Zum Inhalt springen

Apperzeption

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Apperzeption (aus neu{{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=la |SCRIPTING=Latn |SERVICE=lateinisch}} hinzuwahrnehmen)<ref>Georgi Schischkoff (Hrsg.): Wörterbuch der Philosophie. 22. Aufl. Kröner, Stuttgart 1991, Lemma Apperzeption.</ref> bedeutet nach Wilhelm Wundt die klare und bewusste Aufnahme des jeweiligen Inhaltes eines Erlebnisses, einer Wahrnehmung oder eines Denkens.<ref>Wilhelm Wundt: Grundriß der Psychologie. Leipzig, 1896.</ref><ref>Brockhaus: Philosophie. Mannheim u. Leipzig 2004, Lemma Apperzeption.</ref> Diese Leistungen sind letztlich das Ergebnis sinnesphysiologisch und wahrnehmungspsychologisch determinierter Vorgänge und stellen Angliederungen neuer Inhalte an bereits vorhandene ähnliche Inhalte dar. Sie sind daher als cognitive Funktionen von Assimilation zu unterscheiden.<ref name="JungJGW6" details="S. 443, § 685 zu Kap. „Assimilation“" /> Bei der Assimilation überwiegt u. U. die Reproduktion bereits vorhandener Bewusstseinsinhalte gegenüber der Rolle neuer Sinneseindrücke. Bei der Apperzeption wird ein gleichmäßiges Abwägen dieser beiden Faktoren durch cognitive Leistungen vorausgesetzt.<ref name="JungJGW6" details="S. 442, § 683 zu Kap. „Apperzeption“" />

Geschichte

Leibniz unterscheidet Apperzeption, Perzeption und petites perceptions. Er hat den Begriff Apperzeption für den seelischen Vorgang reserviert, durch den sinnlich Gegebenes mittels Aufmerksamkeit und Gedächtnis aufgefasst, angeeignet, ins Bewusstsein erhoben und in einen Bewusstseinszusammenhang eingeordnet wird.<ref>Monadologie, verfasst 1714, dt. 1720, LS 14; Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand, vermutlich 1707, Buch II: Von den Ideen, Kap. 1 f.</ref> Im Unterschied dazu spricht er bei unklaren und vageren Wahrnehmungen von Perzeptionen und bei deren Vorstufen, den nicht klaren und meist nicht bewussten, körperlichen und sensorischen „Wahrnehmungen“ von Petites perceptions.

Kant unterschied zwischen der psychologischen oder empirischen Apperzeption, dem Vermögen des Verstandes, klare Vorstellungen aus der sinnlichen Wahrnehmung zu bilden und die vielfältigen Anschauungen durch Tätigkeit des inneren Sinnes zu einer einheitlichen Vorstellung zusammenzufassen einerseits, und zum anderen der reinen oder transzendentalen Apperzeption als dem Vermögen des Bewusstseins überhaupt, das Verstand und Vernunft umschließt und aus dem die allgemeingültige und notwendige Einheit aller Verstandes- und Vernunfterkenntnisse entspringt.

Theodor W. Adorno übernimmt den Begriff von Walter Benjamin im Zusammenhang mit einer attentionalen Apperzeption leichter Musik, wie dem Jazz zum Tanzen oder neben dem Gespräch.<ref>Theodor W. Adorno – Dissonanzen. Musik in der verwalteten Welt. Frankfurt am Main 1956</ref>

Eine weitere Verwendung des Begriffs findet sich bei Wilhelm Wundt (Grundzüge der physiologischen Psychologie, 1874, III § 15), der zwischen aktiver, willkürlicher und passiver, unvorbereiteter Apperzeption unterschied.

Ein moderner Begriff, der dem der Apperzeption nahesteht, ist Kognition.

Den Gegenbegriff der Apperzeptionsverweigerung hat vor allem der Romancier Heimito von Doderer im bildungssprachlichen Kontext populär gemacht, vielleicht sogar erfunden.<ref>Heimito von Doderer – Albert Paris Gütersloh: Briefwechsel 1928–1962. Hrsg. v. Reinhold Treml. München 1986, S. 19 Google Books.</ref> Er meint die Weigerung, die Welt so wahrzunehmen, wie sie ist.

Weblinks

[[wikt:{{#if:|{{{lang}}}:}}{{#if:|{{{1}}}|{{#invoke:WLink|getArticleBase}}}}|Wiktionary: {{#if:|{{{2}}}|{{#if:|{{{1}}}|{{#invoke:WLink|getArticleBase}}}}}}]]{{#switch: 1

|1|= – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen |0|-= |X|x= |#default= –

}}{{#if:| {{#ifeq: {{{lang}}} | de | {{#ifeq: 0 | 0 | }} | ({{#invoke:Multilingual|format|{{{lang}}}|slang=!|shift=m}}) }}}}

{{#invoke:TemplatePar|check

  |opt= 1= 2= lang= suffix=
  |template=Vorlage:Wiktionary
  |cat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Schwesterprojekt
  }}

Einzelnachweise

<references> <ref name="JungJGW6">Carl Gustav Jung: Definitionen In: Psychologische Typen (= Gesammelte Werke. Band 6). Kap. XI., Walter, Solothurn/Düsseldorf 1995, ISBN 3-530-40081-5.</ref> </references>


{{#ifeq: s | p | | {{#if: 4142815-8 | |

}} }}{{#ifeq:||{{#if: | [[Kategorie:Wikipedia:GND fehlt {{#invoke:Str|left|{{{GNDCheck}}}|7}}]] }}{{#if: | {{#if: | | }} }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: 4142815-8 | | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: 4142815-8 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: | | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: | | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }} }}Vorlage:Wikidata-Registrierung