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Liste der Kernreaktoren in Deutschland

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Kernkraftwerke in Deutschland
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Forschungsreaktoren in Deutschland

Die Liste der Kernreaktoren in Deutschland umfasst Kernkraftwerke, die Kernenergie in Deutschland bereitstellten, sowie Kernkraftwerke ohne Betriebsaufnahme und Forschungsreaktoren.

Geschichte

Während bei den ersten kerntechnischen Versuchsanlagen im Dritten Reich im Rahmen des Uranprojekts 1940–1945 zwar der Nachweis der Neutronenvermehrung, jedoch keine sich selbstständig erhaltende Kettenreaktion erreicht werden konnte, wurden in Deutschland zwischen 1957 und 2004 etwa 110 kerntechnische Anlagen in Betrieb genommen. Man unterscheidet zwischen Kernreaktoren zur Energiegewinnung und Forschungsreaktoren. Als erste Kernreaktoren gingen im Oktober bzw. Dezember 1957 der Forschungsreaktor München in Garching bei München und der Rossendorfer Forschungsreaktor (DDR) in Betrieb. Das Kernkraftwerk Kahl ging im Juni 1961 als erstes Kernkraftwerk ans Netz. Als letzter kommerzieller Kernreaktor wurde 1989 der Block 5 des Kernkraftwerks Greifswald mit dem Netz synchronisiert. Der Ausbildungskernreaktor Dresden erhielt 2004 als bislang letzter Forschungsreaktor seine Betriebsgenehmigung.

Am 1. Januar 1960 trat in Westdeutschland das Gesetz über die friedliche Verwendung der Kernenergie und den Schutz gegen ihre Gefahren (kurz Atomgesetz) in Kraft. Es wurde seitdem mehrfach geändert und ergänzt. Seit der Vereinbarung zwischen der Bundesregierung Schröder I und den Energieversorgungsunternehmen vom 15. Juni 2000 (dem sogenannten Atomkonsens) war die Nutzung der vorhandenen Kernkraftwerke zeitlich begrenzt und es gilt ein Neubauverbot (keine Genehmigungen für den Bau neuer Kernkraftwerke). Die Forschung auf dem Gebiet der Kerntechnik ist vom Atomkonsens unberührt. Der Kernenergie-Konsens-Vertrag legte eine noch zu erzeugende Strommenge („Reststrommenge“) für jedes Kernkraftwerk fest. Grundsätzlich konnten diese sogenannten Reststrommengen von älteren Kraftwerken auf neuere übertragen werden, umgekehrt nur in Ausnahmefällen. Hatte ein Kernkraftwerk seine zugeteilte Reststrommenge erzeugt, musste es abgeschaltet werden. Die getroffenen Abmachungen wurden durch das Gesetz zur geordneten Beendigung der Kernenergienutzung zur gewerblichen Erzeugung von Elektrizität vom 22. April 2002 umgesetzt.<ref>Gesetz zur geordneten Beendigung der Kernenergienutzung zur gewerblichen Erzeugung von Elektrizität. (PDF; 690 kB) 22. April 2002, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Oktober 2016; abgerufen am 5. Januar 2017.</ref>

Damals war vorgesehen, die ursprünglich 19 kommerziell genutzten Kernkraftwerksblöcke bis 2021 abzuschalten. Das Kernkraftwerk Stade wurde am 14. November 2003 abgeschaltet und das Kernkraftwerk Obrigheim am 11. Mai 2005. Der Block 2 des Kernkraftwerks Neckarwestheim sollte als letztes vom Netz gehen. Somit waren zum Ende der Regierungsbeteiligung der SPD im Oktober 2009<ref>nach der Bundestagswahl 2009 kam am 28. Oktober 2009 das schwarz-gelbe Kabinett Merkel II ins Amt.</ref> noch 17 kommerziell genutzte Kernkraftwerksblöcke und 11 Forschungsreaktoren (davon 6 Unterrichtsreaktoren) in Betrieb.

Die schwarz-gelbe Mehrheit im Bundestag beschloss am 28. Oktober 2010 eine Laufzeitverlängerung, nachdem diese zuvor vom schwarz-gelben Bundeskabinett gebilligt worden war. Im Schnitt sollten die Kernkraftwerke zwölf Jahre länger in Betrieb sein als der Atomkonsens aus dem Jahr 2000, geschlossen zwischen der rot-grünen Regierung (Schröder/Fischer) und der Atomwirtschaft, vereinbart war. Am 8. Dezember 2010 unterschrieb Bundespräsident Christian Wulff das Gesetz zur Laufzeitverlängerung. Die SPD-geführten Bundesländer Berlin, Brandenburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz reichten gegen dieses Gesetz am 28. Februar 2011 Klage beim Bundesverfassungsgericht ein.<ref>SPD und Grüne reichen Verfassungsklage ein. In: Spiegel Online. 28. Februar 2011, abgerufen am 5. Januar 2017.</ref>

Vier Tage nach dem Beginn der Nuklearkatastrophe von Fukushima verkündete Bundeskanzlerin Merkel am 15. März 2011 ein „Atom-Moratorium“, während dessen die sieben ältesten Kernreaktoren in Deutschland abgeschaltet werden sollten<ref name="faz-2011-03-15">Sieben Kernkraftwerke gehen vorerst vom Netz. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 15. März 2011, abgerufen am 5. Januar 2017.</ref> – dies entsprach vermutlich nicht der Rechtslage, da die Regierung nicht ohne weiteres ein vom Parlament beschlossenes Gesetz außer Kraft setzen darf.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ARD-Beitrag (Memento vom 17. März 2011 im Internet Archive), „Kann die Regierung das einfach beschließen?“ vom 16. März 2011, zuletzt abgerufen am 16. März 2011.</ref> Dieses Atom-Moratorium beinhaltete auch eine auf drei Monate befristete Aussetzung der Laufzeitverlängerung.<ref name="faz-2011-03-15" /><ref>So riskant sind die alten Reaktoren. In: stern.de. 15. März 2011, abgerufen am 5. Januar 2017.</ref> Der hiervon neben anderen betroffene Konzern RWE reichte am 1. April 2011 Klage gegen die Abschaltung des Kernreaktors Biblis A beim zuständigen Hessischen Verwaltungsgerichtshof ein. RWE berief sich auf die fehlende Rechtsgrundlage für das Moratorium.<ref>RWE klagt gegen Biblis-Abschaltung. In: Focus Online. 1. April 2011, abgerufen am 5. Januar 2017.</ref>

Mit dem Inkrafttreten der Novellierung des Atomgesetzes am 6. August 2011 verloren die sieben ältesten Kernkraftwerksblöcke Deutschlands sowie das Kernkraftwerk Krümmel die Erlaubnis zum Leistungsbetrieb. Der Plan, einen der Blöcke als Reserve vorzuhalten, wurde von der Bundesnetzagentur Ende August 2011 verworfen.<ref>Bundesnetzagentur wird den Reservebetrieb eines Kernkraftwerks nicht anordnen. In: Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen. 31. August 2011, abgerufen am 5. Januar 2017.</ref> Die verbliebenen neun Blöcke hätten gemäß dem Atomgesetz bis spätestens 31. Dezember 2022 abgeschaltet werden müssen. Der Bundestag verlängerte diese Frist am 11. November 2022 für die letzten drei Kernreaktoren Isar 2, Emsland A und Neckarwestheim 2 um 3,5 Monate.<ref>Götz Hausding: Deutscher Bundestag – Bundestag beschließt AKW-Laufzeitverlängerung bis Mitte April 2023. Abgerufen am 18. Juli 2023.</ref>

Grund dafür war, dass russische Streitkräfte am 24. Februar 2022 einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf die Ukraine begonnen haben. Dadurch waren seit 2021 die Energiepreise erheblich gestiegen. Am Abend des 15. April 2023 wurden die letzten drei Kernreaktoren vom Netz genommen.

Kernkraftwerke

Kernkraftwerk nennt man alle Leistungsreaktoren und Prototypanlagen, die zur kommerziellen Stromerzeugung genutzt werden. Vorlage:Tabellenstile

Bezeichnung Land Kürzel Typ Betrei­ber Brutto-­lei­stung
in MW
Netto-­lei­stung
in MW
Energie­-erzeu­gung
bis Abschaltung
in TWh
<ref>Nettostrom in TWh – Netto-Stromerzeugung in Milliarden Kilowattstunden von der Inbetriebnahme bis zur Abschaltung. Datenquelle: IAEO – Power Reactor Information System. Abgerufen am 24. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Bau-­beginn Beginn des kommer­-ziellen Betriebs Außer Betrieb Mittlere Verfüg­barkeit über Betriebs­-zeitraum
<ref>Datenquelle: IAEO – Power Reactor Information System, Stand: 4. Aug 2024</ref>
Status
Isar/Ohu 2 BY KKI 2 DWR (KWU Konvoi) PreussenElektra 1485 1410 382,7 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 15. Apr. 2023<ref group="Anm." name="Laufzeitverlängerung 2022">Laufzeit gesetzlich bis zum 15. April 2023 begrenzt (neuer § 7 Abs. 1e AtG vom 4. Dezember 2022).</ref> 93,5 % Außer Betrieb
(Rückbau bis 2040 geplant)<ref>Betreiber verkündet endgültiges Aus für Atomkraftwerk Isar 2. 26. Oktober 2023, abgerufen am 16. August 2024.</ref>
Brokdorf SH KBR DWR (KWU Vor-Konvoi) PreussenElektra 1480 1410 364,4 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 89,7 % Außer Betrieb
Philippsburg 2 BW KKP 2 DWR (KWU Vor-Konvoi) EnBW 1468 1402 357,0 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 88,2 % Im Rückbau
Grohnde NI KWG DWR (KWU Vor-Konvoi) PreussenElektra 1430 1360 386,8 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 91,6 % Im Rückbau
(bis 2039<ref>NDR: Das AKW Grohnde – Ein von Pannen geplagter „Weltmeister“. Abgerufen am 1. April 2024.</ref>)
Unterweser NI KKU DWR (KWU, Gen.2) PreussenElektra 1410 1345 289,8 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle<ref>Das Kraftwerk wurde gemäß Atom-Moratorium am 18. März 2011 vom Netz genommen</ref> 83,7 % Im Rückbau
(bis 2031<ref>AKW Unterweser darf abgebaut werden. In: Heise online. 6. Februar 2018, abgerufen am 27. Februar 2022.</ref>)
Krümmel SH KKK SWR (KWU-Baulinie 69) Vattenfall 1402 1346 201,7 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle<ref group="Anm.">Am 4. Juli 2009 kam es zu einer Reaktorschnellabschaltung aufgrund einer Störung in einem Maschinentransformator. Von da an bis zum Verlust der Betriebsgenehmigung („Atomausstieg“) zum 6. August 2011 war Krümmel im 'Stillstandsbetrieb'</ref> 69,2 % Im Rückbau
(bis 2040)
Emsland NI KKE DWR (KWU Konvoi) RWE 1406 1335 372,7 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 15. Apr. 2023<ref group="Anm." name="Laufzeitverlängerung 2022">Laufzeit gesetzlich bis zum 15. April 2023 begrenzt (neuer § 7 Abs. 1e AtG vom 4. Dezember 2022).</ref> 93,7 % Außer Betrieb
Neckarwestheim 2 BW GKN 2 DWR (KWU Konvoi) EnBW 1400 1310 351,2 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 15. Apr. 2023<ref group="Anm." name="Laufzeitverlängerung 2022" /> 92,7 % Außer Betrieb
Grafenrheinfeld BY KKG DWR (KWU Vor-Konvoi) PreussenElektra 1345 1275 315,6 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 88,7 % Im Rückbau
(bis 2035<ref>Klaus Rüfer: Atomkraftwerk soll bis 2035 verschwinden. In: Bayerischer Rundfunk. 12. April 2018, abgerufen am 4. September 2018.</ref>)
Gundremmingen C BY KRB C SWR (KWU-Baulinie 72) RWE 1344 1288 344,7 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 89,3 % Im Rückbau
Gundremmingen B BY KRB B SWR (KWU-Baulinie 72) RWE 1344 1284 314,5 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 90,4 % Im Rückbau
(bis 2040<ref>Christian Kirstges: So wird das Atomkraftwerk Gundremmingen rückgebaut. In: Augsburger Allgemeine. 25. März 2017, abgerufen am 31. Dezember 2017.</ref>)
Mülheim-Kärlich RP KMK DWR (Babcock-BBC) RWE 1302 1219 10,3 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 76,0 % Im Rückbau
(bis 2029<ref>Kühlturm des AKW Mülheim-Kärlich ist Geschichte. Süddeutsche Zeitung, abgerufen am 18. Februar 2021.</ref>)
Biblis B HE KWB B DWR (KWU Gen.2) RWE 1300 1240 247,4 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 74,5 % Im Rückbau
(bis nach 2032)
Biblis A HE KWB A DWR (KWU Gen.2) RWE 1225 1167 232,8 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 68,7 % Im Rückbau
(bis nach 2032)
Philippsburg 1 BW KKP 1 SWR (KWU-Baulinie 69) EnBW 926 890 187,6 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle<ref>Philippsburg 1 wurde am 17. März 2011 für das dreimonatige Atom-Moratorium heruntergefahren</ref> 80,3 % Im Rückbau
Isar/Ohu 1 BY KKI 1 SWR (KWU-Baulinie 69) PreussenElektra 912 878 198,3 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle<ref>Isar/Ohu wurde im Rahmen des Atom-Moratoriums am 17. März 2011 heruntergefahren</ref> 86,0 % Im Rückbau
(bis 2032)
Neckarwestheim 1 BW GKN 1 DWR (KWU Gen.2) EnBW 840 785 186,8 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 84,7 % Im Rückbau
(bis 2035<ref>Kernkraftwerk Neckarwestheim: Rückbau schwerster Einzelkomponente | EnBW. Abgerufen am 18. Februar 2021.</ref>)
Brunsbüttel SH KKB SWR (KWU-Baulinie 69) Vattenfall 806 771 120,4 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle<ref>Brunsbüttel wurde am 21. Juli 2007 komplett abgeschaltet und bis zum Erlöschen seiner Betriebsgenehmigung nicht wieder hochgefahren.</ref> 57,9 % Im Rückbau
(bis 2033<ref>Atomausstieg: Schleswig-Holstein erlaubt Abriss von AKW in Brunsbüttel. In: Spiegel Online. 21. Dezember 2018, abgerufen am 23. Dezember 2018.</ref>)
Stade NI KKS DWR (Siemens-KWU Gen.1) PreussenElektra 672 640 145,9 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 85,3 % Im Rückbau
(bis 2026<ref>Stade: AKW-Rückbau dauert drei Jahre länger. NDR, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 23. Januar 2021; abgerufen am 18. Februar 2021.</ref>)
Würgassen NW KWW SWR (AEG) PreussenElektra 670 640 69,7 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 71,9 % Im Rückbau
(bis 2028<ref>hna.de HNA.de:AKW Würgassen: Rückbau noch bis 2028, abgerufen am 4. März 2014.</ref>)
Greifswald 1 MV KGR 1 WWER-440/230 EWN 440 408 35,5 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 65,8 %<ref name="DieterNebel">Dieter Nebel: Zur Reaktorsicherheitsphilosophie sowjetischer Kernkraftwerke. In: Sitzungsberichte der Leibniz-Sozietät. 7 (1995), ISSN 0947-5850, S. 69–92, hier S. 85 ff. (leibnizsozietaet.de [PDF; 623 kB]).</ref> Im Rückbau
(bis 2028)
Greifswald 2 MV KGR 2 WWER-440/230 EWN 440 408 36,6 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 70,6 %<ref name="DieterNebel" /> Im Rückbau
(bis 2028)
Greifswald 3 MV KGR 3 WWER-440/230 EWN 440 408 33,3 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 78,8 %<ref name="DieterNebel" /> Im Rückbau
(bis 2028)
Greifswald 4 MV KGR 4 WWER-440/230 EWN 440 408 28,9 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 78,0 %<ref name="DieterNebel" /> Im Rückbau
(bis 2028)
Greifswald 5 MV KGR 5 WWER-440/213 EWN 440 408 0,0 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Im Rückbau
(bis 2028)
Obrigheim BW KWO DWR (Siemens Gen.1) EnBW 357 340 86,8 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 83,7 % Im Rückbau
(bis 2030<ref>S. W. R. Aktuell: 20 Jahre nach der Abschaltung: Wie geht es im Kernkraftwerk Obrigheim weiter? 29. April 2025, abgerufen am 11. Juni 2025.</ref>)
Hamm-Uentrop NW THTR HTR HKG 308 296 2,8 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 56,0 % Im sicheren
Einschluss

(bis 2030<ref>Dietmar Seher: Das teure Ende eines Atomkraftwerks. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 30. Juli 2011, abgerufen am 30. Juli 2011.</ref>)
Lingen NI KWL SWR RWE 268 183 9,1 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 42,2 % Im Rückbau
(bis 2035)
Gundremmingen A BY KRB SWR RWE 250 237 13,8 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 81,2 % Rückbau ausgesetzt,
2006 Umbau zu
„Technologie-zentrum“
Niederaichbach BY KKN HWCR ohne
(„Grüne Wiese“)
106 100 0,015 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 9,0 % rückgebaut
Rheinsberg BB KKR WWER-70 EWN 70 62 9,0 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 61,0 %<ref name="DieterNebel" /> Im Rückbau
(bis 2040)
MZFR Karlsruhe BW MZFR DWR EWN 57 52 4,8 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 73,3 % rückgebaut
Großwelzheim BY HDR HDR ohne
(„Grüne Wiese“)
25 25 0,0062 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle rückgebaut
KNK Karlsruhe I<ref>nicht mehr in der aktuellen Statistik der IAEO</ref> BW KNK I BR EWN 21 17 0,5 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Im Rückbau
(bis 2030)
KNK Karlsruhe II BW KNK II BR EWN 21 17 0,3 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 26,8 % Im Rückbau
(bis 2035)<ref>Kompakte Natriumgekühlte Kernreaktoranlage II (KNK II). 28. Juni 2024, abgerufen am 16. August 2024.</ref>
Kahl BY VAK SWR ohne
(„Grüne Wiese“)
16 15 2,0 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 67,8 % rückgebaut
Jülich NW AVR HTR EWN 15 13 1,5 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle 65,9 % Im Rückbau
<ref group="Anm.">siehe AVR (Jülich)#Rückbau, Entsorgung.</ref>

Anmerkungen <references group="Anm." />

Kernkraftwerke ohne Betriebsaufnahme

Diese Liste enthält geplante Kernkraftwerke, für die ein Genehmigungsantrag eingereicht und abgelehnt wurde, sowie Kernkraftwerke, die teilweise gebaut oder fertiggestellt wurden, aber nie in Betrieb gingen. Dunkelgrau hinterlegt sind diejenigen Kernkraftwerke, deren Bau begonnen wurde.

Bezeichnung Bundes-
land
Plan-
ung
Baube-
ginn
Projekt-
ende
Weitere Informationen Brutto
(MW)<ref>Brutto – Bruttoleistung in Megawatt (MW)</ref>
Netto
(MW)<ref>Netto – Nettoleistung in Megawatt (MW)</ref>
Typ Be-
leg
Bad Breisig RPDatei:Flag of Rhineland-Palatinate.svg RP 1971 ? Planung nach kurzer Zeit wegen Platzmangels (Trinkwasserschutz, Erdbebengebiet)<ref>Gewerbegebiet Goldene Meile – Das Beinahe-Atomkraftwerk. 24. Oktober 2013, abgerufen am 9. Dezember 2018.</ref> eingestellt, als Ersatz wurde wenige Kilometer flussaufwärts das Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich errichtet 1300 ? DWR <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />6-1.2 Verzeichnis der Empfehlungen und Stellungnahmen der Reaktor-Sicherheitskommission (RSK). (Memento vom 22. Februar 2014 im Internet Archive; PDF) bfs.de</ref>
BASF 1 RPDatei:Flag of Rhineland-Palatinate.svg RP 1973 01.12.1976 wurde durch fossil beheiztes Dampfkraftwerk ersetzt (Inbetriebnahme 2005) 425 385 DWR <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kernkraftwerk BASF 1 (Memento vom 4. Juni 2011 im Internet Archive)</ref>
Biblis C HEDatei:Flag of Hesse.svg HE 1975 1995 Bereits gefertigte Komponenten wurden für das Kernkraftwerk Angra 2 (Brasilien) verwendet 1315 1238 DWR <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kernkraftwerk Biblis C (Memento vom 4. Juni 2011 im Internet Archive)</ref>
Biblis D HEDatei:Flag of Hesse.svg HE 1973 01.01.1979 ? 1300 DWR <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kernkraftwerk Biblis D (Memento vom 4. Juni 2011 im Internet Archive)</ref>
Borken HEDatei:Flag of Hesse.svg HE 1974 1995 1300 1200 DWR <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kernkraftwerk Borken (Memento vom 4. Juni 2011 im Internet Archive)</ref>
Dahlen 1 SNDatei:Flag of Saxony.svg SN 1980 Frühj. 1990 1000 950 DWR <ref name="Dahlen">Felix Christian Matthes: Dahlen 1-4: Stromwirtschaft und deutsche Einheit. BoD – Books on Demand, 2000, ISBN 3-89811-806-1, S. 59–60.</ref>
Dahlen 2 SNDatei:Flag of Saxony.svg SN 1980 Frühj. 1990 1000 950 DWR <ref name="Dahlen" />
Dahlen 3 SNDatei:Flag of Saxony.svg SN 1980 Frühj. 1990 1000 950 DWR <ref name="Dahlen" />
Dahlen 4 SNDatei:Flag of Saxony.svg SN 1980 Frühj. 1990 1000 950 DWR <ref name="Dahlen" />
Emden NIDatei:Flag of Lower Saxony.svg NI 1975 ? geplanter Standort war Rysumer Sand 1300 ? DWR <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kernkraftwerk Emden (Memento vom 4. Juni 2011 im Internet Archive)</ref>
Greifswald 6 MVDatei:Flag of Mecklenburg-Western Pomerania.svg MV ? 01.12.1976 01.01.1990 Bau wurde fertiggestellt, keine Betriebsaufnahme 440 408 DWR <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kernkraftwerk Greifswald 6 (Memento vom 4. Juni 2011 im Internet Archive)</ref>
Greifswald 7 MVDatei:Flag of Mecklenburg-Western Pomerania.svg MV ? 01.12.1978 01.10.1990 Bau wurde abgebrochen 440 408 DWR <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kernkraftwerk Greifswald 7 (Memento vom 4. Juni 2011 im Internet Archive)</ref>
Greifswald 8 MVDatei:Flag of Mecklenburg-Western Pomerania.svg MV ? 01.12.1978 01.10.1990 Bau wurde abgebrochen 440 408 DWR <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kernkraftwerk Greifswald 8 (Memento vom 4. Juni 2011 im Internet Archive)</ref>
Hamm NWDatei:Flag of North Rhine-Westphalia.svg NW 1975 1995 geplant auf dem Gelände des THTR,

als Ersatz wurde das Kernkraftwerk Emsland gebaut

1301 1231 DWR <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kernkraftwerk Hamm (Memento vom 4. Juni 2011 im Internet Archive)</ref>
Kalkar 1 NWDatei:Flag of North Rhine-Westphalia.svg NW 1969 23.04.1973 20.03.1991 1985 fertiggestellt, aufgrund Sicherheitsbedenken und Protesten keine Betriebsaufnahme 327 295 SNR <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kernkraftwerk Kalkar (Memento vom 4. Juni 2011 im Internet Archive)</ref>
Kalkar 2 (SNR-2) NWDatei:Flag of North Rhine-Westphalia.svg NW 1975 1982 Der Standort Kalkar stand noch nicht endgültig fest 2160 2000 SNR <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kernkraftwerk SNR 2 (Memento vom 4. Juni 2011 im Internet Archive)</ref>
Neupotz A RPDatei:Flag of Rhineland-Palatinate.svg RP 1977 1987 1368 1289 DWR <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kernkraftwerk Neupotz A (Memento vom 4. Juni 2011 im Internet Archive)</ref>
Neupotz B RPDatei:Flag of Rhineland-Palatinate.svg RP 1977 1987 1368 1289 DWR <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kernkraftwerk Neupotz B (Memento vom 4. Juni 2011 im Internet Archive)</ref>
Pfaffenhofen A BYDatei:Flag of Bavaria (lozengy).svg BY 1976 1999 1315 1238 DWR <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kernkraftwerk Pfaffenhofen (Memento vom 4. Juni 2011 im Internet Archive)</ref>
Stendal 1 STDatei:Flag of Saxony-Anhalt (state).svg ST 1980 01.12.1982 01.03.1991 Bau wurde zu 85 Prozent fertiggestellt 970 900 DWR <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kernkraftwerk Stendal 1 (Memento vom 4. Juni 2011 im Internet Archive)</ref>
Stendal 2 STDatei:Flag of Saxony-Anhalt (state).svg ST 1980 01.12.1984 01.03.1991 Bau wurde zu 15 Prozent fertiggestellt 970 900 DWR <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kernkraftwerk Stendal 2 (Memento vom 4. Juni 2011 im Internet Archive)</ref>
Vahnum A NWDatei:Flag of North Rhine-Westphalia.svg NW 1975 ? 1300 1231 DWR <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kernkraftwerk Vahnum A (Memento vom 4. Juni 2011 im Internet Archive)</ref>
Vahnum B NWDatei:Flag of North Rhine-Westphalia.svg NW 1975 ? 1300 1231 DWR <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kernkraftwerk Vahnum B (Memento vom 4. Juni 2011 im Internet Archive)</ref>
Wyhl 1 BWDatei:Flag of Baden-Württemberg.svg BW 1973 ? Ursprünglich vorgesehener Standort war Breisach. Planung wurde 1977 abgebrochen und die Komponenten für das Kernkraftwerk Philippsburg 2 verwendet 1375 1300 DWR <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kernkraftwerk Wyhl 1 (Memento vom 4. Juni 2011 im Internet Archive)</ref>
<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wyhl-1. (Memento vom 22. Mai 2014 im Internet Archive) WNA Reactor Database (englisch)</ref>

Forschungsreaktoren

„Forschungsreaktor“ nennt man Kernreaktoren, die nicht der Stromerzeugung dienen, sondern überwiegend Forschungszwecken (kern- und materialtechnischen Untersuchungen, Isotopenproduktion für Medizin und Technik). Die folgende Liste ist nach der Inbetriebnahme der Forschungsreaktoren sortiert. Gelb markierte Reaktoren sind noch in Betrieb.

Name Bezeich-
nung
Betreiber Bundes-
land
Inbetrieb-
nahme
Außer Betrieb Status Leistung
(therm.)
Reaktortyp
Forschungsreaktor München FRM TU München BYDatei:Flag of Bavaria (lozengy).svg BY 31.10.1957 28.07.2000 Stilllegung am 3. April 2014<ref name="BFS-Kernanlagen_Stilllegung_Aug_2011.pdf">Auflistung kerntechnischer Anlagen in der Bundesrepublik Deutschland. (PDF; 110 kB) Anlagen „In Stilllegung“ Stand: August 2011. Bundesamt für Strahlenschutz, 1. November 2011, S. 13, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. Januar 2012; abgerufen am 7. Juni 2012.</ref>,
in Rückbau
4 MW Schwimmbad/MTR
Rossendorfer Forschungsreaktor RFR FZ Rossendorf SNDatei:Flag of Saxony.svg SN 16.12.1957 27.06.1991 rückgebaut<ref>atommuellreport.de</ref> 10 MW LWR
Forschungsreaktor Frankfurt-1 FRF-1 Uni Frankfurt HEDatei:Flag of Hesse.svg HE 10.01.1958 19.03.1968 begonnener Umbau zum FRF-2,
rückgebaut<ref name="BFS-Kernanlagen_Stilllegung_Aug_2011.pdf" />
50 kW homogen (L)/L-54 (L)
Forschungsreaktor Frankfurt-2 FRF-2 Uni Frankfurt HEDatei:Flag of Hesse.svg HE entfällt entfällt nicht fertiggestellt,
rückgebaut
1 MW
(geplant)
Schwimmbad/TRIGA
Berliner Experimentier-Reaktor I BER I Helmholtz-Zentrum Berlin BEDatei:Flag of Berlin.svg BE 24.07.1958 1972 im sicheren Einschluss 50 kW homogen (L)/L-54 (L)
Forschungsreaktor Geesthacht-1 FRG-1 GKSS SHDatei:Flag of Schleswig-Holstein.svg SH 23.10.1958 28.06.2010 im Rückbau bis 2020 5 MW Schwimmbad/MTR
Siemens Argonaut Reaktor SAR TU München BYDatei:Flag of Bavaria (lozengy).svg BY 23.06.1959 31.10.1968 rückgebaut 1 kW Argonaut
AEG-Prüfreaktor PR-10 Kraftwerk Union BYDatei:Flag of Bavaria (lozengy).svg BY 27.01.1961 1976 stillgelegt 180 Watt Argonaut
Forschungsreaktor 2 FR-2 FZ Karlsruhe BWDatei:Flag of Baden-Württemberg.svg BW 07.03.1961 21.12.1981 im Rückbau 44 MW HWR
Forschungsreaktor Jülich 1 (MERLIN) FRJ-1 FZ Jülich NWDatei:Flag of North Rhine-Westphalia.svg NW 23.02.1962 22.03.1985 rückgebaut 10 MW Schwimmbad/MTR
Siemens-Unterrichtsreaktor München SUR-M TU München BYDatei:Flag of Bavaria (lozengy).svg BY 28.02.1962 10.08.1981 rückgebaut<ref name="BFS-Kernanlagen_Stilllegung_Aug_2011.pdf" /> 0,1 Watt homogen (S)/SUR-100
Forschungsreaktor Jülich 2 (DIDO) FRJ-2 FZ Jülich NWDatei:Flag of North Rhine-Westphalia.svg NW 14.11.1962 02.05.2006 im Rückbau 23 MW Tank/HWR
Rossendorfer Ringzonenreaktor RRR FZ Rossendorf SNDatei:Flag of Saxony.svg SN 16.12.1962 25.09.1991 rückgebaut 1 kW Argonaut
Schnell-Thermischer Argonaut-Reaktor STARK FZ Karlsruhe BWDatei:Flag of Baden-Württemberg.svg BW 11.01.1963 03.1976 rückgebaut 10 Watt Argonaut
Forschungsreaktor Geesthacht-2 FRG-2 GKSS SHDatei:Flag of Schleswig-Holstein.svg SH 16.03.1963 28.01.1993 im Rückbau 15 MW Schwimmbad/MTR
Siemens-Unterrichtsreaktor Berlin SUR-B TU Berlin BEDatei:Flag of Berlin.svg BE 26.07.1963 15.10.2007 Stilllegung am 16. April 2013<ref name="Kernanlagen_Stilllegung_Mai13.pdf">Auflistung kerntechnischer Anlagen in der Bundesrepublik Deutschland. (PDF; 110 kB) Anlagen „In Stilllegung“ Stand: Mai 2013. Bundesamt für Strahlenschutz, 1. Mai 2013, S. 13, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 12. Mai 2013 (keine Mementos).@1@2Vorlage:Toter Link/www.bfs.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> 0,1 Watt homogen (S)/SUR-100
Siemens-Unterrichtsreaktor Darmstadt SUR-DA TU Darmstadt HEDatei:Flag of Hesse.svg HE 23.09.1963 22.02.1985 rückgebaut<ref name="BFS-Kernanlagen_Stilllegung_Aug_2011.pdf" /> 0,1 Watt homogen (S)/SUR-100
Anlage für Nullleistungsexperimente ANEX GKSS SHDatei:Flag of Schleswig-Holstein.svg SH 05.1964 05.02.1975 rückgebaut 100 Watt Nullleistungsreaktor
Siemens-Unterrichtsreaktor Stuttgart SUR-S Uni Stuttgart BWDatei:Flag of Baden-Württemberg.svg BW 24.08.1964 in Betrieb 0,1 Watt homogen (S)/SUR-100
Siemens-Unterrichtsreaktor Hamburg SUR-HH FH Hamburg HHDatei:Flag of Hamburg.svg HH 15.01.1965 08.1992 rückgebaut<ref name="BFS-Kernanlagen_Stilllegung_Aug_2011.pdf" /> 0,1 Watt homogen (S)/SUR-100
Forschungsreaktor Mainz FRMZ Uni Mainz RPDatei:Flag of Rhineland-Palatinate.svg RP 03.08.1965 in Betrieb 100 kW Schwimmbad/TRIGA-II
Siemens-Unterrichtsreaktor Aachen SUR-AA RWTH Aachen NWDatei:Flag of North Rhine-Westphalia.svg NW 22.09.1965 2000<ref name=atomaufsicht /> Der Genehmigungsbescheid zur Stilllegung und zum vollständigen Abbau des SUR-AA wurde am 26. Juni 2020 erteilt. Er ist kernbrennstofffrei.<ref name=atomaufsicht>Abbau</ref>

Antrag auf Stilllegung 2010 gestellt<ref name="BFS-Kernanlagen_Stilllegung_Aug_2011.pdf" />

0,1 Watt homogen (S)/SUR-100
Siemens-Unterrichtsreaktor Ulm SUR-U Hochschule Ulm BWDatei:Flag of Baden-Württemberg.svg BW 01.12.1965 in Betrieb 0,1 Watt homogen (S)/SUR-100
Siemens-Unterrichtsreaktor Kiel SUR-KI FH Kiel SHDatei:Flag of Schleswig-Holstein.svg SH 29.03.1966 11.12.1997 rückgebaut 0,1 Watt homogen (S)/SUR-100
Siemens-Unterrichtsreaktor Karlsruhe SUR-KA FZ Karlsruhe BWDatei:Flag of Baden-Württemberg.svg BW 07.03.1966 09.1996 rückgebaut<ref name="BFS-Kernanlagen_Stilllegung_Aug_2011.pdf" /> 0,1 Watt homogen (S)/SUR-100
Forschungsreaktor TRIGA Heidelberg I TRIGA HD I DKFZ BWDatei:Flag of Baden-Württemberg.svg BW 26.08.1966 31.03.1977 rückgebaut 250 kW Schwimmbad/TRIGA-I
Schnelle Nullenergie-Anordnung SNEAK FZ Karlsruhe BWDatei:Flag of Baden-Württemberg.svg BW 15.12.1966 11.1985 stillgelegt 1 kW Nullleistungsreaktor
Abbrandmessung ADIBKA FZ Jülich NWDatei:Flag of North Rhine-Westphalia.svg NW 18.03.1967 30.10.1972 Stilllegung am 12/1977<ref name="BFS-Kernanlagen_Stilllegung_Aug_2011.pdf" /> 100 Watt homogen/L77 A
AEG-Nullenergiereaktor TKA Kraftwerk Union BYDatei:Flag of Bavaria (lozengy).svg BY 23.06.1967 1973 Stilllegung am 21. Dezember 1981<ref name="BFS-Kernanlagen_Stilllegung_Aug_2011.pdf" /> 100 Watt Tank/Nullleistungsreaktor
Forschungs- und Messreaktor Braunschweig FMRB PTB NIDatei:Flag of Lower Saxony.svg NI 03.10.1967 19.12.1995 rückgebaut 1 MW Schwimmbad/MTR
Siemens-Unterrichtsreaktor Bremen SUR-HB Hochschule Bremen HBDatei:Flag of Bremen.svg HB 10.10.1967 17.06.1993 rückgebaut<ref name="BFS-Kernanlagen_Stilllegung_Aug_2011.pdf" /> 0,1 Watt homogen (S)/SUR-100
Nuklearschiff „Otto Hahn“ OH GKSS SHDatei:Flag of Schleswig-Holstein.svg SH 26.08.1968 22.03.1979 verschrottet<ref name="BFS-Kernanlagen_Stilllegung_Aug_2011.pdf" /> 38 MW DWR/Schiffsreaktor
Rossendorfer Anordnung für kritische Experimente RAKE FZ Rossendorf SNDatei:Flag of Saxony.svg SN 03.10.1969 26.11.1991 rückgebaut 10 Watt Tank/Nullleistungsreaktor
Kritisches Experiment KEITER FZ Jülich NWDatei:Flag of North Rhine-Westphalia.svg NW 15.06.1971 1982 Stilllegung am 6/1988<ref name="BFS-Kernanlagen_Stilllegung_Aug_2011.pdf" /> 1 Watt Nullleistungsreaktor
Siemens-Unterrichtsreaktor Hannover SUR-H Uni Hannover NIDatei:Flag of Lower Saxony.svg NI 09.12.1971 2008 Stilllegung im September 2019<ref>haz.de</ref><ref>umwelt.niedersachsen.de</ref> 0,1 Watt homogen (S)/SUR-100
Forschungsreaktor Neuherberg FRN GSF BYDatei:Flag of Bavaria (lozengy).svg BY 23.08.1972 16.12.1982 sicherer Einschluss 1 MW Schwimmbad/TRIGA-III
Forschungsreaktor Hannover FRH MH Hannover NIDatei:Flag of Lower Saxony.svg NI 31.01.1973 18.12.1996 rückgebaut 250 kW Schwimmbad/TRIGA-I
Siemens-Unterrichtsreaktor Furtwangen SUR-FW Hochschule Furtwangen BWDatei:Flag of Baden-Württemberg.svg BW 28.06.1973 in Betrieb 0,1 Watt homogen (S)/SUR-100
Kritische Anordnung KAHTER FZ Jülich NWDatei:Flag of North Rhine-Westphalia.svg NW 02.07.1973 03.02.1984 Stilllegung am 6/1988<ref name="BFS-Kernanlagen_Stilllegung_Aug_2011.pdf" /> 100 Watt Nullleistungsreaktor
Berliner Experimentier-Reaktor II BER II Helmholtz-Zentrum Berlin BEDatei:Flag of Berlin.svg BE 09.12.1973 11.12.2019 im Rückbau bis 2033<ref>Strahlendes Erbe: Berlins Forschungsreaktor BER II wird Geschichte. heise online, abgerufen am 11. Dezember 2019.</ref> 10 MW Schwimmbad/MTR
Forschungsreaktor TRIGA Heidelberg II TRIGA HD II DKFZ BWDatei:Flag of Baden-Württemberg.svg BW 28.02.1978 30.11.1999 rückgebaut 250 kW Schwimmbad/TRIGA-I
Ausbildungskernreaktor Dresden-1 AKR-1<ref>AKR-1 – Der Ausbildungskernreaktor wurde 2004 zum AKR-2 umgebaut.</ref> TU Dresden SNDatei:Flag of Saxony.svg SN 28.07.1978 03.2004 ersetzt durch AKR 2 2 Watt homogen/SUR-Typ
Zittauer Lehr- und Forschungsreaktor ZLFR Hochschule Zittau SNDatei:Flag of Saxony.svg SN 25.05.1979 24.03.2005 rückgebaut 10 Watt HWR
Forschungsreaktor München II FRM II TU München BYDatei:Flag of Bavaria (lozengy).svg BY 02.03.2004 in Betrieb 20 MW Schwimmbad/HWR
Ausbildungskernreaktor Dresden-2 AKR-2 TU Dresden SNDatei:Flag of Saxony.svg SN 22.03.2005 in Betrieb, ersetzt AKR 1 2 Watt homogen/SUR-Typ

Stand: Dezember 2019

Daneben wurden während des Zweiten Weltkriegs im deutschen Uranprojekt eine Reihe von Versuchsreaktoren konstruiert, die jedoch allesamt nicht kritisch wurden. Der letzte dieser Versuche war der Forschungsreaktor Haigerloch, ein Schwerwasserreaktor, der durch das Kaiser-Wilhelm-Institut für Physik im März/April 1945 in einem Felsenkeller im hohenzollerischen Haigerloch aufgebaut wurde.

Reaktortyp

Datei:Pulstar2.jpg
Reaktorkern eines Schwimmbadreaktors
  • DWR = Druckwasserreaktor: Das im Reaktorkern erhitzte Wasser zirkuliert im Primärkreislauf. Es steht unter so hohem Druck, dass es nicht verdampft. Es gibt in einem Dampferzeuger seine Wärme an den Sekundärkreislauf ab. Dieser Wasser-Dampf-Kreislauf ist frei von Radioaktivität, was z. B. die Wartung der Dampfturbine wesentlich erleichtert.
  • SWR = Siedewasserreaktor: Beim Siedewasserreaktor wird das Kühlmittel Wasser im Reaktor in Dampf zum direkten Antrieb der Turbine verwandelt.
  • Nullleistungsreaktor: Ein Reaktor mit sehr geringer thermischer Leistung, der zu Ausbildungs- und Forschungszwecken eingesetzt wird. Dieser Reaktortyp hat aufgrund der geringen Leistung selbst in der Spaltzone faktisch keine Temperaturerhöhung, weswegen sich Systeme zur Wärmeabfuhr erübrigen.
  • TRIGA: Ein Forschungsreaktor des Schwimmbad-Typs, bei dem die Sicherheit durch Naturgesetze gewährleistet wird und nicht durch Ingenieurmaßnahmen, die man überbrücken könnte.
  • HDR = Heißdampf-Siedewasserreaktor: Ein Siedewasserreaktor mit integrierter nuklearer Überhitzung.
  • homogen: Ein Reaktor, in dem der Brennstoff als Gemisch mit Moderator oder Kühlmittel vorliegt.
  • HTR = Hochtemperaturreaktor: Beim Hochtemperaturreaktor wird der Reaktorkern mit dem Edelgas Helium gekühlt, das beim Durchströmen der Kugelschüttung (Schüttung von kugelförmigen Brennelementen) erhitzt wird.
  • HWR = Heavy Water Reactor: Ein Reaktortyp, bei dem schweres Wasser als Kühlmittel und Moderator verwendet wird.
  • HWCR: Schwerwassermoderierter, CO2-gekühlter Druckröhrenreaktor; im Reaktor befinden sich die Brennelemente innerhalb zahlreicher Röhren, in denen das Kühlmittel (CO2-Gas) umläuft.
  • MTR: Ein Materialtestreaktor mit einem sehr kompakten Reaktorkern, um eine möglichst große Neutronenflussdichte zu erzielen.
  • Schwimmbad: Die Brennelemente sind in ein offenes Wasserbecken eingetaucht, so dass etwa Eingriffe und Experimente für Forschungszwecke und Ausbildung möglich sind.
  • SBR = Schneller Brutreaktor: Die Kernspaltung erfolgt mit schnellen, ungebremsten Neutronen.

Siehe auch

Literatur

  • Manfred Petroll, Liane Philipp: Kerntechnik – Anlagen in Deutschland. Hrsg. v. INFORUM Verlags- und Verwaltungsgesellschaft, Bonn 1997, ISBN 3-926956-11-9.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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