Zum Inhalt springen

Beerbach (Lauf an der Pegnitz)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Beerbach
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(201)&title=Beerbach 49° 33′ N, 11° 12′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(201) 49° 33′ 24″ N, 11° 12′ 11″ O
 {{#coordinates:49,556666666667|11,203055555556|primary
dim=10000 globe= name=Beerbach region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 366 m ü. NHN
Einwohner: 201 (15. Juni 2023)<ref>lauf.de</ref>
Eingemeindung: 1. Juli 1976
Postleitzahl: 91207
Vorwahl: 09126
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!
Datei:Beerbach-luftbild.jpg
Luftbild von Beerbach (2019)

Beerbach ist ein Gemeindeteil der Stadt Lauf an der Pegnitz im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Beerbach hat eine Fläche von 4,110 km². Sie ist in 723 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 5684,27 m² haben.<ref>Gemarkung Beerbach (093508). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 27. Oktober 2024.</ref> In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Tauchersreuth.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 27. Oktober 2024.</ref> Die Pfarrei Beerbach war eine Patronatsgemeinde der Familie Welser von Neunhof und zu Beerbach.

Geschichte

Beerbach wurde 1109 als „Berebach“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname wird als Ansiedlung eines Mannes namens „Bero“ an einem Bach gedeutet. Reichliches Wasservorkommen war die Grundvoraussetzung für die Entstehung einer Siedlung. In der Tat weist die Umgebung des Dorfes mehrere Quellen auf, deren Wasser den Angerbach und schließlich den Eckenbach speisen. Es war Sitz einer Reichsministerialienfamilie, des Geschlechts der „Beerbacher“ der auch die abgegangene Turmhügelburg Beerbach auf dem „Burgacker“ zuzuordnen ist.<ref>Ewald Glückert: Und einiges fiel auf gutes Land. Hrsg.: Evang.-Luth. Pfarramt Beerbach. T. Lindemann, Offenbach, S. 18.</ref> Auf der höchsten Anhöhe des Ortes bestand bereits um 1350 eine Kapelle, die dem unmittelbar benachbarten Verwaltungssitz des Amtes Neunhof zugeordnet war. Sie gehörte zum Sprengel der Pfarrei Kirchröttenbach.<ref>Ewald Glückert: St.-Johannis-Kirche in Neunhof. Evang.-Luth. Pfarramt Beerbach, 2019, abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref> In einer Urkunde aus dem Jahre 1422 wird eine Grundstücksübertragung durch König Sigmund dokumentiert, in welcher „St. Niklas“ (nicht als Person, sondern die Kirche als Organisation) in Beerbach als Lehensträger genannt ist. Dies belegt erstmals das Bestehen einer Beerbacher Kirche.<ref>Ewald Glückert: Und einiges fiel auf gutes Land. Hrsg.: Evang.-Luth. Pfarramt Beerbach. T. Lindemann, Offenbach, S. 23 f.</ref> Im späten Mittelalter waren mehr und mehr Nürnberger Bürger Grundherren. Der Kirchröttenbacher Sprengel umfasste in den Jahren 1430 bis 1470 im westlichen Teil u. a. Groß- und Kleingeschaidt, Beerbach und Neunhof.<ref>Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783769668698 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref> Seit 1520 hat Beerbach eine eigene Pfarrei.<ref name="Offene Kirchen"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Offene Kirchen Bayern (Memento vom 17. Oktober 2007 im Internet Archive)</ref> Schon 1521, noch vor Nürnberg, wurde die Gemeinde protestantisch und ist damit die bisher älteste nachgewiesene evangelisch-lutherische Gemeinde in Bayern.<ref>Hans Böller: Von Engeln gegründet. Nürnberger Nachrichten, 1. Februar 2021.</ref> Zur Zeit der Gegenreformation um 1628 wurde die Pfarrei Beerbach Zufluchtsort für Reformierte und Lutheraner.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> Bis 1806 waren die Orte Bestandteil des Neunhofer Territoriums.

Seit 1818 bildeten Beerbach und Tauchersreuth eine Gemeinde. 1908 kam die Gemeinde zum Bezirksamt (später Landkreis) Lauf. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden sie 1972 dem Landkreis Erlangen (ab dem 1. Mai 1973 Landkreis Erlangen-Höchstadt) zugeschlagen und nach erheblichen Protesten der Bevölkerung am 1. Juli 1976 in die Stadt Lauf an der Pegnitz eingegliedert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ortsteile Stadt Lauf (Memento des Vorlage:IconExternal vom 27. Dezember 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lauf.de</ref><ref> </ref>

Kirchengemeinde

Zur Pfarrei Beerbach gehören seit 1858 neun Orte, sieben davon liegen im Bereich der Stadt Lauf a.d. Pegnitz im Landkreis Nürnberger Land, zwei gehören zur Marktgemeinde Heroldsberg im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Die Hauptkirche ist St. Egidien in Beerbach, St. Johannis in Neunhof ist eine Nebenkirche.<ref>Michael Menzinger: St.-Johannis-Kirche in Neunhof. Pfarramt Beerbach, 2019, abgerufen am 11. Dezember 2024.</ref>

Baudenkmäler

Spätgotische Hallenkirche von 1488 als Feldkirche mit spätgotischem Flügelaltar aus der Werkstatt von Michael Wolgemut um 1505 und ein Epitaph<ref>Bruno Langner: Evangelische Gemäldeepitaphe in Franken (abgerufen am 8. Juli 2015)</ref> der Familie Geiger aus Brand, seitenverkehrter Nachstich von Cornelis Cort nach Giulio Clovio um 1590. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

<references responsive />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Beerbach | Bullach | Dehnberg | Egelsee | Gaisreuth | Günthersbühl | Heuchling | Höflas | Hub | Kohlschlag | Kotzenhof | Kuhnhof | Lauf (links der Pegnitz) | Lauf (rechts der Pegnitz) | Letten | Nessenmühle | Neunhof | Nuschelberg | Oedenberg | Rudolfshof | Sankt Kunigunda | Schönberg | Seiboldshof | Simmelberg | Simonshofen | Tauchersreuth | Veldershof | Vogelhof | Weigenhofen | Wetzendorf

Sonstiger Wohnplatz: Ziegelhütte

Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein