Bismutselenid
Bismutselenid ist eine anorganische chemische Verbindung des Bismuts aus der Gruppe der Selenide.
Vorkommen
Bismutselenid kommt natürlich in Form des Minerals Paraguanajuatit vor.<ref>J.W. Anthony, R.A. Bideaux, K.W. Bladh, M C. Nichols: Paraguanajuatit. In: Handbook of Mineralogy. 1990, Mineral Data Publishing, Tucson (Online, pdf).</ref> Zudem enthält Guanajuatit Bismutselenid und zusätzlich 6,6 % Schwefel.<ref>J.W. Anthony, R.A. Bideaux, K.W. Bladh, M C. Nichols: Guanajuatit. In: Handbook of Mineralogy. 1990, Mineral Data Publishing, Tucson (Online, pdf).</ref>
Gewinnung und Darstellung
Bismutselenid kann durch Reaktion von Bismut mit Selen gewonnen werden.<ref name="Manuel P. Soriaga, John Stickney, Lawrence A. Bottomley, Youn-Geun Kim">Vorlage:Literatur</ref>
- <chem>2 Bi + 3 Se -> Bi2Se3</chem>
Eigenschaften
Bismutselenid ist ein schwarzer metallisch glänzender Feststoff. Es ist ein Halbleiter mit einer trigonalen Kristallstruktur und der Vorlage:Raumgruppe.<ref name="Jean D'Ans, Ellen Lax">Vorlage:Literatur</ref> Es ist auch eine orthorhombische Modifikation mit der Raumgruppe Vorlage:Raumgruppe bekannt, deren Struktur der des Bismut(III)-sulfids entspricht.<ref>E.Y. Atabaeva, S.A. Mashkov, S.V. Popova: The crystal structure of a new modification of Bi2Se3. In: Kristallografiya, 18, 1973, S. 173–174.</ref> In jüngerer Zeit ist Bismutselenid aufgrund seiner Eigenschaft als topologischer Isolator in der Fachwelt in Erscheinung getreten. Es bildet als topologischen Oberflächenzustand einen nahezu idealen Dirac-Kegel, ähnlich dem Graphen.<ref name="Xia">Vorlage:Literatur</ref>
Verwendung
Bismutselenid wird in der Halbleiterindustrie als zur Herstellung von Dünnfilmen und Magnetoresistiven-Schichten verwendet.<ref name="Dale L. Perry" />
Einzelnachweise
<references />