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Aminobenzoesäuren

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(Weitergeleitet von Aminobenzoesäure)

Die Aminobenzoesäuren bilden in der Chemie eine Stoffgruppe, die sich sowohl von der Benzoesäure als auch vom Anilin ableitet.

Vertreter

Die Struktur besteht aus einem Benzolring mit angefügter Carboxy- (–COOH) und Aminogruppe (–NH2) als Substituenten. Durch deren unterschiedliche Anordnung (ortho, meta oder para) ergeben sich drei Konstitutionsisomere. Die 2-Aminobenzoesäure ist unter ihrem Trivialnamen Anthranilsäure bekannt.

Aminobenzoesäuren
Name 2-Aminobenzoesäure 3-Aminobenzoesäure 4-Aminobenzoesäure
Andere Namen o-Aminobenzoesäure
Anthranilsäure
m-Aminobenzoesäure
 
p-Aminobenzoesäure
 PABA
Strukturformel Struktur von 2-Aminobenzoesäure Struktur von 3-Aminobenzoesäure Struktur von 4-Aminobenzoesäure
CAS-Nummer Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN
ECHA-InfoCard Vorlage:ECHA Vorlage:ECHA Vorlage:ECHA
PubChem 227 7419 978
Summenformel C7H7NO2
Molare Masse 137,14 g·mol−1
Aggregatzustand fest
Kurzbeschreibung weißes kristallines Pulver
Schmelzpunkt 146–148 °C<ref name="GESTIS_o"/> 174 °C<ref name="GESTIS_m"/> 186–189 °C<ref name="GESTIS_p"/>
Siedepunkt Zersetzung ab 200 °C
pKsCOOH<ref name="CRC"/> 2,05 3,07 2,38
pKsNH2<ref name="CRC"/>
(der konjugierten
Säure BH+)
4,95 4,73
Löslichkeit
in Wasser
5,72 g·l−1 (25 °C)<ref name="GESTIS_o"/> 5,9 g·l−1 (20 °C)<ref name="GESTIS_m"/> 4,7 g·l−1 (20 °C)<ref name="GESTIS_p"/>
GHS-
Kennzeichnung
Gefahrensymbol
Gefahr<ref name="GESTIS_o"/>
Gefahrensymbol
Achtung<ref name="GESTIS_m"/>
keine GHS-Piktogramme
<ref name="GESTIS_p"/>
H- und P-Sätze
318 315​‐​319​‐​335 412
280​‐​305+351+338​‐​313 261​‐​280​‐​302+352
305+351+338
273​‐​501
Tox-Daten 5410 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="GESTIS_o" /> >6000 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="GESTIS_p" />

Eigenschaften

Zur Stoffgruppe der Aminobenzoesäuren gehören:

Im Vergleich zu aliphatischen Aminocarbonsäuren liegen die Aminobenzoesäuren in wässriger Lösung zu deutlich geringerem Anteil als Zwitterionen (H3N+-R-COO) vor, da die Basizität der Aminogruppe am Phenylring verringert ist.

Bestimmte Lokalanästhetika sind Ester der Aminobenzoesäure.<ref>H. Orth, I. Kis: Schmerzbekämpfung und Narkose. In: Franz Xaver Sailer, Friedrich Wilhelm Gierhake (Hrsg.): Chirurgie historisch gesehen. Anfang – Entwicklung – Differenzierung. Dustri-Verlag, Deisenhofen bei München 1973, ISBN 3-87185-021-7, S. 1–32, hier: S. 20.</ref>

Einzelnachweise

<references> <ref name="CRC">CRC Handbook of Tables for Organic Compound Identification, Third Edition, 1984, ISBN 0-8493-0303-6.</ref> <ref name="GESTIS_o">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> <ref name="GESTIS_m">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> <ref name="GESTIS_p">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> </references>