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Alte Freiheit (Wuppertal)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Schwebebahn-Döppersberg01.jpg
Blick in Richtung Süden am Köbo-Haus, im Hintergrund der Hauptbahnhof Wuppertal, 2018
Datei:Wuppertal Alte Freiheit 2018 002.jpg
Blick in Richtung Norden, 2018

Die Alte Freiheit ist im Wuppertaler Stadtbezirk Elberfeld ein historischer innerstädtischer Platz, der als Freiheit Elberfeld vor der Burg Elberfeld lag und der historische Siedlungskern der späteren Stadt Elberfeld ist.

Topographie

Vom innerstädtischen Platz ist, spätestens seit dem Bau der City-Arkaden, nur noch ein Straßenzug übrig geblieben. Die Alte Freiheit ist heute in die Fußgängerzone einbezogen. Sie beginnt im Norden an der Kreuzung der Straßen Turmhof, Poststraße und Schöne Gasse. Die Alte Freiheit ist dabei die Fortführung der Poststraße.

Die nächsten Straßen nach Osten sind Kipdorf und die Hofaue, sie umschließen den westlichen Teil der City-Arkaden. Nach Westen zweigen die Straßen Kirchstraße und die Calvinstraße ab, diese beiden führen zu der Alten reformierten Kirche. Seitlich, an der Nordseite des Köbo-Hauses, zweigt nach Westen die Straße Schloßbleiche ab.

Die Alte Freiheit endet im Süden an der Döppersberger Brücke am Köbo-Haus, in das die Schwebebahnstation Hauptbahnhof integriert ist. Die Döppersberger Brücke, früher eine größere mehrbogige Brücke, ist seit dem 8. April 1968 in die Straßenbenennung Alte Freiheit mit einbezogen.<ref name="Wolfgang Stock">Wolfgang Stock: Wuppertaler Straßennamen. Thales Verlag, Essen-Werden 2002, ISBN 3-88908-481-8.</ref> Die Brücke, heute an dem Verkehrsknotenpunkt und Omnibusbahnhof Döppersberg, führte zum Wuppertaler Hauptbahnhof. Bis zur aktuellen Umgestaltung des Döppersbergs wurde die Verbindung von der Innenstadt zum Hauptbahnhof für den Fußgängerverkehr hauptsächlich über eine längere Unterführung unter der Bundesallee (Bundesstraße 7) bewerkstelligt.

Architektur

Datei:Wuppertal Poststr 0001.jpg
Mina Knallenfalls

Die im Jugendstil gebaute ehemalige Schwebebahn-Station wurde 1926 durch das Köbo-Haus ersetzt. Es ist das einzige Haus in der Stadt, das über der Wupper gebaut ist.<ref name="Wolfgang Stock" /> Die Galerie Parnass (Hausanschrift Alte Freiheit 16 und 18) war in den 1950er-Jahren eine Galerie, die bundesweit Anerkennung fand. Am Beginn der Hofaue steht das Bankhaus J. Wichelhaus P. Sohn.

1968 wurde der Döppersberger Brunnen eingeweiht, diese Wasserspiele wurden 1988 entfernt und 1989 durch den Döppersberger Kugelbrunnen ersetzt. Der Kugelbrunnen wurde bei dem Bau der City-Arkaden entfernt. Er steht nun ohne Funktion auf dem Willy-Brandt-Platz neben dem Elberfelder Rathaus.<ref>Ruth Meyer-Kahrweg: Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal. Born-Verlag, Wuppertal 1991, ISBN 3-87093-057-8.</ref>

Im Kreuzungsbereich Turmhof, Poststraße und Schöne Gasse steht die Bronzefigur der Mina Knallenfalls, einer literarischen Gestalt des Mundartdichters Otto Hausmann, die sich zum Wuppertaler Original entwickelt hat.

Geschichte

Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F049398-0002, Wuppertal, Schwebebahn, Station "Alter Markt".jpg
Blick auf die Alte Freiheit 1976

Im Urkataster von 1824/25 war die Straße am Alten Markt benannt, im Stadtplan von 1827 ist sie mit Alter Markt beschriftet.<ref name="Wolfgang Stock" /> Der heutige Name bezieht sich auf die früheste Ansiedlung an der Burg Elberfeld im 14. Jahrhundert und wurde im Anfang des 15. Jahrhunderts als Freiheit bezeichnet.<ref name="Wolfgang Stock" />

Ein Markt befand sich schon 1603 an dieser Stelle (der Neue Markt), der Anfang des 19. Jahrhunderts zum Alten Markt (auch Altenmarkt) wurde, als man nördlich der Straße Wall den Neumarkt anlegte. Nach der Städtevereinigung mit Barmen griff man bei der Umbenennung 1935 auf die historische Bezeichnung Alte Freiheit zurück.<ref name="Wolfgang Stock" />

An der Einmündung zur Poststraße (damals Marktstraße) stand bis zur ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts die Stadtwaage Elberfelds, wo auch Gerichtsverhandlungen und Magistratssitzungen abgehalten wurden. Man könnte die Stadtwaage als das erste Rathaus Elberfeld bezeichnen.

Mitte des 18. Jahrhunderts war auf dem Markt ein Pranger aufgestellt. 1852 beschrieb Coutelle den Alten Markt als einen unbedeutenden Platz, der von den durchkreuzenden Straßen gebildet wurde. Kurze Zeit später standen hier namhafte Gasthäuser und Geschäfte.

Heutzutage ist die Alte Freiheit der am meisten frequentierte Ort in ganz Wuppertal, was regelmäßig durch Messungen der Passantenfrequenzen in den Wuppertaler Innenstädten bestätigt wird. Daher gilt die Alte Freiheit gemeinsam mit Poststraße und Kerstenplatz als 1A-Handelslage in Wuppertal.<ref>GARS.NRW - Aktuelles. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. Mai 2021; abgerufen am 22. Dezember 2020.</ref><ref>Gutachterausschuss für Grundstückswerte der Stadt Wuppertal: Der Gutachterausschussfür Grundstückswertein der Stadt WuppertalPassantenfrequenzanalyse 2020für die Stadtzentren Wuppertal-Elberfeld und Wuppertal-Barmen. 16. November 2020, abgerufen am 22. Dezember 2020 (deutsch).</ref>

Immobilienbesitzer an der Poststraße, der Straße Alte Freiheit und am Kerstenplatz haben 2018 die „Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Poststraße/Alte Freiheit e. V.“ gegründet.<ref>ISG Elberfeld jetzt offiziell am Start. Abgerufen am 22. Dezember 2020.</ref> Diese bemüht sich um eine Aufwertung dieses Stadtbereichs, durch die „die Poststraße […] ein neues Gesicht bekommen“ soll, nicht zuletzt angesichts des Umbaus und der Neugestaltung des nahegelegenen Döppersbergs.<ref>Döppersberg: Das neue Tor zur Stadt. Abgerufen am 22. Dezember 2020.</ref>

Die ISG Poststraße/Alte Freiheit investiert dafür bis 2023 eine Million Euro – das Geld stammt ausschließlich aus den Mitteln der Eigentümer und nicht aus öffentlichen Zuschüssen.<ref>Wuppertaler Rundschau: ISG Poststraße/Alte Freiheit: Neuer Geschäftsführer mit vielen Ideen. 25. April 2019, abgerufen am 22. Dezember 2020.</ref> Mithilfe dieser Investitionen möchte die ISG unter anderem ein neues Beleuchtungskonzept und eine attraktivere Gestaltung des Straßenraums an Poststraße, Alter Freiheit und Kerstenplatz realisieren.<ref>Das Team der ISG Poststraße/Alte Freiheit. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Januar 2022; abgerufen am 22. Dezember 2020.</ref> Außerdem hat sie für den Straßenzug den Markennamen „Eins A Elberfeld“ etabliert – dieser spielt auf den Anspruch des Areals, Wuppertals bevorzugte Einkaufsmeile zu sein, sowie auf den Status als frequenzstärkste 1A-Handelslage an.<ref>ISG Poststraße/Alte Freiheit: Neue Homepage ist online. 23. Dezember 2019, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 22. Dezember 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).@1@2Vorlage:Toter Link/www.die-stadtzeitung.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Einzelnachweise

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Weblinks

Commons: Alte Freiheit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Eintrag In: Wuppertaler Denkmalliste
  • <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. von Wolfgang Mondorf

Koordinaten: 51° 15′ 24,4″ N, 7° 8′ 53,3″ O

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