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Altstadt-Flohmarkt (Hannover)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Flohmarkt (Hannover) IMG 5632.jpg
Der Altstadt-Flohmarkt mit Blick auf Beginenturm und Historisches Museum

Der Altstadt-Flohmarkt in Hannover ist ein jeden Samstag stattfindender Flohmarkt beiderseits der Leine von der Leintor- bis zur Goethebrücke. Von morgens bis nachmittags<ref name="hannover.de: Flohmarkt">Flohmarkt Hannover in der Altstadt. In: hannover.de. Landeshauptstadt Hannover, 11. September 2021, abgerufen am 11. September 2021.</ref> werden durch private Händler gebrauchte Gegenstände, Trödel und kunstgewerbliche Stücke sowie Kunst- und Sammelobjekte angeboten. Der Altstadt-Flohmarkt,<ref name="SLH">Thomas Schwark: Flohmarkt (siehe Literatur)</ref> zugleich ältester Flohmarkt in Deutschland,<ref>Helmut Knocke, Hugo Thielen: Gehrke, Mike (Michael). In: Hannover Kunst- und Kultur-Lexikon, S. 236</ref> hat sich mit der Kneipenszene, dem Altstadtfest und den Nanas zum Bild der Altstadt entwickelt.<ref name="SLH" />

Regeln

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Flohmarktgrenze am Leineschloss
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Markttreiben auf der Martin-Neuffer-Brücke, früher Marstallbrücke
Datei:Altstadt-Flohmarkt in Hannover am Leibnizufer Mike-Gehrke-Promenade zwischen den Nanas mit Blick auf Beginenturm und Pferdeschwemme.jpg
Händler und Besucher zwischen den Nanas in Hannover

Verboten sind seit 2006<ref name="SLH"/>

  • ungebrauchte und/oder verpackte Ware;
  • Massenware;
  • jüngere Elektro(nik)artikel;
  • Bekleidung;
  • Fahrräder und Tiere;
  • sowie Waffen und kriegsverherrlichende oder Waren mit Symbolen des NS-Regimes.

Darüber hinaus gibt es – je nach Jahreszeit – feste Zeiten für den Auf- und Abbau der Verkaufsstände.<ref name="hannover.de: Flohmarkt"/>

Geschichte

Der Flohmarkt in Hannover entstand nach dem Vorbild des marché aux puces in Paris und nach einer Idee von Klaus Partzsch. Am 8. April 1967 wurde der hannoversche Flohmarkt durch Reinhard Schamuhn erstmals auf dem Holzmarkt rund um den Oskar-Winter-Brunnen ausgerichtet. Doch erst Mike Gehrke entwickelte ab 1972 den Flohmarkt zu einer allwöchentlich stattfindenden Veranstaltung mit zeitweilig bis zu 1.000 Anbietern, dann jedoch rund um das Hohe Ufer.<ref name="SLH"/>

Zwischen 1981 und 1991 hat der Künstler János Nádasdy sein Objekt „Leine-Entrümpelungen“ in der Pferdestraße vor dem Beginenturm aufgestellt und mit einer Inschrift Kurt Schwitters gewidmet. Die drei übereinandergestapelten Objekte auf Betonsockel zeigen jeweils zeittypische „Fundgegenstände“ aus der Leine.<ref name="HKuKL">Helmut Knocke, Hugo Thielen: Flohmarkt (siehe Literatur)</ref>

Durch ein zunehmendes Angebot von Neuwaren und durch das Entstehen zusätzlicher, teils spezialisierter Trödelmärkte in und um Hannover verlor der Flohmarkt am Leineufer zeitweilig seinen Zuspruch. Doch 2006 gründete sich auf Initiative von Th. Mayer der Freundeskreis Altstadt-Flohmarkt. Im selben Jahr wurde der Flohmarkt unter der Bezeichnung „Altstadt-Flohmarkt“ neu belebt – unter der Trägerschaft des Verkehrsvereins und nach Schaffung strenger Regeln.<ref name="SLH"/>

2005 wurde der Fußweg parallel des Leibnizufers, auf dem auch die drei Nanas stehen, nach dem Stadtimagepfleger und Flohmarktorganisator Mike-Gehrke-Promenade benannt. Gehrke, der mit Niki de Saint Phalle befreundet war, war 1973 auch Initiator zur Aufstellung der drei Nanas.<ref name="HKuKL"/>

Seit 2008 steht der Altstadt-Flohmarkt in der Verantwortung des Hannover Tourismus Service GmbH.<ref name="SLH"/>

Literatur

Weblinks

Commons: Flohmarkt (Hannover) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 52° 22′ 17,6″ N, 9° 43′ 49,7″ O

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