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Antimikrobielle Ausrüstung

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Die Antimikrobielle Ausrüstung ist ein Sammelbegriff für alle Ausrüstungsverfahren, die die Fasern gegen Mikroorganismen aller Art schützen („fäulnisfest“), deren Weiterentwicklung auf den Textilien oder auf der menschlichen Haut hemmen („bakteriostatisch“) oder die Mikroorganismen abtöten („fungizid“) sollen (aktiver Schutz). Für die auf der Haut getragene Textilien dürfen solche fungizide Ausrüstungen außer für Socken und Strümpfe nicht genutzt werden, wohl aber dazu, Campingausrüstungen, Markisen oder Zelte schimmel-, fäulnis- und verrottungsfest zu machen.<ref>Fabia Denninger, Elke Giese: Textil- und Modelexikon. Band A – K. 8., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-87150-848-9, S. 25/26.</ref><ref>Ursula Völker, Katrin Brückner: Von der Faser zum Stoff – Textile Werkstoff- und Warenkunde. Verlag Dr. Felix Büchner, Hamburg 2014, ISBN 978-3-582-05112-7, S. 206.</ref><ref>Hermann Rath: Lehrbuch der Textilchemie. Dritte, neubearbeitete Auflage. Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg / New York 1972, ISBN 3-540-05587-8, S. 152ff.</ref><ref>Hans-Karl Rouette: Handbuch Textilveredlung – Technologie, Verfahren und Maschinen, II. Bd. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-87150-728-8, S. 331 ff.</ref>

Antimikrobiell ausgerüstete Vliese finden z. B. in Windeln, Einlagen und Inkontinenzunterlagen Anwendung.<ref>Hilmar Fuchs, Wilhelm Albrecht (Hrsg.): Vliesstoffe - Rohstoffe, Herstellung, Anwendung, Eigenschaften, Prüfung. 2. Auflage. Wiley-VCH Verlag, Weinheim 2012, ISBN 978-3-527-31519-2, S. 485.</ref>

Es gibt verschiedene Methoden zur antimikrobiellen Ausrüstung:

Bei den auf dem Markt angebotenen antimikrobiellen Mitteln auf Textilien ist darauf zu achten, ob diese diffundieren oder auf der Ware verbleiben. Nicht diffundierende Mittel können durch den Dynamic Shake Flash Test auf ihre Wirkung getestet werden.<ref>TROVO®guard. In: trovotech.de. Abgerufen am 7. November 2023.</ref> Diffundierende Mittel hingegen können durch den Agar-Diffusion-Test getestet werden. Solche Mittel bilden in der Petrischale einen Hemmhof in der Bakterienkultur aus.

Kritik

Neben der erheblichen Umweltbelastung durch die eingesetzten Chemikalien, bei denen es sich u. a. um quaternäre Ammoniumverbindungen, Bisphenole, Imidazole, Diphenylether, Thiobisphenole, organische Zinnverbindungen, Salicylanilid-Derivate, Neomycinsulfat, Ethylenglykol, Chlormetakreosole, Diethylphthalat und Diphenylantimonhexoat handelt, verursacht die antimikrobielle Ausrüstung vielfach Hautallergien.<ref>Textilveredelung, bei medizinfo.de, abgerufen am 18. Mai 2017.</ref><ref>Antimikrobielle Ausrüstung, bei hessnatur.com, abgerufen am 18. Mai 2017.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

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