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Akzessorischer Knochen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Halsrippe.JPG
Eine Halsrippe (links). Computertomographie, 3D-Rekonstruktion.

Das menschliche Skelett besteht bei einem Erwachsenen aus 206 bis 214 einzelnen Knochen. Bei einem kleinen Teil der Bevölkerung gibt es eine Reihe von zusätzlichen Knochen, sogenannte überzählige oder akzessorische Knochen (Ossa accessoria, Singular Os accessorium). Sie entstehen normalerweise dadurch, dass bei der Verknöcherung Knochenkerne nicht miteinander verschmelzen.<ref>Michael Schünke: Topografie und Funktion des Bewegungssystems: Funktionelle Anatomie für Physiotherapeuten. Georg Thieme Verlag, 4. Auflage 2023, ISBN 9783132456051, S. </ref>

Formen

Zu den akzessorischen Knochen werden gerechnet:

Beispiele für Akzessorische Knochen

Os odontoideum

Nicht mit dem übrigen Wirbelkörper des 2. Halswirbels (Axis) verschmolzener Knochenkern im Dens axis, der ontogenetisch den Wirbelkörper des ersten Halswirbels (Atlas) darstellt. Dies kann mit einer Fraktur verwechselt werden.<ref>S. E. Authorsen: Wirbelsäule, Thorax. In: J. Krämer (Hrsg.): Orthopädie und orthopädische Chirurgie. Georg Thieme Verlag, 2004, ISBN 3-13-126191-9.</ref>

Halsrippe (Costa cervicalis)

Bei etwa 0,5 Prozent der Bevölkerung findet sich am 7. Halswirbel eine dorsal ansetzende stummelförmige Rippe, die entweder über Knorpel oder Bindegewebe mit dem Brustbein verbunden ist. Bei Frauen ist eine Halsrippe häufiger anzutreffen als bei Männern. In einigen Fällen kann diese Halsrippe zum Halsrippensyndrom führen.<ref>Y. Kurihara u. a.: The ribs: anatomic and radiologic considerations. In: Radiographics. 19, 1999, S. 105–119. PMID 9925395 (Review)</ref><ref>M. S. Fisher: Eve's rib (letter). In: Radiology. 140, 1981, S. 841.</ref>

Lendenrippe (Costa lumbalis, engl. lumbar rip)

Eine zusätzliche Rippe kann bei 7,75–8,46 % der Bevölkerung am 1. Lendenwirbel, seltener am 2. Lendenwirbel, beobachtet werden. Die Varianten reichen dabei vom kleinen Stummel bis zur voll ausgebildeten Rippe. Lendenrippen sind symptomfrei und haben keine klinische Bedeutung. Bei der Differentialdiagnose sind sie allerdings von Frakturen und Pseudarthrosen abzugrenzen.<ref>S. E. Authorsen: Wirbelsäule, Thorax. In: J. Krämer (Hrsg.): Orthopädie und orthopädische Chirurgie. Georg Thieme Verlag, 2004, ISBN 3-13-126191-9. {{#if: zWIkr8ZQSCsC | {{#if: {{#if: ||1}} {{#if: zWIkr8ZQSCsC ||1}} | <0|&pg={{#if:|RA{{{Band}}}-}}PA51|&pg=51}}{{#if:|&q=}}#v=onepage|{{#if:|&pg=|}}{{#if:|&q=}}}}{{#if:|q=%7B%7B%7BSuchbegriff%7D%7D%7D}}|{{#if:|q=%7B%7B%7BSuchbegriff%7D%7D%7D}}}} {{#if:|{{#invoke:WLink|getEscapedTitle|{{{Linktext}}}}}|eingeschränkte Vorschau}}{{#if:|| in der Google-Buchsuche}}{{#ifeq:|US|-USA}}{{#if: zWIkr8ZQSCsC |{{#invoke: Vorlage:GoogleBook|fine |id=zWIkr8ZQSCsC |errN=Parameter „BuchID“ hat falsche Länge |errC=Parameter „BuchID“ enthält ungültige Zeichen |errH=# in der „BuchID“ |errP=Parameterzuweisungen in der „BuchID“ |class=editoronly |cat={{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Google Buch}} |template= Vorlage:Google Buch}} }} | Es darf nur genau einer der beiden Parameter „Suchbegriff“ oder „BuchID“ ausgefüllt werden. Bitte beachte die in der Vorlage:Google Buch befindliche Dokumentation und prüfe die verwendeten Parameter.{{#ifeq: 0 | 0 | }}}} | Es muss mindestens einer der beiden Parameter „Suchbegriff“ oder „BuchID“ ausgefüllt werden. Bitte beachte die in der Vorlage:Google Buch befindliche Dokumentation und prüfe die verwendeten Parameter.{{#ifeq: 0 | 0 | }}}}{{#invoke:TemplatePar|check |all= |opt= Suchbegriff= BuchID= Seite= Band= SeitenID= Hervorhebung= Linktext= Land= KeinText= |cat= {{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Google Buch}} |template= Vorlage:Google Buch |format= }}{{#if:|{{#if:{{#invoke:WLink|isBracketedLink|{{{Linktext}}}}}|}}}}</ref> Bei einigen Mäusestämmen sind Lendenrippen sehr häufig vorhanden.<ref>S. Branch u. a.: Supernumerary lumbar rib: manifestation of basic alteration in embryonic development of ribs. In: J Appl Toxicol. 16, 1996, S. 115–119. PMID 8935784</ref> Durch bestimmte Chemikalien beziehungsweise Arzneistoffe, wie beispielsweise Methylglycol, Dinoseb, Natriumsalicylat<ref>O. Foulon u. a.: Induction of supernumerary ribs with sodium salicylate. In: Reprod Toxicol 13, 1999, S. 369–374. PMID 10560585</ref> und Valproinsäure können bei Mäusefeten Lendenrippen induziert werden.<ref>J. M. Rogers u. a.: Chemically induced supernumerary lumbar ribs in CD-1 mice: size distribution and dose response. In: Birth Defects Res Part B-Dev Reprod Toxicol 71, 2004, S. 17–25. PMID 14991907.</ref>

Inkabein

Das Inkabein ist ein Schaltknochen am Schädel des Menschen. Er befindet sich im Bereich der Lambdanaht (Sutura lamdoidea), der Verbindung zwischen Scheitel- (Os parietale) und Hinterhauptsbein (Os occipitale).

Datei:Accessory bones of the wrist - la.jpg
Akzessorische Handknochen<ref name=Commons-hand>Nachweise: Commons:Template:Accessory bones of the wrist – references</ref>
Akzessorische Handknochen
  • Os styloideum
  • Os hypolunatum
  • Os triangulare
  • Os epilunatum
  • Os radiale externum
  • Os centrale
Datei:Accessory and sesamoid bones of the foot - dorsoplantar projection - la.jpg
Akzessorische Fußknochen<ref name=Commons-fuss>Nachweise: Commons:Template:Accessory and sesamoid bones of the foot – references</ref>
Datei:Accessory and sesamoid bones of the foot - lateral projection - la.jpg
Akzessorische Fußknochen.<ref name=Commons-fuss/>
Datei:Tarsalia accessoria.png
Die Position akzessorischer Fußwurzelknochen beim Menschen. Links der rechte Fuß in plantarer (von der Fußsohle, „von unten“) und rechts der gleiche Fuß in dorsaler (vom Fußrücken, „von oben“) Betrachtung. 1=Os cuneometatarsale I plantare, 2=Os uncinatum, 3=Os sesamoideum tibialis posterioris, 4=Os sesamoideum peroneum, 5=Os cuboideum secundarium, 6=Os trochleare calcanei, 7=Os in sinu tarsi, 8=Os sustentaculum tali, 9=Os talocalcaneare posterius, 10=Os aponeurosis plantaris, 11=Os subcalcaneum, 12=Os sesamoideum tibialis anterioris, 13=Os cuneometatarsale I tibiale, 14=Os intermetatarsale I, 15=Os cuneometatarsale II dorsale, 16=Os paracuneiforme, 17=Os cuneonaviculare I dorsale, 18=Os intercuneiforme, 19=Os intermetatarsale IV, 20=Os talonaviculare dorsale, 21=Os vesalianum pedis, 22=Os tibiale externum, 23=Os talotibiale dorsale, 24=Os supratalare, 25=Os calcaneum secundarium, 26=Os subtibiale, 27=Os subfibulare, 28=Os retinaculi, 29=Os calcaneum accessorium, 30=Os trigonum, 31=Os supracalcaneum, 32=Os tendinis calcanei
Akzessorische Fußknochen

Insbesondere an den Fußwurzelknochen können eine Reihe von akzessorischen Fußwurzelknochen beobachtet werden. Sie sind teilweise weitverbreitet und in vielen Fällen symptomlos. Meist handelt es sich um Zufallsbefunde bei einer Röntgenuntersuchung. Das Os tibiale externum ist beispielsweise bei etwa einem Fünftel aller Erwachsenen vorhanden.<ref>C. J. Wirth: Orthopädie und orthopädische Chirurgie. Georg Thieme Verlag, 2002, ISBN 3-13-126241-9. {{#if: aObMvXxTyDQC | {{#if: {{#if: ||1}} {{#if: aObMvXxTyDQC ||1}} | <0|&pg={{#if:|RA{{{Band}}}-}}PA236|&pg=236}}{{#if:|&q=}}#v=onepage|{{#if:|&pg=|}}{{#if:|&q=}}}}{{#if:|q=%7B%7B%7BSuchbegriff%7D%7D%7D}}|{{#if:|q=%7B%7B%7BSuchbegriff%7D%7D%7D}}}} {{#if:|{{#invoke:WLink|getEscapedTitle|{{{Linktext}}}}}|eingeschränkte Vorschau}}{{#if:|| in der Google-Buchsuche}}{{#ifeq:|US|-USA}}{{#if: aObMvXxTyDQC |{{#invoke: Vorlage:GoogleBook|fine |id=aObMvXxTyDQC |errN=Parameter „BuchID“ hat falsche Länge |errC=Parameter „BuchID“ enthält ungültige Zeichen |errH=# in der „BuchID“ |errP=Parameterzuweisungen in der „BuchID“ |class=editoronly |cat={{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Google Buch}} |template= Vorlage:Google Buch}} }} | Es darf nur genau einer der beiden Parameter „Suchbegriff“ oder „BuchID“ ausgefüllt werden. Bitte beachte die in der Vorlage:Google Buch befindliche Dokumentation und prüfe die verwendeten Parameter.{{#ifeq: 0 | 0 | }}}} | Es muss mindestens einer der beiden Parameter „Suchbegriff“ oder „BuchID“ ausgefüllt werden. Bitte beachte die in der Vorlage:Google Buch befindliche Dokumentation und prüfe die verwendeten Parameter.{{#ifeq: 0 | 0 | }}}}{{#invoke:TemplatePar|check |all= |opt= Suchbegriff= BuchID= Seite= Band= SeitenID= Hervorhebung= Linktext= Land= KeinText= |cat= {{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Google Buch}} |template= Vorlage:Google Buch |format= }}{{#if:|{{#if:{{#invoke:WLink|isBracketedLink|{{{Linktext}}}}}|}}}}</ref> Das Os trigonum kommt bei 3–15 % der Erwachsenen vor.

Literatur

  • Atli Þór Ólason, J. R. Döhler: Deltaformation in foot polydactyly. Archives of Orthopaedic and Traumatic Surgery 107 (1988) 348–353
  • E. Bücheler, M. Thelen: Einführung in die Radiologie: Diagnostik und Interventionen. Georg Thieme Verlag, 2006, ISBN 3-13-316011-7, S. 52–53. {{#if: x9fOAa29VxQC

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  • J. Brossmann, C. Czerny, J. Freyschmidt: Freyschmidts Köhler/Zimmer Grenzen des Normalen und Anfänge des Pathologischen. 14. Auflage. Thieme Verlag, 2001, ISBN 3-13-362214-5.
  • Özkan Köse: The Accessory Ossicles of the Foot and Ankle; a Diagnostic Pitfall in Emergency Department in Context of Foot and Ankle Trauma. (Review) In: Journal of Academic Emergency Medicine. 11, 2012, S. 106–114, doi:10.5152/jaem.2012.002 (Volltext frei online)

Weblinks

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Einzelnachweise

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