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Landkreis Bad Tölz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Bezirksamt Tölz)
Wappen Deutschlandkarte
Datei:Wappen Landkreis Bad Toelz.svg
Basisdaten (Stand 1972)
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:adm2nd(39700) 47° 46′ N, 11° 33′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:adm2nd(39700) 47° 46′ N, 11° 33′ O
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Bestandszeitraum: 1862–1972
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Verwaltungssitz: Bad Tölz
Fläche: 742,99 km²
Einwohner: 39.700 (31. Dez. 1971)
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: TÖL
Kreisschlüssel: 09 1 34
Kreisgliederung: 17 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
8170 Bad Tölz
Lage des Landkreises Bad Tölz in Bayern
<imagemap>

Bild:Bad Tölz in Bavaria 1970-05-27.svg|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte

default Kreisreformen in Bayern desc bottom-right </imagemap>

Der Landkreis Bad Tölz gehörte zum bayerischen Regierungsbezirk Oberbayern. Vor dem Beginn der bayerischen Gebietsreform am Anfang der 1970er Jahre umfasste der Landkreis 17 Gemeinden.<ref>Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern 1964</ref>

Geographie

Wichtige Orte

Die größten Orte waren Bad Tölz (bis 1899 Tölz), Lenggries, Benediktbeuern (bis 1865 Laingruben) und Bad Heilbrunn (bis 1934 Steinbach).

Nachbarkreise

Der Landkreis grenzte Anfang 1972 im Uhrzeigersinn im Südwesten beginnend an die Landkreise Garmisch-Partenkirchen, Weilheim in Oberbayern, Wolfratshausen und Miesbach. Im Süden grenzt der Landkreis an das österreichische Bundesland Tirol.

Geschichte

Amt und Land- und Pflegegericht

Spätestens ab 1281 wird Tölz als eines der bedeutendsten Ämter des Herzogtums Bayern im Landesurbar genannt. Aus dem Amt entwickelte sich im Spätmittelalter das Land- und Pflegegericht Tölz, das bis zur Säkularisation in den Jahren 1802/03 bestand.<ref>Westermayer, Georg, Chronik der Burg und des Marktes Tölz, Verlag Günther Aehlig, 3. Auflage 1976, S. 63 ff.</ref>

Bezirksamt

Das Bezirksamt Tölz folgte im Jahr 1862 dem flächengleichen Landgericht älterer Ordnung Tölz.<ref></ref>

Am 20. Juni 1899 wurde das Bezirksamt Tölz in Bezirksamt Bad Tölz umbenannt.

Bezirksamtmänner/-oberamtmänner (bis 1938), Landräte ab 1939

Landkreis

Am 1. Januar 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.<ref></ref> So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Bad Tölz.

Zuletzt hatte der Landkreis Bad Tölz keine gemeindefreien Gebiete mehr. Die drei letzten gemeindefreien Gebiete, mit Ausnahme des Walchensees ehemalige Waldungen des Klosters Benediktbeuern, wurden am 1. Januar 1970 den Gemeinden Kochel a.See (mit dem Walchensee), Jachenau und Lenggries zugeschlagen.<ref>StAnz. 1970 / Nr. 20: Bekanntmachung des Bayer. Staatsministeriums des Innern vom 6. Mai 1970 Nr. I B 3 — 3000 — 47 a/5</ref>

Am 1. Juli 1972 wurden dem Landkreis Bad Tölz im Zuge der Gebietsreform in Bayern der Hauptteil des Landkreises Wolfratshausen und die Gemeinde Schlehdorf des Landkreises Weilheim zugeschlagen.<ref>Verordnung zur Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie Städte vom 27. Dezember 1971</ref> Am 1. Mai 1973 erfolgte die Umbenennung in den heutigen Namen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.<ref></ref><ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451). München 1991, DNB 920240593, OCLC 75242522, S. 21, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat). </ref>

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1840 12.118 <ref name="HistGV52">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 19, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref>
1864 12.583 <ref>Eugen Hartmann: Statistik des Königreiches Bayern. Hrsg.: Königlich bayerisches statistisches Bureau. München 1866, Einwohnerzahlen der Bezirksämter 1864 (Digitalisat).</ref>
1885 14.320 <ref name="HistGV52" />
1900 16.330 <ref name="HistGV52" />
1910 18.149 <ref name="HistGV52" />
1925 21.862 <ref name="HistGV52" />
1939 26.601 <ref name="HistGV52" />
1950 38.997 <ref name="HistGV52" />
1960 37.300 <ref>Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1961</ref>
1971 39.700 <ref>Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1973</ref>

Gemeinden

Die Gemeinden des Landkreises Bad Tölz vor der Gemeindereform<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />BayernViewer der Bayerischen Vermessungsverwaltung (Memento des Vorlage:IconExternal vom 27. März 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.geodaten.bayern.de (abgerufen am 27. Juli 2010)</ref>. (Die Gemeinden, die es heute noch gibt, sind fett geschrieben.)

Datei:Gemeindekarte TÖL 1961.png
Landkreis Bad Tölz, Gemeindegrenzenkarte von 1961
frühere Gemeinde heutige Gemeinde heutiger Landkreis
Bad Heilbrunn Bad Heilbrunn Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Bad Tölz Bad Tölz Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Benediktbeuern Benediktbeuern Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Bichl Bichl Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Gaißach Gaißach Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Greiling Greiling Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Jachenau Jachenau Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Kirchbichl Bad Tölz Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Kochel a.See Kochel a.See Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Lenggries Lenggries Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Oberbuchen Bad Heilbrunn Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Oberfischbach Wackersberg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Reichersbeuern Reichersbeuern Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Sachsenkam Sachsenkam Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Schönrain Königsdorf Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Unterfischbach Wackersberg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Wackersberg Wackersberg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen TÖL zugewiesen. Es wird im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen durchgängig bis heute ausgegeben.

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Aichach | Alzenau i.UFr. | Amberg | Bad Aibling | Bad Neustadt a.d.Saale | Bad Tölz | Beilngries | Berchtesgaden | Bogen | Brückenau | Burglengenfeld | Dingolfing | Dinkelsbühl | Donauwörth | Ebermannstadt | Ebern | Eggenfelden | Erlangen | Eschenbach i.d.OPf. | Feuchtwangen | Friedberg | Füssen | Gemünden a.Main | Gerolzhofen | Grafenau | Griesbach i.Rottal | Gunzenhausen | Hammelburg | Haßfurt | Hersbruck | Hilpoltstein | Höchstadt a.d.Aisch | Hofheim i.UFr. | Illertissen | Ingolstadt | Karlstadt | Kaufbeuren | Kemnath | Kempten (Allgäu) | Königshofen i.Grabfeld | Kötzting | Krumbach (Schwaben) | Landau a.d.Isar | Lauf a.d.Pegnitz | Laufen | Lohr a.Main | Mainburg | Mallersdorf | Marktheidenfeld | Marktoberdorf | Mellrichstadt | Memmingen | Mindelheim | Münchberg | Nabburg | Naila | Neuburg a.d.Donau | Neunburg vorm Wald | Neustadt a.d.Aisch | Nördlingen | Nürnberg | Obernburg a.Main | Oberviechtach | Ochsenfurt | Parsberg | Pegnitz | Pfarrkirchen | Rehau | Riedenburg | Roding | Rothenburg ob der Tauber | Rottenburg a.d.Laaber | Scheinfeld | Schongau | Schrobenhausen | Schwabach | Schwabmünchen | Sonthofen | Stadtsteinach | Staffelstein | Straubing | Sulzbach-Rosenberg | Uffenheim | Viechtach | Vilsbiburg | Vilshofen | Vohenstrauß | Waldmünchen | Wasserburg a.Inn | Wegscheid | Weilheim i.OB | Weißenburg i.Bay. | Wertingen | Wolfratshausen | Wolfstein


1939–1945 angegliederte Landkreise: Bergreichenstein | Markt Eisenstein | Prachatitz 

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