Bahnstrecke Tábor–Písek
| Tábor–Písek | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Kursbuchstrecke (SŽ): | 201 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenlänge: | 69,414 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenklasse: | C3 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckengeschwindigkeit: | 70 km/h | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Bahnstrecke Tábor–Písek ist eine regionale Eisenbahnverbindung in Tschechien, die ursprünglich vom österreichischen Staat als Teil der Böhmisch-Mährischen Transversalbahn erbaut und betrieben wurde. Sie verläuft von Tábor nach Písek.
Geschichte
Die Strecke wurde am 21. November 1889 eröffnet.
Im Jahr 1912 wies der Fahrplan täglich vier Personenzüge 2. und 3. Klasse aus, die zumeist von und nach Ražic durchgebunden waren. Sie benötigten für die 60 Kilometer lange Strecke etwa zwei Stunden.<ref>Fahrplan 1912 der kkStB – gültig ab 1. Mai 1912</ref>
Nach dem für Österreich-Ungarn verlorenen Ersten Weltkrieg kam die Strecke zu den neu gegründeten Tschechoslowakischen Staatsbahnen (ČSD).
Im Zweiten Weltkrieg lag die Strecke zur Gänze im Protektorat Böhmen und Mähren. Betreiber waren jetzt die Protektoratsbahnen Böhmen und Mähren (ČMD-BMB). Am 9. Mai 1945 kam die Strecke wieder vollständig zu den ČSD.
Am 1. Januar 1993 ging die Strecke im Zuge der Auflösung der Tschechoslowakei an die neu gegründeten České dráhy (ČD) über. Seit 2003 gehört sie zum Netz des staatlichen Infrastrukturbetreibers Správa železniční dopravní cesty (SŽDC). Am 17. Februar 2012 wurde die Strecke zur Nebenbahn („regionální dráha“) abgestuft.<ref>„Několik tratí v ČR se změní na regionální tratě“ auf www.zelpage.cz</ref>
Im Fahrplan 2012 wird die Strecke im Zweistundentakt von Personenzügen befahren, die von und nach Ražice durchgebunden werden. Weitere Züge verdichten diesen Fahrplan werktags zum Teil zum Stundentakt. Sonntags verkehrt ein Eilzug zwischen Horní Cerekev und Protivín.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Aktueller Fahrplan ( vom 22. Dezember 2012 im Internet Archive) (abgerufen am 4. Dezember 2012; PDF; 133 kB)</ref>
Die Elektrifizierung der Strecke ist im Rahmen der Dekarbonisierung des Eisenbahnbetriebs bis 2032 vorgesehen.<ref>„Koncepce rozvoje elektrické Trakce v České republice“ auf zdopravy.cz (PDF; 2,7 MB)</ref>
2024 wurde die Moldau-Brücke zwischen Jetětice und Vlastec von 1889 durch eine Stahlbeton-Brücke ersetzt und damit ein Engpass beseitigt: Aufgrund der schwachen Belastbarkeit durfte die alte Brücke nur noch mit geringer Geschwindigkeit befahren werden und von Güterzügen überhaupt nicht. Die Stahlbrücke von 1889 wird nicht abgerissen, weil sie unter Denkmalschutz steht.<ref>NN: A railway bridge over the Vltava River has been opened in the Czech Republic. In: OSJD Bulletin 1/2025, S. 51.</ref>
Weblinks
- Strecke 201 Tábor – Ražice auf zelpage.cz (tschechisch)
Einzelnachweise
<references />