Zum Inhalt springen

Afritzer See

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Infobox See

Der Afritzer See ist ein See in Kärnten. Er liegt im Gegendtal nördlich von Villach im Gemeindegebiet von Feld am See.

Lage

Der See liegt im Gegendtal in den Nockbergen auf einer Höhe von Vorlage:Höhe zwischen dem Wöllaner Nock und dem Mirnock. Er liegt am Südrand des Gemeindegebiets von Feld am See, teilweise folgt die Gemeindegrenze zu Afritz der Uferlinie. Das Südostufer ist zu großen Teilen unberührt. Am Nordostufer verläuft die Millstätter Straße (B 98).<ref name="KIS1992">Kärntner Institut für Seenforschung: Kärntner Seenbericht 1992. 60 Jahre Seenforschung, 30 Jahre Seensanierung. (= Veröffentlichungen des Kärntner Instituts für Seenforschung 7) Klagenfurt 1992, S. 383–397.</ref>

Der See ist Überrest eines einst größeren Sees. Dieser wurde durch einen Felssturz vom Mirnock (Lierzberger Alpenspitz – Wieserwald) geteilt: in den Afritzer See und den Feldsee. Die beiden Seen sind durch eine flache Talwasserscheide getrennt. Der Afritzsee entwässert nach Südosten hin in Richtung Treffen.<ref name="KIS1992"/>

Der See wird von einigen kleinen Bächen gespeist, die besonders am Süd- und am Westufer Schwemmkegel aufgeschüttet haben.<ref name="Kleinode">Helmut Hartl, Hans Sampl, Ralf Unkart: Kleinode Kärntens. Nationalparks, Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete, Naturdenkmale. Kärntner Druck- und Verlagsgesellschaft, Klagenfurt 1993, ISBN 3-85391-092-0, S. 54.</ref>

Da der See in einer häufig windigen Talfurche liegt, erreicht er nicht die hohen Wassertemperaturen anderer Kärntner Seen.<ref name="Kleinode"/> Er ist dennoch im Sommer streng geschichtet, die Oberflächentemperaturen übersteigen im Sommer 23 °C.<ref name="KIS1992"/>

Datei:Afritzer see 2005.jpg
Afritzer See, Winteransicht

Fauna und Flora

Aus dem Afritzer See sind folgende Fischarten nachgewiesen: Aal, Reinanke, Aitel, Karpfen, Laube, Rotauge, Schleie, Zährte, Hecht, Barsch, Zander und Wels. Seit 1980 ist die Wandermuschel im See nachgewiesen.<ref name="KIS1992"/>

Die Bestände des Edelkrebses sind der Krebspest zum Opfer gefallen. Seit 1992 gibt es Versuche, den Edelkrebs wieder im See anzusiedeln.<ref name="KISweb">Vorlage:Internetquelle</ref> Ab 1976 hat sich Kanadische Wasserpest im See verbreitet. Sie hat den gesamten Ufergürtel ausgefüllt und den Badebetrieb stark beeinträchtigt. Seit 1978 wurde sie mechanisch bekämpft, etwa mit Unterwassermähbooten, ihr Bestand nahm mit der Zeit ab. Sie muss aber nach wie vor zumindest im Badebereich regelmäßig entfernt werden.<ref>Hans Sampl: Die Gewässer der Region. In: Die Nockberge. Ein Naturführer. Verlag des Naturwissenschaftlichen Vereins für Kärnten, Klagenfurt 2003, S. 35–44. ISBN 3-85328-031-5</ref>

Das Phytoplankton ist je nach Jahr und Jahreszeit unterschiedlich zusammengesetzt. Größeren Anteil an der Biomassen können folgende Arten haben: Burgunderblutalge, Anabaena spp., Microcystis aeruginosa (Cyanobakterien); Cyclotella, Synedra acus, Asterionella formosa, Fragilaria crotonensis (Diatomeen); Uroglena, Dinobryon (Chrysophyceae); Ceratium hirundinella, Gymnodinium spp., Peridinium (Dinoflagellaten); Cryptomonas<ref name="Seenbericht"/> (Cryptophyceae). Grünalgen wie Chlamydomonas spielen nur eine geringe Rolle.<ref name="KIS1992"/>

Nutzung

Der Afritzer See wird als Badesee genutzt. Am Südufer befinden sich zwei Strandbäder und ein Campingplatz.<ref name="KISweb"/> In der Saison 2009 wurde der See als schwach mesotroph eingestuft, die Hygiene als sehr gut.<ref name="Seenbericht"> Vorlage:Internetquelle</ref> 2010 wurde die Gesamtsituation ebenfalls mit sehr gut beurteilt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Im Jahr 2023 wurde der See ebenfalls als schwach mesotroph eingestuft<ref name="Seenbericht 2023">Vorlage:Internetquelle</ref>. Die angelfischereiliche Nutzung erbringt mit 30 bis 40 kg pro Hektar recht hohe Erträge.<ref name="KISweb"/>

Landschaftsschutzgebiet

Der Afritzer See befindet sich im gleichnamigen Landschaftsschutzgebiet. Es wurde 1970 eingerichtet (LGBl. 86/1970) und umfasst 144 Hektar. Neben dem See umfasst es seine Randbereiche am West-, Nord- und Ostufer. Das Landschaftsschutzgebiet liegt in den Gemeinden Feld am See und Afritz.<ref name="Kleinode"/>

Einzelnachweise

<references/>

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Vorlage:Navigationsleiste Kärntner Seen


Vorlage:Normdaten