Zum Inhalt springen

Anton von Nagel zu Aichberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Paulskirche Nagel.jpg
Anton von Nagel zu Aichberg

Anton von Nagel zu Aichberg (* 27. September 1798 in Wien; † 16. November 1859 in Amberg) war ein bayerischer Landrichter und Stadtkommissar sowie Major und Kommandant des Landwehr-Bataillons Amberg. Außerdem war er 1848/49 Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung.

Leben

Herkunft

Anton entstammte der Familie Nagel, die am 15. Juli 1775 durch Kaiserin Maria Theresia mit dem Prädikat „zu Nagel“ in den erbländisch-österreichischen Adelsstand erhoben wurde. Er war der älteste Sohn des bayerischen Geheimen Finanzministrial-Registrators Heinrich von Nagel zu Aichberg (1764–1855) und dessen Ehefrau Josephine, geborene von der Brandten (1780–1840).

Karriere

Nagel studierte nach dem Gymnasialabschluss 1817 am (heutigen) Wilhelmsgymnasium München<ref>Max Leitschuh: Die Matrikeln der Oberklassen des Wilhelmsgymnasiums in München. München 1970–1976, Band 3, S. 245.</ref> ab 1818 Rechtswissenschaft an der Universität Landshut und war dort Gründer des Corps Isaria.<ref> Kösener Korpslisten 1910, 173. 1.</ref> 1821 wurde er Rechtspraktikant am Landgericht in Weilheim, 1824 Akzessist am Kreis- und Stadtgericht in München, 1826 am Appellationsgericht Landshut, 1828 am Landgericht Weilheim, 1829 Beamter am Landgericht Schongau, im gleichen Jahr 2. Assessor am Landgericht Miesbach, 1832 1. Assessor am Landgericht Weilheim, 1840 Landrichter am Landgericht in Oberviechtach, 1849 Landrichter am Landgericht und Stadtkommissär in Amberg.

Vom 18. Mai 1848 bis 7. Mai 1849 war Nagel Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung. Er gehörte der Fraktion Café Milani an und votierte gegen die Wahl Friedrich Wilhelms IV. zum Kaiser der Deutschen.

Familie

Nagel hatte sich 1830 mit Johanna Klieber (1803–1840) verheiratet. Nach ihrem Tod heiratete er am 2. März 1848 in Amberg Therese Haunold (1826–1873). Aus der ersten Ehe ging der spätere bayerische General der Kavallerie Heinrich von Nagel zu Aichberg (1833–1910) sowie der bayerische Major und Maler Ludwig von Nagel zu Aichberg (1836–1899) hervor.

Literatur

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein