Auferstehungskirche (Böckingen)
Die Auferstehungskirche in der Sonnenbergstraße 19 im Heilbronner Stadtteil Böckingen ist eine Kirche der Evangelischen Kirchengemeinde Böckingen-Klingenberg im Kirchenbezirk Heilbronn im nördlichen Baden-Württemberg. Ihre Kirchengemeinde gehörte bis Ende 2024 zum ehemaligen Kirchenbezirk Heilbronn und gehört seit 2025 zum fusionierten neuen Kirchenbezirk Heilbronn-Brackenheim der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Die Auferstehungskirche war bereits in den 1930er Jahren am Sonnenberg geplant worden, konnte dann aber erst Ende der 1950er Jahre verwirklicht werden.
Beschreibung
Erste Pläne für den Bau einer evangelischen Kirche am Sonnenberg reichen bis ins Jahr 1937 zurück, konnten jedoch aufgrund eines willkürlich vom Heilbronner Oberbürgermeister Heinrich Gültig verhängten Bebauungsverbots für den Sonnenberg zunächst nicht verwirklicht werden. Im Frühjahr 1939 beschloss der Kirchenrat die Errichtung einer Notkirche für die rund 4500 Gemeindemitglieder des Bezirks III der Böckinger Kirchengemeinde, doch auch dieser Beschluss blieb wirkungslos. 1943 wurde der Name der künftig zu bauenden Kirche als Auferstehungskirche festgelegt. 1949 erging ein Planungsauftrag an Hans Seytter aus Stuttgart für ein Kirchengebäude mit 600 Sitzplätzen. Im April 1958 erfolgte mit dem Böckinger Bauführer, Architekt Th. Pfeiffer, die Grundsteinlegung für den Bau in Süd-Nord-Ausrichtung, am 3. Mai 1959 die Einweihung. Die letzte größere Renovierung der Kirche fand 2003 statt. Modernisiert wurden insbesondere die sanitären Einrichtungen, außerdem erhielt die Kirche eine Küche sowie eine Aufzuganlage.
Ausstattung
Glasmalerei: Wolf-Dieter Kohler aus Stuttgart entwarf 1959 den Fensterfries in der Westwand, thematisch von der Schöpfung bis zur Offenbarung, mit christlichen Symbolen wie Stern, Taube, Fisch, Kreuz, Kelch, Ähren usw. Auch das Rundfenster in der Altarwand und die Ornamentverglasung in der Altarraum-Ostwand sowie die einfache Farbverglasung in der Ostwand des Kirchenschiff stammen von ihm, gefertigt in der Stuttgarter Glaswerkstatt Saile.
Altarbereich: Der Bildhauer Karl Hemmeter aus München schuf 1959 den Altarkruzifixus.
Orgel: Eine Weigle-Orgel aus dem Jahr 1964 vervollständigt das Inventar. 1969 erhielt die Kirche die Tauf-, Kreuz-, Zeichen- und Taufglocke, vier Glocken aus Bronze, die mit der Tonfolge e’–fis’–a’–h’ dem Anfang von Christ ist erstanden, einem Choral, entsprechen.
Literatur
- Christhard Schrenk: Böckingen am See. Ein Heilbronner Stadtteil – gestern und heute. Stadtarchiv Heilbronn, Heilbronn 1998, ISBN 3-928990-65-9 (Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Heilbronn. Band 37)
- Christian Horn: Die Auferstehungskirche in Böckingen. In: Matthias Treiber (Hrsg.): Die evangelischen Kirchen im Kirchenbezirk Heilbronn. Evangelischer Kirchenbezirk Heilbronn, Heilbronn 2005, S. 32–33
Weblinks
Koordinaten: 49° 8′ 34,1″ N, 9° 11′ 13,8″ O
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- Die Auferstehungskirche auf der Website der Kirchgengemeinde [1]