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Bernd Hölzenbein

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Bernd Hölzenbein
Datei:Bernd Hölzenbein 1979.jpg
Bernd Hölzenbein (1979)
Personalia
Geburtstag 9. März 1946
Geburtsort DehrnDeutschland
Sterbedatum 15. April 2024
Position Flügelspieler
Junioren
Jahre Station
1956–1964 TuS Dehrn
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1964–1966 TuS Dehrn
1966–1967 Eintracht Frankfurt Amateure
1967–1981 Eintracht Frankfurt 420 (160)
1981–1983 Fort Lauderdale Strikers 46 0(10)
1986 FSV Salmrohr
Indoor
Jahre Station Spiele (Tore)1
1983–1984 Memphis Americans 89 0(41)
1985 Baltimore Blasts 24 00(4)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1969 Deutschland U-23 2 00(0)
1972 Deutschland B 1 00(0)
1973–1978 Deutschland 40 00(5)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Datei:Bernd Hölzenbein-Autogramm.jpg
Autogramm von Bernd Hölzenbein
Datei:Bernd Hölzenbein.jpg
Bernd Hölzenbein (2010)
Datei:2018-09-17 Eintracht Frankfurt Golf Open Bernd Hölzenbein-8819.jpg
Bernd Hölzenbein (2018)

Bernd Hölzenbein (* 9. März 1946 in Dehrn, heute Stadtteil von Runkel; † 15. April 2024) war ein deutscher Fußballspieler und Fußballfunktionär. Hölzenbein wurde mit der deutschen Nationalmannschaft 1974 Weltmeister und erreichte mit ihr das Finale der Europameisterschaft von 1976. Mit Eintracht Frankfurt, für die er in 420 Bundesligaspielen 160 Tore erzielte, womit er Rekordtorschütze des Vereins ist, gewann er im Jahr 1980 den UEFA-Pokal und dreimal den DFB-Pokal. Von 1988 bis 1994 war Hölzenbein Vizepräsident von Eintracht Frankfurt.

Sportliche Laufbahn

Vereinskarriere

Er spielte als Jugendspieler und Amateur in seinem Geburtsort beim TuS Dehrn. Am 1. Juli 1966 wechselte das Talent zur Eintracht Frankfurt. Er kam in der Saison 1967/68 als Profi zu seinem Debüt in der Bundesliga. Am 4. November 1967, dem 12. Spieltag, wurde Hölzenbein beim 1:1 gegen den Hamburger SV von Trainer Elek Schwartz in der 78. Minute für Heiko Racky eingewechselt.

In der Bundesliga spielte er von 1967 bis 1981 420 Mal für Eintracht Frankfurt<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Bernd Hölzenbein – Matches and Goals in Bundesliga.] RSSSF.org, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 18. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> und gewann mit der Mannschaft 1974, 1975 und 1981 den DFB-Pokal sowie 1980 den UEFA-Pokal. Die 160 Bundesligatore von „Holz, Frankfurts Stolz“ sind noch immer Vereinsrekord in der deutschen Elitespielklasse.<ref name="kicker">Thiemo Müller: Das ewige Schlitzohr. In: kicker Sportmagazin. 18. April 2024, Seite 30/31.</ref>

Nach dem Pokalendspiel am 2. Mai 1981 wechselte Hölzenbein zu den Fort Lauderdale Strikers in die USA. Mit den Memphis Americans (1983/84) sowie den Baltimore Blasts, für die er 1985 die US-Hallenrunde bestritt, war er für weitere US-Vereine aktiv. Zum Ende seiner Karriere 1986 kehrte er nach Deutschland zurück und spielte von Januar bis Juni 1986 für den FSV Salmrohr in der Oberliga Südwest. Hier feierte er mit diesem Klub im Jahr 1986 den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Auswahleinsätze

Am 7. Mai 1969 beim 2:2-Unentschieden gegen die Auswahlmannschaft Österreichs in Graz und am 24. September 1969 bei der 1:2-Niederlage gegen die Auswahlmannschaft Rumäniens in Bukarest bestritt Hölzenbein zwei Länderspiele für die damalige U-23-Nationalmannschaft des DFB.<ref>Kicker Almanach 1987 – S. 137 – ISBN 3-7679-0245-1</ref> Danach bestritt er am 29. März 1972 sein einziges Länderspiel für die B-Nationalmannschaft, die in Tatabánya gegen die Auswahl Ungarns mit 2:1 gewann.<ref>Kicker Almanach 1987 – S. 104 – ISBN 3-7679-0245-1</ref>

Für die A-Nationalmannschaft spielte er von 1973 bis 1978 vierzigmal und erzielte fünf Tore. Sein erstes Turnier war die Fußball-WM 1974 in Deutschland. Bis auf ein Spiel gegen die DDR wurde er in jedem Spiel eingesetzt. 1974 wurde er in München mit der Nationalelf Fußballweltmeister.

Nachdem Hölzenbein im WM-Finale gegen die Niederlande im Strafraum von Wim Jansen zu Fall gebracht worden war, schoss Paul Breitner per Elfmeter das Tor zum 1:1. Die Ansichten über die Berechtigung des Strafstoßes gingen auch nach Betrachtung der Zeitlupe auseinander. Die Bild-Zeitung behauptete einige Wochen nach dem Finale, Hölzenbein habe zugegeben, dass er sich fallen ließ, musste diese Behauptung jedoch später mit dem Abdruck einer Gegendarstellung widerrufen. Hölzenbein bestritt nachdrücklich, diese Aussage je getätigt zu haben. Im Buch „1974 – Eine deutsche Begegnung“ von Bestsellerautor Ronald Reng erzählt Hölzenbein, er habe „ein bisschen angeberisch gegrinst und nichts gesagt“, als ihn Bild-Reporter Karl-Walter Reinhardt damit konfrontierte, er wisse, wie Hölzenbein zu so vielen Elfmetern komme. Daraus habe Reinhardt angebliche Zitate fabriziert wie „Ich habe mich bei den Elfmetern im WM-Halbfinale und Finale fallen gelassen.“<ref>Ronald Reng: 1974 – Eine deutsche Begegnung. Piper, München 2024, ISBN 978-3-492-07219-9.</ref> Hölzenbein wies zudem darauf hin, dass neuere Technik (DVD) es jedem ermögliche, das Foul und damit die Berechtigung des Elfmeters nachzuvollziehen. Dennoch fand die Bezeichnung „Schwalbe“ durch diesen Vorfall Eingang in die niederländische Sprache. In der 86. Minute wurde Hölzenbein im niederländischen Strafraum deutlich gefoult, doch der englische Schiedsrichter Jack Taylor verweigerte den dritten Elfmeter im Finale.

Hölzenbein nahm zwei Jahre später an der Europameisterschaft 1976 als Stammspieler teil und spielte in allen 4 Spielen. Im Finale von Belgrad erzielte er in der 90. Minute per Kopfballtor den Ausgleich zum 2:2; letztlich unterlag Deutschland im Elfmeterschießen gegen die Tschechoslowakei und wurde Vizeeuropameister. Bei der Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien saß er zunächst nur auf der Ersatzbank und wurde erst in den 3 Gruppenspielen der Zwischenrunde eingesetzt. Bei der 2:3-Niederlage gegen Österreich, die das Ausscheiden bedeutete und als Schmach von Córdoba in die deutsche Fußballgeschichte einging, erzielte er ebenfalls den (zwischenzeitlichen) Ausgleich zum 2:2. Es war auch sein letztes Länderspiel.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Bernd Hölzenbein – Goals in International Matches.] In: www.rsssf.org. RSSSF.org, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 18. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Erfolge

Berufliche Laufbahn

Nach dem Abschluss der Realschule erlernte Hölzenbein den Beruf des Kaufmanns, verlegte sich dann aber hauptberuflich aufs Fußballspielen. Am Ende seiner aktiven Laufbahn war Hölzenbein kurzzeitig Co-Trainer bei Viktoria Aschaffenburg. Von November 1988 bis November 1994 war der Ex-Nationalspieler Vizepräsident von Eintracht Frankfurt und füllte die Rolle des Managers aus; vom 1. Dezember 1994 bis 4. November 1996 war Hölzenbein bei Eintracht Frankfurt offiziell als Manager tätig. Hölzenbein war in dieser Zeit für die Zusammenstellung des Kaders und die Verpflichtung neuer Spieler verantwortlich. Seine Arbeit legte den Grundstein für den Aufschwung von Eintracht Frankfurt in den 1990er Jahren – der sog. Fußball 2000. In diese Zeit fällt aber auch der erste Abstieg von Eintracht Frankfurt aus der Bundesliga 1996.<ref name="kicker" />

Hölzenbein war zu dieser Zeit außerdem Eigentümer eines Tennis- und Squash-Zentrums in Sprendlingen.<ref>Sport-Bild vom 18. Mai 1994, S. 41</ref>

Ab 2004 war er als sportlicher Berater und Leitender Scout bei Eintracht Frankfurt tätig. Außerdem war er ein von Franz Beckenbauer ernannter Botschafter der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und unterstützte als Schirmherr das Forschungsprojekt Stoccer<ref>stoccer.de</ref> (eine Fußballbörse für Fußballmeisterschaften, an der Fans virtuelle Aktien von Fußballmannschaften handeln können) zu dieser Fußball-Weltmeisterschaft.

Bernd Hölzenbein gehörte dem Kuratorium der Stiftung Jugendfußball an, die 2000 von Jürgen Klinsmann, weiteren erfolgreichen Nationalspielern und den Dozenten des Fußball-Lehrer-Sonderlehrgangs gegründet worden war.

Privates

Bernd Hölzenbein wohnte zuletzt im Neu-Isenburger Stadtteil Gravenbruch.<ref>Neu-Isenburg trauert um Fußballlegende Bernd Hölzenbein. In: Stadt Neu-Isenburg. 24. April 2024, abgerufen am 24. April 2024 (Pressemitteilung).</ref> Er war verheiratet und hatte zwei erwachsene Kinder. Hölzenbein starb nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 78 Jahren.<ref>Bernd Hölzenbein ist tot: Eintracht Frankfurt trauert um Weltmeister. In: www.hessenschau de. 16. April 2024, abgerufen am 24. April 2024.</ref><ref>Marius Epp: Bernd Hölzenbein gestorben: Was zur Todesursache bekannt ist. In: Frankfurter Rundschau. 22. April 2024, abgerufen am 24. April 2024.</ref>

Trivia

Die Folge „Einfach irre“ (Staffel 4, Folge 7) der RTL-Sitcom Alles Atze dreht sich um ein Sammelbild von Bernd Hölzenbein.

Im Spielfilm Verliebt in Amsterdam (Deutschland 2017) wird Hölzenbeins WM-1974-„Schwalbe“ ausführlich und auf amüsante Weise thematisiert – wobei wenigstens dort am Ende Einigkeit zwischen der deutschen und niederländischen Partei besteht, wie das Foul zu bewerten ist.

Literatur

  • Lorenz Knierim, Hardy Grüne: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Spielerlexikon 1890-1963. AGON Sportverlag, Kassel 2006, ISBN 3-89784-148-7, Seite 213.
  • Fritz Tauber: Deutsche Fußballnationalspieler. Spielerstatistiken von A bis Z. AGON Sportverlag, Kassel 2012, ISBN 978-3-89784-397-4, Seite 54.

Ehrungen

Weblinks

Commons: Bernd Hölzenbein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Vorlage:Klappleiste/Ende<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Tschammerpokal

1935: Ernst Kuzorra | 1936: Hermann Budde / Ernst Poertgen | 1937: Kurt Männer | 1938: Helmut Schön | 1939: Edmund Adamkiewicz / Franz Binder | 1940: Fritz Machate | 1941: Edmund Conen | 1942: Ernst Willimowski | 1943: Karl Decker / Rudolf Noack

DFB-Pokal

1953: Franz Islacker | 1954: Georg Stollenwerk / Erwin Waldner | 1955: Helmut Sadlowski / Dieter Seeler / Antoine Kohn / Ernst Kunkel / Kurt Sommerlatt / Oswald Traub | 1956: Uwe Seeler / Heinz Ruppenstein / Bernhard Termath | 1957: Rudolf Jobst | 1958: Rolf Geiger | 1959: Manfred Rummel | 1960: Gustav Witlatschil / Albert Brülls | 1961: Klaus Hänel | 1962: Franz-Josef Wolfframm / Gustav Flachenecker / Kurt Haseneder / Tasso Wild | 1963: Uwe Seeler | 1964: Rudolf Brunnenmeier | 1965: Kurt Haseneder / Tasso Wild / Willi Koslowski / Waldemar Gerhardt / Christian Breuer / Lothar Emmerich | 1966: Peter Osterhoff / Rainer Ohlhauser | 1967: Gerd Müller | 1968: Hannes Löhr | 1969: Gerd Müller | 1970: Hannes Löhr | 1971: Gerd Müller | 1972: Wolfgang Overath / Hannes Löhr / Bernd Rupp / Klaus Fischer | 1973: Hannes Löhr | 1974: Bernd Hölzenbein | 1975: Hermann Lindner | 1976: Klaus Toppmöller | 1977, 1978: Dieter Müller | 1979: Dieter Hoeneß | 1980: Manfred Burgsmüller / Klaus Allofs | 1981: Jimmy Hartwig / Horst Hrubesch / Thomas Remark | 1982: Karl-Heinz Rummenigge | 1983: Stephan Engels | 1984: Ronald Worm / Klaus Fischer | 1985: Manfred Dum | 1986: Karl Allgöwer | 1987: Dirk Kurtenbach | 1988: Stefan Kuntz | 1989: Christian Schreier | 1990: Wynton Rufer / Stefan Kuntz | 1991: Michael Tönnies | 1992: Fritz Walter | 1993: Andreas Thom | 1994: Wynton Rufer | 1995: Heiko Herrlich | 1996: Wladimir Bestschastnych / Thomas Häßler / Pavel Kuka | 1997: Bernhard Winkler | 1998: Carsten Jancker | 1999: Achim Weber | 2000: Adnan Kevrić | 2001: Arie van Lent | 2002: Dimitar Berbatow | 2003: Giovane Élber | 2004: Aílton | 2005: Carsten Jancker / Claudio Pizarro | 2006: Claudio Pizarro | 2007: Cacau | 2008: Mario Gómez | 2009: Edin Džeko / Ivica Olić | 2010: Sahr Senesie / Lucas Barrios / Thomas Müller | 2011: Srđan Lakić | 2012: Robert Lewandowski | 2013: Mario Gómez | 2014: Thomas Müller | 2015: Stefan Kießling / Sven Schipplock | 2016: Henrich Mchitarjan | 2017, 2018, 2019, 2020: Robert Lewandowski | 2021: Jadon Sancho | 2022: Robert Glatzel | 2023: Randal Kolo Muani | 2024: Amine Adli | 2025: Nick Woltemade

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