Blei(II)-fluorid
Blei(II)-fluorid ist eine chemische Verbindung des Bleis aus der Gruppe der Fluoride.
Darstellung
Blei(II)-fluorid kann durch verschiedene Methoden hergestellt werden, so durch Behandlung von Blei(II)-hydroxid oder Blei(II)-salzen (z. B. Blei(II)-carbonat) mit Fluorwasserstoff:<ref name="brauer" />
- <math>\mathrm{Pb(OH)_2 + 2 \ HF \longrightarrow PbF_2 + 2 \ H_2O}</math>
- <math>\mathrm{PbCO_3 + 2 \ HF \longrightarrow PbF_2 + H_2O + CO_2}</math>
Auch die Reaktion von Kaliumfluorid mit einer Blei(II)-nitratlösung ist möglich.
- <math>\mathrm{2 \ KF + Pb(NO_3)_2 \longrightarrow PbF_2 + 2 \ KNO_3}</math>
Eigenschaften
Blei(II)-fluorid ist ein farbloser, geruchloser, nicht brennbarer Feststoff, welcher sehr schwer löslich in Wasser ist.<ref name="GESTIS" /> In Gegenwart von Salpetersäure oder Nitraten ist die Löslichkeit größer. Die Verbindung tritt in zwei verschiedenen Kristallformen auf. Die orthorhombische α-Form (Bleichloridtyp) wandelt sich oberhalb von 316 °C in die kubische β-Form (Flussspattyp) um.<ref name="brauer" />
Verwendung
Blei(II)-fluorid wird in niedrig schmelzenden Gläsern, in Spiegelbeschichtungen zur Reflexion von Infrarot-Strahlung sowie als Katalysator zur Herstellung von Picolin verwendet.
Einzelnachweise
<references> <ref name="GESTIS">Vorlage:GESTIS</ref> <ref name="CRC90_10_247">Vorlage:CRC Handbook</ref> <ref name="NIST">NIST-data review 1980</ref> <ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band I, Ferdinand Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 232.</ref> </references>