Dunkelbier). Als Mischgetränke und alkoholfreie Sorten sind Saar Radler (ein Radler, auch alkoholfrei) und Bruch & Co. – ein Biermischgetränk mit Cola im Angebot.

Seit 2008 braut Bruch das Bruch Weizen, ein Weißbier, das neben den bekannten 0,5-Liter-Flaschen auch in die markanten Drittelliter-Stubbi-Flaschen abgefüllt wird. Die Abfüllung von Weißbier in Stubbi-Flaschen stellt deutschlandweit eine absolute Seltenheit dar.

Im Jahr 2011 stellte die Brauerei erstmals wieder das Wadgasser Klosterbräu her, eine saisonale Biersorte als Fastenbier mit höherer Stammwürze. Der Jahrgang 2012 wurde Mitte Dezember 2011 in einer Menge von 100 Hektolitern aufgelegt. Ein weiteres saisonales Bier ist das Festbock – ein kräftiges Starkbier in der Winterzeit.

Die Biere werden vor allem im Bereich Saarbrücken, aber auch saarlandweit vertrieben. Außerhalb des Saarlandes findet kein Vertrieb statt.

Weblinks

Commons: Brauerei G.A. Bruch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />