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Bartholomäus (Apostel) – Wikipedia Zum Inhalt springen

Bartholomäus (Apostel)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Apostel Bartholomäus)
Datei:Konrad Witz 001.jpg
Konrad Witz, Heilsspiegelaltar, Außentafel: Hl. Bartholomäus
Datei:Leonardo, ultima cena (restored) 04.jpg
Bartholomäus (links) – Detail aus dem Wandgemälde Das Abendmahl von Leonardo da Vinci

Bartholomäus ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Bar-Tôlmay, aramäisch „Sohn des Tholmai“) ist ein biblischer Apostel, der Anfang des 1. Jahrhunderts in Kana, Galiläa gelebt haben soll.

Biblische Überlieferung

In den drei ersten Evangelien wird Bartholomäus als Jünger Jesu (vgl. Vorlage:Bibel/Link) genannt und in den Apostellisten als einer der zwölf Apostel aufgezählt. Sein voller Name könnte Natanaël Bar-Tolmai gewesen sein, vorausgesetzt, dass er mit dem Natanaël gleichzusetzen ist, dessen Berufung in Vorlage:Bibel/Link (vgl. auch Vorlage:Bibel/Link u. ö.) erzählt wird. Es kann vermutet werden, dass Natanaël Bar-Tolmai ein Schriftgelehrter oder Schriftgelehrtenschüler war.

Legende (Hagiographie)

Der Legende nach soll er als „Zeuge Christi“ in Indien, Mesopotamien und vor allem in Armenien das hebräische Matthäusevangelium gepredigt haben,<ref>Albrecht Dihle: Art. Indien. In: Reallexikon für Antike und Christentum, Bd. 18, Anton Hiersemann Verlag, Stuttgart, Sp. 1–56, hier Sp. 46.</ref> wo er auch das Martyrium erlitten haben soll. Astyages, ein Bruder des armenischen Herrschers Polymios, soll den Befehl gegeben haben, ihm bei lebendigem Leibe die Haut abzuziehen und ihn anschließend kopfunter zu kreuzigen. Andere Quellen berichten von einer Enthauptung des Heiligen.

Nach späteren Legenden sei der Sarg mit seinem Leichnam an der Insel Lipari bei Sizilien angespült worden, wo man ihn auch bestattet habe. Nach Gregor von Tours sei er 580 von Mesopotamien nach Lipari gebracht worden.<ref>Wolfgang Braunfels (Hrsg.): Lexikon der christlichen Ikonographie, Band 5. Herder, Freiburg 1968, Spalte 322.</ref> Über seinem vermutlichen Grab wurde eine Kirche errichtet, die 831 die Sarazenen zerstörten.

Kirchengeschichte

Datei:Isola Tibertina. Basilica di San Bartolomeo - panoramio.jpg
San Bartolomeo all’Isola

Kaiser Otto II. ließ die angeblichen Gebeine 983 nach Rom bringen, wo sie seither in San Bartolomeo all’Isola aufbewahrt werden. Darauf wurde Bartholomäus zum Patron vieler deutscher Kirchen. Die angebliche Hirnschale kam unter Kaiser Friedrich II. 1238 in den Frankfurter Kaiserdom, der darauf Bartholomäus als Kirchenpatron erhielt.<ref>Wolfgang Braunfels (Hrsg.): Lexikon der christlichen Ikonographie, Band 5. Herder, Freiburg 1968, Spalte 322.</ref>

Ikonographie und Attribute

Datei:Michelangelo, Giudizio Universale 31.jpg
Bartholomäus mit Messer und abgezogener Haut – Detail aus dem Jüngsten Gericht von Michelangelo

Seit Beginn des 13. Jahrhunderts wird Bartholomäus mit Messer und abgezogener Haut in zahlreichen Bildern dargestellt. In Michelangelos Jüngstem Gericht in der Sixtinischen Kapelle in Rom gilt das Antlitz auf der Haut von Bartholomäus als Selbstbildnis Michelangelos.

In jüngerer Zeit entstanden neue Darstellungen des Apostels, so etwa der Bronzeguss von Damien Hirst (2006)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Saint Bartholomew, Exquisit Pain (Memento vom 17. Februar 2015 im Internet Archive).</ref> oder die großformatige Ölmalerei des Leipziger Malers Aris Kalaizis, die in Konfrontation mit Darstellungen des Heiligen am Kaiserdom St. Bartholomäus 2014/2015 entstand. Im Jahr 2015 errichtete das Kunst- und Kulturforum Stubenberg eine Bartholomäus-Skulptur vor der Kirche von Stubenberg. Der Kopf ist aus Marmor, der Körper aus Magnesit mit glitzernden Glimmereinschlüssen.

Gedenktage

  • katholisch: 24. August
  • evangelisch: 24. August
  • anglikanisch: 24. August
  • orthodox: 11. Juni

Patronate

Datei:Fahne Bruderschaft der Metzger MHQ.jpg
St. Bartholomäus auf einer Fahne der Bruderschaft der Metzger, Ravensburg

Patrozinien

Bartholomäus gilt als Patron

Bei Haut- und Nervenkrankheiten sowie Zuckungen, Dämonen und Geistern wird der heilige Bartholomäus um seine Fürsprache bei Gott angerufen.

Literatur

  • Wolfgang Braunfels (Hrsg.): Lexikon der christlichen Ikonographie, Band 5. Herder, Freiburg 1968 (Neuaufl. der WBG, Darmstadt 2015), Spalten 320–334. ISBN 978-3-534-26725-5
  • Christoph Schmitt: Bartholomäus. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 26, Bautz, Nordhausen 2006, ISBN 3-88309-354-8, Sp. 121–122.
  • Otto Wimmer: Handbuch der Namen und Heiligen, mit einer Geschichte des christlichen Kalenders. 3. Aufl. Innsbruck/Wien/München 1966, S. 143 f.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Bartholomäus (Apostel) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Petrus | Andreas | Jakobus d. Ä. | Johannes | Philippus | Bartholomäus | Thomas | Matthäus | Jakobus d. J. | Judas Thaddäus | Simon Zelotes | Judas Iskariot | Matthias Vorlage:Klappleiste/Ende

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