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Alstahaug

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Vorlage:Infobox Kommune in Norwegen Alstahaug ist eine Kommune im norwegischen Fylke Nordland. Die Kommune hat Vorlage:EWZ Einwohner (Stand: Vorlage:EWD). Verwaltungssitz ist die Stadt Sandnessjøen.

Geografie

Lage und Topografie

Datei:Berge Sieben Schwestern Norwegen.jpg
Bergformation Sju søstre

Die Kommune Alstahaug liegt in der Landschaft Helgeland, an der norwegischen Westküste. Alsthaug erstreckt sich über mehrere Inseln, wobei Alsta die Hauptinsel der Kommune ist. In deren Norden schneidet sich der Botnfjord ein. Die weiteren Inseln der Kommune liegen weiter südwestlich. Zu den größeren gehören die Offersøya, Tjøtta, Rødøya und Mindlandet.<ref name=":1">Vorlage:Internetquelle</ref>

Alstahaug grenzt im Norden an die Kommunen Dønna und Leirfjord, im Osten an Vefsn, im Südosten an Vevelstad, im Südwesten an Vega und im Westen an Herøy. Lediglich bei der Grenze zu Leirfjord handelt es sich in Teilen um eine auf dem Land verlaufende Grenze, da die Alsta-Nordspitze zur Nachbarkommune gehört. Die Grenze zu Vefsn verläuft im Vefsnfjord, der Alsta vom Festland trennt.<ref name=":1" />

Das Verwaltungszentrum der Kommune, die Stadt Sandnessjøen, liegt im Nordwesten von Alsta. Der Westen der Insel sowie die weiteren Inseln der Kommune sind flach und die Gebiete haben einen vergleichsweise breiten Küstenstreifen. An der Ostküste von Alsta befindet sich hingegen die Bergformationen Sieben Schwestern (Sju søstre) mit Bergen, die Höhen von über Vorlage:Höhe erreichen.<ref name=":1" /> Die höchste Erhebung von Alstahaug ist die Botnkrona mit einer Höhe von Vorlage:Höhe<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Klima

Alstahaug weist ein Küstenklima mit raschen Wetterwechseln sowie vergleichsweise kühlen Sommern und milden Wintern auf. Im Jahr 2019 wurde auf Tjøtta eine Temperatur von 33,1 °C gemessen. Im Jahr 1966 wurde in Sandnessjøen eine Temperatur von −21 °C gemessen.<ref name=":2">Vorlage:Internetquelle</ref>

Einwohner

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wuchs die Zahl der Einwohner auf dem Gebiet der heutigen Kommune Alstahaug zunächst noch an, in den 1980er-Jahren wurde sie leicht rückläufig. Später konnte sie sich wieder stabilisieren. Die meisten Einwohner der Kommune leben auf Alsta, insbesondere in der Stadt Sandnessjøen.<ref name=":2" /> Sandnessjøen ist der einzige sogenannte Tettsted, also die einzige Ansiedlung, die für statistische Zwecke als eine städtische Siedlung gewertet wird. Zum Vorlage:EWD lebten dort Vorlage:EWZ Einwohner.<ref>Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl Ort NO</ref>

Alstahaug hat wie viele andere Kommunen der Provinz Nordland weder Nynorsk noch Bokmål als offizielle Sprachform, sondern ist in dieser Frage neutral.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Entwicklung der Einwohnerzahl
Jahr Einwohnerzahl<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Veränderung
Anzahl Prozent
1960 1523
1970Vorlage:FN 6393 +4.870 +319,8 %
1980 7507 +1.114 +17,4 %
1990 7487 −20 −0,3 %
2000 7440 −47 −0,6 %
2010 7196 −244 −3,3 %
2020 7447 +251 +3,5 %

Anmerkungen Vorlage:FNZ

Geschichte

Ein- und Ausgemeindungen

Die Kommune Alstahaug entstand in Folge der Formannskapslovene, durch die im Jahr 1837 die kommunale Selbstverwaltung in Norwegen eingeführt wurde. Zu diesem Zeitpunkt umfasste die Kommune noch ein größeres Gebiet als heute. Unter anderem gehörten damals auch Gebiete auf dem norwegischen Festland zu Alstahaug.<ref name=":0">Vorlage:Internetquelle</ref>

Im Jahr 1862 wurde Tjøtta mit 2781 Einwohnern von Alstahaug abgespalten. Von Tjøtta wiederum wurde später die Kommune Vevelstad abgetrennt. Im Jahr 1864 folgte die Abspaltung von Herøy mit 2438 Einwohnern, wozu auch Gebiete gehören, die später in Dønna aufgingen. Alstahaug hatte nach den beiden Abspaltungen in den 1860er-Jahren noch 3280 Einwohner. Zum 1. Juli 1899 wurde Stamnes, was später den Namen Sandnessjøen erhielt, mit 2673 Personen ausgemeindet. Von dort wurde wiederum zum 1. Juli 1915 die Kommune Leirfjord abgespalten.<ref name=":0" />

Am 1. Januar 1965 gingen Teile von Alstahaug und Tjøtta sowie Sandnessjøen in der neuen Kommune Alstahaug auf. Dabei brachte Alstahaug 970, Tjøtta 1477 und Sandnessjøen 3856 Einwohner ein. Ein von 461 Personen bewohntes Gebiet der früheren Kommune Alstahaug ging im Zuge dessen nach Herøy über. Zum 1. Januar 1971 wurde die Inselgruppe Skålvær mit 32 Bewohnern von Vega an Alstahaug überführt. Im Jahr 1995 ging ein Gebiet mit 70 Einwohnern von Alstahaug an Vefsn über.<ref name=":0" /> Durch diese Grenzänderung wurde Alstahaug zu einer reinen Inselkommune.<ref name=":2" />

Allgemeines

Datei:Petter Dass-senteret sjøsida.jpg
Petter-Dass-Museum

Im Gebiet der heutigen Kommune wurden viele archäologische Funde gemacht, die dazu führen, dass man die Wohnplätze auf der Insel Mindlandet zu den ältesten der Region Helgeland zählt. Im Jahr 1963 wurde ein Grabfund gemacht, der auf die frühe Bronzezeit datiert wird. Auf der Rødøya befinden sich Petroglyphen, die als Abbildungen von Skifahrern gedeutet werden. Sie wurden als Piktogramme für die Olympischen Winterspiele 1994 in Lillehammer genutzt.<ref name=":2" />

Auf Tjøtta hatte der Wikingerhäuptling Hårek von Tjøtta um das Jahr 1000 seinen Häuptlingssitz. In dessen Nähe befinden sich die Reste von zwölf Gebäuden und rund 25 Hügelgräber. Auf der Insel befinden sich außerdem zwei Kriegsfriedhöfe. Auf einem liegen vor allem russische Kriegsgefangene aus dem Zweiten Weltkrieg begraben. Auf dem anderen wurden die etwa 2750 Toten, die 1944 bei der Bombardierung des Gefangenenschiffes Rigel ums Leben kamen, begraben.<ref name=":2" />

Sandnessjøen erhielt im Jahr 1999 durch einen Beschluss der Kommune Alstahaug den Stadtstatus.<ref name=":2" />

Bei der Kirche von Alstahaug wurde im Jahr 2007 das Petter-Dass-Museum eröffnet. Es wurde vom Architekturbüro Snøhetta entworfen und ist dem Theologen, Lyriker und Verfasser von Kirchenliedern Petter Dass gewidmet. Er war von 1689 bis 1707 in Alstahaug als Pfarrer tätig.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Foto einer größeren Brücke, die über eine Meerenge führt
Helgelandsbrua zwischen Alsta und Leirfjord

Von der nördlichen Nachbarkommune führt der Fylkesvei 17, der auch als „Küstenstraße“ (Kystriksveien) bekannt ist, über die Helgelandsbrua in die Kommune.<ref name=":1" /> Die 1065 Meter lange Brücke wurde 1991 eröffnet.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Der Fylkesvei verläuft von dort durch die Stadt Sandnessjøen und von dort weiter in den Süden auf die Insel Tjøtta. Von dort aus bestehen Fährverbindungen auf das Festland.<ref name=":1" /> Der Hafen von Sandnessjøen wird von der Hurtigruten angelaufen. Zudem bestehen von dort auch weitere Fährverbindungen.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Einige Kilometer südlich von Sandnessjøen liegt der Flughafen Sandnessjøen, Stokka. Von dort bestehen direkte Fluglinien nach Bodø, Brønnøysund, Oslo und Trondheim.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Wirtschaft

Traditionell war die Fischerei ein wichtiger Wirtschaftszweig für die Kommune. Deren Bedeutung ist jedoch rückläufig. Gefangen werden hauptsächlich Dorsche, wobei der Großteil der in Alstahaug registrierten Fischerboote ihren Fang außerhalb der Kommune an Land bringen. Die Landwirtschaft spielt eine größere Rolle. Die Höfe in Alstahaug sind im Vergleich zu den anderen Kommunen des Fylkes Nordland überdurchschnittlich groß. Typisch ist vor allem die Rinder- und Schafhaltung. Die landwirtschaftlich genutzten Flächen dienen vor allem als Wiesen und Weidegrund. Zudem werden im kleineren Stil Kartoffeln, Gemüse und Gerste angebaut.<ref name=":2" />

Foto einer an der Küste gelegenen Siedlung mit einem Hafen im Vordergrund
Blick auf Sandessjøen

In der industriellen Produktion ist die mechanische Industrie der Bereich mit den meisten Arbeitsplätzen. Die lokale Industrie wird dabei von Offshore-Produkten dominiert und ist hauptsächlich in Sandnessjøen angesiedelt. Insbesondere der Bau von Schiffen und Bohrinseln ist dabei von Bedeutung. Bei Sandnessjøen befindet sich eine Versorgungsbasis für die Suche von Erdöl.<ref name=":2" />

Die Stadt Sandnessjøen nimmt die Position als regionales Gewerbe- und Handelszentrum ein. Alstahaug ist touristisch erschlossen, wobei sich vor allem in der Sommersaison viele Touristen in der Kommune aufhalten. Bedeutende Ziele sind unter anderem die Sieben Schwestern und das in der Nachbarkommune gelegene Vega-Archipel. Ein hoher Anteil der Arbeitsplätze ist im Bereich der Übernachtungen, Gaststätten und des Handels vorzufinden. Die Zeitung Helgelands Blad wird in Sandnessjøen herausgegeben.<ref name=":2" />

Im Jahr 2025 kamen auf rund 3680 Arbeitstätige aus der Kommune etwa 3970 Arbeitsplätze in Alstahaug.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Unter anderem pendelten rund 390 Personen aus der Nachbarkomme Leirfjord nach Alstahaug.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Kirchen

In der Kommune befinden sich mehrere Kirchen. Die Kirche von Alstahaug (Alstahaug kirke) ist eine Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Sie befindet sich im Süden von Alsta und hat 238 Sitzplätze. Von 1689 bis 1707 war dort Petter Dass als Pfarrer tätig. Im Jahr 1865 wurde das Kirchgebäude erweitert.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

In Sandnessjøen befindet sich die Sandnessjøen kirke, eine Holzkirche mit 323 Sitzplätzen. Sie hat einen kreuzförmigen Grundriss.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Auf Tjøtta befindet sich die Tjøtta kirke, die im Jahr 1851 fertiggestellt wurde. Bereits zuvor gab es an derselben Stelle frühere Kirchen. Die Steinkirche verfügt über 310 Plätze. Als Architekt war Christian Heinrich Grosch tätig.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref name=":2" /> Auf der Insel Skålværet befindet sich die Skålvær kirke. Es handelt sich um eine Holzkirche aus dem Jahr 1889 mit 200 Sitzplätzen.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Name und Wappen

Das Kommunewappen besteht aus einem silbernen Hintergrund mit einem blauen Dornenbalken. Der Balken symbolisiert die Bergformation Die Sieben Schwestern, die sich im Meer spiegelt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Der Name der Kommune leitet sich vom altnordischen Namen Alastarhaugr ab. Er setzt sich aus dem altnordischen Inselnamen Alǫst (heute Alsta) sowie dem mutmaßlichen früheren Hofnamen Haug zusammen. Die Bedeutung des Inselnamens ist nicht gesichert. Der Sprachforscher Magnus Olsen deutete ihn als Ableitung von *Álvǫzt, zusammengesetzt aus dem Fischnamen ål (deutsch „Aal“) und vǫzt (deutsch „Fischerdorf am Meer“).<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Persönlichkeiten

Weblinks

Vorlage:Commonscat Vorlage:Wiktionary

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Kommunen im Fylke Nordland