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Awdijiwka

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{{#if: befasst sich mit der Stadt in der Ostukraine, für weitere Orte in der Ukraine siehe Awdijiwka (Begriffsklärung).

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Diese Weiterleitung ist grundsätzlich kein Gegenstand von SLA.', {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=ru|SCRIPTING=Cyrl|SERVICE=russisch}}) ist eine Kleinstadt in der Oblast Donezk in der Ukraine. Sie liegt etwa 15 km nördlich vom Donezker Stadtzentrum. Seit 2014 lag sie in unmittelbarer Nähe auf ukrainischer Seite der Front des Krieges im Donbass mit Russland. Awdijiwka ist ein wichtiger Straßen- und Eisenbahnknotenpunkt. Die Stadt wurde in der Schlacht um Awdijiwka (2022 bis Februar 2024) weitgehend zerstört und anschließend von der russischen Armee eingenommen.

Wirtschaft

Datei:Avdijivskij Koksochimicheskij Zavod.JPG
Kokerei Awdijiwka (AKHZ)

Ab 1963 wurde in der Stadt eine Kokerei (Vorlage:UkS-Cyrl) errichtet und Schritt für Schritt zu einer der größten Anlagen Europas ausgebaut. Das Werk umfasst 3,4 Millionen Quadratmeter und beschäftigte 4000 Angestellte.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Die Kohle stammte aus zwei naheliegenden Kohlebergwerken und der erzeugte Koks versorgte die Eisenhüttenwerke der Region, zum Beispiel das Metallurgische Kombinat Asow-Stahl in Mariupol. Die Tageskapazität betrug im Jahr 2013 12.000 Tonnen Koks<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> und es wurden auch Produkte der Kohlechemie wie technische Schwefelsäure, Ammoniumsulfat, Rohbenzol, Kohleöl, Phenolate, Naphthalinfraktion, Elektrodenkohlenteerpech usw. erzeugt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Die Kokerei befindet sich im Besitz der Metinvest-Gruppe.

Geschichte

Awdijiwka wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts gegründet und ist damit einer der ältesten Orte des Donezbeckens. Im späten 19. Jahrhundert wurde die Katharinenbahn gebaut. Sie führte durch einen neu errichteten Bahnhof in Awdijiwka und trieb die weitere Entwicklung voran. 1956 erhielt Awdijiwka Stadtrecht. Ab 1965 verkehrte in der Stadt die Straßenbahn Awdijiwka.

Als der Krieg im Donbas im Juli 2014 begann, wurde Awdijiwka Frontstadt.<ref name=":0" /> Am 30. Juli 2014 gelang es der Ukrainischen Armee, die prorussischen Separatisten aus dem Ort zu vertreiben.<ref>Tom Burridge: Ukraine conflict: Army claims strategic town in Donetsk. In: bbc.com. 30. Juli 2014, abgerufen am 24. Juli 2022 (englisch).</ref> Im April 2016 versuchten prorussische Kräfte, ein Industrieviertel am Stadtrand von Awdijiwka<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> und Ende Januar 2017 Stellungen der Ukrainischen Armee zu erobern.<ref>Tote bei Gefechten in der Ostukraine. In: nzz.ch. 29. Januar 2017, abgerufen am 24. Juli 2022 (Text teils hinter Paywall).</ref><ref>Vorlage:Webarchiv</ref> Nachdem in Awdijiwka Ende Januar und Anfang Februar 2016 mehrere Zivilisten durch Artilleriefeuer pro-russischer Kämpfer getötet worden waren, evakuierten ukrainische Behörden etwa die Hälfte der 35.000 Einwohner, der Rest wollte zunächst bleiben.<ref>Christian Borys: ‘Everything is destroyed’: on the ground as latest surge of deadly violence strikes eastern Ukraine. In: independent.co.uk. 4. Februar 2017, abgerufen am 24. Juli 2022 (englisch).</ref><ref>Florian Hassel: Wenn es Nacht wird, fallen die Bomben auf Awdijiwka. In: sz.de, 3. Oktober 2017.</ref> Beide Seiten beschossen sich bei der Eskalation im Januar 2017 mit schweren Waffen, wobei mehrere Zivilisten und Soldaten starben.<ref>Paul Flückiger: Kämpfe flammen wieder auf. In: nzz.ch. 31. Januar 2017, abgerufen am 24. Juli 2022.</ref> Vorlage:Hauptartikel Mit dem Beginn des Überfalls auf die Ukraine am 24. Februar 2022 durch russische Streitkräfte wurde auch Awdijiwka erneut zum umkämpften Ort.<ref>Russland erobert wohl wichtigen religiösen Ort. In: faz.net. 7. Juni 2022, abgerufen am 24. Juli 2022.</ref> Ab Oktober 2023 begannen russische Kräfte eine Offensive mit dem Ziel, die Stadt einzukreisen, was ihnen allerdings nie zur Gänze gelang.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Anfang Februar 2024 erklärten ukrainische Behörden, dass kein Gebäude in Awdijiwka mehr intakt sei.<ref name=":reuters2426">Vorlage:Internetquelle</ref> Im selben Monat zogen sich ukrainische Einheiten vor zunehmend vorrückenden russischen Truppen aus Awdijiwka zurück. Am 17. Februar wurde die Stadt von den russischen Streitkräften vollständig eingenommen.

Die Stadt hatte zuletzt noch etwa 1.000 zivile Einwohner;<ref name=":0">Vorlage:Internetquelle</ref> im Jahr 2019 waren es noch 32.500 gewesen.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Datei:Федоренко. Авдеевка 01.jpg
Blick über Awdijiwka mit der Kirche der heiligen Maria Magdalena und der Stadtbibliothek (2007)

Verwaltungsgliederung

Am 12. Juni 2020 wurde die Stadt zum Zentrum der neugegründeten Stadtgemeinde Awdijiwka (Авдіївська міська громада/Awdijiwska miska hromada). Zu dieser zählen auch die Ansiedlung Opytne,<ref>Кабінет Міністрів України Розпорядження від 12 червня 2020 р. № 710-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Донецької області"</ref> bis dahin bildete die Stadt die gleichnamige Stadtratsgemeinde Awdijiwka (Авдіївська міська рада/Awdijiwska miska rada) unter direkter Oblastverwaltung und im Osten des ihn umschließenden Rajons Jassynuwata lag.

Am 17. Juli 2020 wurde der Ort selbst ein Teil des Rajons Pokrowsk.<ref>Верховна Рада України; Постанова від 17.07.2020 № 807-IX "Про утворення та ліквідацію районів"</ref>

Folgende Orte sind neben dem Hauptort Awdijiwka Teil der Gemeinde:

Name
ukrainisch transkribiert ukrainisch russisch
Opytne Опитне Опытное (Opytnoje)

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung zwischen 1926 und 2019 gemäß der demographischen Entwicklung (2022):<ref name="Demographische Entwicklung">Demographie ukrainischer Städte auf pop-stat.mashke.org. Abgerufen am 24. Juli 2022 (englisch).</ref>

1926 1939 1959 1970 1979 1989 2001 2005 2015 2019 2024
5.084 17.288 18.206 29.181 34.795 39.833 37.210 36.407 34.728 32.531 941
Volksgruppe Einwohner 2001 (%)<ref>Національний склад та рідна мова населення Донецької області (PDF; 236 kB). In: history.org.ua. Abgerufen am 24. Juli 2022 (ukrainisch).</ref>
Ukrainer 23.636 63,5
Russen 12.553 33,7
Weißrussen 343 0,9
Griechen 206 0,6

Söhne und Töchter (Auswahl)

Galerie

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:Navigationsleiste Orte in der Oblast Donezk

Vorlage:Normdaten