Akzeptkredit
Der Akzeptkredit ist im Bankwesen eine Kreditleihe, bei der sich ein Kreditinstitut für einen Kunden durch Wechselakzept verpflichtet. Anders als bei der Geldleihe, bei welcher der Kreditnehmer von seiner Bank einen Kredit in Form von Bargeld, Zahlungsmitteln oder Kreditlinien eingeräumt bekommt, erhält der Bankkunde beim Akzeptkredit zunächst kein Geld.
Abwicklung
Hauptanwendungsgebiet des Akzeptkredits ist der Außenhandel.<ref>Jürgen Stiefl, Finanzmanagement, 2005, S. 64</ref> Importeure oder Exporteure können über ihre Hausbank veranlassen, dass diese einen Kreditvertrag abschließt, der einen Akzeptkredit zum Inhalt hat. Danach stellt der Importeur oder Exporteur einen Wechsel aus, den die Hausbank als Bezogene unterschreibt. Damit ist sie wechselrechtlich ({{#switch: juris
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Der Akzeptkredit wird nur erstklassigen Unternehmen eingeräumt, über deren Kreditwürdigkeit kein Zweifel besteht. Sie bekommen in dem Bankakzept ein vorzügliches und leicht verwertbares Kredit- und Zahlungsmittel:
- Hauptbedeutung hat der Akzeptkredit vor allem als Rembourskredit in Verbindung mit Warendokumenten. Da es für ausländische Partner schwer ist, die Kreditwürdigkeit ihres Handelspartners einzuschätzen, kann das Wechselakzept einer Bank diese Zweifel ausräumen.
- Als Zahlungsmittel kann der Wechsel einem Lieferanten zur Begleichung seiner Verbindlichkeiten übertragen werden (Warenwechsel).
- Als Kreditmittel dient er der Beschaffung von flüssigen Mitteln (Finanzwechsel). Die akzeptierende Bank bedingt sich aber gewöhnlich aus, dass der Wechsel bei ihr diskontiert wird.
Bedeutung
Der Akzeptkredit gehört nach {{#switch: juris
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Privatdiskont
Eine Sonderform des Akzeptkredits stellten die Privatdiskonten dar, mit einem Bankakzept versehene und von der Privatdiskont-AG diskontierte Wechsel. Bei ihnen mussten zwingend Export-, Import-, Transithandels- oder Lohnveredelungsgeschäfte zugrunde liegen. Der deutsche Privatdiskontmarkt wurde im Januar 1959 wieder eingerichtet und war bis Dezember 1991 börsentäglich an der Frankfurter Wertpapierbörse am Geldmarkt institutionalisiert. Privatdiskonten wurden bis zum 31. Dezember 1991 von der Bundesbank im Rahmen ihrer Offenmarktpolitik rediskontiert, allerdings nur über die Privatdiskont-AG.<ref>Gabler Wirtschaftslexikon, 12. Auflage 1988, S. 998</ref> Der Ankauf von Privatdiskonten durch die Privatdiskont-AG wurde zum 1. Januar 1992 eingestellt.
Einzelnachweise
<references />