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Banque Cantonale de Genève

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Vorlage:Infobox Kreditinstitut Die Banque Cantonale de Genève (BCGE; deutsch Genfer Kantonalbank) ist eine Aktiengesellschaft des öffentlichen Rechts in der Schweiz und aus der Fusion zwischen der Caisse d’Épargne de la République et Canton de Genève (gegründet 1816) und der Banque Hypothécaire du Canton de Genève (gegründet 1847) hervorgegangen. Sie ist eine der 24 Kantonalbanken.

Das Kapital in Höhe von 72,6 % wird von den Genfer Gebietskörperschaften (44,3 % durch den Kanton Genf, 20,9 % durch die Stadt Genf und 7,4 % durch die Genfer Gemeinden) gehalten. Das restliche Kapital (27,4 %) wird an der Börse SIX Swiss Exchange gehandelt, an der die Bank notiert ist.

Die BCGE-Gruppe arbeitet nach dem Modell einer Universalbank: Zu den Kunden zählen Privatpersonen und Unternehmen. Zum Tätigkeitsbereich der Bank gehören insbesondere tägliche Bankdienstleistungen, Hypothekenfinanzierung (Immobiliendarlehen), Finanzierung von Unternehmen und Gebietskörperschaften, Asset Management, Vorsorgeplanung, Private Banking und Handelsfinanzierung von Rohstoffen.

Die Gruppe verfügt über Niederlassungen in der Schweiz (Lausanne, Zürich, Basel) und in Frankreich (Lyon, Annecy, Paris) sowie über zwei Vertretungsbüros in Dubai und Hongkong.

Geschichte

Ursprung

Die Banque Cantonale de Genève (BCGE) ist aus der Fusion zwischen zwei Unternehmen, der „Caisse d'Épargne de la République et Canton de Genève“ und der „Banque Hypothécaire du Canton de Genève“ hervorgegangen, die im 19. Jahrhundert gegründet wurden,<ref name="HistoireGBooks">Vorlage:Google Buch</ref><ref name="Echos1993">Vorlage:Cite web</ref> was sie zur ältesten Kantonalbank macht.<ref>Vorlage:Cite web</ref>

Im Jahr 1816 gründete der Kanton Genf die Caisse d'Épargne de Genève auf Vorschlag von Jean Auguste Pyrame de Candolle und Richard Tronchin, wobei Letzterer an der Gründung des Unternehmens mit einem Garantiekapital beteiligt war.<ref name="BibliCaisse">Vorlage:Cite web</ref> Die Bank ersetzte die bisherige Caisse d'Épargne et de Dépôt, die im Jahr 1789 in der Stadt gegründet worden war.<ref name="BibliCaisse" /> Ziel der Bank war es, die Aktivitäten der kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Region Genf zu finanzieren und gleichzeitig die Bevölkerung, insbesondere auch die Arbeiter, dazu zu ermutigen, Geld anzulegen.<ref name="TDGHisto">Vorlage:Cite web</ref><ref name="TheseHisto">Vorlage:Cite web</ref> Die Bank war satzungsgemäss eine Stiftung des öffentlichen Rechts.<ref name="Echos1993" /> Bei ihrer Gründung im Jahr 1816 befanden sich die Räumlichkeiten daher im Rathaus der Stadt Genf.<ref name="BibliCaisse" /> Später war die Bank unter der Anschrift 113, Rue des Chanoines (später 10, Rue Calvin)<ref name="TDGHisto" /> und ab 1839 an der 12, Rue de la Corraterie zu finden.<ref name="BibliCaisse" /> Im Laufe seiner Entwicklung baute das Unternehmen im Jahr 1879 erst ein neues Gebäude an der Kreuzung von Boulevard du Théâtre und Rue Petitot und im Jahr 1913 ein zweites Gebäude an der 4, Rue de la Corraterie.<ref name="BibliCaisse" /> Die Anzahl der Anleger stieg von 12.935 im Jahr 1859 auf 89.828 im Jahr 1910, wobei 1913 die Mehrheit der Genfer ein Sparbuch bei der Caisse d'Épargne besass.<ref name="TheseHisto" /> Die Einlagen der Kunden lagen 1968 bei 750 Millionen Schweizer Franken.<ref>Vorlage:Cite web</ref> 1987 wurde die Caisse d‘Épargne in „CEG-Caisse d‘Épargne“ und drei Jahre später in „CEG Genève“ umbenannt.<ref name="TDGHisto" /> Letztere eröffnete 1993 eine erste Niederlassung in Frankreich mit Hauptsitz in Lyon und einem weiteren Büro in Annecy.<ref name="Echos1993" /> 1993 beschäftigte die Bank 530 Mitarbeiter im gesamten Kanton Genf.<ref name="Echos1993" />

Datei:Geneva 2006 618.JPG
Der heutige Hauptsitz der BCGE am Quai de l'Île wurde 1991 durch die Banque Hypothécaire du Canton de Genève eröffnet. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts standen noch Mühlen an diesem Standort.<ref name="TDGHisto" />

Die Caisse Hypothécaire wurde 1847 durch James Fazy gegründet.<ref>Vorlage:Cite web</ref> Die Kunden dieser Bank waren ursprünglich hauptsächlich Landwirte.<ref name="BibliBanqueHypo">Vorlage:Cite web</ref> Satzungsgemäss handelte es sich bei der Bank um eine Körperschaft des öffentlichen Rechts: Die Gemeinden besassen zwar das Kapital der Bank, aber die Bank verfügte über keinerlei staatliche Sicherheiten.<ref name="TheseHisto" /><ref>Vorlage:Cite web</ref> Der erste Standort lag an der Rue de la Pelisserie.<ref name="TDGHisto" /> 1849, zwei Jahre später, zog die Bank um und liess sich am Place du Molard nieder.<ref name="TDGHisto" /> 1976 wurde die Bank in „Banque Hypothécaire du Canton de Genève“, abgekürzt BHCG oder einfach BCG, umbenannt.<ref name="TheseHisto" /> Ab 1987 öffnete das Institut sein Kapital für die breite Öffentlichkeit durch die Ausgabe von Inhaberpapieren, wobei jedoch bis zur Gegenwart die Mehrheit des Kapitals in Form von Namensaktien weiterhin von Kanton und Stadt Genf und den GenferGemeinden gehalten wird.<ref name="TheseHisto" /> Zwischen 1987 und 1990 errichtete die Bank einen neuen Hauptsitz am Quai de l'Île 17, der 1991 eröffnet wurde.<ref name="BibliBanqueHypo" /><ref name="SiegeBCGE">Vorlage:Cite web</ref> Das Gebäude wurde ab 1994 zum Hauptsitz der neuen Banque Cantonale de Genève.<ref name="SiegeBCGE" />

Die Fusion zwischen den beiden Unternehmen wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts mehrfach in Betracht gezogen. Mehrere Projekte wurden von sozialistischen Abgeordneten geplant, aber letzten Endes nicht umgesetzt: von Jules Roux in den 1930er-Jahren und später von Alex Burtin in den 1960er-Jahren.<ref name="TheseHisto" /> Das Projekt nahm Anfang der 1990er-Jahre Gestalt an in einer Zeit des verstärkten Wettbewerbs und der Krise des Schweizer Immobilienmarkts, als sich die örtlichen Bankinstitute mit grösseren Verlusten konfrontiert sahen und aufgrund dessen versuchten, ihre Kosten untereinander aufzuteilen.<ref name="TheseHisto" /><ref name="HistoireLeTemps">Vorlage:Cite web</ref> Im Jahr 1992 verabschiedete der Grosse Rat des Kantons Genf einen Grundsatzbeschluss zugunsten einer Fusion der beiden Unternehmen, die schliesslich 1993 durch eine Abstimmung der Bürger der Stadt gebilligt wurde.<ref name="TheseHisto" /><ref name="HistoireLeTemps" /> Die Gründung der Banque Cantonale de Genève erfolgte am 1. Januar 1994.<ref name="HistoireLeTemps" /> Das Aktionariat der BCGE setzt sich (Stand: Februar 2023) zusammen aus dem Kanton Genf (44,3 %), der Stadt Genf (20,9 %), den Genfer Gemeinden (7,4 %) und übrigen Investoren (27,4 %).<ref name="Aktionärsstruktur">Vorlage:Cite web</ref>

Umstrukturierung

Ende der 1990er Jahre hat die Bank mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen, insbesondere aufgrund einer hohen Anzahl an Darlehen, die von den Kunden nicht zurückgezahlt werden.<ref name="SwissInfo2001">Vorlage:Cite web</ref> 68 % dieser Darlehen stammen von der ehemaligen CEG Genève, 29 % von der früheren Banque Hypothécaire und 3 % sind neue Darlehen, die von der BCGE seit ihrer Gründung gewährt wurden.<ref>Vorlage:Cite web</ref> Im Jahr 2000 muss die Bank gerettet und vom Kanton Genf über den Fonds einer Ad-hoc-Stiftung („Auffangstiftung“) rekapitalisiert werden, die Kredite in Höhe von fünf Milliarden Schweizer Franken übernimmt.<ref name="HistoireLeTemps" /><ref name="SwissInfo2001" /> Dominique Ducret, Präsident, und Marc Fues, Generaldirektor, kündigen.<ref name="HistoireLeTemps" />

Zur gleichen Zeit werden Vorwürfe wegen unsachgemässen Managements gegen die Bank gerichtet. Im Oktober 1999 erklärt Bernard Monnot, ehemaliger Direktor der Niederlassung der Bank in Lyon, dass 573 Millionen Französische Francs, die zwischen 1996 und 1998 bei der Bank eingezahlt wurden, für Geldwäscheaktivitäten innerhalb der Bank verwendet wurden.<ref name="SwissInfo2001" /> Nach diesen Äusserungen erstatten fünf Aktionäre im Jahr 2000 Anzeige gegen die Bank.<ref name="SwissInfo2001" /> Die Ermittlungen erregen viel Aufmerksamkeit seitens der Presse, da der sozialistische Abgeordnete Arnaud Montebourg, Berichterstatter der französischen parlamentarischen Mission in dieser Angelegenheit, Jean-Claude Trichet, Gouverneur der Banque de France, der Mittäterschaft beschuldigt, da es dieser abgelehnt hatte, die vermutlichen Machenschaften der Bank anzuzeigen.<ref name="SwissInfo2001-02-24">Vorlage:Cite web</ref> Die BCGE und die Banque de France weisen die Vorwürfe gegen die Bank zurück.<ref name="SwissInfo2001-02-24" /> Das Verfahren wurde eingestellt: Aufgrund fehlender Beweise erachtete der Genfer Generalstaatsanwalt, Bernard Bertossa, den Antrag für unbegründet und stellte das Ermittlungsverfahren am 14. November 2001 ein.<ref name="SwissInfo2001" /><ref>Vorlage:Cite web</ref>

Im März 2001 machen der Kanton Genf und die BCGE dennoch Zivilansprüche gegen die ehemalige Geschäftsführung geltend, die beschuldigt wird, vorsätzlich gefälschte Dokumente über die finanzielle Situation der Bank ausgestellt zu haben.<ref name="HistoireLeTemps" /> Aus demselben Grund leitet der Kanton Genf im Februar 2003 eine Zivilklage gegen das Wirtschaftsprüfungsunternehmen Ernst & Young ein, das die Rechnungslegung geprüft hatte.<ref name="HistoireLeTemps" /> Die Ermittlungen werden über mehrere Jahre bis 2007 geführt, wobei 280 Anhörungen durchgeführt und 3.700 Protokollseiten verfasst werden.<ref name="HistoireLeTemps" /> 2009 wird eine Beweisaufnahme angeordnet und ein Prozess gegen Dominique Ducret, ehemaliger Präsident der Bank, Marc Fues, ehemaliger Direktor, René Curti, dessen Stellvertreter, sowie zwei Revisoren von Ernst & Young geführt. Sie werden wegen Urkundenfälschung und ungetreuer Geschäftsbesorgung mit einer geschätzten Schadensumme von 2,3 Milliarden Franken angeklagt.<ref name="HistoireLeTemps" /> Gemäss der Anklageschrift sollen die Angeklagten 1996 festgestellt haben, dass die finanzielle und buchhalterische Situation der BCGE teilweise wegen mit Ausfallrisiken behafteten Schuldnern gefährdet war, und diese Situation dem Verwaltungsrat vorenthalten haben, wobei zwischen 1996 und 1998 gefälschte Jahresergebnisse veröffentlicht wurden.<ref name="TDG28-10-09">Catherine Focas, Les acteurs de la Banque cantonale croisent le fer, La Tribune de Genève, 28. Oktober 2009, p.3</ref> Statt Rückstellungen zu bilden, hat die Bank weiter Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet, den Managern Boni gewährt und es unterlassen, die Eidgenössische Bankenkommission darüber zu informieren.<ref>Catherine Focas; Fedele Mendicino, BCGe: les 600 pages qui accablent les dirigeants, La Tribune de Genève, 1. Oktober 2009, p.23</ref> Nach Aussage des Generalstaatsanwalts, Daniel Zappelli, sollen die drei Manager der BCGE die katastrophale Situation der Bank geheim gehalten haben, um weiter von Position, Gehalt und Boni zu profitieren.<ref name="TDG28-10-09" /> Das Urteil in dieser Angelegenheit wird am 22. Juli 2011 durch das Strafgericht verkündet: Marc Fues und René Curti werden der Urkundenfälschung für schuldig befunden und von den anderen Anklagepunkten freigesprochen. Diese Entscheidung wird im Wesentlichen vom Bundesgericht bestätigt.<ref name="MarcFues">Vorlage:Cite web</ref> Dominique Ducret wird von allen Anklagepunkten freigesprochen und erhält eine finanzielle Entschädigung.<ref name="VerdictDucret">Vorlage:Cite web</ref><ref>Vorlage:Cite web</ref><ref>Vorlage:Cite web</ref>

2017 erarbeitet die Partei Ensemble à Gauche einen Gesetzesentwurf (PL 12238) zur Rückerstattung der im Jahr 2000 zur Rettung der Bank aufgewendeten Gelder in Höhe von 3,2 Milliarden Franken durch die Banque Cantonale de Genève.<ref>Vorlage:Cite web</ref> Der Gesetzesentwurf löst zahlreiche Debatten zwischen Befürwortern und Gegnern aus.<ref>Vorlage:Cite web</ref> Ensemble à Gauche organisiert 2018 eine Verfassungsinitiative zur Verabschiedung dieses Gesetzes.<ref>Vorlage:Cite web</ref> Der Entwurf wird allerdings vom Staatsrat und der Verfassungskammer des Genfer Kantonsgerichts verworfen. Diese Entscheidung wird im Jahr 2020 vom Bundesgericht bestätigt, mit der Begründung, dass dies zu einer Überschuldung der Bank und somit zu deren Insolvenz führen würde.<ref>Vorlage:Cite web</ref>

Weiterentwicklung

In den Jahren nach der Rettung wird die Rentabilität der Bank wiederhergestellt.<ref>Vorlage:Cite web</ref><ref>Vorlage:Cite web</ref> Im Jahr 2013 beteiligen sich die Manager der Bank am US-Steuerprogramm, um das amerikanische Justizdepartement dabei zu unterstützen, gegen Steuer- und Bankbetrug vorzugehen. Das Bankinstitut wird in Kategorie 2 eingestuft, das heisst, es handelt sich um eine Bank, die sich gegenüber der US-amerikanischen Justiz nicht strafbar gemacht hat, aber über einen amerikanischen Kundenstamm verfügt, der gegen das amerikanische Steuerrecht verstossen haben könnte.<ref>Vorlage:Cite web</ref>

2016 feiert die BCGE ihr zweihundertjähriges Bestehen und organisiert das ganze Jahr über eine Veranstaltung pro Monat, hauptsächlich zu den Themen Kultur und Wirtschaftsgeschichte in Genf.<ref name="GHI2016">Vorlage:Cite web</ref> Die BCGE arbeitet dabei u. a. mit Handicap International zusammen, um den Broken Chair auf dem Place des Nations im Norden der Stadt zu renovieren.<ref name="GHI2016" />

2017 modernisiert die Bank ihre Kapitalstruktur: Die drei Aktiengattungen der Bank (Inhaberaktie, Namensaktie A und B) werden durch eine einzige Gattung von Namensaktien ersetzt.<ref name="Capital2016">Vorlage:Cite web</ref> Das Kapital der Bank beläuft sich im Februar 2017 auf 7,2 Millionen Namensaktien im Wert von 50 Franken.<ref name="Capital2016" /> Für die Gebietskörperschaften unter den Aktionären der Bank ist diese Änderung ohne Belang, sie ermöglicht jedoch eine höhere Transparenz in Bezug auf den privaten Aktienbesitz und vereinfacht den Handel mit frei handelbaren Aktien (Free Float) an der Börse.<ref name="Capital2016" />

Rechtsform und Governance

Die Banque Cantonale de Genève ist eine Aktiengesellschaft des öffentlichen Rechts, die der Schweizer Bankgesetzgebung unterliegt.<ref name="lexfind">Vorlage:Cite web</ref> Das Kapital in Höhe von 72,6 % wird von den Genfer Gebietskörperschaften gehalten: 44,3 % durch den Kanton Genf, 20,9 % durch die Stadt Genf und 7,4 % durch die Genfer Gemeinden.<ref name="FicheZB">Vorlage:Cite web</ref> Sie besitzt den Status einer Kantonalbank im Sinne von Artikel 3a des Bundesgesetzes über die Banken und Sparkassen vom 8. November 1934.<ref name="lexfind" /> Als solche ist sie Mitglied im Verband Schweizerischer Kantonalbanken, einem Netzwerk der in der Schweiz tätigen 24 Kantonalbanken. Seit dem 1. Januar 2017 sind die Verbindlichkeiten der BCGE nicht mehr durch den Kanton Genf gesichert.<ref>Vorlage:Cite web</ref>

Seit 2005 wird die Bank von einem Verwaltungsrat mit 11 Mitgliedern verwaltet. Seine Zusammensetzung ist gesetzlich festgelegt.<ref name="HistoireLeTemps" />

Im Hinblick auf die gesellschaftliche Unternehmensverantwortung (CSR, Corporate Social Responsibility) wird die BCGE 2017 vom „Cercle Suisse des Administratrices“ mit dem Preis für ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis im Verwaltungsrat ausgezeichnet.<ref name="LeTempsMixité">Vorlage:Cite web</ref> In diesem Sinne führt die Bank auch alle zwei Jahre eine Anpassung der Gehälter durch, um für Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern zu sorgen.<ref name="LeTempsMixité" />

Tätigkeiten

Aufbau

Die Bank hat die Aufgabe, „zur Entwicklung Genfs und der gesamten Region beizutragen“.<ref name="frontaliers">Vorlage:Cite web</ref> Gleichzeitig können dank der Diversifizierung der Tätigkeitsbereiche eine internationale Kundschaft angesprochen und als Universalbank unterschiedliche Aktivitäten ausgeübt werden.<ref name="BkUniv">Vorlage:Cite web</ref>

Aus organisatorischer Sicht sind die Unternehmenstätigkeiten in acht Geschäftsbereiche aufgeteilt: Geschäftsführung, Finanzen, Operations, Genf, Unternehmen, International, Asset Management sowie Legal und Compliance.<ref>Vorlage:Cite web</ref> Die Verarbeitung der Transaktionen auf den Finanzmärkten erfolgt über einen Handelsraum.<ref>Vorlage:Cite web</ref><ref>Vorlage:Cite web</ref>

Tätigkeitsbereiche

Die Haupttätigkeit der Bank ist das Tagesgeschäft (Verwaltung der Einlagen und Gewährung von Darlehen) und richtet sich an private Kunden und Unternehmen.<ref name="bilan2021" /><ref name="tdg0822">Vorlage:Cite web</ref> Ende 2021 beliefen sich die Bankeinlagen der Kunden auf 18 Milliarden Franken, wobei die ausstehenden Hypothekendarlehen (Immobiliendarlehen) 12 Milliarden Franken betrugen.<ref name="Bilan2022">Vorlage:Cite web</ref> 2021 erzielte die Bank über die Darlehensvergabe Einnahmen in Höhe von 227 Millionen Franken, ungefähr die Hälfte des Jahresumsatzes der Bank (439 Millionen Franken).<ref name="bilan2021">Vorlage:Cite web</ref><ref name="Bilan2022" />

Der zweite Aktivitätsbereich der Bank betrifft das Asset Management. Das verwaltete Vermögen belief sich Ende 2021 auf 34 Milliarden Franken.<ref name="Bilan2022" /> Diese Aktivität deckt die Investition der Vermögenswerte der Kunden sowie die Vorsorgeplanung (kapitalgedecktes Rentensystem) ab,<ref name="LeTempsPrevoyance" /> womit 2021 ein Umsatz von 136 Millionen Franken (in Form von Verwaltungskosten) erzielt wurde.<ref name="Bilan2022" /> Die Banque Cantonale de Genève verwaltet insbesondere eine Palette von Anlagefonds mit der Bezeichnung „Synchrony“, die hauptsächlich an den Finanzmärkten (Aktien, Obligationen)<ref>Vorlage:Cite web</ref> oder in Immobilienanlagen investiert sind.<ref>Vorlage:Cite web</ref> Die Bank bietet ihren Kunden ebenfalls Verwaltungsmandate im Rahmen ihrer Private-Banking-Aktivitäten<ref>Vorlage:Cite web</ref> sowie Anlagen in Form von privatem Beteiligungskapital (Private Equity) an.<ref name="BilanPrivateEq">Vorlage:Cite web</ref> Im Hinblick auf die Vorsorgeplanung verwaltet die Bank die Vermögenswerte der Kunden über zwei Einrichtungen: die Freizügigkeitsstiftung „Fondation libre passage“ und die Vorsorgestiftung „Fondation épargne 3“.<ref name="LeTempsPrevoyance">Vorlage:Cite web</ref>

Zusätzlich zu diesen Tätigkeitsbereichen bietet die BCGE ihren Privatkunden ebenfalls Dienstleistungen im Bereich Vermögensberatung an, insbesondere im Rahmen ihrer Privat-Banking-Aktivitäten.<ref>Vorlage:Cite web</ref>

Die Dienstleistungen für Unternehmen und Unternehmer der Bank umfassen neben Finanzierungsgeschäften und Darlehen auch Beratungsleistungen in den Bereichen Financial Engineering,<ref>Vorlage:Cite web</ref> Unternehmenserwerb und -übertragung<ref name="TDGDimension">Vorlage:Cite web</ref> sowie, insbesondere in Frankreich, Finanzierungslösungen für Gewerbeimmobilien.<ref name="Paris">Vorlage:Cite web</ref> Die Bank verfügt ebenfalls über eine „Trade Finance“-Einheit für die Handelsfinanzierung von Rohstoffen (Schwerpunkt „Global Commodity Finance“).<ref name="BkUniv" /><ref>Vorlage:Cite web</ref>

Standorte und Filialen

Filialen und Niederlassungen

Der Hauptsitz der Bank befindet sich in Genf. Das Netzwerk der Bank umfasst 21 Filialen im Kanton Genf.<ref>Vorlage:Cite web</ref> Das Unternehmen unterhält in der Schweiz zudem drei Niederlassungen in Lausanne (seit 1997), Zürich (seit 1997) und Basel (seit 2019).<ref>Vorlage:Cite web</ref>

In Frankreich ist die Bank über ihre Filiale „Banque Cantonale de Genève (France) SA“ mit Hauptsitz in Lyon seit 1993 tätig.<ref name="Paris" /><ref>Vorlage:Cite web</ref> Das Unternehmen verfügt ebenfalls über Niederlassungen in Annecy und Paris, wobei Letztere im Jahr 2010 eröffnet wurde.<ref name="Paris" />

Neben der Schweiz und Frankreich besitzt die Bank noch zwei Vertretungsbüros in Dubai (seit 2010)<ref>Vorlage:Cite web</ref> und Hongkong (auch seit 2010).<ref name="GHI2016" /><ref name="HK">Vorlage:Cite web</ref> In Hongkong bildet die BCGE eine Ausnahme in der Schweizer Bankenlandschaft, da sie seit 2015 die Eröffnung von Girokonten in Renminbi ermöglicht.<ref name="HK" />

Tochtergesellschaften

Zusätzlich zu den eigentlichen Bankdienstleistungen hat die BCGE-Gruppe auch spezialisierte Tochtergesellschaften gegründet bzw. erworben, um ihre Dienstleistungen im Finanzbereich zu diversifizieren:

  • Capital Transmission SA wurde 2008 in Genf gegründet und wird zu 100 % von der BCGE gehalten.<ref name="CapitalTrans">Vorlage:Cite web</ref> Capital Transmission ist eine Private-Equity-Gesellschaft, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Unternehmen über zusätzliches Eigenkapital oder Quasi-Eigenkapital zu finanzieren.<ref name="CapitalTrans" />
  • Dimension SA wurde 2015 zu 100 % erworben.<ref name="TDGDimension" /> Diese 1994 in Lausanne gegründete Firma ist auf Mergers & Acquisitions spezialisiert und beschäftigt sich mit Übertragung und Erwerb von Unternehmen (Beratung, Analyse des Wertsteigerungspotenzials, Durchführung von Transaktionen).<ref name="TDGDimension" />
  • Loyal Finance AG wurde 2019 erworben.<ref name="AgefiLoyal">Vorlage:Cite web</ref> Loyal Finance ist eine Verwaltungsgesellschaft, die 1991 mit Hauptsitz in Zürich gegründet wurde und sich auf Investitionen im Obligationenmarkt spezialisiert hat.<ref name="AgefiLoyal" />

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive />

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