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Albano Laziale

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Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien

Albano Laziale ist eine italienische Stadt, die zur Metropolitanstadt Rom in der italienischen Region Latium gehört, mit Vorlage:EWZ Einwohnern (Stand Vorlage:EWD).

Name

Der Name Albano leitet sich vom antiken Ager Albanus her. 1872 bekam der Ort zur Unterscheidung von gleichnamigen italienischen Orten den Zusatz Laziale.

Geographie

Datei:Map of comune of Albano Laziale (province of Rome, region Lazio, Italy).svg
Lage von Albano Laziale in der Metropolitanstadt Rom

Albano Laziale liegt 25 km südöstlich von Rom, 12 km südlich von Frascati und 23 km vom Tyrrhenischen Meer bei Torvaianica (Gemeinde Pomezia) entfernt. Die Stadt, die sich in den Albaner Bergen oberhalb des Albaner Sees befindet, gehört zu den Gemeinden der Castelli Romani und hat Anteil am Naturpark Parco Regionale dei Castelli Romani.

Während die Kernstadt auf dem Kraterrand des Albanersees liegt, erstrecken sich die Stadtteile Cecchina und Pavona in der Ebene am Fuß der Albaner Berge. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Höhe von 110 bis Vorlage:Höhe

Die Gemeinde liegt in der Erdbebenzone 2 (mittel gefährdet).<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Die Nachbargemeinden sind, im Uhrzeigersinn: Castel Gandolfo, Rocca di Papa, Ariccia, Ardea, Pomezia und Rom.

Geschichte

Nach der Zerstörung von Alba Longa 665 v. Chr. wurde der Ager Albanus zum bevorzugten Gebiet für die Villen römischer Patrizier.<ref>Vorlage:RE</ref> 197 n. Chr. ließ Kaiser Septimius Severus die Castra Albana, ein Legionslager für die Legio II Parthica errichten, das zur Keimzelle der heutigen Stadt wurde.

Spätestens seit 464 ist Albano Bischofssitz. In dieser Zeit wurde die Kirche San Pietro in die Ruinen der Thermen unter Verwendung von Steinen des Kastells gebaut. 964 übergab Kaiser Otto I. Albano an die Familie Savelli, bei der es bis 1697 blieb, als es von der Apostolischen Kammer beschlagnahmt wurde.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt 1944 bei Bombenangriffen der amerikanischen Luftwaffe stark zerstört.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001 2011
Einwohner 6.770 8.296 10.269 11.469 14.775 24.428 31.399 33.692 38.368

Quelle ISTAT<ref>Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2011.</ref>

Religion

Albano ist Sitz des katholischen, suburbikarischen Bistums Albano. Die Einwohner gehören mehrheitlich der römisch-katholischen Kirche an. Die Stadt hat acht Kirchengemeinden, vier in der Kernstadt, zwei in der Fraktion Pavona und je eine in den Fraktionen Cancelliera und Cecchina.<ref>Vorlage:Webarchiv (italienisch), abgerufen am 18. April 2017</ref>

Politik

Datei:Albano Laziale - corso di sopra - Palazzo Savelli - Sede Comune.JPG
Palazzo Savelli, Sitz der Stadtverwaltung

Bürgermeister und Gemeinderat

Nicola Marini (PD) wurde im April 2010 zum Bürgermeister gewählt<ref>Information des Innenministeriums</ref> und im Mai 2015 im Amt bestätigt.<ref>La Repubblica, abgerufen am 22. Juni 2015.</ref> Er hatte Marco Mattei (Rosa Bianca) (2000–2010) abgelöst, der nicht mehr kandidierte. Bei der Wahl am 20. September 2020 wurde Massimiliano Borelli (PD) zum Bürgermeister gewählt. Dessen Mitte-links-Bündnis stellt mit 15 von 24 Sitzen und einem Stimmenanteil von 53,0 % die Mehrheit im Gemeinderat. Die Wahlbeteiligung lag 2020 bei 67,3 %.<ref>Wahlseite des Innenministeriums: Kommunalwahl 2020 – Albano Laziale, abgerufen am 9. Oktober 2023</ref>

Städtepartnerschaften

Partnerstädte von Albano Laziale sind<ref>– Comune Italia: Comune di Albano Laziale, abgerufen am 18. April 2017</ref>

Verkehr

Sehenswürdigkeiten

  • Das römische Tor Porta Praetoria verweist auf die Stationierung der 2. Parthischen Legion, die nach dem Krieg gegen die Parther in die Albaner Berge verlegt worden war.
  • Die Kathedrale San Pancrazio mit einer Fassade aus dem Jahr 1772 ist der Bischofssitz des Bistums Albano. Die Kirche selbst geht auf einen Bau zurück, den Papst Leo III. (795–816) auf den Trümmern einer vorchristlichen Basilika errichten ließ.

Söhne und Töchter der Stadt

Literatur

  • Christoph Henning: Latium. Das Land um Rom. Mit Spaziergängen in der Ewigen Stadt (= DuMont Kunst-Reiseführer). 3., aktualisierte Auflage. DuMont, Köln 2006, ISBN 3-7701-6031-2.
  • Anton Henze, Kunibert Bering, Gerhard Wiedmann: Kunstführer Rom. 5., neu bearbeitete Auflage. Philipp Reclam GmbH, Stuttgart 1994, ISBN 3-15-010402-5.
  • Vorlage:PECS
  • Gero von Wilpert: Goethe-Lexikon (= Kröners Taschenausgabe. Band 407). Kröner, Stuttgart 1998, ISBN 3-520-40701-9, S. 12 (vorletzter Eintrag).

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeinden Metropolitanstadt Rom Hauptstadt

Vorlage:Normdaten