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Bauernhofmuseum Jexhof

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Datei:Bauernhofmuseum Jexhof 01.JPG
Wohnhaus mit Stall

Der Jexhof ist ein Bauernhofmuseum in Schöngeising, das im südlichen Teil des Landkreises Fürstenfeldbruck liegt. Das Museum gehört zum Museumsverbund Landpartie – Museen rund um München. Träger des Museums ist der Landkreis Fürstenfeldbruck.<ref name="Jexhof Geschichte">Geschichte. Bauernhofmuseum Jexhof, abgerufen am 29. Juli 2023.</ref> Partner ist der Förderverein Jexhof e. V.<ref>Partner. Bauernhofmuseum Jexhof, abgerufen am 29. Juli 2023.</ref>

Lage

Der Hof liegt etwa 700 Meter südöstlich der Kreisstraße FFB 7 von Schöngeising nach Mauern und damit in der Einöde Jexhof der Gemeinde Schöngeising. Er befindet sich in einer Geländemulde an den westlichen Ausläufern des Naturschutzgebietes Wildmoos.

Beschreibung

Datei:Nikolaus bei der Kinderbescherung.JPG
Traditioneller Nikolaus bei der Kinderbescherung

Geschichte

Der Bestand des Dreiseithofes Jexhof lässt sich bereits für das Jahr 1433 aus einem Kaufvertrag nachweisen. Er gehörte mit 400 Tagewerk Buchenwald von 1564 bis 1803 zum Kloster Fürstenfeld, das den Hof mit dem zugehörigen Waldgelände zur Bewirtschaftung verpachtet hatte. Um 1775 errichtete die damals ansässige Familie Schneider, die den Jexhof seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts bewirtschaftete, das Wohnhaus mit dem Rossstall. 1862 hat Josef Riedl den Hof mit 88 Tagwerk Grund für 12.300 Gulden von dem bisherigen Eigentümer Stefan Schmid übernommen, die Familie hat den Hof über drei Generationen bewirtschaftet. In die Zeit der Familie Riedl fielen auch die meisten Baumaßnahmen, durch die der Jexhof sein heutiges Aussehen erhalten hat. Die seit 1930 für die Familie tätige, ehemalige Dienstmagd bewohnte den Hof bis 1980.<ref name="Jexhof Geschichte" />

Bauernhofmuseum

1983 begann der Förderverein seine Bemühungen um den Erhalt des Hofes. 1987 übernahm der Landkreis Fürstenfeldbruck die Trägerschaft und eröffnete im selben Jahr das Bauernhofmuseum. Abschriften der über den Hof vorhandenen Dokumente sind im Museum zu sehen. Das Museum stellt die Lebenssituation der Landbevölkerung zu Beginn des 20. Jahrhunderts dar. Neben den dauerhaft zugänglichen Gebäuden und Räumlichkeiten des Hofes gibt es regelmäßige Sonderausstellungen zu regionalen Themen. In regelmäßigen Abständen werden Aktionstage veranstaltet, die das Leben vor hundert Jahren demonstrieren. Die Besucher können an solchen Tagen zum Beispiel Wäsche ohne Waschmaschine und elektrischen Strom mit feuerbeheiztem Waschkessel, Waschbrett und Kernseife selber waschen, mangeln, trocknen und mit alten Bügeleisen bügeln. Das Museum wurde 2018 für seine Arbeit mit dem Heimatpreis Bayern ausgezeichnet.<ref>Heimatpreis. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. November 2024; abgerufen am 29. Dezember 2025.</ref>

Ausstellungen

Neben der Dauerausstellung<ref>Dauerausstellung. Bauernhofmuseum Jexhof, abgerufen am 29. Juli 2023.</ref> werden regelmäßig Sonderausstellungen gezeigt.

Frühere Sonderausstellungen

  • Im Jahr 2014 gab es drei Sonderausstellungen: die Ausstellung „Der Wald im Brucker Land. Forst – Jagd – Natur“, die Ausstellung „Großer Krieg und kleines Dorf. Der Erste Weltkrieg auf dem Land“ und die Weihnachtsausstellung „Die Welt im Kleinen. Spielzeug aus dem Erzgebirge“.<ref>Rückblick auf die Saison 2014 im Jexhof. Abgerufen am 22. Januar 2021.</ref>
  • 2015 behandelte die Ausstellung „Die Amper. Geschichte(n) eines Flusses“ die Natur- und Kulturgeschichte der Flusstales vom Ammersee bis Olching. Die Amper-Ausstellung war Teil des Projektes „Wasser“ der Arbeitsgemeinschaft „Landpartie – Museen rund um München“. Aufgrund des großen Echos wurde die Sonderausstellung im Handwerkerstadel zu 100-Jahre-Erster-Weltkrieg unter dem Titel „Großer Krieg und kleines Dorf“ um ein Jahr verlängert.<ref>Rückblick auf die Saison 2015 im Jexhof. Landratsamt Fürstenfeldbruck, abgerufen am 22. Januar 2021.</ref>

Anlage

Die Hofanlage besteht aus

  • dem Stall-Stadl, dem heutigen Eingangsgebäude
  • dem Göpelhaus
  • einem Wohnhaus, errichtet um 1775, bestehend aus Stube, Küche, Vorratskeller, Speisekammer, Schlafkammer, oberen Flur, Knechtkammer, Magdkammer, Heuboden und Roßstall
  • dem Backhaus, errichtet um 1891.

Klangweg

Seit 2014 kann man den Weg zum Jexhof auf einem Spaziergang über einen Klangweg zurücklegen. Dieser Weg, der in einer Kooperation mit der Heinrich-Scherrer-Musikschule zum 1250-jährigen Jubiläum von Schöngeising angelegt wurde, ist eine Mischung aus Erlebnispfad, Kunstobjekt und Spielplatz im Wald. Unter den Klangobjekten auf dem Pfad sind beispielsweise ein Xylophon-Mammut und riesenhafte Hör-Rohre.<ref>Viktoria Großmann: Das Donnern im Walde. Süddeutsche Zeitung, 26. Juli 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. September 2016; abgerufen am 25. September 2014.</ref>

Literatur

  • Jexhof, Bauernhofmuseum des Landkreises Fürstenfeldbruck (Museumsführer)
  • Peter Bierl: Der Schatz im Kuchelholz, Artikel in der Süddeutschen Zeitung; Online-Version vom 20. Januar 2017.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Bauernhofmuseum Jexhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege

<references />

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Vorlage:Klappleiste/Ende Koordinaten: 48° 6′ 57,6″ N, 11° 12′ 23,4″ O

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