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Beate Schücking

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Datei:Beate Schücking (2007) 2014-05-08 19-47.jpg
Beate Schücking (2007)

Beate A. Schücking (* 14. Januar 1956 in Kassel) ist eine deutsche Ärztin und Hochschullehrerin. Sie ist seit dem 1. Januar 2023 Präsidentin des Deutschen Studierendenwerks. Zuvor war sie von 1995 bis 2011 Professorin für Gesundheits- und Krankheitslehre sowie Psychosomatik an der Universität Osnabrück und anschließend bis 2022 Rektorin der Universität Leipzig.<ref>Universität Leipzig News vom 1. April 2022: Rektorin Prof. Inés Obergfell tritt ihr Amt an, von Michael Lindner, abgerufen am 2. April 2022.</ref>

Werdegang

Beate Schücking entstammt der bekannten Gelehrtenfamilie Schücking. Sie ist die Enkelin des liberalen Völkerrechtlers Walther Schücking, der 1930 zum Richter am Ständigen Internationalen Gerichtshof in Den Haag berufen wurde.<ref>Susann Huster: Die Schückings - eine Gelehrtenfamilie.</ref> Nach Ablegen ihres Abiturs studierte Schücking ab 1974 Medizin an der Universität Ulm. Während ihres Studiums hatte sie Auslandsaufenthalte in New York City und Paris und wurde von der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert. Im Oktober 1981 erhielt sie ihre Approbation. Ihre Promotion zum Dr. med. erreichte sie mit einer Arbeit in experimenteller Hämatologie im durch die deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Sonderforschungsbereich 112 „Physiology of Cell Systems“. Erste Tätigkeiten als Assistenzärztin in Biberach/Riß und am Zentrum für innere Medizin der Universität Marburg schlossen sich an. Berufsbegleitend absolvierte sie zudem ein Philosophiestudium sowie eine Ausbildung zur Psychotherapeutin.

1989 erhielt Schücking den Ruf als Professorin für Medizin an den Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule München. Dort befasste sie sich schwerpunktmäßig mit den Themenstellungen Frauengesundheit und soziale Gerontologie. Von 1990 bis 1995 war sie ehrenamtliche Frauenbeauftragte ihrer Hochschule und Landessprecherin der Frauenbeauftragten an bayrischen Fachhochschulen.<ref>Landeskonferenz der Frauen-und Gleichstellungsbeauftragten an bayrischen Hochschulen.</ref> 1993 gründete sie zusammen mit Kolleginnen den Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e. V. (AKF), den heute größten Zusammenschluss unabhängiger Frauengesundheitsorganisationen im deutschsprachigen Raum.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e. V. (Memento vom 4. September 2021 im Internet Archive)</ref> 1994 erhielt sie einen Ruf als Gastprofessorin („Medizin und Geschlecht“) an die Universität Wien, den sie im Sommersemester 1996 wahrnahm. 1995 wechselte sie an die Professur Gesundheits- und Krankheitslehre, Psychosomatik im Fachbereich Humanwissenschaften der Universität Osnabrück. Sie bekleidete mehrere gewählte Funktionen der universitären Selbstverwaltung, wie die Mitgliedschaft im akademischen Senat, sie war Prodekanin und Studiendekanin und hatte den Vorsitz der Ethikkommission inne (2004 bis 2009). Ab 2000 war sie Dekanin des Fachbereichs Gesundheitswissenschaften und Psychologie, von 2005 bis 2009 hauptberufliche Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchsförderung der Universität Osnabrück.<ref>Leipzig ruft: Schücking verabschiedet In: NOZ. 14. Februar 2011.</ref>

Bei der Wahl des Nachfolgers von Franz Häuser als Rektor der Universität Leipzig konnte sich Schücking am 16. November 2010 gegen Sabine Kunst aus Potsdam durchsetzen. Ab dem 1. März 2011 war sie Rektorin der Universität Leipzig und damit die erste Frau in diesem Amt seit Gründung der Universität im Jahre 1409.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Medizinprofessorin wird neue Rektorin der Universität Leipzig. (Memento vom 4. Januar 2014 im Internet Archive) In: Leipziger Volkszeitung. 16. November 2010.</ref> Der Hochschulrat schlug Schücking 2015 dem Senat nicht zur Wiederwahl vor, sondern nominierte zwei externe Kandidaten, was vielfach Kritik hervorrief.<ref>„Das macht mich fassungslos“ In: Die Zeit. 30. Juli 2015.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Keine zweite Amtszeit für Leipzigs Uni-Rektorin Schücking (Memento vom 31. Juli 2015 im Internet Archive) In: LVZ. 29. Juli 2015.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Niederträchtiger Akt“ - Wolff ergreift Partei für Schücking“ (Memento vom 2. August 2015 im Internet Archive) In: LVZ. 30. Juli 2015.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Rektorwahl an der Leipziger Uni: Senat kontra Hochschulrat“ (Memento vom 2. Oktober 2015 im Internet Archive) In: LVZ. 30. September 2015.</ref> Ein vom erweiterten Senat der Universität Leipzig in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten ergab, Schücking sei in dem Wahlverfahren unrechtmäßig benachteiligt worden.<ref>„Universität Leipzig: Rektorenwahl um Schücking nicht rechtmäßig“ In: Spiegel Online 22. Januar 2016.</ref> Nach dem Rückzug der beiden Kandidaten wurde die Stelle neu ausgeschrieben. Die Amtszeit von Schücking endete am 29. Februar 2016.<ref>Mario Beck: Uni-Rektorwahl gescheitert – Stelle wird neu ausgeschrieben. In: Leipziger Volkszeitung. 7. Januar 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. Januar 2016; abgerufen am 23. Januar 2016.</ref> Bis zur Neuwahl führte sie das Amt kommissarisch.<ref>Amory Burchard: „Kann nicht zur Heilung der Krise beitragen“. In: Tagesspiegel. 11. Januar 2016, abgerufen am 23. Januar 2016.</ref> Am 31. Januar 2017 wurde Schücking für eine zweite fünfjährige Amtszeit wiedergewählt. Sie konnte sich mit 44 zu 23 Stimmen gegen Jan Palmowski, Professor für neuere Geschichte an der University of Warwick, durchsetzen.<ref>Beate Schücking erneut zur Rektorin der Universität Leipzig gewählt. In: Pressemitteilungen der Universität Leipzig. Universität Leipzig, 31. Januar 2017, abgerufen am 2. Februar 2017.</ref><ref>Beate Schücking als Rektorin der Uni Leipzig wiedergewählt. In: welt.de. 31. Januar 2017, abgerufen am 31. Januar 2017.</ref><ref>Beate Schücking bleibt Rektorin der Uni Leipzig. In: sachsen-fernsehen.de. 31. Januar 2017, abgerufen am 31. Januar 2017.</ref> Ende März 2022 lief ihre zweite Wahlperiode aus, nach dem Sächsischen Hochschulfreiheitsgesetz durfte sie sich kein drittes Mal zur Wahl stellen.<ref>Henriette Mahler: Rektorinnenwahl an der Uni Leipzig: Ein Offener Brief und wenig Zuspruch für universitätseigene Kandidatin. Leipziger Zeitung, 25. November 2021, abgerufen am 11. Januar 2023.</ref>

Seit dem 1. Januar 2023 ist sie als erste Frau in diesem Amt Präsidentin des Deutschen Studierendenwerks.<ref>Beate Schücking neue Präsidentin des Deutschen Studentenwerks. In: studentenwerke.de. 7. Dezember 2022, abgerufen am 7. Dezember 2022.</ref>

Wirken

Schücking baute an der Universität Osnabrück den Forschungsschwerpunkt Maternal & Child Health auf, der in seiner wissenschaftlichen Arbeit wesentlich zur Akademisierung des Hebammenwesens beitrug. Hebammenprofessorinnen der neugeschaffenen Studiengänge in Berlin, Bochum, Fulda und Osnabrück sowie pflegewissenschaftliche Professuren in Hamburg und Bielefeld entstammen dieser Arbeitsgruppe<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Universität Osnabrück: Maternal Health (Memento vom 1. Januar 2014 im Internet Archive)</ref><ref>Deutscher Hebammenverband: Midwifery Studium 13. Oktober 2013.</ref>, aus der heraus sie auch das DFG-geförderte Graduiertenkolleg 722 „Integrative Kompetenzen und Wohlbefinden“ zusammen mit Wissenschaftlern der Humanwissenschaften aufbaute.<ref>Graduiertenkolleg 722: Integrative Kompetenzen und Wohlbefinden.</ref>

Ihre international vergleichende Forschung zur Geburtshilfe in verschiedenen Ländern Europas begründete den Aufbau eines internationalen, EU-geförderten COST-Netzwerks Research for Birth (2010–2014, Leitung: Soo Downe, UK) und einen Aufenthalt als visiting scholar an der Boston University in Massachusetts, USA (2003/2004). Schücking ist seit dessen Konstituierung im Frühjahr 2002 Mitglied des Beirats der Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe (QUAG).<ref>Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe e. V. – Der wissenschaftliche Beirat. (Stand 2019). Abgerufen am 11. Januar 2023.</ref> Zudem war sie bis September 2021 als Expertin in der Bundesfachgruppe Perinatalmedizin des IQTIG tätig.<ref>Perinatalmedizin | IQTIG. (im Web Archive). Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. September 2021; abgerufen am 11. Januar 2023.</ref>

In Leipzig hat Schücking eine neue Grundordnung der Universität zum Abschluss gebracht (2013), die ersten Zielvereinbarungen der Universität mit dem Sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst verhandelt,<ref>Universität Leipzig: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />An der Leipziger Universität entsteht der Bildungscampus Sachsen. (Memento vom 4. Januar 2014 im Internet Archive) 22. Juni 2012.</ref> eine Reform der Universitätsverwaltung initiiert und als Vorsitzende der sächsischen Landesrektorenkonferenz die Zuschussvereinbarung für die sächsischen Universitäten von 2014 bis 2016 verhandelt und unterschrieben.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Warnung vor Raubbau. (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive) In: Forschung und Lehre. 7. Oktober 2013.</ref> Der von ihrem Rektorat vorgelegte und vom Senat beschlossene Hochschulentwicklungsplan bildete die Grundlage auch zur Umsetzung der vom sächsischen Landtag vorgesehenen Stellenkürzungen im Wissenschaftsbereich. Schücking wehrte sich gegen den Stellenabbau und nahm dafür Auseinandersetzungen mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in Kauf.<ref>Kürzungen an Universitäten - "Das wird uns Höllenqualen aussetzen". In: Die Zeit. 20. Februar 2014.</ref><ref>M19 zu den Kürzungen an der Uni Leipzig - "Es wird Dominoeffekte geben". auf: mephisto 97.6, 28. Mai 2014.</ref> Die damalige Vorsitzende des Leipziger Hochschulrates Monika Harms warf der Universitätsleitung bezüglich der Stellenkürzungen mangelnde Kommunikationsbereitschaft vor.<ref>Ich sehe kein Konzept. In: Student! 17. April 2014.</ref> Das Rektorat bestritt jegliche Vorwürfe und sprach sich weiterhin, auch bei studentischen Demonstrationen, gegen die Kürzungen aus.<ref>Demo für Bildung in Leipzig - „Kürzer geht’s nicht!“ In: DAZ. 2. Juni 2014.</ref><ref>"Stellen und Kandidaten weg." In: Kreuzer 7. Januar 2016.</ref> Nachdem der zur Disposition gestellte, bundesweit kleinste Studiengang Pharmazie im Einvernehmen mit der Landesregierung erhalten wurde, gelang es Schücking, ihn in der medizinischen Fakultät zu verankern – ein Novum in der deutschen Hochschullandschaft.<ref>"Pharmazie: Universität Leipzig entwickelt Modellstudiengang" auf: uni-leipzig.de 3. November 2016.</ref><ref>"Pharmazie-Studium an medizinischer Fakultät - Modellstudiengang rettet Pharmazie in Leipzig" In: DAZ. 4. November 2016.</ref> 2019 wurde auf Vorschlag Schückings mit Antrag der Universität Jens Meiler, ein mit dem höchstdotierten Preis der Alexander von Humboldt-Gesellschaft ausgezeichneter Professor aus den USA, in die Leipziger Pharmazie berufen.<ref>Alexander von Humboldt-Professur 2019: Jens Meiler, Alexander von Humboldt-Stiftung</ref><ref>„Uni Leipzig erhält neue Humboldt-Professur“ In: ‘’LVZ.’’ 6. Dezember 2018.</ref>

Mit dem Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD nach der Landtagswahl 2014 in Sachsen wurde der ursprünglich bis 2020 vorgesehene Stellenabbau zurückgenommen. Die auf dieser Basis Anfang 2016 im sächsischen Kabinett verhandelten Eckpunkte sächsischer Hochschulentwicklungsplanung verzichten auf den Abbau von 754 avisierten Stellen bereits ab 2017 und konzentrieren die Juristenausbildung an der Universität Leipzig.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Hochschulentwicklung in Sachsen: TU Dresden verliert Jura-Studiengänge“ (Memento vom 7. April 2016 im Internet Archive) In: Dresdner Neueste Nachrichten 15. März 2016.</ref>

Die zu Beginn ihrer Amtszeit bundesweit unterdurchschnittliche Frauenquote bei den Professuren stieg während ihrer Amtszeit auf mehr als 27 %.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Frauenquote an deutschen Hochschulen und Universitäten: Hier arbeiten die meisten Professorinnen. (Memento vom 15. Mai 2021 im Internet Archive) auf: WBS Gruppe, 9. Oktober 2019.</ref> Eine rechtliche Auseinandersetzung mit einem abgelehnten männlichen Bewerber auf eine 2012 ausgeschriebene Professorenstelle wurde sowohl vom Verwaltungsgericht Leipzig<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" /> Uni-Rektorin dementiert Teilhabe an manipulierter Stellenvergabe. (Memento vom 1. Juni 2017 im Internet Archive) auf: mdr.de 29. Mai 2017.</ref> und vom Oberverwaltungsgericht Bautzen<ref name="spiegel.de">Uni Leipzig: Millionen-Entschädigung für gescheiterten Professor - SPIEGEL ONLINE - Leben und Lernen. Spiegel Online, abgerufen am 30. Mai 2017.</ref> für die Universität entschieden. Eine 2017 vom selben Kläger gegen Schücking, die Universität Leipzig und den Freistaat Sachsen erhobene Schadensersatzklage<ref name="spiegel.de" /><ref>LG Leipzig, 7 O 3558/15</ref><ref>Kleine Anfrage der Abgeordneten Geert W. Mackenroth und Ronald Pohle, CDU-Fraktion: Rechtswidriges Besetzungsverfahren an der Universität Leipzig, Sächsischer Landtag, Drucksache 6/9803, 4. Juli 2017.</ref><ref>Kleine Anfrage der Abgeordneten Geert W. Mackenroth und Ronald Pohle, CDU-Fraktion: Rechtswidriges Besetzungsverfahren an der Universität Leipzig, Landtag Sachsen, Drucksache 6/9803, 4. Juli 2017.</ref><ref> Uni Leipzig: Berufungsaffäre zieht Kreise In: Dresdner Neuste Nachrichten 2. Juni 2017.</ref> wurde in zweiter Instanz vom Oberlandesgericht Dresden abgewiesen.<ref>Schadensersatzklage eines abgelehnten Dozenten: Oberlandesgericht Dresden entscheidet für den Freistaat In: Leipziger Internet Zeitung 25. Juni 2018.</ref> Eine weitere Revision wurde nicht zugelassen.<ref>OLG Dresden, Az.: 1 U 880/17, S. 19</ref><ref name=":0">LVZ: Berufungsaffäre: Oberlandesgericht kippt Urteil. 26. Juni 2018, abgerufen am 6. Juli 2018.</ref>

Schücking hat während ihrer Amtszeit die Kooperation mit den außeruniversitären Forschungsinstituten in Leipzig und mit den Nachbaruniversitäten in Halle und Jena intensiviert, wie am Beispiel der Einwerbung des DFG-Forschungszentrums integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) ersichtlich.<ref>Wissenschaftsministerin Schorlemer lobt Innovationskraft von iDiv. auf: leipzig.de 4. Februar 2013.</ref> Die Universität verbesserte sich deutlich im Ranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und konnte die Zahl ihrer Sonderforschungsbereiche verdreifachen.<ref>LVZ: Leipzigs Uni-Rektorin: „Hatten mit dem Stellenabbau zu kämpfen“. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 10. April 2016; abgerufen am 9. April 2016.</ref> Seit Januar 2014 hat Schücking in Leipzig den öffentlichen Diskurs über Willkommenskultur, Fremdenfeindlichkeit, Meinungsfreiheit und Gewaltbereitschaft angestoßen, unter anderem durch die Einrichtung öffentlicher, sogenannter „Donnerstagsdiskurse“ im Auditorium Maximum.<ref>Neuer Donnerstagsdiskurs zum Thema urbane Gewalt. In: idw-online.de. Abgerufen am 9. April 2016.</ref> Bundesweit hat sie sich für die Einrichtung von Nationallizenzen wissenschaftlicher Online-Journals für eine breite Öffentlichkeit engagiert, um die Verfügbarkeit wissenschaftlicher Ergebnisse zu verbessern.<ref>Teure Fachzeitschriften - Nationallizenzen für Uni-Bibliotheken gefordert. In: Der Tagesspiegel. 11. August 2013.</ref>

Während der COVID-19-Pandemie setzte sie sich für die Erhaltung von Präsenzformaten durch den Aufbau nicht nur digitaler, sondern auch hybrider Lehrveranstaltungen ein. Sie engagierte sich für Impfangebote an der Universität. Das Sozialministerium setzte den Impuls nach anfänglicher Zurückhaltung um.<ref>Gemeinsame Pressemitteilung: Verstärkte Impfangebote für Sachsens Hochschulen. Auf: ‘’Sachsen.de’’ 25. Juni 2021.</ref><ref>Sächsische Rektoren und Studierende fordern Impfstoff für Hochschulen. In: ‘’LVZ’’ 24. Juni 2021.</ref><ref>Köpping und Gemkow kündigen spezielle Impfangebote für Sachsens Studenten an. In: ‘’LVZ’’ 25. Juni 2021.</ref>

Publikationen

Schücking ist Herausgeberin der Buchreihe Frauengesundheit bei Vandenhoeck & Ruprecht unipress, in der bisher neun Bände erschienen sind.<ref>Vandenhoeck & Ruprecht: Frauengesundheit.</ref>

Buchbeiträge (Auswahl):

  • mit K. Makowsky (Hrsg.): Was sagen die Mütter? Qualitative und quantitative Forschung rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Schriftenreihe Gesundheitsforschung. Juventa Verlag, Weinheim 2013.
  • mit C. Hellmers, B. Borrmann und S. Gebker: Mütterliches Wohlbefinden rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. In: J. Borke, A. Eickhorst (Hrsg.): Systemische Entwicklungsberatung in der frühen Kindheit. Facultas, Wien 2008, S. 211–235.
  • mit B. Borrmann und S. Erikson: Reproductive Health. In: W. Kirch: Encyclopedia of Public Health. Springer-Verlag, Heidelberg 2007.
  • mit S. Röhl: Identifikation von Versorgungsmängeln und Maßnahmen zur Sicherung der Versorgung mit Jod und Folsäure vor und in der Schwangerschaft. In: W. Kirch, B. Badura, H. Pfaff (Hrsg.): Prävention und Versorgungsforschung. Springer Verlag, 2007, S. 807–818.
  • Selbstbestimmung rund um die Geburt. In: Selbstbestimmung der Frau in Gynäkologie und Geburtshilfe. 2003.
  • mit J. Sandall, I. L. Bourgeault und W. Meier: Deciding Who Cares. In: R. Devries, C. Benoit, E. v. Teiglingen, S. Wrede (Hrsg.): Birth by Design. Pregnancy, Maternity Care and Midwifery in North America and Europe. Routledge, New York 2001, S. 117–138.

Zeitschriftenartikel (Auswahl):

  • mit K. Makowsky: Professionelle Begleitung adipöser Schwangerer – Möglichkeiten zur Prävention und Gesundheitsförderung. In: Präv Gesundheitsf. Springer-Verlag, 2012. doi:10.1007/s11553-011-0324-z
  • mit G. M. Ayerle und K. Makowsky: Key role in the prevention of child neglect and abuse in Germany: continuous care by qualified family midwives. In: Midwifery. 2011. doi:10.1016/j.midw.2011.05.009
  • mit C. Hellmers und A. Krahl: Ärztliches Handeln in der Geburtshilfe: Kriterien zur Entscheidungsfindung bei Interventionen. In: Geburtshilfe und Frauenheilkunde. 70 (7), 2010, S. 553–560.
  • mit B. Reime und P. Wenzlaff: Reproductive Outcomes in Adolescents Who Had a Previous Birth or an Induced Abortion Compared to Adolescents' First Pregnancies. In: BMC Pregnancy and Childbirth. 8, 2008, S. 4.
  • mit C. Hellmers: Caesarean Section on Request in Germany: Who Prefers it? In: Journal of Perinatal Medicine. 35 (Supplement II), 2007, S. 173.
  • mit B. Reime, P. A. Ratner, S. Tomaselli-Reime und P. Wenzlaff: The role of mediating factors in the relationship between social deprivation and low birth weight in Germany. In: Social Science and Medicine. 2006; 62, S. 1731–1744.
  • mit C. Hellmers, C. Schwarz: Sectio – Eine gesunde Entscheidung? In: Zentralblatt für Gynäkologie. 127 (1), 2005, S. 48–49.
  • Neue Wege ins Alter. In: Universitas. 7, 1994, S. 671–677.
  • Mit welchem Paradigma in die Technik der Zukunft? Kritik. In: Ethik und Sozialwissenschaften. Heft 3, 1992, S. 320–322.

Weblinks

Commons: Beate Schücking – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Weimarer Republik: Wilhelm Schlink | Fritz Tillmann

Drittes Reich („Reichsstudentenwerk“): Gustav Adolf Scheel

Seit 1950: Hans Meinzolt | Wilhelm Hallermann | Thomas Ellwein | Gerald Grünwald | Hans-Ernst Folz | Albert von Mutius | Hans-Dieter Rinkens | Rolf Dobischat | Dieter Timmermann | Rolf-Dieter Postlep | Beate Schücking Vorlage:Klappleiste/Ende

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