Zum Inhalt springen

Altenburschla

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Altenburschla
Stadt Wanfried
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(406)&title=Altenburschla 51° 9′ N, 10° 11′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(406) 51° 9′ 1″ N, 10° 10′ 40″ O
 {{#coordinates:51,150333333333|10,177833333333|primary
dim=10000 globe= name=Altenburschla region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 171 m ü. NHN
Fläche: 5,47 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 406 (31. Dez. 2013)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Altenburschla. (Memento vom 8. Februar 2016 im Internet Archive) Geodatenzentrum; abgerufen im Februar 2016.</ref>
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1972
Postleitzahl: 37281
Vorwahl: 05655

Altenburschla im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis, seit der Gebietsreform 1972 ein Stadtteil der Stadt Wanfried, ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Geographie

Altenburschla liegt an der Bundesstraße 250 zwischen Wanfried und Treffurt. Die Gemarkung von Wanfried-Altenburschla grenzt an den Freistaat Thüringen und den dortigen Wartburgkreis.

Geschichte

Ortsgeschichte

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Altenburschla erfolgte unter dem Namen Brustlohum um das Jahr 860.<ref name="lagis" />

In den Kriegen der Neuzeit wurde der Ort infolge seiner Grenzlage wiederholt von durchziehenden Truppen besetzt und geplündert. Bedingt durch die innerdeutsche Grenzziehung nach dem Zweiten Weltkrieg lag der Ort bis 1990 innerhalb des Zonenrandgebietes.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Zum 1. April 1972 wurde im Zuge der Gebietsreform in Hessen die bis dahin selbständige Gemeinde Altenburschla auf freiwilliger Basis als Stadtteil nach Wanfried eingegliedert.<ref></ref> Für Altenburschla wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref>Hauptsatzung. (PDF; 169 kB) § 6. In: Webauftritt. Stadt Wanfried, abgerufen im Februar 2021.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Altenburschla angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Altenburschla 384 Einwohner. Darunter waren 6 (1,6 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 84 Einwohner unter 18 Jahren, 135 waren zwischen 18 und 49, 105 zwischen 50 und 64 und 93 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 168 Haushalten. Davon waren 45 Singlehaushalte, 51 Paare ohne Kinder und 87 Paare mit Kindern, sowie 12 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 42 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 99 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />

Altenburschla: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2011
Jahr  Einwohner
1834
  
429
1840
  
408
1846
  
437
1852
  
440
1858
  
449
1864
  
455
1871
  
402
1875
  
405
1885
  
373
1895
  
365
1905
  
364
1910
  
346
1925
  
351
1939
  
337
1946
  
577
1950
  
631
1956
  
519
1961
  
504
1967
  
515
1970
  
503
1980
  
?
1987
  
452
2000
  
?
2011
  
384
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

• 1885: 372 evangelische (= 99,73 %), ein katholischer (= 0,27 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1961: 450 evangelische (= 89,29 %), 42 katholische (= 8,39 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Politik

Der Ortsvorsteher von Altenburschla ist Ulrich Flender.<ref>Ortsbeirat Altenburschla. In: Webauftritt der Stadt Wanfried, abgerufen im Februar 2021.</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Ortsbild

Der Ortskern Altenburschla besteht aus gut erhaltenen historischen Fachwerkhäusern. Der Dorfanger ist umgeben von Kirche, Pfarrhaus, Gemeindeschänke, Dorfgemeinschaftshaus mit Kindergarten und Gästehaus.

Der Ort wurde in den Jahren 1959 bis 1973 ausgezeichnet mit der Gold- und Silbermedaille als Landes- und Bundessieger im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“.

Hier startet, nahe dem historischen Anger, der Premiumwanderweg 12 Mainzer Köpfe, er führt durch das Lehntal hinauf zu Kimm’s Ruh und wieder hinab in den Ort.<ref>12 Mainzer Köpfe auf naturpark-ehw.de, abgerufen am 30. Januar 2023.</ref>

Kirche

Datei:Altenburschla St. Johannes 01.jpg
Evangelische Kirche in Altenburschla

Die evangelische Pfarrkirche geht in Teilen ihrer Bausubstanz auf die Zeit vor der Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen im Jahre 1526 und vielleicht bereits auf das Jahr 1362 zurück. Die Jahreszahl 1564 an einem Eckstein im Chorturm benennt das Jahr, in dem der Turm an das bereits bestehende Kirchenschiff angebaut wurde. Die Kirche wurde 1637 im Dreißigjährigen Krieg schwer beschädigt, und erst in den Jahren 1752 bis 1774 konnte sie renoviert werden. Dabei wurde der Oberbau in Fachwerk ausgeführt und auch der Turm erhielt die beiden Fachwerkgeschosse. Das dritte, verschieferte Geschoss des Turms mit der Laternenhaube stammt aus dem Jahr 1825. Die Orgel stammt vermutlich von Johann Wilhelm Schmerbach dem Älteren.

Anger

Datei:Altenburschla im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis - Anger.jpg
Der Anger in der Ortsmitte

Der Anger in der Ortsmitte nahe dem Kirchhof gilt als ein besonders schöner Lindenplatz. In der runden Ummauerung steht ein Baum der, ohne urkundliche Bestätigung, 1825 bei der Umgestaltung der Anlage gepflanzt worden sein soll. Die drei anderen Linden sind Nachpflanzungen aus späterer Zeit.<ref>Thomas Wiegand: Bäume aus dem Werraland – Eine Fotodokumentation. Herausgegeben von der Kreissparkasse Eschwege, 1984. S. 131 (Abb.) und S. 165.</ref> Als ehemaliger Gerichts- und Versammlungsort<ref>Anger in Altenburschla. Gerichtsstätten in Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref> ist der Anger aus geschichtlichen Gründen ein geschütztes Kulturdenkmal. Von der früheren Gerichtsstätte sind noch Teile der ursprünglichen Ummauerung und ein alter Steintisch mit drei Bänken vorhanden.

Partnerschaften

Altenburschla ist verschwistert mit Villeneuve-les-Sablons im Département Oise in Frankreich.

Literatur

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis"> Altenburschla, Werra-Meißner-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 58 und 114, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> <ref name="KHK1818"> Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 61 f. (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> </references>

Weblinks

Commons: Altenburschla – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein