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Kernkraftwerk Großwelzheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Kernkraftwerk Großwelzheim
Lage
Kernkraftwerk Großwelzheim (Bayern)
Kernkraftwerk Großwelzheim (Bayern)
Koordinaten 50° 3′ 29″ N, 8° 59′ 14″ OKoordinaten: 50° 3′ 29″ N, 8° 59′ 14″ O
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Land Deutschland
Daten
Eigentümer Heißdampfreaktor-
Betriebsgesellschaft mbH
Projektbeginn 1965
Kommerzieller Betrieb 2. Aug. 1970
Stilllegung 20. April 1971

Stillgelegte Reaktoren (Brutto)

1  (25 MW)
Eingespeiste Energie seit Inbetriebnahme 6,2 GWh
Stand 25. Juli 2007
Die Datenquelle der jeweiligen Einträge findet sich in der Dokumentation.

Das Versuchskernkraftwerk Großwelzheim, auch bekannt als Heißdampfreaktor Großwelzheim (HDR) mit einer elektrischen Leistung von 25 Megawatt befand sich in der Nähe von Großwelzheim, einem Ortsteil der Gemeinde Karlstein am Main.

Der Prototyp-Siedewasserreaktor, der überhitzten Dampf erzeugen sollte, wurde in den Jahren 1965 bis 1969 erbaut. Die Brennelemente wiesen jedoch konstruktive Mängel auf, so dass sie einen Betrieb bei voller Leistung nicht erlaubt hätten.<ref>Forschungszentrum Karlsruhe: @1@2Vorlage:Toter Link/www-proxy2.fzk.deDer Rückbau des Heißdampfreaktors (HDR) in Karlstein am Main (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot (PDF; 323 kB), abgerufen am 23. April 2013</ref> Deshalb wurde der Reaktor, der am 14. Oktober 1969 in Betrieb gegangen war, bereits eineinhalb Jahre später, am 20. April 1971, wieder abgeschaltet.<ref name="IAEO">IAEO: Power Reactor Information System der IAEO: "Germany, Federal Republic of: Nuclear Power Reactors" (englisch)</ref>

Nach der Stilllegung im Jahre 1983 diente die Anlage für Tests zur Reaktorsicherheit. Der Rückbau wurde 1998 abgeschlossen.<ref>Karlsruher Institut für Technologie: Lexikon zur Kernenergie, Stichwort "HDR" (PDF; 7,6 MB), abgerufen am 23. Dezember 2012</ref>

Auf dem Kraftwerksgelände befand sich auch das Kernkraftwerk Kahl, das erste deutsche Kernkraftwerk, das 1985 stillgelegt und von 1988 bis 2008 zurückgebaut wurde. Damit ist dies der erste deutsche Standort, an dem zwei Reaktorblöcke zurückgebaut wurden.

Bei der Bildung der Gemeinde Karlstein am Main aus den bis dahin selbständigen Orten Dettingen am Main und Großwelzheim im Jahr 1975 wurde wegen der Kernkraftwerksblöcke das Atomsymbol in das neu geschaffene und bis heute gültige Gemeindewappen aufgenommen, obwohl bereits zu diesem Zeitpunkt der HDR nicht mehr in Betrieb war.

Datei:DEU Karlstein am Main COA.svg
Wappen von Karlstein am Main

Daten der Reaktorblöcke

Das Kernkraftwerk Großwelzheim hatte einen Kraftwerksblock:

Reaktor­block<ref name="IAEO" /> Reaktor­typ Netto­leistung Brutto­leistung Bau­beginn Netz­syn­chro­ni­sation Kommer­zieller Betrieb Ab­schal­tung
HDR Großwelzheim Heißdampfreaktor-Siedewasserreaktor 23 MW 25 MW align="right" Vorlage:DatumZelle align="right" Vorlage:DatumZelle align="right" Vorlage:DatumZelle align="right" Vorlage:DatumZelle

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Außer Betrieb:

Biblis | Brokdorf | Brunsbüttel | Emsland | Grafenrheinfeld | Greifswald | Grohnde | Gundremmingen | THTR-300 Hamm-Uentrop | Isar | AVR Jülich | KNK Karlsruhe | MZFR Karlsruhe | Krümmel | Lingen | Mülheim-Kärlich | Neckarwestheim | Obrigheim | Philippsburg | Rheinsberg | Stade | Unterweser | Würgassen

Abgebaut:

Großwelzheim | Kahl | Niederaichbach

Nicht in Betrieb
genommen:

Kalkar | Stendal | Wyhl

Vorlage:Klappleiste/Ende