Bø (Nordland)
| Wappen | Karte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wappen der Kommune Bø | ||||||
| Basisdaten | ||||||
| Staat: | Datei:Flag of Norway.svg Norwegen | |||||
| Kommunennummer: | 1867 | |||||
| Provinz (fylke): | Nordland | |||||
| Verwaltungssitz: | Straume | |||||
| Koordinaten: | 68° 41′ N, 14° 28′ O
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| Fläche: | 246,72 km² | |||||
| Einwohner: | 2.609 (1. Jan. 2026)<ref>07459: Population, by region, contents and year. In: ssb.no. Statistisk sentralbyrå, abgerufen am 7. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 11 Einwohner je km² | |||||
| Sprachform: | neutral | |||||
| Webpräsenz: | ||||||
| Lage in der Provinz Nordland | ||||||
| Lage der Kommune in der Provinz Nordland | ||||||
Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata
Bø (nordsamisch: Bievát) ist eine Kommune im norwegischen Fylke Nordland. Die Kommune hat 2609 Einwohner (Stand: 1. Januar 2026). Verwaltungssitz ist die Ortschaft Straume.
Geografie
Lage
Die Gemeinde liegt im Westen der zur Inselgruppe Vesterålen gehörenden Insel Langøya. Zudem umfasst Bø weitere kleinere Inseln. Bø grenzt an die Kommune Øksnes im Norden sowie Sortland im Osten. Des Weiteren besteht im Südosten eine Grenze im Eidsfjord zur Gemeinde Hadsel sowie im Süden am Rande des zu Bø gehörenden Meeresgebiets eine Grenze zu Vågan. Der Eidsfjord schneidet sich von Südwesten kommend in die Insel ein und stellt die Südostgrenze der Gemeinde dar. In das Gebiet der Kommune Bø führen unter anderem Seitenarme des Eidsfjords wie der Jørnsfjord sowie an der Westküste unter anderem die Fjorde Åsandfjorden und Malnesfjorden. Die Ortschaft Bø liegt an der Südküste, Straume etwas weiter nördlich an der Westküste.<ref name="norgeskart">Bø kommune. In: Norgeskart. Abgerufen am 29. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Etwas weiter nördlich von Straume liegt mit der Erhebung Burnestinden der höchste Punkt auf einer Höhe von 693,6 moh.<ref>Høgaste fjelltopp i kvar kommune. Kartverket, 11. November 2020, abgerufen am 29. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Größere Bereiche des Gemeindeareals sind Moorflächen.
Klima
Einwohner
Der Großteil der Einwohner von Bø lebt an der Küstenebene im Süden und Westen, während die Gebiete im Norden und Osten weniger stark besiedelt sind. Die Einwohnerzahlen sind seit etwa 1950 rückläufig, was vor allem darauf zurückgeführt wird, dass die Bedeutung des für die Kommune lange Zeit wichtigen Primärsektors (vor allem Fischerei und Milchwirtschaft) ebenfalls zurückgeht.<ref name="snl" /> In der Gemeinde liegen zwei sogenannte Tettsteder, also zwei Ansiedlungen, die für statistische Zwecke als eine städtische Siedlung gewertet werden. Diese sind Bø mit 579 und Straume mit 328 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2025).<ref>Population and land area in urban settlements. Statistisk sentralbyrå, 20. November 2025 (englisch).</ref>
Die Einwohner der Gemeinde werden Bøfjerding genannt.<ref>Innbyggjarnamn. Språkrådet, abgerufen am 14. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bø hat wie viele andere Kommunen der Provinz Nordland weder Nynorsk noch Bokmål als offizielle Sprachform, sondern ist in dieser Frage neutral.<ref>Forskrift om språkvedtak i kommunar og fylkeskommunar (språkvedtaksforskrifta). In: Lovdata. 6. Januar 2020, abgerufen am 29. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
| Jahr | Einwohnerzahl<ref>Population. 06913: Population 1 January and population changes during the calendar year (M) 1951 - 2025. In: ssb.no. Abgerufen am 8. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Anzahl | Prozent | ||
| 1960 | 5697 | — | — |
| 1970 | 4962 | −735 | −12,9 % |
| 1980 | 4503 | −459 | −9,3 % |
| 1990 | 3814 | −689 | −15,3 % |
| 2000 | 3288 | −526 | −13,8 % |
| 2010 | 2789 | −499 | −15,2 % |
| 2020 | 2569 | −220 | −7,9 % |
Geschichte
Die Kommune wurde nach der Einführung der lokalen Selbstverwaltung im Jahr 1837 gegründet. Ein von 40 Personen bewohntes Gebiet ging zum 1. Januar 1866 von Øksnes an Bø über, zum 1. Januar 1964 wurde ein von 271 Personen bewohntes Gebiet von Øksnes an Bø überführt.<ref>Dag Juvkam: Historisk oversikt over endringer i kommune- og fylkesinndelingen. (PDF) In: ssb.no. 1999, abgerufen am 29. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Die Bø kirke ist eine Holzkirche aus dem Jahr 1824. Sie befindet sich an der Südostküste der Gemeinde.<ref>Bø kirke, Vesterålen. In: Kirkesøk. Abgerufen am 11. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In der Kommune liegt das Bø Museum, in dem es unter anderem eine Ausstellung zur Schriftstellerin Regine Normann gibt.<ref>Bø Museum. In: Museum Nord. Abgerufen am 29. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Auf der Insel Svinøyan befinden sich mehrere Hügelgräber aus der Eisenzeit. Die Ansammlung gilt als die größte Nordnorwegens. Bei den Grabstätten bei Føre wurden im Jahr 1955 elf Gräber aus der Zeit um 400 entdeckt.<ref name="snl" />
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Entlang der Küste führt der Fylkesvei 820 durch die Kommune. Im Nordosten stellt die Straße die Verbindung zu Øksnes her. An der Westküste zweigt etwa auf Höhe von Straume der Fylkesvei 7646 ab und führt durch das Inselinnere an die Ostküste.<ref name="norgeskart" />
Wirtschaft
Große Bedeutung für die Lokalwirtschaft hat die Fischerei. Viele der Arbeitsplätze in der Kommune sind in der Fischerei und der Fischverarbeitung verankert. In der industriellen Produktion ist vor allem die Lebensmittelindustrie mit der Fischveredlung vertreten. Im Bereich der Landwirtschaft ist vor allem die Milchproduktion und die Haltung von Schafen weiter verbreitet, längere Zeit war die Kombination von Landwirtschaft und Fischerei üblich. Der Tourismus gewinnt an Bedeutung und ist für viele Bewohner ein Nebenerwerb.<ref name="snl">Terje Dalfest, Geir Thorsnæs: Bø. In: Store norske leksikon. Abgerufen am 29. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Jahr 2020 arbeiteten von 1135 Arbeitstätigen 927 in Bø selbst, 83 waren in Sortland tätig. Der Rest der Pendler verteilte sich auf Kommunen wie Hadsel, Øksnes und Tromsø.<ref>Pendlingsstrømmer. Statistics Norway, abgerufen am 29. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im Dezember 2019 beschloss die Gemeinde, die kommunale Vermögenssteuer mit Wirkung ab dem 1. Januar 2021 auf 0,2 % und damit die Vermögenssteuer insgesamt auf 0,35 % zu senken. In den meisten Kommunen liegt die kommunale Vermögenssteuer bei 0,7 %, nur einzelne Gemeinden haben die Erlaubnis, sie zu senken. Grund für die Entscheidung Bøs war, dass man hoffte, damit reiche Einwohner anzulocken und neue Arbeitsplätze zu schaffen. In den Medien erhielt die Gemeinde deshalb Namen wie „Steuerparadies“ oder „Norwegens Antwort auf Monaco“.<ref>Andreas Budalen, Kai Jæger Kristoffersen, Kari Skeie, Knut Magnus Berge: Ordfører vil gjøre Bø i Vesterålen i Nordland om til Norges svar på Monaco. In: NRK. 13. Dezember 2019, abgerufen am 11. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Fabian Skalleberg Nilsen: Mangemillionærer på flyttefot til liten nordlandskommune. In: e24.no. 31. Dezember 2020, abgerufen am 11. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Rudolf Hermann: Norwegens eigenes kleines Steuerparadies. Warum plötzlich reihenweise Superreiche in die Arktis ziehen. In: nzz.ch. 19. Oktober 2021, abgerufen am 24. Oktober 2021.</ref>
Name und Wappen
Das seit 1987 offizielle Wappen der Kommune zeigt ein silbernes Boot auf schwarzem Hintergrund.<ref>Godkjenning av våpen og flagg, Bø kommune, Nordland. In: Lovdata. 1987, abgerufen am 14. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Name der Gemeinde leitet sich von der gleichnamigen Ortschaft ab. Der Ortsname ist weit verbreitet und stammt von den altnordischen Begriffen bær und býr ab, was „Hof“ bedeutet.<ref>Bø. In: Norsk stadnamnleksikon. Abgerufen am 29. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Grunnord. In: Norsk stadnamnleksikon. Abgerufen am 29. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Persönlichkeiten
- Regine Normann (1867–1939), Schriftstellerin
Weblinks
- Bø im Store norske leksikon (norwegisch)
- Fakten über Bø beim Statistisk sentralbyrå (norwegisch)
Einzelnachweise
<references />
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